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 ,,Du weißt genau, was los ist"
Es war sein freier und ungezwungener Wille mitzufahren. Die Eltern
hatten ihre letzten zwei Urlaubstage zusa

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,,Du weißt genau, was los ist" Es war sein freier und ungezwungener Wille mitzufahren. Die Eltern hatten ihre letzten zwei Urlaubstage zusammengekratzt, das ergab mitsamt Wochenende vier köstliche freie Tage und sie brauchten nach Büro und Geschäft dringend einen Tapetenwechsel: frische Luft, neue Eindrücke, weiß gedeckte Gasthaustische, unter denen man die Beine ausstreckt, um sich mit Behagen einer großen Salatplatte zu widmen. hatten sich außerdem beide einen kräftigen Appetit auf die Welt erhalten: Landschaften, Museen, Menschen, Kirchen, Fachwerkhäuser, auf gemütliche Dörfer abseits der großen Straßens und sie wollten erneut ihre Augen mit solchen Bildern füllen. auf Diese Wünsche und Pläne schilderten sie ihrem 14 Jahre alten Sohn Niels. Er durfte wählen: Fahre ich mit oder bleibe ich zu Haus? Nach kurzem Nachdenken beschloss er mitzufahren und so gingen sie am Donnerstagfrüh in Bielefeld-Sennestadt auf die Autobahn E 73 -> ~ Richtung Westen. Niels saß vorn neben dem Vater, sie sprachen über den Unterschied zwischen Benzinmotor und Dieselmotor. Hinten hatte sich die Mutter mit Landkarten, dem Band Deutschland-Reiseführer und mit dem Picknickkorb eingenistet, aus dem sie Tomaten, Birnen Käsebrote wunschgemäß nach vorne reichte. - sorgen sie für den Edu Sie waren gegen zehn Uhr in Köln und gingen zuerst ins Römisch- Germanische Museum. Zu dieser Tageszeit war es leer. Nach einer Viertelstunde sagte Niels, er hätte jetzt das meiste gesehen und sein Bein täte weh....

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Er wartete in der Eingangshalle auf einer Bank und als sie kamen, sagte er, er hätte Hunger auf Hamburger. Sie fanden einen Schnell-Imbiss, er bekam Hamburger und Limo, dann wanderten sie im Dom herum. Am Südportal zeigten ihm die Eltern die Bronzetüren mit den Bildern aus der Geschichte Kölns, und als ihm die Mutter das Mosaik mit dem Pelikan erklären wollte, sagte Niels: „Können wir jetzt gehen?" Sie gingen weiter, den Turm wollte er nicht besteigen, auch nicht mit einem der Weißen Schiffe auf dem Rhein fahren. Sie gingen zum Römerbrunnen: Romulus und Remus kennst du doch aus der Schule, und die Geschichte mit der Wölfin?" Kann sein", sagte Niels. Auf dem Weg zum Parkhaus lag ein kleines Cafe, sie aßen gedeckten? Apfelkuchen mit Sahne, Niels trank Tee, die Eltern tranken Kaffee. Sie An hätten gern noch mehr von Köln mit ihm angesehen, alte kleine Kirchen, die Brücken, den Zoo, den Funkturm. Aber er wollte einen Film sehen, der hier lief und bestimmt erst nächstes Jahr nach Bielefeld kommen würde. Gut, geh hin", sagte der Vater, wir treffen uns hinterher." Allein hatte Niels keine Lust. Wozu hast du Lust?", - 40 fragte der Vater. Er bekam keine Antwort. (...) d ,,Was tun wir heute?", sagte der Vater beim Frühstück. Wollen wir di wandern? Hier gibt es schöne große Wälder, den Laacher See und die F anderen Eifelmaare. Wir brauchen nicht immer Städte und Kirchen anzusehen. Mach einen Vorschlag." 45 Ist mir egal", sagte Niels. 5 10 15 20 25 30 35 surückhaltend ,,Dann bin ich für Trier", sagte die Mutter. Trier? Was sollen wir da?" - Er work enverstanden mit dem 15 Die Porta Nigra kennst du schon. Das Bild ist in Geschichtsbuch. Es gibt römische Thermen, die große Basilika. Die ganze Stadt ist interessant. Und weißt du, was mir in Trier jedes Mal auffällt? Bei schönem Wetter ist da ein besonders klares, helles Licht, das überstrahlt die ganze Stadt. So ist das Licht in Italien und man fühlt sich fast wie in Rom. Überhaupt ist Trier die älteste Stadt Deutschlands." voll gelangweit -2 55 Mir kommen die Tränen", sagte Niels. Gibt's da wenigstens anständige Pommes frites?" (...) Sie fuhren durch die Eifel. „So viel Wald ist hier", sagte die Mutter, viel) lalgische mehr als bei uns. Mischwald finde ich am schönsten. Die hohen Führung eruleft Hom wie schön die Stadt Her 50 f Verschly Buchen da drüben. Siehst du, Niels?" 60 Na und?", sagte Niels und sah aus seiner Ecke kurz hoch. Langweilt dich die Welt?" - domonrabach - fregt Niels gab keine Antwort. Besinterest 65 7 In Trier stoppte der Vater vor einem Gebäude. Bahnhof?", sagte Niels. Bahnhof", sagte der Vater. Steig aus." Was ist los?" „Du fährst nach Haus." 37 31 eurem - domuleratiche ES. hilf dun son (chuhwartet (aktiv) Allein?" „Allein. Frag im Zug den Schaffner, ob du in Köln umsteigen musst." „Was ist denn los?" Aufgaben autokratiche Erfiehuyss ,,Du weißt genau was los ist." Die Mutter suchte sein Gepäck zusammen, der Vater kaufte die Fahrkarte. Sie sagten dann bis Sonntag, auf Wiedersehen", und er 75 sah in ihren Augen was er nie gesehen hatte: Kraft. tome dialgische Fahny der Junge not En (Aus: Rosemarie Harbert: Du weißt genau, was los ist. In: Klaus Beyer u.a.: Einführung in pädagogisches Denken und Handeln 6, Paderborn 1989, S. 68,69.) 1. Beschreiben Sie die Erziehungssituation unter besonderer Berücksichtigung des Verhaltens der Beteiligten. (21 Punkte) 2. Vergleichen Sie das Erziehungsverhalten der Eltern mit den Ihnen aus dem Unterricht bekannten Erziehungsstilen (Zeilenangabe). (34 Punkte) 3. Beurteilen Sie das Verhalten der Eltern unter Berücksichtigung der im Unterricht erarbeiteten Kriterien einer ,,entwicklungsfördernden Erziehung" (Zeilenangabe). (25 Punkte) Bewertungsbogen zur 1. Klausur inhaltliche Leistung Teilaufgabe 1 Der Prüfling 1 formuliert einen Einleitungssatz, der Autor, Titel und Thema des Textes enthält 2 stellt die Erziehungssituation in folgenden Aspekten dar Die Eltern haben ein Bedürfnis nach Urlaub. V ● ● 3 beschreibt das Elternverhalten ● ● ● ● ● ● ● beschreibt das Verhalten des Sohnes durch passende Adjektive, z.B. wenig kooperativ, ● uninteressiert, gleichgültig, schlecht gelaunt, ruppig in seinen Antworten, gelangweilt, unwillig, ablehnend ● ● Sohn Niels fährt freiwillig, auf eigene Entscheidung hin mit. Die Reise führt durch verschiedene Städte und Gegenden: Köln, (Bonn), Eifel, Trier. () Es gibt Uneinigkeit zwischen Niels und den Eltern und über die Aktivitäten (v) Schließlich setzen die Eltern Niels am Bahnhof ab, damit er allein nach Hause fährt. V ● Name: Decati Canibe Die Eltern räumen ihrem Sohn Entscheidungsfreiheit ein. Sie lassen ihren Sohn im Auto vorne sitzen Sie gehen auf Niels Bedürfnisse ein, indem sie mit ihm in einem Schnellimbiss Hamburger essen und ihn ins Kino gehen lassen würden. Sie zeigen und erklären ihm Sehenswertes, um ihn für Kultur und Natur zu be- geistern. (~) Am Schluss handeln sie konsequent und entschieden. 5 stellt die Erziehungssituation zusammengefasst und distanziert dar Summe 1. Teilaufgabe Teilaufgabe 2 Der Prüfling schreibt einen einleitenden Satz stellt die 3 Erziehungsstile in ihren wesentlichen Merkmalen dar: autoritär: laissez-faire: Bedürfnisse des Kindes werden nicht berücksichtigt Erwachsener dominiert die Beziehung zwischen ihm und dem Kind ( keine klaren Regeln für das Miteinander Eltern sind nicht greifbar/ Regellosigkeit wird als Lieblosigkeit empfunden 5 5 Erziehung erfolgt über Lob und Strafe 4 Erwachsener legt fest, was richtig" ist/ setzt seine Vorstellung auch gegen + den Willen des Kindes durch. 4 5 2 21 1 3 (). 2. Bedürfnisse des Kindes dominieren die Beziehung zwischen Erzieher und Kind demokratisch: partnerschaftliche Komponente in der Beziehung L ständige gemeinsame Absprache Aushandeln von Regeln mit Begründungen Regelverletzungen haben Konsequenzen Erwachsene und Kinder gehen gegenseitig auf Bedürfnisse ein Bedürfnisse beider Seiten werden berücksichtigt 3 stellt Zusammenhänge zwischen Aspekten der Stile und dem Fallbeispiel her demokratisch: • Niels kann wählen ob er mitfährt V ● ● ● ● Partnerschaftliches Verhältnis (Auto) Eltern gehen auf Niels Vorschläge ein bzw. beziehen ihn in Entscheidungen mit ein: Kino, Tagesplanung, Hamburger • Eltern geben zahlreiche Anregungen und suchen Gespräche (u) ● Schlussszene Konsequenz für Regelverstoß!? e laissez-faire: • Eltern greifen wenig durch, obwohl sich Niels nicht an die Regeln hält (u) • Niels Bedürfnisse finden mehr Beachtung als die der Eltern: Hamburger, Kino autoritär: ● Schlussszene Bestrafung!? 4 formuliert ein kurzes, zusammenfassendes Fazit Summe 2. Teilaufgabe Teilaufgabe 3 Der Prüfling 1 schreibt einen einleitenden Satz 2 nennt erziehungsfördernde Kriterien Basis: Ja zum Kind, zur Zuständigkeit und Verantwortung, zur Übernahme der Mutter- bzw. Vaterrolle ● Emotionale Wärme/Liebe Achtung und Respekt Kooperation ● Struktur und Verbindlichkeit Förderung • Erziehung zur Selbstständigkeit / Mündigkeit V Bildsamkeit 3 überprüft anhand der Merkmale der einzelnen Kriterien • Achtung und Respekt: C) ,,Akzeptanz der fremden Anteile" → Niels darf zuhause bleiben, Eltern akzeptieren, dass er ihre Interessen nicht teilt, trauen ihm zu, allein zuhause zu bleiben, trauen ihm alleine die Rückfahrt zu Kooperation: (r) Hören Niels Meinung/Vorschläge an, gehen auf Niels ein, vertreten aber auch eigenen Standpunkt, bzw. gestehen ihm eigenen Standpunkt zu, allein zuhause zu bleiben, suchen Gespräche und geben Erklärungen, Kooperation ist allerdings einseitig (Niels kooperiert eher nicht) O +T 10 2 4 34 1 5 +۲ 15 Struktur und Verbindlichkeit: () stellen einerseits Regeln auf bzw. teilen mit, was sie wollen, zunächst keine Konsequenzen bei Nichteinhaltung/Meckerei usw., Konsequenz am Schluss ist vergleichsweise hart, für Niels nicht nachvollziehbar bzw. unerwartet (Handlungssicherheit"), Regeln und Grenzen sind nicht ganz einsichtig 4 formuliert ein zusammenfassendes Fazit Summe 3. Teilaufgabe Summen der Teilaufgaben 1-3 2 3 • Förderung: () Eltern machen Niels mit vielen Dingen (Kultur & Natur) vertraut) und beantworten Fragen (Motor) Darstellungsleistung Der Prüfling 1 45 strukturiert seinen Text schlüssig, stringent sowie gedanklich klar und bezieht sich dabei genau und konsequent auf die Aufgabenstellung. bezieht beschreibende, deutende und wertende Aussagen schlüssig aufeinander belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate u.a.) formuliert unter Beachtung der Fachsprache präzise und begrifflich differenziert schreibt sprachlich richtig (Grammatik, Syntax, Orthographie, Zeichensetzung) sowie syntaktisch und stilistisch sicher. Punkte Darstellungsleistung Summe insgesamt (inhaltliche und Darstellungsleistung) 4 25 80 5 4 3 4 20 100

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Aber er wollte einen Film sehen, der hier lief und bestimmt erst nächstes Jahr nach Bielefeld kommen würde. Gut, geh hin", sagte der Vater, wir treffen uns hinterher." Allein hatte Niels keine Lust. Wozu hast du Lust?", - 40 fragte der Vater. Er bekam keine Antwort. (...) d ,,Was tun wir heute?", sagte der Vater beim Frühstück. Wollen wir di wandern? Hier gibt es schöne große Wälder, den Laacher See und die F anderen Eifelmaare. Wir brauchen nicht immer Städte und Kirchen anzusehen. Mach einen Vorschlag." 45 Ist mir egal", sagte Niels. 5 10 15 20 25 30 35 surückhaltend ,,Dann bin ich für Trier", sagte die Mutter. Trier? Was sollen wir da?" - Er work enverstanden mit dem 15 Die Porta Nigra kennst du schon. Das Bild ist in Geschichtsbuch. Es gibt römische Thermen, die große Basilika. Die ganze Stadt ist interessant. Und weißt du, was mir in Trier jedes Mal auffällt? Bei schönem Wetter ist da ein besonders klares, helles Licht, das überstrahlt die ganze Stadt. So ist das Licht in Italien und man fühlt sich fast wie in Rom. Überhaupt ist Trier die älteste Stadt Deutschlands." voll gelangweit -2 55 Mir kommen die Tränen", sagte Niels. Gibt's da wenigstens anständige Pommes frites?" (...) Sie fuhren durch die Eifel. „So viel Wald ist hier", sagte die Mutter, viel) lalgische mehr als bei uns. Mischwald finde ich am schönsten. Die hohen Führung eruleft Hom wie schön die Stadt Her 50 f Verschly Buchen da drüben. Siehst du, Niels?" 60 Na und?", sagte Niels und sah aus seiner Ecke kurz hoch. Langweilt dich die Welt?" - domonrabach - fregt Niels gab keine Antwort. Besinterest 65 7 In Trier stoppte der Vater vor einem Gebäude. Bahnhof?", sagte Niels. Bahnhof", sagte der Vater. Steig aus." Was ist los?" „Du fährst nach Haus." 37 31 eurem - domuleratiche ES. hilf dun son (chuhwartet (aktiv) Allein?" „Allein. Frag im Zug den Schaffner, ob du in Köln umsteigen musst." „Was ist denn los?" Aufgaben autokratiche Erfiehuyss ,,Du weißt genau was los ist." Die Mutter suchte sein Gepäck zusammen, der Vater kaufte die Fahrkarte. Sie sagten dann bis Sonntag, auf Wiedersehen", und er 75 sah in ihren Augen was er nie gesehen hatte: Kraft. tome dialgische Fahny der Junge not En (Aus: Rosemarie Harbert: Du weißt genau, was los ist. In: Klaus Beyer u.a.: Einführung in pädagogisches Denken und Handeln 6, Paderborn 1989, S. 68,69.) 1. Beschreiben Sie die Erziehungssituation unter besonderer Berücksichtigung des Verhaltens der Beteiligten. (21 Punkte) 2. Vergleichen Sie das Erziehungsverhalten der Eltern mit den Ihnen aus dem Unterricht bekannten Erziehungsstilen (Zeilenangabe). (34 Punkte) 3. Beurteilen Sie das Verhalten der Eltern unter Berücksichtigung der im Unterricht erarbeiteten Kriterien einer ,,entwicklungsfördernden Erziehung" (Zeilenangabe). (25 Punkte) Bewertungsbogen zur 1. Klausur inhaltliche Leistung Teilaufgabe 1 Der Prüfling 1 formuliert einen Einleitungssatz, der Autor, Titel und Thema des Textes enthält 2 stellt die Erziehungssituation in folgenden Aspekten dar Die Eltern haben ein Bedürfnis nach Urlaub. V ● ● 3 beschreibt das Elternverhalten ● ● ● ● ● ● ● beschreibt das Verhalten des Sohnes durch passende Adjektive, z.B. wenig kooperativ, ● uninteressiert, gleichgültig, schlecht gelaunt, ruppig in seinen Antworten, gelangweilt, unwillig, ablehnend ● ● Sohn Niels fährt freiwillig, auf eigene Entscheidung hin mit. Die Reise führt durch verschiedene Städte und Gegenden: Köln, (Bonn), Eifel, Trier. () Es gibt Uneinigkeit zwischen Niels und den Eltern und über die Aktivitäten (v) Schließlich setzen die Eltern Niels am Bahnhof ab, damit er allein nach Hause fährt. V ● Name: Decati Canibe Die Eltern räumen ihrem Sohn Entscheidungsfreiheit ein. Sie lassen ihren Sohn im Auto vorne sitzen Sie gehen auf Niels Bedürfnisse ein, indem sie mit ihm in einem Schnellimbiss Hamburger essen und ihn ins Kino gehen lassen würden. Sie zeigen und erklären ihm Sehenswertes, um ihn für Kultur und Natur zu be- geistern. (~) Am Schluss handeln sie konsequent und entschieden. 5 stellt die Erziehungssituation zusammengefasst und distanziert dar Summe 1. Teilaufgabe Teilaufgabe 2 Der Prüfling schreibt einen einleitenden Satz stellt die 3 Erziehungsstile in ihren wesentlichen Merkmalen dar: autoritär: laissez-faire: Bedürfnisse des Kindes werden nicht berücksichtigt Erwachsener dominiert die Beziehung zwischen ihm und dem Kind ( keine klaren Regeln für das Miteinander Eltern sind nicht greifbar/ Regellosigkeit wird als Lieblosigkeit empfunden 5 5 Erziehung erfolgt über Lob und Strafe 4 Erwachsener legt fest, was richtig" ist/ setzt seine Vorstellung auch gegen + den Willen des Kindes durch. 4 5 2 21 1 3 (). 2. Bedürfnisse des Kindes dominieren die Beziehung zwischen Erzieher und Kind demokratisch: partnerschaftliche Komponente in der Beziehung L ständige gemeinsame Absprache Aushandeln von Regeln mit Begründungen Regelverletzungen haben Konsequenzen Erwachsene und Kinder gehen gegenseitig auf Bedürfnisse ein Bedürfnisse beider Seiten werden berücksichtigt 3 stellt Zusammenhänge zwischen Aspekten der Stile und dem Fallbeispiel her demokratisch: • Niels kann wählen ob er mitfährt V ● ● ● ● Partnerschaftliches Verhältnis (Auto) Eltern gehen auf Niels Vorschläge ein bzw. beziehen ihn in Entscheidungen mit ein: Kino, Tagesplanung, Hamburger • Eltern geben zahlreiche Anregungen und suchen Gespräche (u) ● Schlussszene Konsequenz für Regelverstoß!? e laissez-faire: • Eltern greifen wenig durch, obwohl sich Niels nicht an die Regeln hält (u) • Niels Bedürfnisse finden mehr Beachtung als die der Eltern: Hamburger, Kino autoritär: ● Schlussszene Bestrafung!? 4 formuliert ein kurzes, zusammenfassendes Fazit Summe 2. Teilaufgabe Teilaufgabe 3 Der Prüfling 1 schreibt einen einleitenden Satz 2 nennt erziehungsfördernde Kriterien Basis: Ja zum Kind, zur Zuständigkeit und Verantwortung, zur Übernahme der Mutter- bzw. Vaterrolle ● Emotionale Wärme/Liebe Achtung und Respekt Kooperation ● Struktur und Verbindlichkeit Förderung • Erziehung zur Selbstständigkeit / Mündigkeit V Bildsamkeit 3 überprüft anhand der Merkmale der einzelnen Kriterien • Achtung und Respekt: C) ,,Akzeptanz der fremden Anteile" → Niels darf zuhause bleiben, Eltern akzeptieren, dass er ihre Interessen nicht teilt, trauen ihm zu, allein zuhause zu bleiben, trauen ihm alleine die Rückfahrt zu Kooperation: (r) Hören Niels Meinung/Vorschläge an, gehen auf Niels ein, vertreten aber auch eigenen Standpunkt, bzw. gestehen ihm eigenen Standpunkt zu, allein zuhause zu bleiben, suchen Gespräche und geben Erklärungen, Kooperation ist allerdings einseitig (Niels kooperiert eher nicht) O +T 10 2 4 34 1 5 +۲ 15 Struktur und Verbindlichkeit: () stellen einerseits Regeln auf bzw. teilen mit, was sie wollen, zunächst keine Konsequenzen bei Nichteinhaltung/Meckerei usw., Konsequenz am Schluss ist vergleichsweise hart, für Niels nicht nachvollziehbar bzw. unerwartet (Handlungssicherheit"), Regeln und Grenzen sind nicht ganz einsichtig 4 formuliert ein zusammenfassendes Fazit Summe 3. Teilaufgabe Summen der Teilaufgaben 1-3 2 3 • Förderung: () Eltern machen Niels mit vielen Dingen (Kultur & Natur) vertraut) und beantworten Fragen (Motor) Darstellungsleistung Der Prüfling 1 45 strukturiert seinen Text schlüssig, stringent sowie gedanklich klar und bezieht sich dabei genau und konsequent auf die Aufgabenstellung. bezieht beschreibende, deutende und wertende Aussagen schlüssig aufeinander belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate u.a.) formuliert unter Beachtung der Fachsprache präzise und begrifflich differenziert schreibt sprachlich richtig (Grammatik, Syntax, Orthographie, Zeichensetzung) sowie syntaktisch und stilistisch sicher. Punkte Darstellungsleistung Summe insgesamt (inhaltliche und Darstellungsleistung) 4 25 80 5 4 3 4 20 100