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Die Epoche der Romantik, Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart, Op.132

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 Zusammenfassung Musik
Die Epoche der Romantik
> Überlagerung und teilweise Auflösung
von überlieferten Formen
> Themen der Künste annähernd

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Cedric Wolf

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Zusammenfassung Musik Die Epoche der Romantik > Überlagerung und teilweise Auflösung von überlieferten Formen > Themen der Künste annähernd gleich: klärung der Vergangen Stimmungsvoll, Volkstümlich > Charakter der Kompositionen geht von volksliedhafter Schlichtheit bis zur Komplexität > Kunstlied (klavierbegleitetes Lied) gewann zentrales europäisches Ansehen > Volkslied wird als Idealtyp angesehen Sinfonische Dichtung löst die Sinfonie als neues Charakterstück ab Oper wird zu Musikdrama (Alles am Stück) Historismus (Rückbesinnung auf vergangene Epochen) Neue Blüte der Chor- und Hausmusik Es gab keinen Bruch zwischen der Klassik und Romantik, es war ein fließender Übergang Stilphasen der Romantik: > > > > > > > Frühromantik 1800 – 1830 (Schubert, von Weber) Hochromantik 1830 – 1850 (Berlioz, Mendelssohn, Chopin) Spätromantik 1850 – 1890 (Liszt, Wagner, Bruckner, Brahms) Nachromantik 1890 - 1914 (Mahler, Strauß, Reger) Erweiterung vieler musikalischer Parameter: - großes Orchester mit neuen Instrumenten (Bass-Klarinette, Englisch-Horn, Posau- nen, Tuba, Harfe, Schlaginstrumente), lange Themen mit großem Ambitus lange und große Werke dissonanzenreichere Harmonik mit weiten Entfernungen zur Grundtonart, differenzierte Melodische Gestaltung extreme Spannweiten in der Dynamik und Artikulation Polyrhythmik (verschiedene konträre Rhythmen übereinander) Max Reger > Geboren 1873 in Bayern (Brandt) ; gestorben 1916 in Leipzig (Herzversagen) > Reger studierte Musik und war anschließend freischaffender Künstler in Wiesbaden (,,Sturm- und Trankzeit") > Erfolge in München als Komponist, Pianist und Dirigent > Lehrtätigkeit in Leipzig (Professor und Universitätsmusikdirektor) > Hofkapellmeister in Meiningen mit ausgedehnten Konzertreisen mit der Meininger Hof- kapelle (eines der besten Orchester Europas mit vergangenen prominenten Leitern...

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(z.B. Wagner, Brahms, Liszt, ...)) -> körperlicher und seelischer Zusammenbruch 1914 > In Meiningen erlernte Reger sehr viel Orchesterpraxis -> Instrumentierung! > Spätwerk in Jena > Über 1000 Werke (alle Gattungen außer Bühnenwerke; -> Bekannt für Orgelwerke) > Zeitgeschichtlich in Zeit des Umbruchs vor dem 1. WK; Musikgeschichtlich an der Schwelle von der Spätromantik zur Moderne > Stilistisch bewegte sich Reger im Zwiespalt zwischen Tradition und Innovation > Hatte große Vorbilder: Bach, Brahms, Mozart, Beethoven, Wagner > Beschäftigte sich mit aus der Mode gekommenen Formen (Passacaglia, Chaconne, Cho- ralpartiten, Choralfantasien, Fugen und Variationen) Ging bei seiner dissonanzenreichen Harmonik bis an die Grenzen der Tonalität Variationen über fremde Themen sind wichtiger Teil seines Schaffens Reger schloss alle Variationszyklen mit einer Fuge ab > > > Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart, Op. 132 Eines der bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Werke Regers Das Werk gehört zu den letzten sinfonischen Werken Regers Spätstil Regers > Widmung dem Meininger Orchester > > > Entstehungsgeschichte > > > Herbst 1913: erste Ideen zum Werk Nach körperlichem und seelischem Zusammenbruch im Februar 1914 folgt ein Sanatori- umsaufenthalt, wo er sich näher mit dem Werk beschäftigt 1. Juli 1914: Kündigung bei der Meininger Hofkapelle auf eigenen Wunsch (mehr Zeit für schöpferische Arbeit) > Juni/Juli: Manuskripte werden an den Verleger geschickt > Verzögerung der Uraufführung durch Kriegsereignisse > Januar 1915: Uraufführung in Wiesbaden + Aufführung in Wien Reger und Mozart > Reger neigte Mozart in seiner Jugend ab, da seine Sonaten zu einfach seien > Späteres Umdenken führt zur Schätzung und Verehrung Mozarts > Mozarts Kompositionen seien Musik ,,ohne alle Erdenschwere" Analyse des Werkes Thema > > Thema stammt aus dem ersten Statz einer Klaviersonate in A-Dur von Mozart > Thema hat Siciliano- oder Pastoralcharakter Das Thema hat 3 Motive: → Kopfmotiv → Dreiklangsmotiv → Skalenmotiv > Thema besteht aus einer achttaktigen und einer zehntaktigen Periode > Instrumentierungsgesetz: Neues thematisches Material wird zuerst in den Holzbläsern vorgestellt und in den Wiederholungsteilen von den Streichern wiederholt Die Instrumentierung des Werkes ist (verglichen mit anderen spätromantischen Werken) relativ klein -> kein großes Orchester für die Entstehungszeit Reger hat ,,jede Note exakt auf Klang berechnet" Das Thema ist vom thematischen Material her keine Variation, vom Klang allerdings schon. > > > Variation I > Taktart 6/8 > Tonart A-Dur Form (Aufbau) Thema > > beibehalten aus dem > Thema Grundharmonik Variation II > Tempo (bissl langsamer) > Umkehrung erscheint in den Wiederholungen in > > variiert > Modifizierung der Instru- mentation Durch Umkehrung ent- stehen Dissonanzen (er- weiterte Harmonik in den Wiederholungen) > > Terzparallelen Dynamik an Mozart an- gelehnt, aber viel diffe- renzierter Gelegentlich werden kontrapunktische Ele- mente eingebaut Vorstellung Thema in den Holzbläsern und Wiederholungen mit viel Streicheranteil > neu (Kontrast) Figurationen in den Be- gleitstimmen (vom Thema ableitbar) > Instrumentation > Dynamik- und Vortrags- bezeichnungen > Cantus-firmus-Variation: Thema bleibt erhalten -> Klangfarbenvariation > Affekt: tänzerisch, heiter, fröhlich > Cantus-firmus-Variation in Umkehrung > Viele Begleitfigurationen und musikalische Schichten (Chromatik, Thema, Parallelfüh- rung) > Chromatisch geprägte Linien stellen ein Gegenmotiv zum Mozart Thema dar -> Supple- mentärthematik > Dynamik ist anders im Vergleich zum Thema und Var. I -> immer 4 Takter mit organi- schem An- und Abschwellen (< und >) > Steht in F-Dur -> Medianttonart zu A-Dur > Kein gleichbleibender Charakter -> Ausdrucksvoll > Kein konstantes Tempo -> wird verändert > Themen kommen oft wörtlich vor > Etwas bewegtes Tempo Daktylusmotiv (= Lang, kurz, kurz) kommt vor (meistens mit Kombination mit anderen Stimmen oder als Anapästmotiv (ist dann eine variierte Abwandlung des Daktylusmotiv)) > Variation III| > Figuralvariation > Affekt: instabil, schwankend, geheimnisvoll, unwirklich > Aus dem Thema Form > Gerüsttöne der Melodie Aus Var. I + || Daktylusmotiv > (Lang-kurz-kurz) als daktylisches Begleitmotiv mit > der Melodie variiert Thema auf die Gerüsttöne re- duziert Tonart (a-Moll = Varianttönart) Figurationen in > Tempo (con moto) > Neu > Taktart (2/4) > Thema jetzt in Romantischer Harmonisierung (Harmoniewech- sel auf jedem Ton, viele mit Dissonanzen an- gereicherte Ak- korde (gebrauch von DVs', Ge- brauch von Zwi- schendominan- Markante Punk- tierungen aufge- hoben den Begleitstim- men (T.25) Häufige Gegen- bewegung der Außenstimmen Ausdifferenzierte Spielanweisung -> Klang > Melodie in den Wiederholungs- teilen Terzver- setzt ten) > Eine abwechselnde Instrumentierung (Holz - Streicher) wird anfangs versucht, verliert es allerdings zunehmend > Daktylusmotiv ist ein wichtiger Bestandteil der Variation III Variation IV > Gerade noch so Figuralvariation (weit weg vom Thema) > Tonart: e-Moll (Dominantvariante) > Affekt: marschartig, streng, energiegeladen > Prägnanter Daktylischer Rhythmus wird durch 16tel und 16tel-Triolen weiter belebt und verdichtet. > Innerhalb des Gesamtwerkes ist die Var IV mit dem schnellen Tempo an der Spitze der Steigerung > Bläser spielen im homophonen Akkordsatz > Streicher nicht mehr geteilt und gedämpft > Tonart am Anfang nicht richtig verankert, geht nicht mit der Tonika los > Daktylischer Rhythmus > > Variation 5 aus dem Thema Formaufbau > Charaktervariation aus den vorherigen Variationen Taktart 2/4 Daktylischer Rhythmus als signifikantes Ge- staltungsmittel Differenzierte Dynamik mit Steigerungswel- Aus dem Thema 6/8 Takt > > > len > Harmonische Elemente (dvs) Figurationen in den Begleitstim- men (aus Thema ableitbar) Molltonart > Umkehrungen > > Dynamik: viele Schattierungen, ausnutzen der dynamischen Extreme (vor al- lem im ff Be- reich) Tempo: Vivace (Steigerung) und ändert sich nicht -> wie Thema Dominierende Rolle der Blech- bläser > > variiert > B-Teil sehr frei > Rhythmische Verdichtung Aus den anderen Va- riationen > Daktylusmotiv > Kopfmotiv in (T.2/Flöte; freier Umkeh- T.7/Trompete) rung > Affekt: geheimnisvoll, Spukhaft, gespenstisch > Tonart: a-Moll > Viele Alterationsakkorde aus der Ganztonleiter -> Ganztönige Akkorde > Chromatisches Skalenmotiv > > Tempo wechselt > Varianttonart (a- innerhalb der Variation (in al- len Variationen außer Var. IV) Streicher spielen nicht Divisi und ohne Dämpfer (Thema; Var. IV) Chromatik kommt auch hier wieder vor (gleich am An- fang in Ob + Fg) > variiert Moll) Schnelleres Tempo als kleine Steigerung Reger legt wie- der besonderen Wert auf den Klang! (Instru- mentierung als Klangkombinati- onen) > Spätromantische Harmonik > Verschleierung der Tonalität und der Harmonik: Tonika erscheint ganzschlüssig erst in T. 26 Es kommen viele schnell aufeinan- derfolgende Ak- kordwechsel und übermäßige Dreiklänge vor > > > neu > Keine Teilung / Dämpfer der Streicher Neuer Charakter Neu Form (Proporti- onsschema auf- gelöst) > Ganztönige Ten- denzen (Bei Ak- korden sowie bei Tonfolgen) -> weitere Ten- denz zur Ver- schleierung der Tonalität und Harmonik > Loslösung vom Originalthema: Nur noch Verar- beitung von ein- zelnen Motiven

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WK; Musikgeschichtlich an der Schwelle von der Spätromantik zur Moderne > Stilistisch bewegte sich Reger im Zwiespalt zwischen Tradition und Innovation > Hatte große Vorbilder: Bach, Brahms, Mozart, Beethoven, Wagner > Beschäftigte sich mit aus der Mode gekommenen Formen (Passacaglia, Chaconne, Cho- ralpartiten, Choralfantasien, Fugen und Variationen) Ging bei seiner dissonanzenreichen Harmonik bis an die Grenzen der Tonalität Variationen über fremde Themen sind wichtiger Teil seines Schaffens Reger schloss alle Variationszyklen mit einer Fuge ab > > > Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart, Op. 132 Eines der bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Werke Regers Das Werk gehört zu den letzten sinfonischen Werken Regers Spätstil Regers > Widmung dem Meininger Orchester > > > Entstehungsgeschichte > > > Herbst 1913: erste Ideen zum Werk Nach körperlichem und seelischem Zusammenbruch im Februar 1914 folgt ein Sanatori- umsaufenthalt, wo er sich näher mit dem Werk beschäftigt 1. Juli 1914: Kündigung bei der Meininger Hofkapelle auf eigenen Wunsch (mehr Zeit für schöpferische Arbeit) > Juni/Juli: Manuskripte werden an den Verleger geschickt > Verzögerung der Uraufführung durch Kriegsereignisse > Januar 1915: Uraufführung in Wiesbaden + Aufführung in Wien Reger und Mozart > Reger neigte Mozart in seiner Jugend ab, da seine Sonaten zu einfach seien > Späteres Umdenken führt zur Schätzung und Verehrung Mozarts > Mozarts Kompositionen seien Musik ,,ohne alle Erdenschwere" Analyse des Werkes Thema > > Thema stammt aus dem ersten Statz einer Klaviersonate in A-Dur von Mozart > Thema hat Siciliano- oder Pastoralcharakter Das Thema hat 3 Motive: → Kopfmotiv → Dreiklangsmotiv → Skalenmotiv > Thema besteht aus einer achttaktigen und einer zehntaktigen Periode > Instrumentierungsgesetz: Neues thematisches Material wird zuerst in den Holzbläsern vorgestellt und in den Wiederholungsteilen von den Streichern wiederholt Die Instrumentierung des Werkes ist (verglichen mit anderen spätromantischen Werken) relativ klein -> kein großes Orchester für die Entstehungszeit Reger hat ,,jede Note exakt auf Klang berechnet" Das Thema ist vom thematischen Material her keine Variation, vom Klang allerdings schon. > > > Variation I > Taktart 6/8 > Tonart A-Dur Form (Aufbau) Thema > > beibehalten aus dem > Thema Grundharmonik Variation II > Tempo (bissl langsamer) > Umkehrung erscheint in den Wiederholungen in > > variiert > Modifizierung der Instru- mentation Durch Umkehrung ent- stehen Dissonanzen (er- weiterte Harmonik in den Wiederholungen) > > Terzparallelen Dynamik an Mozart an- gelehnt, aber viel diffe- renzierter Gelegentlich werden kontrapunktische Ele- mente eingebaut Vorstellung Thema in den Holzbläsern und Wiederholungen mit viel Streicheranteil > neu (Kontrast) Figurationen in den Be- gleitstimmen (vom Thema ableitbar) > Instrumentation > Dynamik- und Vortrags- bezeichnungen > Cantus-firmus-Variation: Thema bleibt erhalten -> Klangfarbenvariation > Affekt: tänzerisch, heiter, fröhlich > Cantus-firmus-Variation in Umkehrung > Viele Begleitfigurationen und musikalische Schichten (Chromatik, Thema, Parallelfüh- rung) > Chromatisch geprägte Linien stellen ein Gegenmotiv zum Mozart Thema dar -> Supple- mentärthematik > Dynamik ist anders im Vergleich zum Thema und Var. I -> immer 4 Takter mit organi- schem An- und Abschwellen (< und >) > Steht in F-Dur -> Medianttonart zu A-Dur > Kein gleichbleibender Charakter -> Ausdrucksvoll > Kein konstantes Tempo -> wird verändert > Themen kommen oft wörtlich vor > Etwas bewegtes Tempo Daktylusmotiv (= Lang, kurz, kurz) kommt vor (meistens mit Kombination mit anderen Stimmen oder als Anapästmotiv (ist dann eine variierte Abwandlung des Daktylusmotiv)) > Variation III| > Figuralvariation > Affekt: instabil, schwankend, geheimnisvoll, unwirklich > Aus dem Thema Form > Gerüsttöne der Melodie Aus Var. I + || Daktylusmotiv > (Lang-kurz-kurz) als daktylisches Begleitmotiv mit > der Melodie variiert Thema auf die Gerüsttöne re- duziert Tonart (a-Moll = Varianttönart) Figurationen in > Tempo (con moto) > Neu > Taktart (2/4) > Thema jetzt in Romantischer Harmonisierung (Harmoniewech- sel auf jedem Ton, viele mit Dissonanzen an- gereicherte Ak- korde (gebrauch von DVs', Ge- brauch von Zwi- schendominan- Markante Punk- tierungen aufge- hoben den Begleitstim- men (T.25) Häufige Gegen- bewegung der Außenstimmen Ausdifferenzierte Spielanweisung -> Klang > Melodie in den Wiederholungs- teilen Terzver- setzt ten) > Eine abwechselnde Instrumentierung (Holz - Streicher) wird anfangs versucht, verliert es allerdings zunehmend > Daktylusmotiv ist ein wichtiger Bestandteil der Variation III Variation IV > Gerade noch so Figuralvariation (weit weg vom Thema) > Tonart: e-Moll (Dominantvariante) > Affekt: marschartig, streng, energiegeladen > Prägnanter Daktylischer Rhythmus wird durch 16tel und 16tel-Triolen weiter belebt und verdichtet. > Innerhalb des Gesamtwerkes ist die Var IV mit dem schnellen Tempo an der Spitze der Steigerung > Bläser spielen im homophonen Akkordsatz > Streicher nicht mehr geteilt und gedämpft > Tonart am Anfang nicht richtig verankert, geht nicht mit der Tonika los > Daktylischer Rhythmus > > Variation 5 aus dem Thema Formaufbau > Charaktervariation aus den vorherigen Variationen Taktart 2/4 Daktylischer Rhythmus als signifikantes Ge- staltungsmittel Differenzierte Dynamik mit Steigerungswel- Aus dem Thema 6/8 Takt > > > len > Harmonische Elemente (dvs) Figurationen in den Begleitstim- men (aus Thema ableitbar) Molltonart > Umkehrungen > > Dynamik: viele Schattierungen, ausnutzen der dynamischen Extreme (vor al- lem im ff Be- reich) Tempo: Vivace (Steigerung) und ändert sich nicht -> wie Thema Dominierende Rolle der Blech- bläser > > variiert > B-Teil sehr frei > Rhythmische Verdichtung Aus den anderen Va- riationen > Daktylusmotiv > Kopfmotiv in (T.2/Flöte; freier Umkeh- T.7/Trompete) rung > Affekt: geheimnisvoll, Spukhaft, gespenstisch > Tonart: a-Moll > Viele Alterationsakkorde aus der Ganztonleiter -> Ganztönige Akkorde > Chromatisches Skalenmotiv > > Tempo wechselt > Varianttonart (a- innerhalb der Variation (in al- len Variationen außer Var. IV) Streicher spielen nicht Divisi und ohne Dämpfer (Thema; Var. IV) Chromatik kommt auch hier wieder vor (gleich am An- fang in Ob + Fg) > variiert Moll) Schnelleres Tempo als kleine Steigerung Reger legt wie- der besonderen Wert auf den Klang! (Instru- mentierung als Klangkombinati- onen) > Spätromantische Harmonik > Verschleierung der Tonalität und der Harmonik: Tonika erscheint ganzschlüssig erst in T. 26 Es kommen viele schnell aufeinan- derfolgende Ak- kordwechsel und übermäßige Dreiklänge vor > > > neu > Keine Teilung / Dämpfer der Streicher Neuer Charakter Neu Form (Proporti- onsschema auf- gelöst) > Ganztönige Ten- denzen (Bei Ak- korden sowie bei Tonfolgen) -> weitere Ten- denz zur Ver- schleierung der Tonalität und Harmonik > Loslösung vom Originalthema: Nur noch Verar- beitung von ein- zelnen Motiven