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Gedichtvergleich: Lebensfahrt von Heine und Eine Heimat nicht gefunden von Zydeck, 13 Punkte

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5 Q1, GK4 Deutsch ( Daktylus Aufgaben: 1. Analysieren Sie das Gedicht ,,Lebensfahrt" von Heinrich Heine unter besonderer Berücksichtigung des Motivs Heimat sowie des Unterwegsseins. 2. Stellen Sie zunächst den Inhalt des Gedichts ,,Eine Heimat nicht gefunden" von Ute Zydek dar. Vergleichen Sie anschließend das Gedicht ,,Eine Heimat nicht gefunden" von Ute Zydek im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung des Motivs Heimat sowie des Unterwegsseins mit dem Gedicht ,,Lebensfahrt" von Heinrich Heine. Jambus هيطلسمة 10 Dalty lis 15 2. Klausur Heinrich Heine (1797-1856) Lebensfahrt (1843) Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln¹ Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln Perrouifikation Den lustigen Kahn. Ich saß darin Persolation Mit lieben Freunden und leichtem Sinn. schill Der Kahn zerbrach in eitel2 Trümmer, Die Freunde waren schlechte Schwimmer, ton Sie gingen unter, im Vaterland; Melaphe Mich warf der Sturm an den Seinestrand³. Allegorie Ich hab ein neues Schiff bestiegen, Mit neuen Genossen*; es wogen und wiegen iteration Die fremden Fluten mich hin und her - Alliteration Wie fern die Heimat! mein Herz wie schwer! Chiarmus 3.12.2020 - Enjambements Präteritum Und das ist wieder ein Singen und Lachen - Es pfeift der Wind, die Planken krachen Parallelismus Am Himmel erlischt der letzte Stern - Wie schwer mein Herz! die Heimat wie fern! Prateritum Perfekt Präsens ¹gaukeln: leicht und spielerisch schaukeln 2eitel: lauter, nichts als 3Seinestrand: Heine lebte seit 1831 in Paris, hier ist der Fluss,,Seine" gemeint 4Genossen: hier sind vermutlich Heines ,,Genossen" Georg Herwegh (1817-1875), Moses Heß (1812-1875),...

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Karl Marx (1818-1883) und Karl Grün (1817-1887) gemeint. Planke, die: schmales Brett; Rumpf und Deck von Holzschiffen wurden mit Planken abgedeckt. Q1, GK4 Deutsch 5 10 Ute Zydek Eine Heimat nicht gefunden (1981) Seit Jahrzehnten auf der Flucht nie angekommen irgendwo Landschaften durchquert an Türen gepocht immer wieder abgewiesen worden streunend weitergezogen manchem hinterhergetrottet viel gehungert und gefroren zuweilen in Herbergen gerastet dort Brot und Gnade bekommen aber eine Heimat nicht gefunden 2. Klausur 3.12.2020 Q1, GK 4 Deutsch Name: Aufgabe 1 2 3 1 ... formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung mit den Angaben über Autor, Titel, Textsorte und Jahr der Veröffentlichung. 4 www 6 *** www ● benennt das Thema des Gedichts, etwa: ● ● beschreibt die Sprechsituation, etwa: ● Bewertungsbogen zur 2. Klausur Sara Azad Mahmod stellt den Inhalt des Gedichts dar; etwa: ● Der Schüler/die Schülerin... ● ● Grunderfahrung ,,Sehnsucht und Suche nach Freiheit" ● 5 ...beschreibt den formalen Aufbau des Gedichts, z.B.: 4 Strophen mit jeweils 4 Versen, Reimschema durchgängig Paarreim (aabb) Enjambements zwischen den Versen 1/2, 2/3, 3/4, 10/11 -> schnelles Tempo, Rastlosigkeit Interpunktion in der 3. und 4. Strophe: Tempo wird verlangsamt Zäsur zwischen der 2. und 3. Strophe (Wechsel im Metrum vom Jambus zum Daktylus) Metrum: Wechsel von Jambus zum Daktylus/ Regelmäßigkeit bei den Kadenzen O ww, mm Das lyrische Ich wird durch die Personalpronomen ich (V. 3,4,9) und mich (V. 8, 11) konkret dargestellt -> subjektive Sichtweise auf die Geschehnisse des lyrischen Ichs. 1. Strophe: Beschreibung der Ausgangslage - Situation des lyrischen Ichs im Vaterland 2. Strophe: Scheitern des lyrischen Ichs und seiner Freunde und die unterschiedlichen Folgen für die Betroffenen 3. Strophe: Die Situation des lyrischen Ichs im Exil und seine (positiven und negativen) Erfahrungen 4. Strophe: Trotz der Hoffnung, die die neue Situation weckt, schmerzt der Verlust der Heimat untersucht das Gedicht im Hinblick auf das Motiv Heimat sowie Unterwegssein, etwa: Heimat: Heimat wird positiv dargestellt (vgl. V. 1-3), Arbeit/Austausch des lyrischen Ichs mit Gleichgesinnten/Weggefährten (vgl. ,,mit lieben Freunden", V. 4), Verwirklichung -> Scheitern an den herrschenden politischen Verhältnissen -> Zensur und Einschränkung der Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit -> Heine wird zur Gefahr -> Flucht ins Exil, Verlust der Heimat, Neuanfang (vgl. ,,ein neues Schiff bestiegen", V. 9), neue Freunde/Schriftstellerkollegen (,,mit neuen Genossen", V. 10) Obwohl in Paris Anschluss gefunden wurde, bleibt dem lyrischen Ich seine Umgebung fremd (vgl. ,,fremde Fluten", V. 11) Ohne Heimat und angestammte Freunde empfindet das lyrische Ich großen Schmerz (vgl. V. 12 ,,mein Herz wie schwer") Zwar findet das lyrische Ich wieder Gefallen an seiner (schriftstellerischen) Tätigkeit bzw. an seinem Leben im Exil (,,und es ist wieder ein Singen und Lachen", V. 13), aber die neuen (politischen) Umstände (,,Es pfeift ein Wind, die Planken krachen -", V. 14) zwingen es, seine alten Ansichten aufzugeben (,,Am Himmel erlischt der letzte Stern ", V. 15) max. 3 3 1 8 6 21 er- reicht 3 2 1 7 6 15 7 Verlust des Vaterlandes" (V. 7) einschneidendes Erlebnis. Sehnsucht nach ,,Heimat" (V. 12, 16) vergrößert sich. ● Wiederholung von V. 12 und 16 Bekräftigung der Sehnsucht nach Heimat Unterwegssein: Satzbau: ● Titel ,,Lebensfahrt" zielt auf das Unterwegssein und Reisen ab; das Leben ist ähnlich einer Reise zu verstehen mit Höhen und Tiefen -> Parallelen zum Auf und Ab in Heines eigenem Leben Tempuswechsel als Verbildlichung der Lebenswechsel des lyrischen Ichs (=Heine) Zentrale Metapher zur Verdeutlichung der Unterschiede zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist die des Kahns/Schiffs auf ruhigen/stürmischen Gewässer -> zeichnet das Motiv des Unterwegsseins aus, mit dem Schiff als Reisemittel, bzw. das Leben als Schifffahrt Jede Strophe symbolisiert einen Lebensabschnitt des lyrischen Ichs -> immer in Bewegung In den ersten drei Strophen sorgen die häufigen Enjambements für ein schnelleres Tempo, während am Ende der vorletzten und letzten Strophe durch die Interpunktion das Tempo deutlich verlangsamt wird. Nach den ersten drei Strophen erfolgt eine Zäsur, ein Wechsel vom Jambus zum Daktylus und vom Präteritum ins Präsens findet statt. Auf diese Weise unterstützt die Schreibweise die Darstellung des Wechsels im Leben des lyrischen Ichs. ...erklärt, mit welchen Mitteln die Aussage und Wirkung des Gedichts erreicht werden, z.B.: Wortwahl: Tempus: ● ● ● ● ● ● Adjektiv-Substantiv-Kopplungen, mit denen der Autor den Gegensatz zwischen früher und heute (z. B. ,,lustiger Kahn" (V. 4) - ,,neues Schiff " (V. 9) betont überwiegend Parataxe zunehmend finden sich am Ende der letzten Verse des Gedichts Gedankenstriche, die eine gewisse Nachdenklichkeit anzeigen, besondere Aufmerksamkeit verdienen die letzten Verse der dritten und vierten Strophe nach Muster des Chiasmus variierte Ausrufesätze -> unterstreichen die Sehnsucht und Verlustängste des lyrischen Ichs Summe Aufgabe 1 Strophe: Auftakt im Präsens verfasst (Gegenwartsschilderung), Wechsel in V. 3 ins Präteritum (Schilderung vergangener Ereignisse) Strophe: Perfekt, um anzudeuten, dass die (positiven) Auswirkungen des Exils in der Gegenwart andauern 8 ...deutet das Gedicht, etwa im Hinblick auf: Strophe: erneuter Wechsel ins Präsens, um die Unmittelbarkeit der aktuellen Situation zu unterstreichen 9 ... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. 3 Ausdruck für die Sehnsucht nach Heimat Darstellung des Lebensweges mit Höhen und Tiefen Parallelen zu Heines Lebensgeschichte: Heines gutes Leben in Deutschland (Strophe 1) erfährt große Einschränkungen durch die herrschenden politischen Verhältnisse (Strophe 2): Zäsur ermöglicht ihm keine Publikationen mehr; Heine entzieht sich einer anstehenden Verhaftung und geht nach Paris ins Exil (Strophe 3 und 4) 3 1 (+4) 48 3 4 42 Aufgabe 2 Anforderungen 1 2 3 4 Der Schüler/ die Schülerin... formuliert eine funktionalisierte Einleitung unter Berücksichtigung zu dem Gedicht von Ute Zydek *** *** benennt das Thema des Gedichts, etwa: Grunderfahrung ,Sehnsucht und Suche nach der Heimat" aufgrund von Flucht stellt den Inhalt des Gedichts dar, etwa: Beschreibung einer Flucht und der Suche nach einer Heimat in Verbindung mit der immer wieder stattgefundenen Abweisung durch das Umfeld, was ein Finden der Heimat unmöglich macht ● ● ● vergleicht beide Gedichte hinsichtlich des Motivs der Heimat sowie des Motivs des Unterwegsseins miteinander, etwa: Gemeinsamkeiten: ● ● ● Autor, Titel, Textsorte und Veröffentlichungsdatum. ● ● ● Darstellung der Konsequenzen der Heimatlosigkeit in Form von körperlichem und seelischem Leid Unterschiede: Menschen verlassen seit jeher ihre angestammte Heimat aus verschiedenen Gründen, in der Regel trägt sie jedoch die Hoffnung auf ein besseres Leben in einem anderen Land -> Heimat und Unterwegssein als zentrale Motive das lyrische Ich/Sprecher hat jeweils seine Heimat verlassen (müssen) auf der Suche nach einer neuen Heimat werden unterschiedliche Erfahrungen gemacht: beiden gemeinsam ist der Wunsch (wieder) in eine/der Heimat anzukommen -> Heimat und Unterwegssein als zentrale Motive Fluchtgeschichte bei Zydek findet kein glückliches Ende. Die ersehnte (neue) Heimat bleibt trotz langen Suchens unerreichbar -> Parallele zu Heine (neue) Heimat wird bei beiden Gedichten nicht erreicht -> Heimatlosigkeit als gleiches Ziel Im Gegensatz zu Heines lyrischem Ich findet das lyrische Ich bei Zydek keine neuen Freunde, die den Verlust der Heimat zumindest teilweise kompensieren könnten Offenes Ende bei Zydek. Es ist unklar, ob der lyrische Sprecher weiter nach diesem Ort sucht oder aber resignierend aufgeben wird. Ausgestaltung des Unterwegsseins: -Bei Heine zu Beginn etwas Schönes (mit Freunden unterwegs sein), danach Umschwung ins Negative (Verlust der Heimat als Resultat des Unterwegsseins) -Bei Zydek ist nicht klar, ob das Unterwegssein überhaupt etwas Positives hat -> Flucht als Grund ,,Unterwegssein": bei Heine sowohl wörtlich als auch auf den Lebensweg bezogen; bei Zydek wörtlich genommen Ortswechsel: Bei Heine nur ein drastischer Ortswechsel des lyrischen Ichs (Deutschland -> Frankreich); bei Zydek wahrscheinlich mehrfach Ortswechsel (vgl. V. 4f.) Überschriften: Lebensfahrt vs. Eine Heimat nicht gefunden -Darstellung der unterschiedlichen Ausgangsstimmung mit Gesamtstimmung/Ende -Heine: Nimmt Verlauf des Gedichts nicht vorweg; Offenheit -Zydek: Spannung wird genommen, da das Ende in der Überschrift schon vertreten ist -> Überschriften weisen Fokus des jeweiligen Gedichts auf. Heine Unterwegssein; Zydek-Heimat O Umgang mit Heimat: Punkte max. -Heine: lyrisches Ich ist unterwegs und vermisst die Heimat, die es hatte/die es kennt 3 3 2 13 er- reicht 3 3 2 7

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Gedichtvergleich: Lebensfahrt von Heine und Eine Heimat nicht gefunden von Zydeck, 13 Punkte

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Klausur Sara Azad Mahmod stellt den Inhalt des Gedichts dar; etwa: ● Der Schüler/die Schülerin... ● ● Grunderfahrung ,,Sehnsucht und Suche nach Freiheit" ● 5 ...beschreibt den formalen Aufbau des Gedichts, z.B.: 4 Strophen mit jeweils 4 Versen, Reimschema durchgängig Paarreim (aabb) Enjambements zwischen den Versen 1/2, 2/3, 3/4, 10/11 -> schnelles Tempo, Rastlosigkeit Interpunktion in der 3. und 4. Strophe: Tempo wird verlangsamt Zäsur zwischen der 2. und 3. Strophe (Wechsel im Metrum vom Jambus zum Daktylus) Metrum: Wechsel von Jambus zum Daktylus/ Regelmäßigkeit bei den Kadenzen O ww, mm Das lyrische Ich wird durch die Personalpronomen ich (V. 3,4,9) und mich (V. 8, 11) konkret dargestellt -> subjektive Sichtweise auf die Geschehnisse des lyrischen Ichs. 1. Strophe: Beschreibung der Ausgangslage - Situation des lyrischen Ichs im Vaterland 2. Strophe: Scheitern des lyrischen Ichs und seiner Freunde und die unterschiedlichen Folgen für die Betroffenen 3. Strophe: Die Situation des lyrischen Ichs im Exil und seine (positiven und negativen) Erfahrungen 4. Strophe: Trotz der Hoffnung, die die neue Situation weckt, schmerzt der Verlust der Heimat untersucht das Gedicht im Hinblick auf das Motiv Heimat sowie Unterwegssein, etwa: Heimat: Heimat wird positiv dargestellt (vgl. V. 1-3), Arbeit/Austausch des lyrischen Ichs mit Gleichgesinnten/Weggefährten (vgl. ,,mit lieben Freunden", V. 4), Verwirklichung -> Scheitern an den herrschenden politischen Verhältnissen -> Zensur und Einschränkung der Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit -> Heine wird zur Gefahr -> Flucht ins Exil, Verlust der Heimat, Neuanfang (vgl. ,,ein neues Schiff bestiegen", V. 9), neue Freunde/Schriftstellerkollegen (,,mit neuen Genossen", V. 10) Obwohl in Paris Anschluss gefunden wurde, bleibt dem lyrischen Ich seine Umgebung fremd (vgl. ,,fremde Fluten", V. 11) Ohne Heimat und angestammte Freunde empfindet das lyrische Ich großen Schmerz (vgl. 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Sehnsucht nach ,,Heimat" (V. 12, 16) vergrößert sich. ● Wiederholung von V. 12 und 16 Bekräftigung der Sehnsucht nach Heimat Unterwegssein: Satzbau: ● Titel ,,Lebensfahrt" zielt auf das Unterwegssein und Reisen ab; das Leben ist ähnlich einer Reise zu verstehen mit Höhen und Tiefen -> Parallelen zum Auf und Ab in Heines eigenem Leben Tempuswechsel als Verbildlichung der Lebenswechsel des lyrischen Ichs (=Heine) Zentrale Metapher zur Verdeutlichung der Unterschiede zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist die des Kahns/Schiffs auf ruhigen/stürmischen Gewässer -> zeichnet das Motiv des Unterwegsseins aus, mit dem Schiff als Reisemittel, bzw. das Leben als Schifffahrt Jede Strophe symbolisiert einen Lebensabschnitt des lyrischen Ichs -> immer in Bewegung In den ersten drei Strophen sorgen die häufigen Enjambements für ein schnelleres Tempo, während am Ende der vorletzten und letzten Strophe durch die Interpunktion das Tempo deutlich verlangsamt wird. Nach den ersten drei Strophen erfolgt eine Zäsur, ein Wechsel vom Jambus zum Daktylus und vom Präteritum ins Präsens findet statt. Auf diese Weise unterstützt die Schreibweise die Darstellung des Wechsels im Leben des lyrischen Ichs. ...erklärt, mit welchen Mitteln die Aussage und Wirkung des Gedichts erreicht werden, z.B.: Wortwahl: Tempus: ● ● ● ● ● ● Adjektiv-Substantiv-Kopplungen, mit denen der Autor den Gegensatz zwischen früher und heute (z. B. ,,lustiger Kahn" (V. 4) - ,,neues Schiff " (V. 9) betont überwiegend Parataxe zunehmend finden sich am Ende der letzten Verse des Gedichts Gedankenstriche, die eine gewisse Nachdenklichkeit anzeigen, besondere Aufmerksamkeit verdienen die letzten Verse der dritten und vierten Strophe nach Muster des Chiasmus variierte Ausrufesätze -> unterstreichen die Sehnsucht und Verlustängste des lyrischen Ichs Summe Aufgabe 1 Strophe: Auftakt im Präsens verfasst (Gegenwartsschilderung), Wechsel in V. 3 ins Präteritum (Schilderung vergangener Ereignisse) Strophe: Perfekt, um anzudeuten, dass die (positiven) Auswirkungen des Exils in der Gegenwart andauern 8 ...deutet das Gedicht, etwa im Hinblick auf: Strophe: erneuter Wechsel ins Präsens, um die Unmittelbarkeit der aktuellen Situation zu unterstreichen 9 ... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. 3 Ausdruck für die Sehnsucht nach Heimat Darstellung des Lebensweges mit Höhen und Tiefen Parallelen zu Heines Lebensgeschichte: Heines gutes Leben in Deutschland (Strophe 1) erfährt große Einschränkungen durch die herrschenden politischen Verhältnisse (Strophe 2): Zäsur ermöglicht ihm keine Publikationen mehr; Heine entzieht sich einer anstehenden Verhaftung und geht nach Paris ins Exil (Strophe 3 und 4) 3 1 (+4) 48 3 4 42 Aufgabe 2 Anforderungen 1 2 3 4 Der Schüler/ die Schülerin... formuliert eine funktionalisierte Einleitung unter Berücksichtigung zu dem Gedicht von Ute Zydek *** *** benennt das Thema des Gedichts, etwa: Grunderfahrung ,Sehnsucht und Suche nach der Heimat" aufgrund von Flucht stellt den Inhalt des Gedichts dar, etwa: Beschreibung einer Flucht und der Suche nach einer Heimat in Verbindung mit der immer wieder stattgefundenen Abweisung durch das Umfeld, was ein Finden der Heimat unmöglich macht ● ● ● vergleicht beide Gedichte hinsichtlich des Motivs der Heimat sowie des Motivs des Unterwegsseins miteinander, etwa: Gemeinsamkeiten: ● ● ● Autor, Titel, Textsorte und Veröffentlichungsdatum. ● ● ● Darstellung der Konsequenzen der Heimatlosigkeit in Form von körperlichem und seelischem Leid Unterschiede: Menschen verlassen seit jeher ihre angestammte Heimat aus verschiedenen Gründen, in der Regel trägt sie jedoch die Hoffnung auf ein besseres Leben in einem anderen Land -> Heimat und Unterwegssein als zentrale Motive das lyrische Ich/Sprecher hat jeweils seine Heimat verlassen (müssen) auf der Suche nach einer neuen Heimat werden unterschiedliche Erfahrungen gemacht: beiden gemeinsam ist der Wunsch (wieder) in eine/der Heimat anzukommen -> Heimat und Unterwegssein als zentrale Motive Fluchtgeschichte bei Zydek findet kein glückliches Ende. Die ersehnte (neue) Heimat bleibt trotz langen Suchens unerreichbar -> Parallele zu Heine (neue) Heimat wird bei beiden Gedichten nicht erreicht -> Heimatlosigkeit als gleiches Ziel Im Gegensatz zu Heines lyrischem Ich findet das lyrische Ich bei Zydek keine neuen Freunde, die den Verlust der Heimat zumindest teilweise kompensieren könnten Offenes Ende bei Zydek. Es ist unklar, ob der lyrische Sprecher weiter nach diesem Ort sucht oder aber resignierend aufgeben wird. Ausgestaltung des Unterwegsseins: -Bei Heine zu Beginn etwas Schönes (mit Freunden unterwegs sein), danach Umschwung ins Negative (Verlust der Heimat als Resultat des Unterwegsseins) -Bei Zydek ist nicht klar, ob das Unterwegssein überhaupt etwas Positives hat -> Flucht als Grund ,,Unterwegssein": bei Heine sowohl wörtlich als auch auf den Lebensweg bezogen; bei Zydek wörtlich genommen Ortswechsel: Bei Heine nur ein drastischer Ortswechsel des lyrischen Ichs (Deutschland -> Frankreich); bei Zydek wahrscheinlich mehrfach Ortswechsel (vgl. V. 4f.) Überschriften: Lebensfahrt vs. Eine Heimat nicht gefunden -Darstellung der unterschiedlichen Ausgangsstimmung mit Gesamtstimmung/Ende -Heine: Nimmt Verlauf des Gedichts nicht vorweg; Offenheit -Zydek: Spannung wird genommen, da das Ende in der Überschrift schon vertreten ist -> Überschriften weisen Fokus des jeweiligen Gedichts auf. 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