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Inhaltsangabe Der Trafikant

Inhaltsangabe Der Trafikant

 1. Inhaltsangabe
Spätsommer 1937
Im Spätsommer 1937 kommt der wohlhabende Sägewerk- und Holzfabrikbesitzer Alois
Preininger in Nußdorf am A

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Cedric Wolf

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11/12/10

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1. Inhaltsangabe Spätsommer 1937 Im Spätsommer 1937 kommt der wohlhabende Sägewerk- und Holzfabrikbesitzer Alois Preininger in Nußdorf am Attersee durch einen Blitzschlag beim Baden ums Leben. Er hatte seiner alleinerziehenden Geliebten Frau Huchel und deren siebzehnjährigem Sohn Franz bisher ein sorgenfreies Leben ermöglicht. So musste zum Beispiel Franz nie wie zahlreiche seiner Altersgenossen in einem Salzstollen oder auf dem Bauernhof arbeiten. Nach dem abrupten Ende der finanziellen Unterstützung durch Alois ist Franz nun gezwungen, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird Franz jetzt Lehrling in einer Trafik in Wien. Sie gehört dem kriegsversehrten Otto Trsnjek, einer früheren Sommerliebe seiner Mutter. Herbst 1937 Franz lebt sich schnell und gut in Wien ein, er fühlt sich beflügelt durch die Arbeit. Der Trafikant Otto Trsnjek fordert Franz zur gründlichen Zeitungslektüre auf, um politisch informiert zu sein. Also liest Franz, schnuppert an weit gereisten Zigarren und lernt die Stammkunden auseinanderzuhalten. Er spürt, wie sich sein Horizont weitet. Mit seiner Mutter bleibt Franz in engem brieflichem Kontakt. Im Oktober begegnet Franz in der Trafik dem Psychoanalytiker Sigmund Freud. Otto Trsnjek behandelt den greisen Professor mit großem Respekt. Auch Franz ist beeindruckt; nur dass Freud Jude ist, verunsichert ihn zunächst. Auf Freuds Rat hin begibt sich Franz auf die Suche nach einem Mädchen. Im Wiener Prater verliebt er sich in...

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eine junge Frau aus Böhmen, die jedoch am Ende des Nachmittags verschwindet. In der folgenden Nacht erfolgt ein Anschlag auf die Trafik. Das Schaufenster wird mit Tierblut beschmiert und Otto Trsnjek als Judenfreund diffamiert. Trsnjek macht den Fleischer Roßhuber dafür verantwortlich; er bezeichnet ihn öffentlich als Nazi. Zwei Monate lang leidet Franz unter seiner unglücklichen Liebe zu der Unbekannten. Die quälenden körperlichen Symptome des Verliebtseins verwirren ihn ebenso wie die politischen Entwicklungen in Deutschland und Österreich. Kurz vor Weihnachten sucht Franz Rat bei Sigmund Freud. Einmal pro Woche schreibt er außerdem seiner Mutter eine Postkarte, die ihm immer antwortet. Franz zieht es dabei allerdings vor, ihr nur von den positiven Dingen zu berichten. Winter 1938 An Neujahrstag findet Franz nach 2 Monaten endlich die unbekannte Frau wieder. Ihr Name ist Anezka, sie ist 3 Jahre älter als Franz und lebt in ärmlichen Verhältnissen im Wiener Prater. Während sie tagsüber als Haushaltshilfe arbeitet, verdient sie abends ihr Geld als Nackttänzerin. Am Abend, als Franz sie wiedertrifft, verführt sie ihn noch am selben Abend, bevor sie sich erneut davonmacht. Dies sind Franz erste sexuelle Erfahrungen. Franz wird von wilden Träumen geplagt, die er auf Anraten des Professors aufschreibt. Wochen später taucht Anezka eines Nachts bei ihm auf. Franz beschließt ihr einen Heiratsantrag zu machen, am nächsten Morgen ist Anezka allerdings wieder verschwunden. Franz will Anezka vergessen, was nicht gelingt. Drei Wochen später folgt er ihr unbeobachtet in die >>Grotte«<, ein Varieté. Dort verspottet ein Kabarettist namens Heinzi den Nationalsozialismus und Hitler; Anezka tritt als Nackttänzerin auf. Rasend vor Eifersucht versucht Franz, sie zur Rede stellen. Doch Anezka hat auch eine Affäre mit Heinzi und schickt Franz weg. Franz begreift, dass seine Gefühle nicht erwidert werden; er sehnt sich nach seinem Zuhause am Attersee. Mit Freud unternimmt Franz einen Spaziergang in den Volkspark. Er erhofft sich Rat in Liebesdingen, denn er spürt ein heftiges sexuelles Verlangen nach Anezka. Der Professor kann ihm zwar nicht helfen, ist aber gern mit Franz zusammen und genießt dessen jugendliche Unbedarftheit. Er vertraut Franz an, dass er das Weltgeschehen mit großer Sorge beobachte. Der Bundeskanzler Schuschniggs ruft am 9. März zur Volksabstimmung auf, es soll entschieden werden, ob Österreich unabhängig wird. Zeitgleich hängt der Kommunist Hubert Panstingl, auch bekannt als der ,,Rote Egon", ein Plakat zur Freiheit des Volkes auf, als die Nazis ihn fassen wollen, stürzt er sich vom Dach. Die Presse feiert den Selbstmord des Sozialdemokraten als einen Sieg des Nationalsozialismus über das verfeindete politische System. Am 11. März sagt Schuschnigg die Volksabstimmung für ein unabhängiges Österreich ab und tritt zurück, am 12. März wird Österreich dem Deutschen Reich angeschlossen und beugt sich somit Hitlers Macht. In der Nacht wird die Trafik verwüstet. Über die Eingangstür sind antisemitische Parolen geschmiert. Trsnjek ist Jude, was die Anfeindungen gegen ihn erklärt. Am nächsten Tag erscheint die Gestapo. Otto wird schwer misshandelt, vorgeblich wegen der Verbreitung pornografischer Druckerzeugnisse. Franz glaubt, Otto retten zu können. Er behauptet, die Hefte, die unter dem Ladentisch verkauft wurden, seien seine. Schweigend muss er zusehen, wie Otto abgeführt wird. Frühling 1938 Franz übernimmt die Verantwortung für die Trafik. Er beginnt die Scheiben zu ersetzen und streicht den Laden neu. Doch die Kunden bleiben nach wie vor aus. Da er nachts von aufwühlenden Träumen heimgesucht wird, fängt er an diese aufzuschreiben und ins Schaufenster zu hängen. Franz erhofft sich auf diese Weise, neue Kunden zu gewinnen. Tatsächlich bleiben einige Leute stehen und lesen die Zettel und kaufen etwas. Die wenigen Kunden tragen jetzt Hakenkreuz-Abzeichen und betreten den Laden mit dem Hitlergruß. Die Zeitungen langweilen Franz, da sie inzwischen alle dasselbe berichten. Um die Mutter nicht zu beunruhigen, schreibt er ihr, dass Otto erkrankt sei und er ihn in der Trafik vertrete. Seine unglückliche Liebe beunruhige ihn ebenso wie die verworrene politische Situation. Die Mutter schreibt ihm liebevoll zurück. Auch am Attersee nimmt der Einfluss der Nationalsozialisten zu. Täglich geht Franz zum Gestapo-Quartier ins ehemalige Hotel Metropol, und verlangt Auskunft über Ottos Verbleib. Nach vielen vergeblichen Anfragen wird er eines Tages brutal zusammengeschlagen. Unterdessen werden jüdische Geschäftsleute im Keller des Metropols gedemütigt, politische Gefangene in Eisenbahnwaggons nach Dachau abtransportiert und Professor Dr. Freud bespitzelt. Die politische Lage spitzt sich zunehmend zu. Nach wie vor leidet Franz außerdem unter der unerfüllten Liebe zu Anezka. Im Mai 1938 erhält Franz die behördliche Nachricht von Ottos Tod durch Herzversagen sowie ein Paket mit dessen persönlichen Sachen. Besonders die einbeinige Hose des Kriegsverletzten rührt ihn zutiefst. Er konfrontiert den Fleischer Roßhuber mit Ottos Tod. Roßhuber schweigt betroffen. Verzweifelt läuft Franz zur »Grotte«, um Anezka zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Dort angekommen ist er schokiert. In dem Lokal verkehren jetzt SS-Offiziere. Zur Unterhaltung werden Judenwitze erzählt. Heinzi ist verhaftet worden; Anezka ist mit einem Nazi liiert. Professor Dr. Sigmund Freud muss das Land verlassen. Zum Abschied rauchen er und Franz gemeinsam eine Zigarre. Für Franz ist es die erste seines Lebens; danach ist er zwei Tage krank. Am 4. Juni 1938 flüchtet Freud mit seiner Familie über Paris nach London. Franz ist nun auf sich allein gestellt und entschließt sich zu einer Protestaktion. In der übernächsten Nacht holt,,jemand" die Hakenkreuzfahne vom mittleren der drei großen Standartenmasten vor dem Hotel Metropol herunter. Stattdessen wird eine einbeinige Herrenhose als Flagge gehisst. Am Morgen des 7. Juni klebt Franz den letzten Traumzettel ans Schaufenster. Dann wird er von der Gestapo verhaftet. Frühling 1945 Am 12. März 1945 ist Anezka auf der Suche nach Franz, kann ihn allerdings nicht finden. Dabei kommt sie auch an der Trafik vorbei. Diese ist bereits seit Jahren verlassen, dennoch kleben im Schaufenster immer noch letzte Fetzen des Traumzettels von Franz, den er am Tag seiner Verhaftung dort aufgehängt hatte. Anezka nimmt den Zettel an sich. Während sie an der Votivkirche vorbeigeht, hört sie, wie die alliierten Bomberverbände aus dem Westen angeflogen kommen. In den nächsten Stunden kommt es zu einem der schwersten Bombenangriffe auf Wien.

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Spätsommer 1937
Im Spätsommer 1937 kommt der wohlhabende Sägewerk- und Holzfabrikbesitzer Alois
Preininger in Nußdorf am A

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1. Inhaltsangabe Spätsommer 1937 Im Spätsommer 1937 kommt der wohlhabende Sägewerk- und Holzfabrikbesitzer Alois Preininger in Nußdorf am Attersee durch einen Blitzschlag beim Baden ums Leben. Er hatte seiner alleinerziehenden Geliebten Frau Huchel und deren siebzehnjährigem Sohn Franz bisher ein sorgenfreies Leben ermöglicht. So musste zum Beispiel Franz nie wie zahlreiche seiner Altersgenossen in einem Salzstollen oder auf dem Bauernhof arbeiten. Nach dem abrupten Ende der finanziellen Unterstützung durch Alois ist Franz nun gezwungen, selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird Franz jetzt Lehrling in einer Trafik in Wien. Sie gehört dem kriegsversehrten Otto Trsnjek, einer früheren Sommerliebe seiner Mutter. Herbst 1937 Franz lebt sich schnell und gut in Wien ein, er fühlt sich beflügelt durch die Arbeit. Der Trafikant Otto Trsnjek fordert Franz zur gründlichen Zeitungslektüre auf, um politisch informiert zu sein. Also liest Franz, schnuppert an weit gereisten Zigarren und lernt die Stammkunden auseinanderzuhalten. Er spürt, wie sich sein Horizont weitet. Mit seiner Mutter bleibt Franz in engem brieflichem Kontakt. Im Oktober begegnet Franz in der Trafik dem Psychoanalytiker Sigmund Freud. Otto Trsnjek behandelt den greisen Professor mit großem Respekt. Auch Franz ist beeindruckt; nur dass Freud Jude ist, verunsichert ihn zunächst. Auf Freuds Rat hin begibt sich Franz auf die Suche nach einem Mädchen. Im Wiener Prater verliebt er sich in...

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Während sie tagsüber als Haushaltshilfe arbeitet, verdient sie abends ihr Geld als Nackttänzerin. Am Abend, als Franz sie wiedertrifft, verführt sie ihn noch am selben Abend, bevor sie sich erneut davonmacht. Dies sind Franz erste sexuelle Erfahrungen. Franz wird von wilden Träumen geplagt, die er auf Anraten des Professors aufschreibt. Wochen später taucht Anezka eines Nachts bei ihm auf. Franz beschließt ihr einen Heiratsantrag zu machen, am nächsten Morgen ist Anezka allerdings wieder verschwunden. Franz will Anezka vergessen, was nicht gelingt. Drei Wochen später folgt er ihr unbeobachtet in die >>Grotte«<, ein Varieté. Dort verspottet ein Kabarettist namens Heinzi den Nationalsozialismus und Hitler; Anezka tritt als Nackttänzerin auf. Rasend vor Eifersucht versucht Franz, sie zur Rede stellen. Doch Anezka hat auch eine Affäre mit Heinzi und schickt Franz weg. Franz begreift, dass seine Gefühle nicht erwidert werden; er sehnt sich nach seinem Zuhause am Attersee. Mit Freud unternimmt Franz einen Spaziergang in den Volkspark. Er erhofft sich Rat in Liebesdingen, denn er spürt ein heftiges sexuelles Verlangen nach Anezka. Der Professor kann ihm zwar nicht helfen, ist aber gern mit Franz zusammen und genießt dessen jugendliche Unbedarftheit. Er vertraut Franz an, dass er das Weltgeschehen mit großer Sorge beobachte. Der Bundeskanzler Schuschniggs ruft am 9. März zur Volksabstimmung auf, es soll entschieden werden, ob Österreich unabhängig wird. Zeitgleich hängt der Kommunist Hubert Panstingl, auch bekannt als der ,,Rote Egon", ein Plakat zur Freiheit des Volkes auf, als die Nazis ihn fassen wollen, stürzt er sich vom Dach. Die Presse feiert den Selbstmord des Sozialdemokraten als einen Sieg des Nationalsozialismus über das verfeindete politische System. Am 11. März sagt Schuschnigg die Volksabstimmung für ein unabhängiges Österreich ab und tritt zurück, am 12. März wird Österreich dem Deutschen Reich angeschlossen und beugt sich somit Hitlers Macht. In der Nacht wird die Trafik verwüstet. Über die Eingangstür sind antisemitische Parolen geschmiert. Trsnjek ist Jude, was die Anfeindungen gegen ihn erklärt. Am nächsten Tag erscheint die Gestapo. Otto wird schwer misshandelt, vorgeblich wegen der Verbreitung pornografischer Druckerzeugnisse. Franz glaubt, Otto retten zu können. Er behauptet, die Hefte, die unter dem Ladentisch verkauft wurden, seien seine. Schweigend muss er zusehen, wie Otto abgeführt wird. Frühling 1938 Franz übernimmt die Verantwortung für die Trafik. Er beginnt die Scheiben zu ersetzen und streicht den Laden neu. Doch die Kunden bleiben nach wie vor aus. Da er nachts von aufwühlenden Träumen heimgesucht wird, fängt er an diese aufzuschreiben und ins Schaufenster zu hängen. Franz erhofft sich auf diese Weise, neue Kunden zu gewinnen. Tatsächlich bleiben einige Leute stehen und lesen die Zettel und kaufen etwas. Die wenigen Kunden tragen jetzt Hakenkreuz-Abzeichen und betreten den Laden mit dem Hitlergruß. Die Zeitungen langweilen Franz, da sie inzwischen alle dasselbe berichten. Um die Mutter nicht zu beunruhigen, schreibt er ihr, dass Otto erkrankt sei und er ihn in der Trafik vertrete. Seine unglückliche Liebe beunruhige ihn ebenso wie die verworrene politische Situation. Die Mutter schreibt ihm liebevoll zurück. Auch am Attersee nimmt der Einfluss der Nationalsozialisten zu. Täglich geht Franz zum Gestapo-Quartier ins ehemalige Hotel Metropol, und verlangt Auskunft über Ottos Verbleib. Nach vielen vergeblichen Anfragen wird er eines Tages brutal zusammengeschlagen. Unterdessen werden jüdische Geschäftsleute im Keller des Metropols gedemütigt, politische Gefangene in Eisenbahnwaggons nach Dachau abtransportiert und Professor Dr. Freud bespitzelt. Die politische Lage spitzt sich zunehmend zu. Nach wie vor leidet Franz außerdem unter der unerfüllten Liebe zu Anezka. Im Mai 1938 erhält Franz die behördliche Nachricht von Ottos Tod durch Herzversagen sowie ein Paket mit dessen persönlichen Sachen. Besonders die einbeinige Hose des Kriegsverletzten rührt ihn zutiefst. Er konfrontiert den Fleischer Roßhuber mit Ottos Tod. Roßhuber schweigt betroffen. Verzweifelt läuft Franz zur »Grotte«, um Anezka zur gemeinsamen Flucht zu überreden. Dort angekommen ist er schokiert. In dem Lokal verkehren jetzt SS-Offiziere. Zur Unterhaltung werden Judenwitze erzählt. Heinzi ist verhaftet worden; Anezka ist mit einem Nazi liiert. Professor Dr. Sigmund Freud muss das Land verlassen. Zum Abschied rauchen er und Franz gemeinsam eine Zigarre. Für Franz ist es die erste seines Lebens; danach ist er zwei Tage krank. Am 4. Juni 1938 flüchtet Freud mit seiner Familie über Paris nach London. Franz ist nun auf sich allein gestellt und entschließt sich zu einer Protestaktion. In der übernächsten Nacht holt,,jemand" die Hakenkreuzfahne vom mittleren der drei großen Standartenmasten vor dem Hotel Metropol herunter. Stattdessen wird eine einbeinige Herrenhose als Flagge gehisst. Am Morgen des 7. Juni klebt Franz den letzten Traumzettel ans Schaufenster. Dann wird er von der Gestapo verhaftet. Frühling 1945 Am 12. März 1945 ist Anezka auf der Suche nach Franz, kann ihn allerdings nicht finden. Dabei kommt sie auch an der Trafik vorbei. Diese ist bereits seit Jahren verlassen, dennoch kleben im Schaufenster immer noch letzte Fetzen des Traumzettels von Franz, den er am Tag seiner Verhaftung dort aufgehängt hatte. Anezka nimmt den Zettel an sich. Während sie an der Votivkirche vorbeigeht, hört sie, wie die alliierten Bomberverbände aus dem Westen angeflogen kommen. In den nächsten Stunden kommt es zu einem der schwersten Bombenangriffe auf Wien.