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Pontes Lektion 26-30

Pontes Lektion 26-30

 S. 10-45
Ausblick
Lösung der
Aufgabe S. 11
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Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats
Einführung in die Se

Pontes Lektion 26-30

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S. 10-45 Ausblick Lösung der Aufgabe S. 11 Bild S. 10-11 Kopiervorlage (S. → #) Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats Einführung in die Sequenz Lektion 26: Der Aufstieg des jungen Octavian Nachdem die Römische Republik im Mittelpunkt von Sequenz 4 (Bd. 2) stand, ging es in Sequenz 6 (Bd. 2) um das Wachstum und die geographische Ausbreitung des Römischen Reiches. Mit der verhängnisvollen Varusschlacht 9 n. Chr. in Germanien (Lektion 25) befan- den sich die Sus bereits mitten in der Zeit von Kaiser Augustus. Wie aus dem jungen Octavian der spätere Kaiser Augustus und damit überhaupt der erste römische Kaiser wurde, ist Thema dieser Lektion. Lektion 27: Die Herrschaft des Kaisers Augustus In mehr als vierzig Jahren Herrschaft war es Kaiser Augustus gelungen, die Monarchie, von ihm als ,,Prinzipat" verstanden, zu festigen. Für die Römer bedeutete seine Regierungszeit ein „Goldenes Zeitalter" in Frieden und Wohlstand. In dieser Lektion geht es darum, mit welchen Propagandamitteln Augustus diese Friedenszeit inszenierte. Lektion 28: Nero - Künstler oder Kaiser? Vierzig Jahre nach dem Tod von Kaiser Augustus wurde 54 n. Chr. mit dem berühmt-berüch- tigten Nero ein Nachfahre von Augustus römischer Kaiser. Was in dessen Regierungszeit passierte und wie eigenwillig er seine Rolle als Kaiser verstand, ist hier zu erfahren. Lektion 29: Macht und Ohnmacht Die Regentschaft von Kaiser Nero steht weiterhin im Blickfeld - hier aus...

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der Perspektive der machthungrigen und einflussreichen Kaisermutter Agrippina. Gleichzeitig ist damit zum ersten Mal eine Lektion einer römischen Frau gewidmet. Lektion 30: Eine ungeahnte Katastrophe 79 n. Chr. brach der Vesuv aus und verschüttete die blühende Stadt Pompeji. Die SuS versetzen sich in die Situation der Menschen zum Zeitpunkt der Katastrophe und beleuch- ten anhand der ausgegrabenen Relikte das Leben in der damaligen Stadt. 1E2B - 3D - 4C - 5A Das Bild zeigt eine Rekonstruktion der 109 n. Chr. unter Kaiser Trajan eingeweihten „Trajans- thermen". Diese Thermenanlage war für etwa ein Jahrhundert die größte ihrer Art und wurde erst 209 n. Chr. von den noch größeren Caracalla-Thermen übertroffen. An den Proportionen der abgebildeten Menschen zu den Gebäuden sind die gewaltigen Dimensio- nen der Thermen zu erahnen. Die Anlage wurde teilweise auf dem Gelände der abgerisse- nen und zugeschütteten Domus Aurea (→ Lektion 28), dem gigantischen Palast Kaiser Neros, errichtet. Rechts sind noch Räume der ehemaligen Domus Aurea zu erkennen, die weiterhin als Kellerräume benutzt wurden. Auch Badebecken sowie ganz links das große Schwimmbecken sind zu sehen. Die Hallen waren reich mit Statuen und Fresken geschmückt. Das Bild steht dafür, dass auch die Kaiserzeit dem stetigen Wandel unterwor- fen war: Verkörperte die gigantische Domus Aurea noch den Größenwahnsinn Neros, signalisierte ihre bereits unter Kaiser Vespasian (regierte 69-79 n. Chr.) eingeleitete Zerstö- rung, dass schon wieder neue Zeiten angebrochen waren. Zum Abschluss von Sequenz 7: Frauen-Bilder bei den Römern - Was Grabinschriften verraten Die Kopiervorlage (S. #) dient dazu, das in Lektion 29 angesprochene Thema der Frau in der Römerzeit zu vertiefen und sich mit dem klassischen Rollenverständnis der römischen Frau auseinanderzusetzen. 13 Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats S. 12-17 Sprachkompetenz Textkompetenz Lektion 26 Der Aufstieg des jungen Octavian Kulturkompetenz Stunde 1 14 Ziele Syntax adverbiale Bestimmung: nominaler Ablativus absolutus, Prädikativum Wortschatz Wiedergabe von Ausdrücken wie medio in agro Vokabelkenntnisse sowie deutsche Fremd- und Lehnwörter zur Erschließung unbekannter Vokabeln nutzen Octavian und der Beginn des römischen Prinzipats Vorschlag zur Erarbeitung Einstieg (Kopiervorlage 1) KV 1 (→ S. #): Vokabelbingo. Die KV wird als Arbeitsblatt verteilt. Anschließend liest die Lehrperson folgende deutschen Wörter vor: leben - anfangen - bedeuten - finden - Himmel - Brief - Art oder Weise - während - Tag - nachdem - Stadt - Schüler - töten - plötzlich - Tafel - speisen - wollen - sechs- ter - Ehre - schreiben - siebter - erscheinen - lesen - rechnen - erblicken - dass/ sodass/damit - zerstören - loben - vorbereiten/verschaffen - laufen - sich kümmern - reden - mit etwas versehen Nachdem alle Wörter vorgelesen wurden, schreiben die SuS die deutschen Bedeutungen zu den jeweiligen Vokabeln in die Kästchen. Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 1 und Kopiervorlage 5, Grammatisches Beiheft) ● ● ● ● Erkennen die SuS die entsprechende lateinische Vokabel eines vorgelesenen Wortes in den Kästchen wieder, markieren sie dieses. Diejenigen SuS, die eine Reihe - waagerecht, senkrecht oder diagonal - voll haben, rufen „Bingo"; die Lehrperson kann auf diese Weise leicht erkennen, wenn jemand ein falsches Wort markiert hat. Gewonnen haben diejenigen SuS, die am Schluss die meisten richtigen (!) „Bingos" haben. Hinweis für die Lehrperson: Unter den vorgelesenen deutschen Wörtern befinden sich auch ,,Blindgänger"; die hier blau gedruckten Wörter sind die ,,Treffer". Die Vokabeln in der Reihenfolge der Kästchen von links nach rechts entsprechen auch den bereits bekannten Lernvokabeln von Z. 1-5 des Lektionstextes S. 13 in der gleichen Reihenfolge. Auf diese Weise stellt die Vokabelübung gleichzeitig eine Vorerschließung zum Lektions- text dar. ● ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 13: Bild betrachten, Impuls: Erklärt anhand des übersetzten Textes, was auf dem Bild geschieht. (UG) S. 13, Aufgabe 2 (UG) S. 17, Übung 3 (EA/PA) Als vorbereitende HA evtl. S. 16, „Das kann ich schon" ● Schülerbuch, S. 12 ,,Ein Göttersohn" lesen Schülerbuch, S. 13, Z. 1-5, Vorerschließung: Markiere alle im Vokabelbingo (= KV 1) vorkommenden Wörter im Lektionstext und schreibe jeweils die Bedeutung der flektierten Form dazu. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) Schülerbuch, S. 13, Aufgabe 1 (EA/PA) Auf S. 13, Aufgabe 1 verzichten, da im Einstieg schon viel Vokabelarbeit geleistet wurde. S. 13, Z. 1-5 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG), dabei Fokus auf Z. 2 legen: überlegen, wie vivus treffend übersetzt werden kann vivus als Prädikativum erklären, ggf. mithilfe von GBH, Bd. 3, S. 8, G79 Stunde 2 Stunde 3 Stunde 4 Einstieg (Kopiervorlage 2/Folie) KV 2/Folie (→ S. #): Anhand der Bilder den nominalen Ablativus absolutus erarbeiten und gemeinsam übersetzen (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat), Vorerschließung: Markiere alle Ablative im Text und suche nach angemessenen Übersetzungen (außer für summa in fronte; s. unten). Tipp an die SuS: Es kommen zwei nominale Ablativi absoluti in den Zeilen vor. Zum Markieren KV 5 (→→ S. #) nutzen S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat): Die vorkommenden nominalen Ablativi absoluti kurz thematisieren (UG) ● ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 16, Übung 1 (EA/PA) ● Einstieg ● ● S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat) übersetzen (EA/PA). Übersetzungen vergleichen (UG). Aufgabe: Zeichne mithilfe des Lektionstextes S. 13, Z. 6-9 die Vorderseite (frons) des Tempels in dein Heft. (EA/PA) S. 13, Z. 8-9: summa in fronte thematisieren, Impuls: Was soll hiermit ausgedrückt werden? (UG) ● Der Aufstieg des jungen Octavian Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 14 (ab Quae res) bis Z. 18, Vorerschließung: Markiere alle Passivformen und bestimme sie. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) S. 13, Z. 14 (ab Quae res) bis Z. 18 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) S. 13, Abschnitt Z. 10–18 inhaltlich erarbeiten, Impulse: Welche Informationen gibt Octavian über Caesar? Wie wird Caesar von Octavian dargestellt? Vergleicht die Informationen mit eurem Vorwissen aus dem Einstieg (UG) S. 13, Aufgabe 3 (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) Einleitung durch die Lehrperson: Caesar soll einst gesagt haben: „Gern glauben die Menschen das, was sie glauben wollen." Nehmt Stellung zu diesem Satz und bezieht ihn auf den Lektionstext (bis Z. 18). (UG) S. 17, Übung 4 (EA/PA) ● Brainstorming zu Caesar, Impuls: Euer Vorwissen ist gefragt. Was wisst ihr an Positivem und Negativem über Caesar? Zum Sammeln an der Tafel zwei Spalten anlegen: eine Spalte mit + (Plus) überschreiben für Positives, die zweite Spalte mit – (Minus) für Negatives - Einstieg Tafelbild (→ S. #): Octavian als Strichmännchen mit Sprechblase an die Tafel zeichnen; in der Sprechblase steht: Caesar deus est. Unter das Strichmännchen schreibt die Lehrperson: Octāviānus dīcit Caesar .. Impuls: Versucht, den Satz aus der Sprechblase in einen Acl umzuformen. (UG) (Lösung: Octaviānus dicit Caesarem deum esse.) Die Acl-Bestandteile markieren: das Kopfverb rot, den Subjektsakkusativ gelb und den Infinitiv grün (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 19-22, Vorerschließung: Markiere alle Kopfverben rot, alle Subjektsakkusative gelb und alle Infinitive grün. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) S. 13, Z. 19-22 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) S. 13, Aufgabe 4 (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 16, Übung 2 (PA) 15 26 26 Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats Stunde 5 Stunde 6 S. 12 Grammatische Inhalte Lösung der Aufgaben S. 13 Übersetzung 16 Einstieg (Schülerbuch) S. 14, Bild der Augustus-Statue betrachten, Impuls: Beschreibt das Bild ganz genau und achtet besonders auf die Körperhaltung, Gestik und Mimik. Die SuS können auch die Pose nachstellen. (UG) Was sagt die Darstellung des Augustus auf dem Bild eurer Meinung nach über ihn aus? Ergebnisse sammeln (UG) ● Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch) S. 14-15, Sachinfo bis einschließlich Abschnitt „Caesar Augustus – Ein „Erl bener" mit ehrgeizigem Familiennamen“ gemeinsam lesen ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 15, Aufgabe 1 (PA/GA) ● Einstieg (Kopiervorlage 3) KV 3 (→ S. #) als Arbeitsblatt: als Vokabelvorerschließung zu Schülerbuch S. 17, Übung 5 bearbeiten (EA/PA) Aufgabe: Wie wurde Octavian zum Prinzeps? Liste die wichtigen Ereignisse auf dem Weg zum Prinzipat auf. (EA/PA) S. 14-15, Abschnitt ,,Caesar Augustus - Ein ,,Erhabener" mit ehrgeizigem Familiennamen" noch einmal gemeinsam lesen, die gewonnenen Informationen mit den Ergebnissen des Einstiegs vergleichen; Hilfsimpulse: Welche Informationen aus dem Sachinfotext finden sich in der Darstellung des Augustus auf dem Bild wieder? Welche Informationen aus dem Text kommen nicht im Bild vor? (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch) S. 17, Übung 5, Vorerschließung: Markiere alle Prädikate im Text. Zum Markieren Text kopieren (EA/PA) Auf Vorerschließung verzichten, da die KV 3 schon eine hinreichende Vorerschließung darstellt. ● ● ● S. 17, Übung 5 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 17, Übung 5: Text inhaltlich erarbeiten, Impuls: Erklärt, was die Geschichte über Augustus zeigt. (UG) Einstieg praeparatio Nominaler Absolutus absolutus A 1. Einer von den Karthagern (berichtet): „Hannibal war viele Jahre lang unser Führer. Zu dieser Zeit haben wir die Alpen überwunden." 2. Sein Sohn (erzählt): „Unter Hannibals Führung hat mein Vater die Alpen überwunden." B Mit der Aussage Hannibale duce verweist der erzählende Sohn auf die Zeit, als Hannibal der Heerführer der Karthager war und unter dessen Führung die Alpenüberquerung unternommen wurde. Lektionstext Zufall oder göttliches Zeichen? Caesar wurde an den Iden des März im Pompeius-Theater getötet. Octavian sorgte dafür, dass diejenigen Spiele, die Caesar zu Lebzeiten vorbereitet hatte, veranstaltet wurden. Auf diese Weise wollte er ihn ehren (wörtl.: mit Ehre versehen). Als die Spiele begonnen hatten, erblickte man plötzlich, obwohl es Tag war, einen Kometen (wörtl.: behaarten Stern) am Himmel. Nachdem er täglich erschienen war, verschwand er am siebten Tag. Viele Jahre später ging in Begleitung Octavians ein Fremder zufällig über das Forum Romanum, als er (plötzlich) einen Tempel bemerkte, den er noch nie gesehen hatte. Dessen Vorderseite war mit verschiedenen Figuren geschmückt. Ganz oben auf der Vorderseite war ein Stern sichtbar. Autor und Text Lösung der Aufgaben Da fragte der Fremde unwissend: „Was bedeutet dieser Stern (wörtl.: Was wird mit diesem Stern angezeigt)?" Octavian antwortete ihm: „Sicher warst du bei den Spielen nicht dabei (wörtl.: warst du von den Spielen entfernt), die nach Caesars Tod veranstaltet wurden. Wenn du als Zuschauer anwesend gewesen wärst, hättest du auch den erstaunlichen Vorfall beobachtet. Da erschien nämlich täglich ein Komet (wörtl.: behaarter Stern) am Himmel. Diesen Vorfall hielt man für ein Vorzeichen. Alle sagten, dass Caesar unter die Götter aufgenommen worden sei. Danach wurde ihm dieser Tempel, den du siehst, erbaut. Mitten im Tempel wurde eine Statue von Caesar aufgestellt. Auf meine Veranlassung wurde nicht nur seinem Kopf (d. h. Caesars Kopf), sondern auch der Vorderseite des Tempels ein Stern hinzufügt." Der Aufstieg des jungen Octavian Solche Dinge pflegte Octavian zu sagen, sooft er über den Stern befragt wurde. In Wahrheit war er aber überzeugt, dass jenes Vorzeichen etwas anderes bedeute (wörtl.: dass mit jenem Vorzeichen etwas anderes angezeigt werde). Er hielt es für sicher, dass der Stern seinetwe- gen erschienen war. Er glaubte nämlich, dass er von den Göttern auserwählt sei, als Erster/ als Prinzeps des Staates Caesar nachzufolgen. Der Text basiert auf Plinius dem Älteren, Naturalis historia 2,93f., sowie auf Sueton, De vita Caesarum: Divus lulius 88. Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) war ein Universalgelehrter und verfasste die Naturalis historia, eine nach Sachgruppen geordnete Enzyklopädie zum damaligen Wissen. Dazu hatte er die Schriften von hunderten griechischen und römischen Fachschriftstellern ausgewertet. Bei dem Vesuvausbruch 77 n. Chr. kam Plinius, der das Ereignis aus nächster Nähe erforschen wollte, ums Leben. Sueton (ca. 75-ca. 150 n. Chr.) war Sekretär unter Kaiser Hadrian und verfasste Biogra- phien römischer Herrscher (De vita Caesarum), die von C. Julius Caesar bis Kaiser Domi- tian reichten. 1 ● theatrum: dt. Theater vivus: bekannt ist das Verb vivere. Die Endung -us, -a, -um verweist auf die Wortart Adjektiv, d. h. lebend figura: dt. Figur observare: dt. observie- ren • omen: im Deutschen bekannt als gutes oder schlechtes ,,Omen" medius: dt./engl. ,,medium", z. B. Kleidergröße ,,M" oder auch als Garzustand beim Fleisch (medium) 2 Bei dem ,,Haarstern" (sidus crinitum) handelte es sich um einen Kometen, wobei der Schweif des Kometen als Haarschweif bzw. auch als Bart gedeutet wurde. Auch Plinius d. Ä. und Sueton berichten übereinstimmend, dass nach Caesars Tod sieben Tage lang etwa um die elfte Stunde ein Komet zu sehen war. Plinius bemerkte dazu, dass der Caesartempel in Rom der einzige Ort auf der Welt sei, in dem ein Komet verehrt werde (Plinius d. Ä., Naturalis historia 2,39f.). 3a Die Bevölkerung deutete die Himmelserscheinung als Wunder (rem miram, Z. 12). Der zeitliche Zusammenhang der Sternerscheinung und Caesars Tod verleitete die Men- schen, diese Erscheinung als Zeichen der Vergöttlichung Caesars zu deuten (Omnes Caesarem inter deos receptum esse dixerunt, Z. 14-15). ● 3b Zwar können wir heute Himmelserscheinungen wissenschaftlich erklären, dennoch versetzen sie uns auch heute noch in Staunen. Viele Menschen wünschen sich etwas, wenn sie eine Sternschnuppe sehen. Eine seltene Sonnenfinsternis oder auch nur eine Teilfinsternis ist ein Großereignis und wird auch in den Schulen beobachtet. 4 Ebenso wie solche Himmelsereignisse als Vergöttlichung verstorbener Personen gedeutet wurden, konnten sie auch als Vorzeichen für etwas Neues gesehen werden. Bis heute hat sich die Redewendung „etwas steht unter einem guten bzw. keinem guten Stern" gehalten. So hat Octavian die Sternerscheinung auf sich selbst bezogen, etwa in dem Sinne, dass seine Herrschaft als Prinzeps unter einem guten Stern stehe (vgl. Plinius d. Ä., Naturalis historia 2,39f.) bzw. er sich als von den Göttern erwählt betrachten dürfe (Putabat enim se a deis electum esse, Z. 21-22). 17 26

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der Perspektive der machthungrigen und einflussreichen Kaisermutter Agrippina. Gleichzeitig ist damit zum ersten Mal eine Lektion einer römischen Frau gewidmet. Lektion 30: Eine ungeahnte Katastrophe 79 n. Chr. brach der Vesuv aus und verschüttete die blühende Stadt Pompeji. Die SuS versetzen sich in die Situation der Menschen zum Zeitpunkt der Katastrophe und beleuch- ten anhand der ausgegrabenen Relikte das Leben in der damaligen Stadt. 1E2B - 3D - 4C - 5A Das Bild zeigt eine Rekonstruktion der 109 n. Chr. unter Kaiser Trajan eingeweihten „Trajans- thermen". Diese Thermenanlage war für etwa ein Jahrhundert die größte ihrer Art und wurde erst 209 n. Chr. von den noch größeren Caracalla-Thermen übertroffen. An den Proportionen der abgebildeten Menschen zu den Gebäuden sind die gewaltigen Dimensio- nen der Thermen zu erahnen. Die Anlage wurde teilweise auf dem Gelände der abgerisse- nen und zugeschütteten Domus Aurea (→ Lektion 28), dem gigantischen Palast Kaiser Neros, errichtet. Rechts sind noch Räume der ehemaligen Domus Aurea zu erkennen, die weiterhin als Kellerräume benutzt wurden. Auch Badebecken sowie ganz links das große Schwimmbecken sind zu sehen. Die Hallen waren reich mit Statuen und Fresken geschmückt. Das Bild steht dafür, dass auch die Kaiserzeit dem stetigen Wandel unterwor- fen war: Verkörperte die gigantische Domus Aurea noch den Größenwahnsinn Neros, signalisierte ihre bereits unter Kaiser Vespasian (regierte 69-79 n. Chr.) eingeleitete Zerstö- rung, dass schon wieder neue Zeiten angebrochen waren. Zum Abschluss von Sequenz 7: Frauen-Bilder bei den Römern - Was Grabinschriften verraten Die Kopiervorlage (S. #) dient dazu, das in Lektion 29 angesprochene Thema der Frau in der Römerzeit zu vertiefen und sich mit dem klassischen Rollenverständnis der römischen Frau auseinanderzusetzen. 13 Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats S. 12-17 Sprachkompetenz Textkompetenz Lektion 26 Der Aufstieg des jungen Octavian Kulturkompetenz Stunde 1 14 Ziele Syntax adverbiale Bestimmung: nominaler Ablativus absolutus, Prädikativum Wortschatz Wiedergabe von Ausdrücken wie medio in agro Vokabelkenntnisse sowie deutsche Fremd- und Lehnwörter zur Erschließung unbekannter Vokabeln nutzen Octavian und der Beginn des römischen Prinzipats Vorschlag zur Erarbeitung Einstieg (Kopiervorlage 1) KV 1 (→ S. #): Vokabelbingo. Die KV wird als Arbeitsblatt verteilt. Anschließend liest die Lehrperson folgende deutschen Wörter vor: leben - anfangen - bedeuten - finden - Himmel - Brief - Art oder Weise - während - Tag - nachdem - Stadt - Schüler - töten - plötzlich - Tafel - speisen - wollen - sechs- ter - Ehre - schreiben - siebter - erscheinen - lesen - rechnen - erblicken - dass/ sodass/damit - zerstören - loben - vorbereiten/verschaffen - laufen - sich kümmern - reden - mit etwas versehen Nachdem alle Wörter vorgelesen wurden, schreiben die SuS die deutschen Bedeutungen zu den jeweiligen Vokabeln in die Kästchen. Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 1 und Kopiervorlage 5, Grammatisches Beiheft) ● ● ● ● Erkennen die SuS die entsprechende lateinische Vokabel eines vorgelesenen Wortes in den Kästchen wieder, markieren sie dieses. Diejenigen SuS, die eine Reihe - waagerecht, senkrecht oder diagonal - voll haben, rufen „Bingo"; die Lehrperson kann auf diese Weise leicht erkennen, wenn jemand ein falsches Wort markiert hat. Gewonnen haben diejenigen SuS, die am Schluss die meisten richtigen (!) „Bingos" haben. Hinweis für die Lehrperson: Unter den vorgelesenen deutschen Wörtern befinden sich auch ,,Blindgänger"; die hier blau gedruckten Wörter sind die ,,Treffer". Die Vokabeln in der Reihenfolge der Kästchen von links nach rechts entsprechen auch den bereits bekannten Lernvokabeln von Z. 1-5 des Lektionstextes S. 13 in der gleichen Reihenfolge. Auf diese Weise stellt die Vokabelübung gleichzeitig eine Vorerschließung zum Lektions- text dar. ● ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 13: Bild betrachten, Impuls: Erklärt anhand des übersetzten Textes, was auf dem Bild geschieht. (UG) S. 13, Aufgabe 2 (UG) S. 17, Übung 3 (EA/PA) Als vorbereitende HA evtl. S. 16, „Das kann ich schon" ● Schülerbuch, S. 12 ,,Ein Göttersohn" lesen Schülerbuch, S. 13, Z. 1-5, Vorerschließung: Markiere alle im Vokabelbingo (= KV 1) vorkommenden Wörter im Lektionstext und schreibe jeweils die Bedeutung der flektierten Form dazu. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) Schülerbuch, S. 13, Aufgabe 1 (EA/PA) Auf S. 13, Aufgabe 1 verzichten, da im Einstieg schon viel Vokabelarbeit geleistet wurde. S. 13, Z. 1-5 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG), dabei Fokus auf Z. 2 legen: überlegen, wie vivus treffend übersetzt werden kann vivus als Prädikativum erklären, ggf. mithilfe von GBH, Bd. 3, S. 8, G79 Stunde 2 Stunde 3 Stunde 4 Einstieg (Kopiervorlage 2/Folie) KV 2/Folie (→ S. #): Anhand der Bilder den nominalen Ablativus absolutus erarbeiten und gemeinsam übersetzen (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat), Vorerschließung: Markiere alle Ablative im Text und suche nach angemessenen Übersetzungen (außer für summa in fronte; s. unten). Tipp an die SuS: Es kommen zwei nominale Ablativi absoluti in den Zeilen vor. Zum Markieren KV 5 (→→ S. #) nutzen S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat): Die vorkommenden nominalen Ablativi absoluti kurz thematisieren (UG) ● ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 16, Übung 1 (EA/PA) ● Einstieg ● ● S. 13, Z. 6-14 (bis apparebat) übersetzen (EA/PA). Übersetzungen vergleichen (UG). Aufgabe: Zeichne mithilfe des Lektionstextes S. 13, Z. 6-9 die Vorderseite (frons) des Tempels in dein Heft. (EA/PA) S. 13, Z. 8-9: summa in fronte thematisieren, Impuls: Was soll hiermit ausgedrückt werden? (UG) ● Der Aufstieg des jungen Octavian Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 14 (ab Quae res) bis Z. 18, Vorerschließung: Markiere alle Passivformen und bestimme sie. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) S. 13, Z. 14 (ab Quae res) bis Z. 18 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) S. 13, Abschnitt Z. 10–18 inhaltlich erarbeiten, Impulse: Welche Informationen gibt Octavian über Caesar? Wie wird Caesar von Octavian dargestellt? Vergleicht die Informationen mit eurem Vorwissen aus dem Einstieg (UG) S. 13, Aufgabe 3 (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) Einleitung durch die Lehrperson: Caesar soll einst gesagt haben: „Gern glauben die Menschen das, was sie glauben wollen." Nehmt Stellung zu diesem Satz und bezieht ihn auf den Lektionstext (bis Z. 18). (UG) S. 17, Übung 4 (EA/PA) ● Brainstorming zu Caesar, Impuls: Euer Vorwissen ist gefragt. Was wisst ihr an Positivem und Negativem über Caesar? Zum Sammeln an der Tafel zwei Spalten anlegen: eine Spalte mit + (Plus) überschreiben für Positives, die zweite Spalte mit – (Minus) für Negatives - Einstieg Tafelbild (→ S. #): Octavian als Strichmännchen mit Sprechblase an die Tafel zeichnen; in der Sprechblase steht: Caesar deus est. Unter das Strichmännchen schreibt die Lehrperson: Octāviānus dīcit Caesar .. Impuls: Versucht, den Satz aus der Sprechblase in einen Acl umzuformen. (UG) (Lösung: Octaviānus dicit Caesarem deum esse.) Die Acl-Bestandteile markieren: das Kopfverb rot, den Subjektsakkusativ gelb und den Infinitiv grün (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch, Kopiervorlage 5) S. 13, Z. 19-22, Vorerschließung: Markiere alle Kopfverben rot, alle Subjektsakkusative gelb und alle Infinitive grün. Zum Markieren KV 5 (→ S. #) nutzen (EA/PA) S. 13, Z. 19-22 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) S. 13, Aufgabe 4 (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 16, Übung 2 (PA) 15 26 26 Sequenz 7 Rom zu Zeiten des Prinzipats Stunde 5 Stunde 6 S. 12 Grammatische Inhalte Lösung der Aufgaben S. 13 Übersetzung 16 Einstieg (Schülerbuch) S. 14, Bild der Augustus-Statue betrachten, Impuls: Beschreibt das Bild ganz genau und achtet besonders auf die Körperhaltung, Gestik und Mimik. Die SuS können auch die Pose nachstellen. (UG) Was sagt die Darstellung des Augustus auf dem Bild eurer Meinung nach über ihn aus? Ergebnisse sammeln (UG) ● Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch) S. 14-15, Sachinfo bis einschließlich Abschnitt „Caesar Augustus – Ein „Erl bener" mit ehrgeizigem Familiennamen“ gemeinsam lesen ● Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 15, Aufgabe 1 (PA/GA) ● Einstieg (Kopiervorlage 3) KV 3 (→ S. #) als Arbeitsblatt: als Vokabelvorerschließung zu Schülerbuch S. 17, Übung 5 bearbeiten (EA/PA) Aufgabe: Wie wurde Octavian zum Prinzeps? Liste die wichtigen Ereignisse auf dem Weg zum Prinzipat auf. (EA/PA) S. 14-15, Abschnitt ,,Caesar Augustus - Ein ,,Erhabener" mit ehrgeizigem Familiennamen" noch einmal gemeinsam lesen, die gewonnenen Informationen mit den Ergebnissen des Einstiegs vergleichen; Hilfsimpulse: Welche Informationen aus dem Sachinfotext finden sich in der Darstellung des Augustus auf dem Bild wieder? Welche Informationen aus dem Text kommen nicht im Bild vor? (UG) Erarbeitung/Sicherung (Schülerbuch) S. 17, Übung 5, Vorerschließung: Markiere alle Prädikate im Text. Zum Markieren Text kopieren (EA/PA) Auf Vorerschließung verzichten, da die KV 3 schon eine hinreichende Vorerschließung darstellt. ● ● ● S. 17, Übung 5 übersetzen (EA/PA) Übersetzungen vergleichen (UG) Vertiefung/Hausaufgabe (Schülerbuch) S. 17, Übung 5: Text inhaltlich erarbeiten, Impuls: Erklärt, was die Geschichte über Augustus zeigt. (UG) Einstieg praeparatio Nominaler Absolutus absolutus A 1. Einer von den Karthagern (berichtet): „Hannibal war viele Jahre lang unser Führer. Zu dieser Zeit haben wir die Alpen überwunden." 2. Sein Sohn (erzählt): „Unter Hannibals Führung hat mein Vater die Alpen überwunden." B Mit der Aussage Hannibale duce verweist der erzählende Sohn auf die Zeit, als Hannibal der Heerführer der Karthager war und unter dessen Führung die Alpenüberquerung unternommen wurde. Lektionstext Zufall oder göttliches Zeichen? Caesar wurde an den Iden des März im Pompeius-Theater getötet. Octavian sorgte dafür, dass diejenigen Spiele, die Caesar zu Lebzeiten vorbereitet hatte, veranstaltet wurden. Auf diese Weise wollte er ihn ehren (wörtl.: mit Ehre versehen). Als die Spiele begonnen hatten, erblickte man plötzlich, obwohl es Tag war, einen Kometen (wörtl.: behaarten Stern) am Himmel. Nachdem er täglich erschienen war, verschwand er am siebten Tag. Viele Jahre später ging in Begleitung Octavians ein Fremder zufällig über das Forum Romanum, als er (plötzlich) einen Tempel bemerkte, den er noch nie gesehen hatte. Dessen Vorderseite war mit verschiedenen Figuren geschmückt. Ganz oben auf der Vorderseite war ein Stern sichtbar. Autor und Text Lösung der Aufgaben Da fragte der Fremde unwissend: „Was bedeutet dieser Stern (wörtl.: Was wird mit diesem Stern angezeigt)?" Octavian antwortete ihm: „Sicher warst du bei den Spielen nicht dabei (wörtl.: warst du von den Spielen entfernt), die nach Caesars Tod veranstaltet wurden. Wenn du als Zuschauer anwesend gewesen wärst, hättest du auch den erstaunlichen Vorfall beobachtet. Da erschien nämlich täglich ein Komet (wörtl.: behaarter Stern) am Himmel. Diesen Vorfall hielt man für ein Vorzeichen. Alle sagten, dass Caesar unter die Götter aufgenommen worden sei. Danach wurde ihm dieser Tempel, den du siehst, erbaut. Mitten im Tempel wurde eine Statue von Caesar aufgestellt. Auf meine Veranlassung wurde nicht nur seinem Kopf (d. h. Caesars Kopf), sondern auch der Vorderseite des Tempels ein Stern hinzufügt." Der Aufstieg des jungen Octavian Solche Dinge pflegte Octavian zu sagen, sooft er über den Stern befragt wurde. In Wahrheit war er aber überzeugt, dass jenes Vorzeichen etwas anderes bedeute (wörtl.: dass mit jenem Vorzeichen etwas anderes angezeigt werde). Er hielt es für sicher, dass der Stern seinetwe- gen erschienen war. Er glaubte nämlich, dass er von den Göttern auserwählt sei, als Erster/ als Prinzeps des Staates Caesar nachzufolgen. Der Text basiert auf Plinius dem Älteren, Naturalis historia 2,93f., sowie auf Sueton, De vita Caesarum: Divus lulius 88. Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) war ein Universalgelehrter und verfasste die Naturalis historia, eine nach Sachgruppen geordnete Enzyklopädie zum damaligen Wissen. Dazu hatte er die Schriften von hunderten griechischen und römischen Fachschriftstellern ausgewertet. Bei dem Vesuvausbruch 77 n. Chr. kam Plinius, der das Ereignis aus nächster Nähe erforschen wollte, ums Leben. Sueton (ca. 75-ca. 150 n. Chr.) war Sekretär unter Kaiser Hadrian und verfasste Biogra- phien römischer Herrscher (De vita Caesarum), die von C. Julius Caesar bis Kaiser Domi- tian reichten. 1 ● theatrum: dt. Theater vivus: bekannt ist das Verb vivere. Die Endung -us, -a, -um verweist auf die Wortart Adjektiv, d. h. lebend figura: dt. Figur observare: dt. observie- ren • omen: im Deutschen bekannt als gutes oder schlechtes ,,Omen" medius: dt./engl. ,,medium", z. B. Kleidergröße ,,M" oder auch als Garzustand beim Fleisch (medium) 2 Bei dem ,,Haarstern" (sidus crinitum) handelte es sich um einen Kometen, wobei der Schweif des Kometen als Haarschweif bzw. auch als Bart gedeutet wurde. Auch Plinius d. Ä. und Sueton berichten übereinstimmend, dass nach Caesars Tod sieben Tage lang etwa um die elfte Stunde ein Komet zu sehen war. Plinius bemerkte dazu, dass der Caesartempel in Rom der einzige Ort auf der Welt sei, in dem ein Komet verehrt werde (Plinius d. Ä., Naturalis historia 2,39f.). 3a Die Bevölkerung deutete die Himmelserscheinung als Wunder (rem miram, Z. 12). Der zeitliche Zusammenhang der Sternerscheinung und Caesars Tod verleitete die Men- schen, diese Erscheinung als Zeichen der Vergöttlichung Caesars zu deuten (Omnes Caesarem inter deos receptum esse dixerunt, Z. 14-15). ● 3b Zwar können wir heute Himmelserscheinungen wissenschaftlich erklären, dennoch versetzen sie uns auch heute noch in Staunen. Viele Menschen wünschen sich etwas, wenn sie eine Sternschnuppe sehen. Eine seltene Sonnenfinsternis oder auch nur eine Teilfinsternis ist ein Großereignis und wird auch in den Schulen beobachtet. 4 Ebenso wie solche Himmelsereignisse als Vergöttlichung verstorbener Personen gedeutet wurden, konnten sie auch als Vorzeichen für etwas Neues gesehen werden. Bis heute hat sich die Redewendung „etwas steht unter einem guten bzw. keinem guten Stern" gehalten. So hat Octavian die Sternerscheinung auf sich selbst bezogen, etwa in dem Sinne, dass seine Herrschaft als Prinzeps unter einem guten Stern stehe (vgl. Plinius d. Ä., Naturalis historia 2,39f.) bzw. er sich als von den Göttern erwählt betrachten dürfe (Putabat enim se a deis electum esse, Z. 21-22). 17 26