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Modelle der Normenbegründung

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 Naturrecht
System an rechtlichen Normen, das für alle Menschen aufgrund ihrer gemeinsamen
Wesensnatur gültig ist, unabhängig davon, ob dies

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Naturrecht, Rechtspositivismus, Utilitarismus, Pflichtethik

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Naturrecht System an rechtlichen Normen, das für alle Menschen aufgrund ihrer gemeinsamen Wesensnatur gültig ist, unabhängig davon, ob diese Normen und Werte faktisch anerkannt sind oder nicht. Kosmos, die jedem seinen Platz zuweist Mensch soll die Ordnung mithilfe seiner Vernunft/ erfassen und durch sein Handeln fördern Oberste Zielordnung: Allgemeinwohl durch Vermeidung des Bösen und Verwirklichung des Guten Antike: Vorstellung einer umfassenden Ordnung des Thomas von Aquin: Schöpfungsplan Gottes als Fundament einer umfassenden Ordnung, die alle Vorgänge in der Natur & Geschichte einschließt; Aufgabe des Menschen das Gute tun, indem er das Sittengesetz zur Grundlage des Handelns macht FAZIT: Mensch ist dadurch in der Lage das natürliche Sittengesetz wahrzunehmen →lex aeterna (das ewige Gesetz) Schlüsselstellung des Menschen → Menschenwürde als wichtigster Grundwert im Naturrecht Begründung der Ethik nicht vom Handeln, sondern vom Wert her zu jeder Zeit für alle Menschen gültig Naturalistischer Fehlschuss möglich: Aus den Gegebenheiten des faktischen und normativen Seins kann nicht logisch zwingend auf ein sollen, d.h. auf einen normativen Anspruch geschlossen werden (Bsp. CO2 Emission verringern) + Schöpfungsordnung als Ausgangspunkt menschlichen Handelns Lex aeterna (im Schöpfungsplan Gottes begründetes natürliches Sittengesetz) was ist gut? Was ist bose? lex humana (Anwendung des Sitten- gesetzes auf die konkrete Situation) welches Handeln folgt daraus? Oberste Zielsetzung: bonum commune (Allgemeinwohl) Rechtspositivismus positives Recht: das faktisch gegebene, vorn Menschen gesetzte und von Rechtswegen her geltende Recht, das formal richtig umgesetzt ist →...

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Haßstab für Gut und Bäse ↳ von Positivismus (Wirklichkeit = das, was sinnlich wahrgenommen werden kann Wie verhalten sich Recht und Ethik bzw. Rechtspraxis und Moral zueinander? Trennungsthese: Gerechtigkeit ist kein Gegenstand des Rechts; Recht als sellastständiges, unabhängiges Wertesystem, also dos, was von Staats wegen als Recht erkannt wird Recht ist nicht die Gerechtigkeit, sonder Idas was vom Staat als Recht erkannt wird Ausgangspunkt des Handelns: gesetzliche Regelungen, die zu befolgen sind Oberste Zielsetzung: Aufrechterhaltung der Staatsordnung, deren Rechtsgrundlagen uneingeschränkt Geltung zu ver- schaffen ist 2 Radbruch'sche Formel: ungerechte Normen können niemals geltendes Recht sein, auch wenn sie klar definiert und sozial wirksam sind → Gerechtigkeit und Gleichheit als wesensmerkmale der Rechtsnatur (Bsp. NS- und DDR-Prozesse) problematisch, wenn die gesetzlichen Regelungen moralisch betrachtet als schwerwiegendes Unrecht angesehen werden müssen → dann gilt nach Rad- bruch 'scher Formel, gegen das gesetzliche Unrecht Widerstand zu leisten Modelle der Normenbegründung Blindheit für die Verletzungen der Menschenwürde und der Grundrechte des Menschen Der praktische Nutzen wird zum obersten Prinzip sittlichen Handelns gemacht, d. h. dasjenige Handeln ist gut, das im Ergebnis den optimalen Nutzen für den Einzelnen oder die Gesellschaft garantiert (lat. utilis = nützlich). Historischer Hintergrund: Begründer Jeremy Bentham und John Stuart Mill reagieren auf die neue Situation im 19. Jahrhundert (Industrie- alisierung → Verunsicherung) Grundfrage: Bei welchen Handlungen überwiegen die positiven Konsequenzen die negativen? Prinzipien 1. Nützlichkeitsprinzip Die Handlung ist sittlich gut, die Nutzen bringt und Schaden vermeidet 2. Folgenprinzip Für die Bewertung einer Tat ist allein die be- absichtigte und tatsächliche Folge der Handwung (bzw. Schaden) wichtig + Utilitarismus pragmatische Herangehensweise an ein Problem: Die Lösung wird genutzt, die am ehesten zielführend ist übergeordnete Werte sind nachrangig in ähnlichen Situationen können teils sogar konträre Wege beschritten werden uder Zweck heiligt die Mittel : es können Methoden gewählt das Interesse von Hinderheiten bleibt unberücksichtigt Ausgangspunkt für das Handeln: jeweilige Lebens- bedingungen in der konkreten Entscheidungssituation 3. Lustprinzip Das Glück des einzelnen /der Gesellschaft soll vermehrt, entsprechender Schaden vermieden werden 4. Sozialprinzip Diejenige Handlung ist die beste, die das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl fördert Der Mensch ist aufgerufen, in seinem praktischen Handeln immer nur seiner inneren Überzeugung zu folgen (guter wille"), da er nur so dem An- spruch gerecht werden kann, als sein eigener Gesetzgeber zu fungieren. werden, die mit den Inhalten des Ziels unvereinbar sind Oberste Zielsetzung: größtmögliches Glück für die größtmögliche Zahl von Menschen Goldene Regel: fokusiert sich auf Wünsche des Individuums nicht jeder hat dieselben Wünsche Zielrichtung: quantitative und qualitative Verbesser- ung der Lebensumstände der Menschen ✓ Blichtethik Oberste Zielsetzung: Selbstbehauptung des Menschen als Wesen der Vernunft, das zum autonomen Handeln befähigt und berufen ist. ↓ ↑ Die daraus abgeleiteten Pflichten gelten damit als oberste Handlungsprinzipien, denen ohne Rücksicht auf Konsequenzen unbedingt und uneingeschränkt Folge zu leisten ist (vgl. Kategorischer Imperativ) + konkrete Anweisungen für Handlungen bzw. Spielräume für Handlungsoptionen kategorischer Imperativ lässt keine ethische Norm positiv begründen, sondern nur falsche Verhaltens- weisen als solche erkennen zwei Regeln können sich widersprechen → welche Regel hat Vorrang ? Kategorischer Imperativ: Allgemeingültigkeit der moralischen Handlun → Handeln durch Abwägen ist nicht möglich, da es sich um feste Prinzipien handelt

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