deutsch LK Probeklausur- Textanalyse und Vergleich zu dem Roman „Unter der Drachenwand“

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 Probeklausur: Textanalyse und -vergleich
Thema der Klausur
Aufgaben
1. Analysieren Sie den vorliegenden Textauszug aus Ralf Rothmanns Roman

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Probeklausur: Textanalyse und -vergleich Thema der Klausur Aufgaben 1. Analysieren Sie den vorliegenden Textauszug aus Ralf Rothmanns Roman ,,Im Frühling sterben" (A), indem Sie u. a. seinen Inhalt knapp und in eigenen Worten wiedergeben, die Gesprächssituation beschreiben, • das Verhältnis Walters zu seinem Vater herausarbeiten. ● Gehen Sie dabei auch auf erzählerische und sprachliche Mittel ein. 2. Vergleichen Sie den Textauszug aus Arno Geigers Roman „Unter der Drachenwand" (B) mit dem Rothmanns (A) u. a. im Hinblick auf • den Inhalt und die Gesprächssituation, das Verhältnis Veits zu seinem Vater, • das Verständnis von Erziehung. ● Die Bedeutung von Kindheit und Erziehung in der Kriegsliteratur erarbeiten - Vergleich zweier Romanauszüge Legen Sie abschließend dar, ob und auf welche Weise es Veit Kolbe gelingt, sich von den negativen Einflüssen seiner Erziehung frei zu machen und ein selbstbewusster und optimistischer junger Mensch zu werden. Textgrundlage A Ralf Rothmann: Im Frühling sterben. (Romanauszug) Berlin: Suhrkamp 2016, S. 74 - 76 B Arno Geiger: Unter der Drachenwand. München: dtv 2019, S. 436 - 437 A Ralf Rothmann: Im Frühling sterben (S. 74 - 76) Im Antikriegsroman unterhält sich die 17-jährige Hauptfigur Walter Urban, eigentlich ein Melker aus Nord- deutschland, mit seinem Kameraden August, beide einfache und kriegsunerfahrene Soldaten an der Front, über ihre Kindheit und Jugend. ,,Was Neues von zu Hause?" Langsam fuhr Walter um die stählernen Panzersperren herum und wich, so...

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gut es ging, den Pfützen aus. Sie hatten den Auftrag, drei Fallschirmspringer aus der Mühle in Brevda abzuho- 5 len, einem Dorf am Gebirgsrand, bis vor Kurzem noch Munitionsdepot. „Nicht direkt“, sagte er. „Mein Vater war Wachmann in Dachau und ist verdonnert worden, Frontbewährung. Und jetzt höre ich, dass er vielleicht in der Nähe eingesetzt wurde, bei Stuhlwei- 10 Benburg. Kennst du das, warst du schon mal da?" Auch in dem Fichtenwald, den sie durchfuhren, stan- den Lazarettzelte, man hörte das Stöhnen und Schrei- en hinter den Planen, und August schüttelte den Kopf. ,,Nee", sagte er, ,,muss man auch nicht kennen, Westermann Gruppe Best.-Nr. 022744 Personifikation glaube ich. Seit Januar kocht da die Erde. Was hat dein Alter denn verbockt?"-jugendsprache Walter zog die Mundwinkel herab.nonverbales verhalten 15 nur Zigaretten verschenkt, an Häftlinge im Lager. Was ihm nicht gerade ähnlich sieht. Er ist immer ein gei- ziger und brutaler Knochen gewesen. Früher, als er 20 arbeitslos war und den Korn wie Wasser gekippt hat, - vergleich kam er oft mitten in der Nacht an mein Bett und sag- te: ,Warum schläfst du nicht? Dabei hatte ich ge- schlafen. Doch er war besoffen und wollte prügeln. Er setzte sich auf einen Stuhl und knurrte: ,Wenn du 25 nicht sofort schläfst, kriegst du Dresche. Ich konnte seinen Atem riechen und betete zu allen Heiligen. Am Waldrand stoppte er den Wagen, zog den Feldste- cher unter den Armaturen hervor und suchte den Ho- 30 rizont ab. ,,Doch irgendwann hab ich wohl vor Angst gezittert, war ja noch ein Kind, und er riss mir die Decke weg und schrie: ,Du hast dich bewegt! Jetzt sollst du mich kennenlernen!' Und dann gab's Saures. Mein lieber Herr Gesangsverein. Mit dem Handfeger 35 oder dem Feuerhaken, bis die Haut riss. Dabei wurde er immer wilder, je lauter ich schrie" „Und deine Mutter?", fragte August. „Oder deine Schwester? Haben die nichts gesagt?" Walter verstaute das Fernglas und lenkte den Wagen 40 aus der Deckung. Halbkettenfahrzeuge standen längs der Straße, zerschossen oder ausgebrannt; auf eini- gen Schutzblechen war noch das weiße ,,K" zu erken- nen, das taktische Zeichen der Panzergruppe Kleist. „Meine Mutter hatte selbst Angst, obwohl sie größer ist als er und doppelt so dick. Verkroch sich unter ih- rem Federbett, nehme ich an. Jedenfalls schlief sie mit Wachs in den Ohren. Und meine Schwester lag meis- tens im Spital.“ Wasser rieselte von den Felswänden, dünne Strahlen, Ich redete mit Papa in einem eher scharfen Ton, und zuletzt flog ich aus der Familie. Er sagte, wenn ich ihm noch einmal käme etcetera, etcetera. Und na- türlich war ich jederzeit bereit, ihm noch einmal so 20 zu kommen, und das sagte ich ihm, womit seine Dro- hung, mich in dem Fall nicht mehr sehen zu wollen, schlagend wurde, ohne dass es ausgesprochen wer- den musste./Ich murmelte nur noch: „Du kannst mich einmal."/Er wurde rot wie eine Tomate. 25 Jetzt machten sich die vergangenen vierundzwanzig Jahre bemerkbar, dieses ständige Voranpeitschen der Kinder mit Kritik, immer nur Negatives gehört zu ha- ben, nie gelobt worden zu sein, nie eine kleine from- me Lüge: ,,Das hat du gut gemacht!" Stattdessen: „Da- nonverbales Verhalten die an Vorsprüngen zerstoben, und August blies die 50 Backen auf. „Puh", sagte er, „du hast ja 'ne gemütliche - Ironie Familie!" Seine Eltern waren Lehrer in Paderborn, und er wollte nach dem Krieg Geologie studieren; in seiner Gasmaskendose rappelte immer etwas Glim- mer oder Diorit. „Trotzdem, irgendeine gute Strähne 55 muss dein Alter doch gehabt haben, oder? Als Wach- mann im Lager Zigaretten verschenken Ist ja fast 'ne Heldentat. B Arno Geiger: Unter der Drachenwand (S. 436 – 437) Beim Frühstück sprach mich Mama auf meine Schweigsamkeit an. Ich sagte, ich sei nervös. Papa war einige Zeit still, dann meinte er: „Weißt du, Veit, bei den ständigen Bombardierungen und durch die 5 vielen Alarme ist auch bei mir der Verbrauch an Ner- ven gewaltig, ich kann bald keine Aufregung mehr vertragen, und das will er ja, der Feind./Er fing dann wieder von der Zukunft an, für die wir die vielen Op- fer auf uns nähmen, und da sagte ich: ,,Schau dir die 10 Stadt an, wie sie heute aussieht. Kein bisschen Leben mehr. Die Leute gehen freud- und teilnahmslos ihren Beschäftigungen nach, und auf jedem Gesicht drückt sich die Angst aus vor der von dir gepriesenen Zu- kunft. Was sind deine großartigen Worte gegen die 15 vielen müden Gesichter?" Westermann Gruppe Best.-Nr.22744 Walter bog auf die Straße nach Brevda. Man konnte das Schild, das vor Partisanen warnte, vor lauter Ein- schüssen kaum noch lesen. ,,Ich weiß nicht", antwor- tete er. ,,Da war oft etwas Dunkles in den Augen, irre fast. Er hat auch gerne Tauben massakriert auf seine spezielle Art. Umschloss sie zärtlich mit einer Hand und drückte ihnen mit der anderen, mit der Daumen- 65 spitze, eine Stecknadel ins Herz. Und dann ließ er sie auf dem Dachboden herumflattern, bis sie tot waren." Der Weg wurde steil, und er schaltete einen Gang zu- rück. „Was ziemlich lange dauern konnte." (Auszug) Ralf Rothmann: Im Frühling sterben, Berlin: Suhrkamp 2016, S. 74-76 60 mit wirst du dich hoffentlich nicht zufriedengeben, 30 Veit." Die Kindheit ist wie ein Holz, in das Nägel geschla- vergleich gen werden. Die guten Nägel sind die, die nur so tief im Holz stecken, dass sie halten, sie beschützen einen wie Stacheln. Oder man kann später etwas daran auf- 35 hängen. Oder man kann die Nägel herausziehen und wegwerfen. Schlecht sind die ins Holz gedroschenen Nägel, deren Köpfe tiefer liegen als die Oberfläche des Holzes, man sieht gar nicht, dass dort etwas Har- tes ist, ein vor sich hin rostender Fremdkörper./Papa 40 hatte die Nägel immer ganz fest ins Holz gedroschen durch ständiges Hämmern auf immer dieselben Stel- len. Und dafür erwartete er sich jetzt ein Höchstmaß an Dankbarkeit./Es gibt bei mir eine gewisse An- hänglichkeit an meine Kindheit, und deshalb respek- 45 tiere ich meinen Vater. Und doch habe ich mit den Jahren eingesehen, dass Standhaftigkeit und Konse- quenz, um zwei seiner Lieblingswörter zu nennen, finstere Seiten besitzen. Mit Wörtern wie Standhaf- tigkeit und Konsequenz hatte mir mein Papa meine 50 Kindheit verdorben. Und die Jugend und das Erwach- senenalter hatten mir andere verdorben, aber mit denselben Wörtern. Was die Familie an Persönlich- keitszerstörung anfängt, setzt der Krieg fort. An der Front hatte ich zusehen können, wie Persönlichkeiten 55 in Trümmer gingen, manchmal kam zwischen den Trümmern das Gute hervor, öfter das Schlechte. (Auszug) Arno Geiger: Unter der Drachenwand. dtv: München 2019, Originalausgabe Ⓒ 2018 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München Westermann Gruppe Best.-Nr. 022744 Probeklausur Der Romanauszug,, Im Frühling sterben", geschrieben von Ralf Rothmann, in Berlin, aus dem Jahr 2016, handelt von einem Gespräch zwischen zwei Jungen soldaten an der Front, die über die Familienverhältnisse von Walter Urban, einem der beiden Soldaten sprechen. Walter erzählt seinem Kameraden August, dass sein Vater schon immer brutal war und als er klein war, viel getrunken hat. Daraufhin erzählt er ihm, dass sein Vater früher betrunken zu seinem Bett gekommen ist und ihn angeschrien hat, warum er nicht schläft und ihn dann verprügelt hat. August fragt ihn, ob seine Mutter ihm nicht geholfen habe, woraufhin Walter erklärt, dass seine Mutter genauso viel Angst vor dem Vater hatte, wie er selbst. Deshalb konnte sie ihn nicht beschützen und hat nur versucht, sich selbst in Sicherheit zu bringen. August zeigt Mitleid für Watter und stellt fest, dass Walters Familie alles andere als angenehm ist. Das Gespräch zwischen den beiden findet (ber einens Kriegsauftrag statt. Die beiden Soldaten sollen drei Fallschirmspringer aus Brevda abholen. Auf der Autofahrt dorthin unterhalten sich die beiden über Walters schreckliche Kindheit. Während ihren Gespräche fahren sie an Lazaretfetten vorbei, wo sie Schreie und gestöhne hören. Im folgenden analysiere ich das Verhältnis Walters zu seinem Vater mit Beachtung Von erzählenschen und sprachlichen Mitteln. Zunächst gehe ich näher auf die Art der Erzählung ein. Der Romañauszug ist eine Er-pie - Erzählung und wird aus der Außensicht berichtet. Das Erzählverhalten ist auktorial und die Erzählgattung ist mitfühlend, wertend und empathisch. Die Darbietungsform ist ein Dialog zwischen den Figuren. Es werden ebenfalls auch sprachliche Mittel angewendet. Es wird eine personifikation angewendet: Seit Januar kocht da die Erde." (vgl.2.15) ZU Die Personifikation wurde angewendet, um den Satz bildlicher und anschaulicher zu gestalten und um einen Hinweis auf den kriegsstand geben. Außerdem wurde Jugendsprache verwendet:,, was hat dein After denn verbockt?" (ugl.z. 15-16) Der Autor hat auch nonverbales Verhalten mit eingebracht:,, Walter zog die Mundwinkel herab." ·" Vgl. 2.17) um seine Abneigung gegenüber seinen Vaters zu zeigen, Ebenso nonverbales verhalten ist: ,, August blies die Backen auf. "(vgl. zº. 50-51). Das soll clas Mitleid und die Anerkennung Augusts gegenüber Watter verdeutlichen. Der Autor hat auch Ironie angewendet. Du hast ja 'ne gemütliche Familie!" (vgl. z. 51-52). Damit soll verdeutlicht werden, dass Walters Familie absolut nicht gemütlich ist sondern das Gegenteil. Watters Vater hat ihn früher oft verprügelt und es hat ihn noch mehr angestachelt, wenn er lauter schrie. (Vgl.z. 20-36) Dadurch hat er große Angst vor seinem Vater, er war damals noch ein kind und konnte sich nicht währen Walter sah in den Augen seines Vaters etwas dunkles und hielt ihn schon fast für ime. (Ugl.z. 62-63) Durch dieses Blunkle in seinen Augen und auch durch alle schlechten Dinge, die er getan hat, glaubt Walter nicht, dass es etwas (gutes in seinem Vatter gibt. || war Walter ist verstört und verängstigt von seinem Vater, da er oft Tauben massakrient hat und dann beobachtet, wie diese sterben. (vgl.z. 63-67) Man kann erkennen, dass Walter dadurch traumatisiert wurde, weil er am Ende noch sagte: Was ziemlich lange dauern konnte "(vgl. z. 69). Damit gemeint, dass es lange dauern konnte, bis die Tauben starben. Walter wurde durch all die schrecklichen Dinge, die sein Vater getan hat, verängstigt, verstört und traumatisiert. Angefangen bei seiner Brutalitat gegenüber ihm, dass er ihn verprügelt hat, wenn er nicht schlief, bis zu seiner Vorliebe, Tauben zu massaknieren und ihnen beim Sterben zurzwehen. Die Vater - sohn-Beziehung zwischen Walter und seinem Vater ist stark beeinträchtigt durch die Vergangenheit. Watter hatte eine schreckliche und traumatisierende Kindheit und wird wahrscheinlich sein Leben lang unter dien Folgen dieser kaputten Vater-sohn-Beziehung mit sich korum tragen. Der Romanauszug aus dem Roman:,, Unter der Drachenwand", geschrieben von Arno Geiger, aus dem Jahr 2019, handelt von einem Familien frühstück, welches kein schönes Ende nimmt. o Genover! Zuspitzen! Es geht darum, dass Veits Mutter ihren Sohn beim Frühstücken fragt, warum er so still ist und dieser dann sagt er sei nervös. Daraufhin gibt sein Vater die Bemerkung ab, dass auch er mit seinen Nerven am Ende ist, wegen den Dingen die passieren, wie Bombardierungen und Alarme. Anschließend redet Veits Vater, wie früher schon, über die Zukunft, wofür sie die Opfer auf sich nehmen würden. Daraufhin mischt sich Veit ein und sagt, dass vor seiner follen Zukunff alle Angst hätten und er fragt ihn nicht gerade sanft, was er clazu hat. Durch dieses Thema sagen entsteht ein Streit zwischen veit und seinem Vater und das führt dazu, dass Veit aus der Familie geschmissen wird. Veit erzählt über seine Kindheit, class er immer nur kritik und nie Zob für irgendwas bekommen hat. Außerdem sagt er, dass sein Vater seine Kindheit zerstört hat. Zum Schluss erklärt er, dass die Familie mit einer Persönlichkeitsstörung anfängt und der Krieg diese dann weiter führt. obenaver! zu I'm folgenden analysiere ich das Verhältnis Veits zu seinem Vater und sein Verständnis von Erziehung. Das Verhältnis zwischen Veit und seinem Vater ist sehr angespannt. Veit und sein Vater haben, was den Krieg und die Zukunff betrifft, nicht die gleichen Ansichten, was zwischen den beiden zu Diskussionen und Streit führt. (vgl.2.7-18) Bei diesem Streit flog Veit bei sich Zuhause und aus der Familie raus, da

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1. Analysieren Sie den vorliegenden Textauszug aus Ralf Rothmanns Roman

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Früher, als er 20 arbeitslos war und den Korn wie Wasser gekippt hat, - vergleich kam er oft mitten in der Nacht an mein Bett und sag- te: ,Warum schläfst du nicht? Dabei hatte ich ge- schlafen. Doch er war besoffen und wollte prügeln. Er setzte sich auf einen Stuhl und knurrte: ,Wenn du 25 nicht sofort schläfst, kriegst du Dresche. Ich konnte seinen Atem riechen und betete zu allen Heiligen. Am Waldrand stoppte er den Wagen, zog den Feldste- cher unter den Armaturen hervor und suchte den Ho- 30 rizont ab. ,,Doch irgendwann hab ich wohl vor Angst gezittert, war ja noch ein Kind, und er riss mir die Decke weg und schrie: ,Du hast dich bewegt! Jetzt sollst du mich kennenlernen!' Und dann gab's Saures. Mein lieber Herr Gesangsverein. Mit dem Handfeger 35 oder dem Feuerhaken, bis die Haut riss. Dabei wurde er immer wilder, je lauter ich schrie" „Und deine Mutter?", fragte August. „Oder deine Schwester? Haben die nichts gesagt?" Walter verstaute das Fernglas und lenkte den Wagen 40 aus der Deckung. Halbkettenfahrzeuge standen längs der Straße, zerschossen oder ausgebrannt; auf eini- gen Schutzblechen war noch das weiße ,,K" zu erken- nen, das taktische Zeichen der Panzergruppe Kleist. „Meine Mutter hatte selbst Angst, obwohl sie größer ist als er und doppelt so dick. Verkroch sich unter ih- rem Federbett, nehme ich an. Jedenfalls schlief sie mit Wachs in den Ohren. Und meine Schwester lag meis- tens im Spital.“ Wasser rieselte von den Felswänden, dünne Strahlen, Ich redete mit Papa in einem eher scharfen Ton, und zuletzt flog ich aus der Familie. Er sagte, wenn ich ihm noch einmal käme etcetera, etcetera. Und na- türlich war ich jederzeit bereit, ihm noch einmal so 20 zu kommen, und das sagte ich ihm, womit seine Dro- hung, mich in dem Fall nicht mehr sehen zu wollen, schlagend wurde, ohne dass es ausgesprochen wer- den musste./Ich murmelte nur noch: „Du kannst mich einmal."/Er wurde rot wie eine Tomate. 25 Jetzt machten sich die vergangenen vierundzwanzig Jahre bemerkbar, dieses ständige Voranpeitschen der Kinder mit Kritik, immer nur Negatives gehört zu ha- ben, nie gelobt worden zu sein, nie eine kleine from- me Lüge: ,,Das hat du gut gemacht!" Stattdessen: „Da- nonverbales Verhalten die an Vorsprüngen zerstoben, und August blies die 50 Backen auf. „Puh", sagte er, „du hast ja 'ne gemütliche - Ironie Familie!" Seine Eltern waren Lehrer in Paderborn, und er wollte nach dem Krieg Geologie studieren; in seiner Gasmaskendose rappelte immer etwas Glim- mer oder Diorit. „Trotzdem, irgendeine gute Strähne 55 muss dein Alter doch gehabt haben, oder? 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Man konnte das Schild, das vor Partisanen warnte, vor lauter Ein- schüssen kaum noch lesen. ,,Ich weiß nicht", antwor- tete er. ,,Da war oft etwas Dunkles in den Augen, irre fast. Er hat auch gerne Tauben massakriert auf seine spezielle Art. Umschloss sie zärtlich mit einer Hand und drückte ihnen mit der anderen, mit der Daumen- 65 spitze, eine Stecknadel ins Herz. Und dann ließ er sie auf dem Dachboden herumflattern, bis sie tot waren." Der Weg wurde steil, und er schaltete einen Gang zu- rück. „Was ziemlich lange dauern konnte." (Auszug) Ralf Rothmann: Im Frühling sterben, Berlin: Suhrkamp 2016, S. 74-76 60 mit wirst du dich hoffentlich nicht zufriedengeben, 30 Veit." Die Kindheit ist wie ein Holz, in das Nägel geschla- vergleich gen werden. Die guten Nägel sind die, die nur so tief im Holz stecken, dass sie halten, sie beschützen einen wie Stacheln. Oder man kann später etwas daran auf- 35 hängen. Oder man kann die Nägel herausziehen und wegwerfen. Schlecht sind die ins Holz gedroschenen Nägel, deren Köpfe tiefer liegen als die Oberfläche des Holzes, man sieht gar nicht, dass dort etwas Har- tes ist, ein vor sich hin rostender Fremdkörper./Papa 40 hatte die Nägel immer ganz fest ins Holz gedroschen durch ständiges Hämmern auf immer dieselben Stel- len. Und dafür erwartete er sich jetzt ein Höchstmaß an Dankbarkeit./Es gibt bei mir eine gewisse An- hänglichkeit an meine Kindheit, und deshalb respek- 45 tiere ich meinen Vater. Und doch habe ich mit den Jahren eingesehen, dass Standhaftigkeit und Konse- quenz, um zwei seiner Lieblingswörter zu nennen, finstere Seiten besitzen. Mit Wörtern wie Standhaf- tigkeit und Konsequenz hatte mir mein Papa meine 50 Kindheit verdorben. Und die Jugend und das Erwach- senenalter hatten mir andere verdorben, aber mit denselben Wörtern. Was die Familie an Persönlich- keitszerstörung anfängt, setzt der Krieg fort. An der Front hatte ich zusehen können, wie Persönlichkeiten 55 in Trümmer gingen, manchmal kam zwischen den Trümmern das Gute hervor, öfter das Schlechte. (Auszug) Arno Geiger: Unter der Drachenwand. dtv: München 2019, Originalausgabe Ⓒ 2018 Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München Westermann Gruppe Best.-Nr. 022744 Probeklausur Der Romanauszug,, Im Frühling sterben", geschrieben von Ralf Rothmann, in Berlin, aus dem Jahr 2016, handelt von einem Gespräch zwischen zwei Jungen soldaten an der Front, die über die Familienverhältnisse von Walter Urban, einem der beiden Soldaten sprechen. Walter erzählt seinem Kameraden August, dass sein Vater schon immer brutal war und als er klein war, viel getrunken hat. Daraufhin erzählt er ihm, dass sein Vater früher betrunken zu seinem Bett gekommen ist und ihn angeschrien hat, warum er nicht schläft und ihn dann verprügelt hat. August fragt ihn, ob seine Mutter ihm nicht geholfen habe, woraufhin Walter erklärt, dass seine Mutter genauso viel Angst vor dem Vater hatte, wie er selbst. Deshalb konnte sie ihn nicht beschützen und hat nur versucht, sich selbst in Sicherheit zu bringen. August zeigt Mitleid für Watter und stellt fest, dass Walters Familie alles andere als angenehm ist. Das Gespräch zwischen den beiden findet (ber einens Kriegsauftrag statt. Die beiden Soldaten sollen drei Fallschirmspringer aus Brevda abholen. Auf der Autofahrt dorthin unterhalten sich die beiden über Walters schreckliche Kindheit. Während ihren Gespräche fahren sie an Lazaretfetten vorbei, wo sie Schreie und gestöhne hören. Im folgenden analysiere ich das Verhältnis Walters zu seinem Vater mit Beachtung Von erzählenschen und sprachlichen Mitteln. Zunächst gehe ich näher auf die Art der Erzählung ein. Der Romañauszug ist eine Er-pie - Erzählung und wird aus der Außensicht berichtet. Das Erzählverhalten ist auktorial und die Erzählgattung ist mitfühlend, wertend und empathisch. Die Darbietungsform ist ein Dialog zwischen den Figuren. Es werden ebenfalls auch sprachliche Mittel angewendet. Es wird eine personifikation angewendet: Seit Januar kocht da die Erde." (vgl.2.15) ZU Die Personifikation wurde angewendet, um den Satz bildlicher und anschaulicher zu gestalten und um einen Hinweis auf den kriegsstand geben. Außerdem wurde Jugendsprache verwendet:,, was hat dein After denn verbockt?" (ugl.z. 15-16) Der Autor hat auch nonverbales Verhalten mit eingebracht:,, Walter zog die Mundwinkel herab." ·" Vgl. 2.17) um seine Abneigung gegenüber seinen Vaters zu zeigen, Ebenso nonverbales verhalten ist: ,, August blies die Backen auf. "(vgl. zº. 50-51). Das soll clas Mitleid und die Anerkennung Augusts gegenüber Watter verdeutlichen. Der Autor hat auch Ironie angewendet. Du hast ja 'ne gemütliche Familie!" (vgl. z. 51-52). Damit soll verdeutlicht werden, dass Walters Familie absolut nicht gemütlich ist sondern das Gegenteil. Watters Vater hat ihn früher oft verprügelt und es hat ihn noch mehr angestachelt, wenn er lauter schrie. (Vgl.z. 20-36) Dadurch hat er große Angst vor seinem Vater, er war damals noch ein kind und konnte sich nicht währen Walter sah in den Augen seines Vaters etwas dunkles und hielt ihn schon fast für ime. (Ugl.z. 62-63) Durch dieses Blunkle in seinen Augen und auch durch alle schlechten Dinge, die er getan hat, glaubt Walter nicht, dass es etwas (gutes in seinem Vatter gibt. || war Walter ist verstört und verängstigt von seinem Vater, da er oft Tauben massakrient hat und dann beobachtet, wie diese sterben. (vgl.z. 63-67) Man kann erkennen, dass Walter dadurch traumatisiert wurde, weil er am Ende noch sagte: Was ziemlich lange dauern konnte "(vgl. z. 69). Damit gemeint, dass es lange dauern konnte, bis die Tauben starben. Walter wurde durch all die schrecklichen Dinge, die sein Vater getan hat, verängstigt, verstört und traumatisiert. Angefangen bei seiner Brutalitat gegenüber ihm, dass er ihn verprügelt hat, wenn er nicht schlief, bis zu seiner Vorliebe, Tauben zu massaknieren und ihnen beim Sterben zurzwehen. Die Vater - sohn-Beziehung zwischen Walter und seinem Vater ist stark beeinträchtigt durch die Vergangenheit. Watter hatte eine schreckliche und traumatisierende Kindheit und wird wahrscheinlich sein Leben lang unter dien Folgen dieser kaputten Vater-sohn-Beziehung mit sich korum tragen. Der Romanauszug aus dem Roman:,, Unter der Drachenwand", geschrieben von Arno Geiger, aus dem Jahr 2019, handelt von einem Familien frühstück, welches kein schönes Ende nimmt. o Genover! Zuspitzen! Es geht darum, dass Veits Mutter ihren Sohn beim Frühstücken fragt, warum er so still ist und dieser dann sagt er sei nervös. Daraufhin gibt sein Vater die Bemerkung ab, dass auch er mit seinen Nerven am Ende ist, wegen den Dingen die passieren, wie Bombardierungen und Alarme. Anschließend redet Veits Vater, wie früher schon, über die Zukunft, wofür sie die Opfer auf sich nehmen würden. Daraufhin mischt sich Veit ein und sagt, dass vor seiner follen Zukunff alle Angst hätten und er fragt ihn nicht gerade sanft, was er clazu hat. Durch dieses Thema sagen entsteht ein Streit zwischen veit und seinem Vater und das führt dazu, dass Veit aus der Familie geschmissen wird. Veit erzählt über seine Kindheit, class er immer nur kritik und nie Zob für irgendwas bekommen hat. Außerdem sagt er, dass sein Vater seine Kindheit zerstört hat. Zum Schluss erklärt er, dass die Familie mit einer Persönlichkeitsstörung anfängt und der Krieg diese dann weiter führt. obenaver! zu I'm folgenden analysiere ich das Verhältnis Veits zu seinem Vater und sein Verständnis von Erziehung. Das Verhältnis zwischen Veit und seinem Vater ist sehr angespannt. Veit und sein Vater haben, was den Krieg und die Zukunff betrifft, nicht die gleichen Ansichten, was zwischen den beiden zu Diskussionen und Streit führt. (vgl.2.7-18) Bei diesem Streit flog Veit bei sich Zuhause und aus der Familie raus, da