Formale Grundlagen der Expressionismus-Lyrik
Beim Metrum musst du vier Grundtypen kennen, die verschiedene Stimmungen erzeugen. Der Jambus (unbetont-betont) wirkt harmonisch, während der Trochäus (betont-unbetont) nachdrücklich klingt.
Der Anapäst (unbetont-unbetont-betont) bringt Lebendigkeit rein, der Daktylus (betont-unbetont-unbetont) klingt beschwingt. Bei Kadenzen unterscheidest du zwischen männlich (betonte Endsilbe) und weiblich (unbetonte Endsilbe).
Hier wird's interessant: Expressionistische Dichter brechen bewusst mit traditionellen Strukturen oder halten extrem starr daran fest. Das soll entweder das gesellschaftliche Chaos spiegeln oder einen krassen Kontrast dazu schaffen.
Merktipp: Achte in der Analyse darauf, ob das Metrum chaotisch oder sehr regelmäßig ist – beides hat im Expressionismus eine Bedeutung!




























