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Lernzettel: Die Römische Republik

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Römer griffen auf griechische Vorbilder zurück → passten sie ihren Vorstellungen und
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-Orientierung -Roms Anfänge -Grundlagen der römischen Gesellschaft -von Monarchie zu Adelsrepublik -die Verfassung der Republik -die Ständekämpfe -die Expansion der Republik -Herrschaft in Italien -Provinzsystem

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Lernzettel: Die Römische Republik Orientierung: Römer griffen auf griechische Vorbilder zurück → passten sie ihren Vorstellungen und Verhältnissen an - römische Kultur und politisches Denken der Römer prägten die gesamte Mittelmeerwelt und weite Teile des heutigen Europas Roms Anfänge: - Mythos: Romulus und Remus (→ daher Datum 21. April 753 v. Chr.) - Geschichtliche Wirklichkeit: Ausgangspunkt bildete eine kleine Siedlung, die im 11. Jahrhundert v. Chr. an einer strategisch günstigen Stelle am Tiber entstand - Könige aus dem Volk der Etrusker fassten in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. den losen Siedlungsverband zu einem Stadtstaat zusammen → gaben ihm mit der Anlage des Forums als Markt- und Versammlungsplatz einen religiösen, politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt → Tempel, Häuser aus Stein, die erste Kanalisation und eine Stadtmauer wurden errichtet - ein etruskischer König übte die Herrschaft aus → ihn beriet der Senat, ein Ältestenrat aus latinischen Adelsfamilien Grundlagen der römischen Gesellschaft - römische Gesellschaft setzte sich aus einer kleinen, grundbesitzenden Elite, den Patriziern, und einer wesentlich größeren Gruppe römischer Bürgern, den Plebejern zusammen Patriziat: -bestand aus Oberhäuptern der reichen grundbesitzenden Familien (zur römischen “familia” gehörten nicht nur Eltern und Kinder, sondern alle Generationen einer Familie mit Sklaven und Freigelassenen - kapselte sich streng ab → von außen zuziehende Adelsfamilien, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wurden den Plebejern zugerechnet Plebejer: - persönlich frei - besaßen anfangs keine politischen...

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Mitbestimmungsrechte waren später zur Volksversammlung zugelassen, in der der Adel und die vermögenden, zum Wehrdienst als Hopliten (Hoplit = Angehöriger der Haupttruppe) fähigen Bürger dominierten - betätigten sich als Kleinbauern, Kleinhändler, Handwerker und Tagelöhner → konnten von ihrem Verdienst meist gerade so überleben Sklaven: - gehörten nicht zu den römischen Bürgern waren meist Kriegsgefangene und galten rechtlich nicht als Person, sondern als Sache - arbeiteten meist für ihre Besitzer im Bergbau oder auf Feldern - besser gestellte Sklaven verrichteten Tätigkeiten als Köche, Handwerker, Ärzte oder Lehrer - erwarben römisches Bürgerrecht erst bei Freilassung → standen dann immer noch auf der niedrigsten sozialen Stufe der Bürgerschaft, blieben ihren Herren durch Dienstleistungen verpflichtet und hatten ihnen Gehorsam zu leisten Von Monarchie zu Adelsrepublik - um 500 v. Chr. vertrieb das Patriziat den letzten etruskischen König und errichtete eine Adelsrepublik -Patrizier und Plebejer verband eine feste soziale Treuebeziehung, das Klientelwesen -Herrschaft der Patrizier drohten zwei Gehfahren → Plebs wollten Machtbeteiligung Einzelne Patrizier wollten sich an die Spitze des Gemeinwesens stellen → grundbesitzende Aristokratie insgesamt wollte Herrschaft bewahren, konnte aber die Staatsgewalt und die unterschiedlichen Regierungsgeschäfte nicht als Gruppe ausüben → Aristokraten mussten Macht deligieren und dabei Missbrauch verhindern Die Verfassung der Republik - Aristokratie übertrug die Staatsgewalt einer vierstufigen Beamtenhierarchie, der Magistratur → an deren Spitze standen zwei Konsuln → sie waren mit dem Imperium, der fast unumschränkten zivilen und militärischen Höchstgewalt, ausgestattet → beriefen und leiteten Volksversammlungen und Senatssitzungen → führten das Heer → besaßen gegenüber anderen Beamten Weisungsrecht, gegenüber Amtskollegen ein Blockaderecht → dies sowie die Beschränkung der Amtszeit auf ein Jahr setzte ihrer Macht Grenzen - verließen Konsuln die Stadt, fiel die Staatsleitung an die sonst für Rechtssprechung zuständigen Prätoren - die nachgeordneten Ädile kümmerten sich um Märkte, Tempel und öffentliche Ordnung - Quästoren verwalteten die Staatskasse - die hohen Staatsämter konnten nur in einer bestimmten Reihenfolge und mit festgelegtem Mindestalter übernommen werden - rechtlich bildete der Senat nicht mehr als eine Versammlung von ca. 300 ehemaligen Amtsträgern → war faktisch jedoch jahrhunderte lang unumstrittenes Machtzentrum der Republik → besetzte die Geschworenengerichte → bestimmte die Steuersätze für Bürger und Bewohner der dauerhaft unterworfenen Gebiete (Provinzen) empfing ausländische Gesandtschaften, verhandelte mit ihnen und schloss Verträge mit fremden Staaten → Senatoren entschieden, wie viele Truppen im Kriegsfall ausgehoben und eingesetzt werden sollten und ernannten zusätzlich die Oberkommandierenden und gewährten einen Triumph für den siegreichen Feldherrn → Senat konnte in Krisensituationen den Staatsnotstand erklären und Konsul beauftragen, die Sicherheit mit allen Mitteln wieder herzustellen → Senat konnte Zwischenkönig berufen, falls beide Konsuln gleichzeitig umkommen → drohte dem Staat Gefahr durfte der Konsul im Auftrag des Senats sechs Monate einen Diktator ernennen, welcher unbeschränkte Vollmacht besaß → bestimmte Reiteroberst als seinen Vertreter bei Abwesenheit → nächsthöherer Beamte und berechtigt Truppen anzuführen - neben Senat und Magistrat stellten Volksversammlungen die dritte Macht dar → nur wehrpflichtige Männer zugelassen → Kuriatsversammlung: Versammlungsform der Königszeit, bei der die gentes Roms in 30 Kurien zusammengetreten waren (je 10 aus drei Stadtbezirken) · → Recht, Amtsgewalt der höheren Beamten zu bestätigen → Zenturiatsversammlung: Plebejer hatten Stimmrecht, Bürger waren entsprechend ihrem Besitz in fünf Vermögensklassen zugeordnet und auf 193 Abstimmungseinheiten, die Zenturien, eingeteilt; stimmte über Gesetze ab, wählte Konsuln, Prätoren und Zensoren und hatte Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden und kontrollierte die Strafgerichtsbarkeit → Reiche besaßen demnach die Mehrheit der Zenturien und hatten damit das stärkste Gewicht der Stimmen → Tributversammlungen: häufigste Form, wählte Ädile und Quästoren, Bürger der 35 Wohnbezirke waren stimmberechtigt - Volksversammlungen bildeten starkes Gegengewicht gegen die adligen Senatoren und Magistrate - Senat kontrollierte jedoch über Magistrate und Volksversammlungen - Volk durfte nicht von sich aus aktiv werden, konnten bei Abstimmungen oder Wahlen nur zustimmen bzw. ablehnen - war der Magistrat mit dem Ergebnis der Abstimmung nicht zufrieden, musste er es nicht verkünden und konnte den Abstimmungsvorgang beliebig oft wiederholen lassen Die Ständekämpfe - Adel nutzte sein Machtmonopol, um sich Vorteile bei der Landverteilung zu sichern und viele Plebejer in die Schuldknechtschaft herabzudrücken - plebejische Mittelschicht war aber als Rückgrat der Hoplitenphalanx unersetzlich → Selbstbewusstsein und Unwille über die drückende Adelsherrschaft stieg - politischer und sozialer Gegensatz zwischen kleiner Schicht des großgrundbesitzenden Adels und der großen Mengen der Plebejer führte zu Auseinandersetzungen, die sich mehr als zwei Jahrhunderte hinzogen Ständekämpfe in deren Verlauf konnten Plebejer eine fast vollständige Gleichstellung mit den Patriziern erreichen und eigene Organe schaffen, die später von Patriziern anerkannt wurden - seit 450 v. Chr. wurden jährlich 10 Volkstribune gewählt → leiteten die Volksversammlung der Plebejer, wo die Plebiszite gefasst wurden - Plebs erzwangen mit Wehrdienstverweigerung und Streiks schrittweise die Abschaffung der sozialen, rechtlichen und politischen Privilegien des Patriziats - um 450 v. Chr. machte die Veröffentlichung der des 12-Tafel-Gesetzes das Recht für Plebejer kontrollier- und einklagbar → sollte Plebejer vor Willkür der Patrizier schützen und blieb jahrhundertelang die einzige Gesetzessammlung → die zwölf Tafeln enthielten Angaben zum Ablauf eines Prozesses, zum Familien- und Erbrecht, zum Vertragsrecht sowie zu Strafverfahren und Strafrecht - Patrizier verloren nur allmählich ihre privilegierte Stellung → 445 v. Chr. fiel die soziale Schranke des Heiratsverbotes zwischen den Ständen 367 v. Chr. erreichten Plebejer Zugang zum Konsulat → 326 v. Chr. wurde Schuldknechtschaft aufgehoben → 287 v. Chr. folgte Anerkennung der Volkstribunen als Magistrate und der Plebiszite als Staatsgesetze - Patriziat schloss daher Kompromisse, erhielt aber prinzipiell die Adelsherrschaft → verbündete sich mit den führenden Plebejerfamilien und verschmolz so zu einem neuen Adel, der Nobilität → stand an der Spitze der Gesellschaft und lenkte Geschicke Roms → Autorität beruhte nicht mehr auf dem Vorrecht der Geburt, sondern auf der Machtstellung

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

-Orientierung -Roms Anfänge -Grundlagen der römischen Gesellschaft -von Monarchie zu Adelsrepublik -die Verfassung der Republik -die Ständekämpfe -die Expansion der Republik -Herrschaft in Italien -Provinzsystem

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Chr. vertrieb das Patriziat den letzten etruskischen König und errichtete eine Adelsrepublik -Patrizier und Plebejer verband eine feste soziale Treuebeziehung, das Klientelwesen -Herrschaft der Patrizier drohten zwei Gehfahren → Plebs wollten Machtbeteiligung Einzelne Patrizier wollten sich an die Spitze des Gemeinwesens stellen → grundbesitzende Aristokratie insgesamt wollte Herrschaft bewahren, konnte aber die Staatsgewalt und die unterschiedlichen Regierungsgeschäfte nicht als Gruppe ausüben → Aristokraten mussten Macht deligieren und dabei Missbrauch verhindern Die Verfassung der Republik - Aristokratie übertrug die Staatsgewalt einer vierstufigen Beamtenhierarchie, der Magistratur → an deren Spitze standen zwei Konsuln → sie waren mit dem Imperium, der fast unumschränkten zivilen und militärischen Höchstgewalt, ausgestattet → beriefen und leiteten Volksversammlungen und Senatssitzungen → führten das Heer → besaßen gegenüber anderen Beamten Weisungsrecht, gegenüber Amtskollegen ein Blockaderecht → dies sowie die Beschränkung der Amtszeit auf ein Jahr setzte ihrer Macht Grenzen - verließen Konsuln die Stadt, fiel die Staatsleitung an die sonst für Rechtssprechung zuständigen Prätoren - die nachgeordneten Ädile kümmerten sich um Märkte, Tempel und öffentliche Ordnung - Quästoren verwalteten die Staatskasse - die hohen Staatsämter konnten nur in einer bestimmten Reihenfolge und mit festgelegtem Mindestalter übernommen werden - rechtlich bildete der Senat nicht mehr als eine Versammlung von ca. 300 ehemaligen Amtsträgern → war faktisch jedoch jahrhunderte lang unumstrittenes Machtzentrum der Republik → besetzte die Geschworenengerichte → bestimmte die Steuersätze für Bürger und Bewohner der dauerhaft unterworfenen Gebiete (Provinzen) empfing ausländische Gesandtschaften, verhandelte mit ihnen und schloss Verträge mit fremden Staaten → Senatoren entschieden, wie viele Truppen im Kriegsfall ausgehoben und eingesetzt werden sollten und ernannten zusätzlich die Oberkommandierenden und gewährten einen Triumph für den siegreichen Feldherrn → Senat konnte in Krisensituationen den Staatsnotstand erklären und Konsul beauftragen, die Sicherheit mit allen Mitteln wieder herzustellen → Senat konnte Zwischenkönig berufen, falls beide Konsuln gleichzeitig umkommen → drohte dem Staat Gefahr durfte der Konsul im Auftrag des Senats sechs Monate einen Diktator ernennen, welcher unbeschränkte Vollmacht besaß → bestimmte Reiteroberst als seinen Vertreter bei Abwesenheit → nächsthöherer Beamte und berechtigt Truppen anzuführen - neben Senat und Magistrat stellten Volksversammlungen die dritte Macht dar → nur wehrpflichtige Männer zugelassen → Kuriatsversammlung: Versammlungsform der Königszeit, bei der die gentes Roms in 30 Kurien zusammengetreten waren (je 10 aus drei Stadtbezirken) · → Recht, Amtsgewalt der höheren Beamten zu bestätigen → Zenturiatsversammlung: Plebejer hatten Stimmrecht, Bürger waren entsprechend ihrem Besitz in fünf Vermögensklassen zugeordnet und auf 193 Abstimmungseinheiten, die Zenturien, eingeteilt; stimmte über Gesetze ab, wählte Konsuln, Prätoren und Zensoren und hatte Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden und kontrollierte die Strafgerichtsbarkeit → Reiche besaßen demnach die Mehrheit der Zenturien und hatten damit das stärkste Gewicht der Stimmen → Tributversammlungen: häufigste Form, wählte Ädile und Quästoren, Bürger der 35 Wohnbezirke waren stimmberechtigt - Volksversammlungen bildeten starkes Gegengewicht gegen die adligen Senatoren und Magistrate - Senat kontrollierte jedoch über Magistrate und Volksversammlungen - Volk durfte nicht von sich aus aktiv werden, konnten bei Abstimmungen oder Wahlen nur zustimmen bzw. ablehnen - war der Magistrat mit dem Ergebnis der Abstimmung nicht zufrieden, musste er es nicht verkünden und konnte den Abstimmungsvorgang beliebig oft wiederholen lassen Die Ständekämpfe - Adel nutzte sein Machtmonopol, um sich Vorteile bei der Landverteilung zu sichern und viele Plebejer in die Schuldknechtschaft herabzudrücken - plebejische Mittelschicht war aber als Rückgrat der Hoplitenphalanx unersetzlich → Selbstbewusstsein und Unwille über die drückende Adelsherrschaft stieg - politischer und sozialer Gegensatz zwischen kleiner Schicht des großgrundbesitzenden Adels und der großen Mengen der Plebejer führte zu Auseinandersetzungen, die sich mehr als zwei Jahrhunderte hinzogen Ständekämpfe in deren Verlauf konnten Plebejer eine fast vollständige Gleichstellung mit den Patriziern erreichen und eigene Organe schaffen, die später von Patriziern anerkannt wurden - seit 450 v. Chr. wurden jährlich 10 Volkstribune gewählt → leiteten die Volksversammlung der Plebejer, wo die Plebiszite gefasst wurden - Plebs erzwangen mit Wehrdienstverweigerung und Streiks schrittweise die Abschaffung der sozialen, rechtlichen und politischen Privilegien des Patriziats - um 450 v. Chr. machte die Veröffentlichung der des 12-Tafel-Gesetzes das Recht für Plebejer kontrollier- und einklagbar → sollte Plebejer vor Willkür der Patrizier schützen und blieb jahrhundertelang die einzige Gesetzessammlung → die zwölf Tafeln enthielten Angaben zum Ablauf eines Prozesses, zum Familien- und Erbrecht, zum Vertragsrecht sowie zu Strafverfahren und Strafrecht - Patrizier verloren nur allmählich ihre privilegierte Stellung → 445 v. Chr. fiel die soziale Schranke des Heiratsverbotes zwischen den Ständen 367 v. Chr. erreichten Plebejer Zugang zum Konsulat → 326 v. Chr. wurde Schuldknechtschaft aufgehoben → 287 v. Chr. folgte Anerkennung der Volkstribunen als Magistrate und der Plebiszite als Staatsgesetze - Patriziat schloss daher Kompromisse, erhielt aber prinzipiell die Adelsherrschaft → verbündete sich mit den führenden Plebejerfamilien und verschmolz so zu einem neuen Adel, der Nobilität → stand an der Spitze der Gesellschaft und lenkte Geschicke Roms → Autorität beruhte nicht mehr auf dem Vorrecht der Geburt, sondern auf der Machtstellung