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DREIFACHE ERÖFFNUNG
VORSPIEL AUF DEM THEATER
-thematisiert das Verhältnis von Dichtung und Publikum aus verschiedenen Perspek

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Inhaltsangabe DREIFACHE ERÖFFNUNG VORSPIEL AUF DEM THEATER -thematisiert das Verhältnis von Dichtung und Publikum aus verschiedenen Perspektiven DIREKTOR: -Interesse an finanziellem Erfolg -Orientierung am Publikumsgeschmack: Unterhaltungsanspruch -Gleichgültigkeit gegenüber künstlerischem Anspruch DICHTER: -Ablehnung des Massengeschmacks; elitäres Bewusstsein -Dichter als Schöpfer eines ganzheitlichen Kunstwerkes -Orientierung am überdauernden Wert von Dichtung, nicht am Tageserfolg LUSTIGE PERSON/ SCHAUSPIELER: -möchte Unterhaltungsbedürfnis des Publikums entgegenkommen und Spaß vermitteln -komische Unterhaltung, nicht künstlerischer Wert eines Stücks ist zentral PROLOG IM HIMMEL -Lobpreis der Schöpfung durch die drei Erzengel -Mephisto und der Herr entwickeln zwei gegensätzliche Menschenbilder GOTT IDEALISTISCHES MENSCHENBILD MIT NATURMETAPHORIK ,,WEIB DOCH DER GÄRTNER, WENN DAS BÄUMCHEN GRÜNT/ DASS BLÜT UND FRUCHT DIE KÜNFT'GEN JAHRE ZIEREN" (V.310 F.) → das Leben hat einen Sinn: jeder Mensch wächst und reift; ist zu positiver Entwicklung fähig ,,ES IRRT DER MENSCH SO LANG ER STREBT" (V.317) Mensch macht auf seinem Weg auch Fehler ,,EIN GUTER MENSCH IST IN SEINEM DUNKLEN DRANGE/ IST SICH DES RECHTEN WEGES WOHL BEWUSST" (V.328 F.) Mensch entwickelt sich intuitiv hin zum Guten, dessen er sich trotz seiner Verfehlungen bewusst ist - ,,DES MENSCHEN TÄTIGKEIT KANN ALLZU LEICHT ERSCHLAFFEN (...) DRUM GEB ICH GERN IHM DEN GESELLEN ZU, / DER REIZT UND WIRKT (...)“ (V.340 FF.) Mephisto als Erfüllungsgehilfe/ Werkzeug Gottes: soll den Menschen dazu anregen, sich weiterzuentwickeln ➡ENTELECHIE = Zielgerichtetheit des Menschen ➡Mensch ist ein vernunftgesteuertes Wesen, das nach Höherem strebt MEPHISTO - NEGATIVES MENSCHENBILD MIT TIERMETAPHORIK ,,ICH SEHE NUR, WIE SICH DIE MENSCHEN PLAGEN" menschliches Leben ist eine Qual/...

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Leiden ,,DER KLEINE GOTT DER WELT BLEIBT STETS VOM GLEICHEN SCHLAG (...)" (V.281) keine Weiterentwicklung des Menschen seit der Schöpfung keine persönliche Reifung hin zum Guten ,,ER NENNTS VERNUNFT UND BRAUCHT'S ALLEIN, / NUR TIERISCHER ALS JEDES TIER ZU SEIN.“ (V.285 F.) Mensch missbraucht seine Vernunft (egoistisches, triebhaftes Verhalten) Reduzierung auf Triebsphäre; negiert dessen intellektuelle Fähigkeiten - WIE EINE DER LANGBEINIGEN ZIKADEN, / DIE IMMER FLIEGT UND FLIEGEND SPRINGT“ (V.288) permanente Wiederkehr des ewigen, sinnlosen Gleichen; Monotonie/ Eintönigkeit ➡menschliche Existenz ist ohne Sinn und Fortschritt ➡ Reduzierung des Menschen auf seine Triebe VERHÄLTNIS ZWISCHEN GOTT UND MEPHISTO -Unterordnung Mephistos er muss den Herr um „Erlaubnis“ fragen, ob er Faust in Versuchung führen darf -Mephisto ist Erfüllungsgehilfe Gottes; Mitspieler des Herrn → wird von Gott benötigt -Mephisto akzeptiert seine Rolle und ordnet sich unter GEGENSTAND DER WETTE -Faust wird zum Repräsentanten des Menschengeschlechts wird für Gott und Mephisto zum Prüfstein ihres Menschen-/ Weltbildes SCHEINWETTE -Ergebnis ist von Anfang an festgelegt Faust wird sich am Ende zum Guten hin entwickeln; Sieg des Herrn - DIE GELEHRTENTRAGÖDIE NACHT EXISTENZKRISE UND ENTGRENZUNGSVERSUCHE SYMBOLCHARAKTER DES RAUMES -Faust sitzt in einem ,,hochgewölbtem, engen, gotischen Zimmer" -Dunkelheit Möglichkeiten des Menschen sind beschränkt; Zweifel und Depression -räumliche Enge → begrenzter Erkenntnishorizont, den auch die Wissenschaften nicht überwinden können -hochgewölbter Raum Blick strebt gen Himmel; Streben Fausts nach göttlicher Erkenntnis ÄUBERE LEBENSUMSTÄNDE FAUSTS -Akademiker/ Gelehrter Studium der vier Hauptfakultäten Philosophie, Jura, Medizin und Theologie (V.354 f.) -arbeitet als Universitätslehrer (V.363); hat den akademischen Grad des Doktors (V.360) -nur wenig Geld (V.374) INNERER ZUSTAND FAUSTS -nicht gläubig; traditionellen Werte wie Religion bedeuten ihm nichts (V.375) -zutiefst unglücklich (V.370); verzweifelt, fast lebensmüde (V.376) -rücksichtslos und egoistisch (V.368); überheblich und eingebildet (,,Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen V.366) -enttäuscht über Bücherwissen und Wissenschaft („Und bin so klug als wie zuvor" V.359) -strebt nach Erkenntnis; möchte erkennen ,,was die Welt/ Im Innersten zusammenhält" (V.382f.) → Lebenssinn/ metaphysisches Wissen/ Durchschauen aller weltlichen Zusammenhänge -Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit des Menschen („Und sehe, dass wir nichts wissen können!“ V.364) → Mensch ist immer an die Grenzen der menschlichen Erkenntnis gebunden (Verstand, Sinne); trotzdem strebt Faust nach höherer Erkenntnis → Enttäuschung/ Hoffnungslosigkeit/ Verzweiflung ➡ Existenz- und Lebenskrise Fausts FAUSTS ENTGRENZUNGSVERSUCHE Ausgangssituation: Faust begreift die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit und versucht die Grenzen zu überschreiten 1.VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE -Betrachtung des Makrokosmos als Zeichen eines allumfassenden, mystischen Zusammenhangs zwischen Mensch, Natur und Universum → scheitert, weil er das Zeichen nicht durchschaut 2.VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE -Beschwörung des Erdgeistes als Versuch, mit übermenschlichen Wesen Kontakt aufzunehmen und sich mit ihnen gleichzusetzten scheitert an seiner Hybris, weil er dem Erdgeist nicht ebenbürtig ist 3.VERSUCH: SUIZID -Selbstmordversuch durch Gift, um Fesseln der materiellen Existenz zu überwinden und sich neuen Sphären zuwenden zu können → scheitert, weil er durch den Gesang der Engel vom Selbstmord abgehalten wird; Faust wird an seine Kindheit erinnert ➡Faust kann nicht aus eigener Kraft zu höheren Wahrheiten/ Erkenntnissen finden! VOR DEM TOR -buntes Panorama des gesellschaftlichen Lebens zeigt die soziale Welt, in der Faust lebt -nacheinander werden unterschiedliche soziale Gruppen gezeigt: Handwerksburschen und Dienstmädchen (reden über die Liebe zu andern Geschlecht); eine Alte bietet sich den Mädchen als Kupplerin an; Bürgermädchen wissen über die soziale Kontrolle der Stadt -Gespräche der Jungen und Mädchen sowie die Lieder der Soldaten und Bauern verweisen motivisch auf die Gretchentragödie -Bevölkerung wird eher derb dargestellt v.a. interessiert an der Befriedigung ihrer Triebe; geistig nur in beschränkten Bahnen denken (Gegensatz zu Faust) → -erste Öffnung zur Welt nach der Enge des Studierzimmers für Faust → „vor dem Tor“ weist symbolisch auf die spätere Weltfahrt hin -Frühlingstag als Neubeginn für Faust -Faust beobachtet die Bürger und sieht ihre Zufriedenheit als Menschen „Hier bin ich Mensch, hier darf's ich sein" (V.940) -Faust gehört nicht zu der Menge dazu; er sticht als ,,Hochgelahrter“ aus der Menge heraus; wirkt isoliert Bauern drücken ihre Freude darüber aus, dass er sich an einem solchen Tag unter das Volk mischt -Bauer danken Faust dafür, dass er und sein Vater während der Pest vielen Menschen das Leben gerettet haben -Wagner und Faust unterscheidet ihr Verhältnis zum Volk und ihre Verantwortungsethik → Wagner sieht sich als „Feind von allem Rohen" (V.944); es kommt ihm nicht auf die Menschen an, sondern nur auf seinen eigenen Vorteil (V.1011-1014) → Faust entlarvt das medizinische Wirken seines Vaters als Scharlatanerie; er habe stümperhaft experimentiert und viele Menschen seien durch seine Medizin gestorben -Faust fühlt sich schuldig → massive Selbstkritik „Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben“ (V.1053) -Blick in die Ferne beflügelt Faust er wünscht sich ,,Flügel"; Wunsch nach Entgrenzung -die Spannung zwischen dem Wunsch nach sinnlicher Befriedigung und göttlicher Existenz droht Faust zu zerreißen → er wünscht sich einen ,,Zaubermantel", der ihm zu „neuem bunten Leben" verhelfen soll -Faust und Wagner begegnen Mephisto in Gestalt eines Pudels TEUFELSPAKT UND WETTE STUDIERZIMMER 1 -Faust nimmt Pudel mit in sein Studierzimmer Faust kann sich nicht aus seiner alten Existenz lösen trotz Leidensdruck -Naturerfahrung verblasst → auf Suche nach ursprünglicher Erfahrung wendet er sich der biblischen Offenbarung im griechischen Original gegen aufkommende Depression zu; er will den Text ins Deutsche übersetzten -Fausts Versuch, in dem biblischen Text Offenbarung zu finden, scheitert → er weiß zunächst nicht wie er ,,Logos" (Wort) übersetzen soll und entschließt sich schließlich für die Übersetzung ,,Tat" → symbolisiert inneren Wandel vom Wortgelehrten zu Mann der Tat -Pudel versucht durch Knurren und Bellen Faust von der Beschäftigung mit religiösen Inhalten abzuhalten -Mephisto entpuppt sich als des ,,Pudels Kern" → er ist als ,,fahrender Scolast" gekleidet (Hinweis auf folgende Weltfahrt, äußere Anpassung an Faust) -Mephisto stellt sich selbst vor „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" → begrenzte Macht Mephistos; er kann den Raum aufgrund eines Pentagramms nicht mehr verlassen -Faust sieht sich in einer überlegenen Situation und bietet Mephisto einen Pakt an -Mephisto lässt Faust in einen Traum versinken und kann entkommen Faust wird in seine Schranken gewiesen STUDIERZIMMER 2 -Faust ist erneut seinen Depressionen verfallen; sein Dasein ist ihm eine Last und „der Tod erwünscht" -Faust verflucht seine bürgerliche Existenz Voraussetzung für das Bündnis mit dem Teufel -totale Verneinung/ Verfluchung von Ehe, Besitz; Glaube, Liebe und Hoffnung dauerhafte Verbindung zu Gretchen ist von vorneherein ausgeschlossen DER TEUFELSPAKT GEGENSTAND DER VEREINBARUNG 1. Mephisto verpflichtet sich gegenüber Faust, ihm auf Erden im Diesseits zu dienen will ihm durch seine Künste alles erfüllen und ermöglichen „was noch kein Mensch gesehn“ (V.1674) und einen Augenblick des Glücks verschaffen (keine genauere Konkretisierung, wahrscheinlich irdische Genüsse) 2. im Gegenzug verpflichtet sich Faust, Mephisto im Jenseits zu dienen → wie dieses Dienen aussieht, bleibt unklar (Verkauf der Seele an den Teufel: altes Motiv der Literaturgeschichte) ZUSATZ WETTE -Faust erklärt, dass 2. In Kraft treten soll, wenn Mephisto Faust dazu bringt zu sagen ,,Verweile doch! Du bist so schön!" (V.1700) → d.h. Empfindung von Ruhe/ Zufriedenheit (V.1692); Überwindung der inneren Zerrissenheit; Selbstakzeptanz auch in der eigenen Beschränktheit; Genuss -Meinung Fausts: das Jenseits kümmert ihn nicht, aber er meint seine Wünsche seien unerfüllbar und Mephisto ist zu schwach; weltlicher Genuss kann ihm nicht zu Erkenntnis verhelfen -Mephisto: Faust ist auch nur ein Mensch und daher mit Irdischem zufrieden zu stellen -Wette widerspricht der eigentlichen Funktion Mephistos, den Menschen zum Streben anzuhalten Mephisto möchte Faust zur Ruhe bringen -Faust wettet auf seine eigene Unzufriedenheit und darauf, dass seine innere Zerrissenheit für den Rest seines Lebens anhalten wird -Mephisto erkennt nicht die unauflösbare Polarität in Faust -er versucht Faust gemäß seinem Menschenbild auf die Sinnlichkeit zu reduzieren kann nicht gelingen -Vereinseitigung muss zum Überdruss führen lässt den anderen Trieb nur noch stärker werden Unzufriedenheit zu wetten -für Faust ist es einfach, auf seine fortlaufende - SZENEN DES ÜBERGANGS AUERBACHS KELLER IN LEIPZIG -satirisches Zerrbild der Studenten -Reduzierung der Studenten auf das Animalische/ Triebhafte (Tiermetaphorik) -Faust ist abgeneigt von der Bestialität und Triebhaftigkeit → er ist mit der Plattheit des Trinkgelages nicht zu verführen „Ich hätte Lust nun abzufahren." (V.2296) HEXENKÜCHE -Faust erblickt Helena (Schönheitsideal der Antike) in einem Zauberspiegel -Faust wird verjüngt Zaubertrank bewirkt, dass Faust in jeder Frau Helena sieht → Voraussetzung für die Gretchentragödie DIE GRETCHENTRAGÖDIE GRETCHENS VERFÜHRUNG STRABE 1 -unter Einfluss des Verjüngungstrankes aus der Hexenküche weckt die Begegnung mit der vierzehnjährigen Gretchen Fausts sinnlichen Trieb → Wirkung des Trankes ist eingetroffen -Faust drängt sich mit erotischer Aggressivität Gretchen auf agiert dreist/ draufgängerisch/ unangemessen ,,Mein schönes Fräulein darf ich wagen, / Mein Arm und Geleit ihr anzutragen?" -ungehobeltes, weltfremdes Auftreten → spricht Gretchen als adeliges „Fräulein“ an, obwohl er erkennen müsste, dass sie ein bürgerliches Mädchen ist -Gretchen weist Faust selbstbewusst und tugendhaft/ anständig zurück ,,Bin weder Fräulein weder schön, / kann ungeleit nach Hause gehen." sie ist sich ihres Standes bewusst -Faust ist entzückt über ihre Tugend, Sittsamkeit, Schönheit und Schlagfertigkeit „Sie ist so sitt- und tugendreich" eigentlich ist er aber nur von seiner Projektion auf Gretchen begeistert, nicht von ihr selbst -Mephistos Auftreten verwandelt Fausts „Entzücken“ in sexuelle Begierde Faust drängt darauf, dass Mephisto Kontakt zu Gretchen herstellt „Hör, du musst mir die Dirne schaffen!" → agiert ungeduldig/ besitzergreifend -Mephisto mimt den Ahnungslosen und gibt sich unwissend „Nun, welche?" -indirekte Charakterisierung Gretchens durch Mephisto: unschuldig, gläubig, ritualisierte Frömmigkeit „Es ist gar ein unschuldig Ding, / Das eben für nichts zur Beichte ging" -Mephisto behauptet, dass er keine Macht über Gretchen habe „Über die hab ich keine Gewalt!" -Fausts sexuelle Begierde ist geweckt Gretchens Frömmigkeit und Unschuld ist ihm egal -Mephisto gibt scheinheilig den Moralapostel und tadelt Fausts Triebhaftigkeit „Du sprichst ja wie Hans Liederlich"

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Mensch missbraucht seine Vernunft (egoistisches, triebhaftes Verhalten) Reduzierung auf Triebsphäre; negiert dessen intellektuelle Fähigkeiten - WIE EINE DER LANGBEINIGEN ZIKADEN, / DIE IMMER FLIEGT UND FLIEGEND SPRINGT“ (V.288) permanente Wiederkehr des ewigen, sinnlosen Gleichen; Monotonie/ Eintönigkeit ➡menschliche Existenz ist ohne Sinn und Fortschritt ➡ Reduzierung des Menschen auf seine Triebe VERHÄLTNIS ZWISCHEN GOTT UND MEPHISTO -Unterordnung Mephistos er muss den Herr um „Erlaubnis“ fragen, ob er Faust in Versuchung führen darf -Mephisto ist Erfüllungsgehilfe Gottes; Mitspieler des Herrn → wird von Gott benötigt -Mephisto akzeptiert seine Rolle und ordnet sich unter GEGENSTAND DER WETTE -Faust wird zum Repräsentanten des Menschengeschlechts wird für Gott und Mephisto zum Prüfstein ihres Menschen-/ Weltbildes SCHEINWETTE -Ergebnis ist von Anfang an festgelegt Faust wird sich am Ende zum Guten hin entwickeln; Sieg des Herrn - DIE GELEHRTENTRAGÖDIE NACHT EXISTENZKRISE UND ENTGRENZUNGSVERSUCHE SYMBOLCHARAKTER DES RAUMES -Faust sitzt in einem ,,hochgewölbtem, engen, gotischen Zimmer" -Dunkelheit Möglichkeiten des Menschen sind beschränkt; Zweifel und Depression -räumliche Enge → begrenzter Erkenntnishorizont, den auch die Wissenschaften nicht überwinden können -hochgewölbter Raum Blick strebt gen Himmel; Streben Fausts nach göttlicher Erkenntnis ÄUBERE LEBENSUMSTÄNDE FAUSTS -Akademiker/ Gelehrter Studium der vier Hauptfakultäten Philosophie, Jura, Medizin und Theologie (V.354 f.) -arbeitet als Universitätslehrer (V.363); hat den akademischen Grad des Doktors (V.360) -nur wenig Geld (V.374) INNERER ZUSTAND FAUSTS -nicht gläubig; traditionellen Werte wie Religion bedeuten ihm nichts (V.375) -zutiefst unglücklich (V.370); verzweifelt, fast lebensmüde (V.376) -rücksichtslos und egoistisch (V.368); überheblich und eingebildet (,,Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen V.366) -enttäuscht über Bücherwissen und Wissenschaft („Und bin so klug als wie zuvor" V.359) -strebt nach Erkenntnis; möchte erkennen ,,was die Welt/ Im Innersten zusammenhält" (V.382f.) → Lebenssinn/ metaphysisches Wissen/ Durchschauen aller weltlichen Zusammenhänge -Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit des Menschen („Und sehe, dass wir nichts wissen können!“ V.364) → Mensch ist immer an die Grenzen der menschlichen Erkenntnis gebunden (Verstand, Sinne); trotzdem strebt Faust nach höherer Erkenntnis → Enttäuschung/ Hoffnungslosigkeit/ Verzweiflung ➡ Existenz- und Lebenskrise Fausts FAUSTS ENTGRENZUNGSVERSUCHE Ausgangssituation: Faust begreift die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit und versucht die Grenzen zu überschreiten 1.VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE -Betrachtung des Makrokosmos als Zeichen eines allumfassenden, mystischen Zusammenhangs zwischen Mensch, Natur und Universum → scheitert, weil er das Zeichen nicht durchschaut 2.VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE -Beschwörung des Erdgeistes als Versuch, mit übermenschlichen Wesen Kontakt aufzunehmen und sich mit ihnen gleichzusetzten scheitert an seiner Hybris, weil er dem Erdgeist nicht ebenbürtig ist 3.VERSUCH: SUIZID -Selbstmordversuch durch Gift, um Fesseln der materiellen Existenz zu überwinden und sich neuen Sphären zuwenden zu können → scheitert, weil er durch den Gesang der Engel vom Selbstmord abgehalten wird; Faust wird an seine Kindheit erinnert ➡Faust kann nicht aus eigener Kraft zu höheren Wahrheiten/ Erkenntnissen finden! VOR DEM TOR -buntes Panorama des gesellschaftlichen Lebens zeigt die soziale Welt, in der Faust lebt -nacheinander werden unterschiedliche soziale Gruppen gezeigt: Handwerksburschen und Dienstmädchen (reden über die Liebe zu andern Geschlecht); eine Alte bietet sich den Mädchen als Kupplerin an; Bürgermädchen wissen über die soziale Kontrolle der Stadt -Gespräche der Jungen und Mädchen sowie die Lieder der Soldaten und Bauern verweisen motivisch auf die Gretchentragödie -Bevölkerung wird eher derb dargestellt v.a. interessiert an der Befriedigung ihrer Triebe; geistig nur in beschränkten Bahnen denken (Gegensatz zu Faust) → -erste Öffnung zur Welt nach der Enge des Studierzimmers für Faust → „vor dem Tor“ weist symbolisch auf die spätere Weltfahrt hin -Frühlingstag als Neubeginn für Faust -Faust beobachtet die Bürger und sieht ihre Zufriedenheit als Menschen „Hier bin ich Mensch, hier darf's ich sein" (V.940) -Faust gehört nicht zu der Menge dazu; er sticht als ,,Hochgelahrter“ aus der Menge heraus; wirkt isoliert Bauern drücken ihre Freude darüber aus, dass er sich an einem solchen Tag unter das Volk mischt -Bauer danken Faust dafür, dass er und sein Vater während der Pest vielen Menschen das Leben gerettet haben -Wagner und Faust unterscheidet ihr Verhältnis zum Volk und ihre Verantwortungsethik → Wagner sieht sich als „Feind von allem Rohen" (V.944); es kommt ihm nicht auf die Menschen an, sondern nur auf seinen eigenen Vorteil (V.1011-1014) → Faust entlarvt das medizinische Wirken seines Vaters als Scharlatanerie; er habe stümperhaft experimentiert und viele Menschen seien durch seine Medizin gestorben -Faust fühlt sich schuldig → massive Selbstkritik „Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben“ (V.1053) -Blick in die Ferne beflügelt Faust er wünscht sich ,,Flügel"; Wunsch nach Entgrenzung -die Spannung zwischen dem Wunsch nach sinnlicher Befriedigung und göttlicher Existenz droht Faust zu zerreißen → er wünscht sich einen ,,Zaubermantel", der ihm zu „neuem bunten Leben" verhelfen soll -Faust und Wagner begegnen Mephisto in Gestalt eines Pudels TEUFELSPAKT UND WETTE STUDIERZIMMER 1 -Faust nimmt Pudel mit in sein Studierzimmer Faust kann sich nicht aus seiner alten Existenz lösen trotz Leidensdruck -Naturerfahrung verblasst → auf Suche nach ursprünglicher Erfahrung wendet er sich der biblischen Offenbarung im griechischen Original gegen aufkommende Depression zu; er will den Text ins Deutsche übersetzten -Fausts Versuch, in dem biblischen Text Offenbarung zu finden, scheitert → er weiß zunächst nicht wie er ,,Logos" (Wort) übersetzen soll und entschließt sich schließlich für die Übersetzung ,,Tat" → symbolisiert inneren Wandel vom Wortgelehrten zu Mann der Tat -Pudel versucht durch Knurren und Bellen Faust von der Beschäftigung mit religiösen Inhalten abzuhalten -Mephisto entpuppt sich als des ,,Pudels Kern" → er ist als ,,fahrender Scolast" gekleidet (Hinweis auf folgende Weltfahrt, äußere Anpassung an Faust) -Mephisto stellt sich selbst vor „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" → begrenzte Macht Mephistos; er kann den Raum aufgrund eines Pentagramms nicht mehr verlassen -Faust sieht sich in einer überlegenen Situation und bietet Mephisto einen Pakt an -Mephisto lässt Faust in einen Traum versinken und kann entkommen Faust wird in seine Schranken gewiesen STUDIERZIMMER 2 -Faust ist erneut seinen Depressionen verfallen; sein Dasein ist ihm eine Last und „der Tod erwünscht" -Faust verflucht seine bürgerliche Existenz Voraussetzung für das Bündnis mit dem Teufel -totale Verneinung/ Verfluchung von Ehe, Besitz; Glaube, Liebe und Hoffnung dauerhafte Verbindung zu Gretchen ist von vorneherein ausgeschlossen DER TEUFELSPAKT GEGENSTAND DER VEREINBARUNG 1. Mephisto verpflichtet sich gegenüber Faust, ihm auf Erden im Diesseits zu dienen will ihm durch seine Künste alles erfüllen und ermöglichen „was noch kein Mensch gesehn“ (V.1674) und einen Augenblick des Glücks verschaffen (keine genauere Konkretisierung, wahrscheinlich irdische Genüsse) 2. im Gegenzug verpflichtet sich Faust, Mephisto im Jenseits zu dienen → wie dieses Dienen aussieht, bleibt unklar (Verkauf der Seele an den Teufel: altes Motiv der Literaturgeschichte) ZUSATZ WETTE -Faust erklärt, dass 2. In Kraft treten soll, wenn Mephisto Faust dazu bringt zu sagen ,,Verweile doch! Du bist so schön!" (V.1700) → d.h. Empfindung von Ruhe/ Zufriedenheit (V.1692); Überwindung der inneren Zerrissenheit; Selbstakzeptanz auch in der eigenen Beschränktheit; Genuss -Meinung Fausts: das Jenseits kümmert ihn nicht, aber er meint seine Wünsche seien unerfüllbar und Mephisto ist zu schwach; weltlicher Genuss kann ihm nicht zu Erkenntnis verhelfen -Mephisto: Faust ist auch nur ein Mensch und daher mit Irdischem zufrieden zu stellen -Wette widerspricht der eigentlichen Funktion Mephistos, den Menschen zum Streben anzuhalten Mephisto möchte Faust zur Ruhe bringen -Faust wettet auf seine eigene Unzufriedenheit und darauf, dass seine innere Zerrissenheit für den Rest seines Lebens anhalten wird -Mephisto erkennt nicht die unauflösbare Polarität in Faust -er versucht Faust gemäß seinem Menschenbild auf die Sinnlichkeit zu reduzieren kann nicht gelingen -Vereinseitigung muss zum Überdruss führen lässt den anderen Trieb nur noch stärker werden Unzufriedenheit zu wetten -für Faust ist es einfach, auf seine fortlaufende - SZENEN DES ÜBERGANGS AUERBACHS KELLER IN LEIPZIG -satirisches Zerrbild der Studenten -Reduzierung der Studenten auf das Animalische/ Triebhafte (Tiermetaphorik) -Faust ist abgeneigt von der Bestialität und Triebhaftigkeit → er ist mit der Plattheit des Trinkgelages nicht zu verführen „Ich hätte Lust nun abzufahren." 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