Physiologische Stressreaktion und Bewertungsprozesse
Die physiologische Stressreaktion ist ein komplexer Vorgang, der verschiedene Körpersysteme einbezieht. Der Sympathikus, ein Teil des vegetativen Nervensystems, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Vocabulary: Der Sympathikus ist ein Nervenstrang, der mit dem Rückenmark verbunden ist und für nach außen gerichtete Aktivitäten wie Flucht oder Aggression zuständig ist.
In Stresssituationen kommt es zu einer vermehrten Umlenkung des Blutflusses in die Muskeln, um ein Maximum an Energie schnell verfügbar zu machen. Nach der Stresssituation drosselt das Gehirn den Sympathikus und aktiviert den Parasympathikus, um den Körper wieder in einen Ruhezustand zu versetzen.
Die Stressreaktion lässt sich in eine unspezifische und eine spezifische Komponente unterteilen. Die unspezifische Reaktion beinhaltet die Produktion und Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin durch das Nebennierenmark. Dies führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels, des Pulses und des Blutdrucks.
Highlight: Die spezifische Stressreaktion umfasst die Ausschüttung von Cortisol durch die Nebennierenrinde, was Auswirkungen auf den Kohlenhydrathaushalt, den Proteinumsatz und den Fettstoffwechsel hat.
Die Bewertung einer Stresssituation ist ein individueller Prozess. Eine Situation wird nur dann als stressig empfunden, wenn sie als belastend wahrgenommen wird. Dies unterstreicht die Bedeutung der kognitiven Verarbeitung für die Stressreaktion.
Definition: Die primäre Bewertung umfasst die Einschätzung, ob eine Situation eine Bedrohung, einen Verlust oder eine Herausforderung darstellt.
Die sekundäre Bewertung bezieht sich auf die Selbsteinschätzung in Bezug auf persönliche, materielle und soziale Ressourcen. Hier geht es um das Wissen um die eigene Handlungsfähigkeit und Fähigkeiten zur Bewältigung der Situation.





