Piaget kognitive Entwicklung Klausur

user profile picture

deinSupporter

1022 Followers
 

Pädagogik

 

11/12/13

Klausur

Piaget kognitive Entwicklung Klausur

 Aufgaben:
1. Formulieren Sie den Hauptgedanken des Textes und stellen Sie den Inhalt in eigenen
Worten dar. (18 Punkte) (nhaltsary, be)
2.

Kommentare (2)

Teilen

Speichern

247

echte Klausur zur kognitiven Entwicklung nach Piaget

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Aufgaben: 1. Formulieren Sie den Hauptgedanken des Textes und stellen Sie den Inhalt in eigenen Worten dar. (18 Punkte) (nhaltsary, be) 2. Vergleichen Sie Klingholfs Aussagen in diesem Text mit einem Ihnen bekannten Mo- dell der kognitiven Entwicklung. (36 Punkte) 3. Erläutern Sie folgendes Zitat Piagets und setzen Sie sich anschließend damit ausei- nander (26 P.): ,,Das Ziel von Bildung ist nicht, Wissen zu vermehren, sondern für das Kind Möglichkeiten zu schaffen, zu erfinden und zu entdecken, Menschen hervorzubringen, die fähig sind, neue Dinge zu tun." (Jean Piaget, Schweizer Psychologe, 1896 - 1980) T Textgrundlage: Reiner Klingholf, Kleine Menschen - große Theorien, in: GEO-Sonderheft Wissen, Nr 1/1999, S. 50ff. Kleine Menschen - große Theorien wat operation at Liebe Eltern! Bitte verzweifeln Sie nicht, wenn Ihre zwölfmonatige Tochter Lara mit großem Interesse verfolgt, wie sich mit einer umgedrehten Milchflasche Tropfen für Tropfen weiße Punkte auf den Teppich malen lasse. Bewahren Sie Ruhe, wenn Max zum hundertzwanzigsten Mal seinen Löffel zu Boden wirft. Oder wenn die zweijährige Paula seit Wochen immer wieder mit ihrer kleinen Faust Mandarinenschnitze in klebriges Mus verwandelt. [...]-> Phun taste vo Seien Sie beruhigt, liebe Eltern! Und auch ein bisschen stolz. Denn was Ihr Kind tut, unterscheidet sich in nichts von dem, was die Nobelpreisträger treiben: Wie ein Wissen- schaftler ergründet es die Welt, um nach der Methode von Versuch...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

und Irrtum herauszu- finden, welche Eigenschaften und Funktionen die Dinge und Wesen haben. 10 Kinder werden als emprirische¹ Forscher geboren, sagen die beiden amerikanischen Entwicklungspsychologen Alison Gopnik und Andrew Meltzoff. Sie glauben, dass Kinder schon vom ersten Tag an Theorien entwickeln, revidieren2 und verbessern, im Laufe der Jahre aber geistig immer träger werden, bis sie [...] als Erwachsene kognitiv erstarren. Nicht nur Gopnik und Meltzoff, auch andere Psychologen fanden heraus, dass schon Kleinst- ho 15 kinder weit größere Erkenntnisfähigkeiten besitzen als ursprünglich angenommen. [. . .] Sie verstehen auf ihre naive Art bereits die Grundregeln der Biologie, der Physik und der Psychologie. Vor allem aber beherrschen sie die Methode der Theoriebildung. Die Folge solcher Theoriebildung ist, dass Kinder irgendwann begreifen, dass Gegenstände nach unten fallen, wenn man sie loslässt. Dass man ein Spielzeugauto mit einer Schnur ziehen, 20 aber nicht schieben kann. Oder dass ein Apfel, der in einem Karton versteckt wird, nicht für immer verschwindet. [...] Die Theorie der angeborenen Theoriefähigkeit, die sogenannte ,,Theorie-Theorie", ist heute für manche Psychologen der Schlüssel bei der Erfoschung menschlichen Bewusstseins. Denn sollte sie sich als richtig erweisen, dann wäre das menschliche Gehirn schon bei der Geburt 2 25 mit viel grundlegenderen kognitiven Mustern ausgestattet als bisher vermutet. ,,Babys nov besitzen gewissermaßen ein Konzept zum Denken, können Resultate aber dank ihrer Theoriefähigkeit immer wieder revidieren", sagt Alison Gopnik. Glauben Babys anfangs, Gegenstände und Bewegungen seien unabhängige Phänomene, so finden sie mit etwa neun Monaten heraus, dass sich Gegenstände bewegen lassen - sie 30 entdecken das Kausalprinzip³. Mit 18 Monaten wissen sie, dass alle Dinge Gesetzen gehorchen: Das Zerquetschen von Mandarinenschnitzen erzeugt Mus; das Umstoßen eines Milchglases verursacht einen kleinen See; das Herunterwerfen eines Tellers hinterlässt Scherben. [...] Kinder verfügen obendrein über die besten Voraussetzungen zu wissenschaftlicher Arbeit: 35 gesegnet mit nahezu unbegrenzter Freizeit, können sie endlos experimentieren und aus den empirischen Befunden eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung entwickeln. Je öfter sie ein und dasselbe Experiment wiederholen und das gleiche Ergebnis erzielen, desto sicherer können sie sich ihrer Theorie sein. Nach genau diesem Prinzip funktioniert Wissenschaft. [..] Auch wenn Kinder den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung selten endgültig 40 ergründen, sind sie auf dem Weg zur Wahrheitsfindung doch nicht aufzuhalten. Wichtig ist, dass sie von Anfang an eine Idee haben, auf der sich neue Gedanken weiterentwickeln lassen. 5 ¹ empirisch: aus der Erfahrung, Beobachtung, auf dem Wege der Empirie gewonnen, auf ihr beruhend 2 revidieren: etwas, von dem erkannt wurde, dass es so nicht [mehr] richtig ist, korrigieren 3 Kausalprinzip: philosophisches Prinzip, wonach jedes Geschehen eine Ursache hat Und nachdem sie Theorie um Theorie abgearbeitet haben, kommen sie der Realität näher. Im Laufe der Jugend entfernen sich Kinder immer weiter von wissenschaftlicher Logik. Denn je älter sie werden, desto mehr akzeptieren sie Zusammenhänge, statt sie stets aufs Neue 45 anzuzweifeln. Sie hören auf ,dumme" Fragen zu stellen. Sie bewegen sich auf immer sichereren Bahnen durchs Leben, vertrauen ihrer subjektiven Vorstellung von den Dingen, sortieren in Schubladen von richtig und falsch ein und finden sich mit Tabus ab. Ihr Denken verliert an Kreativität und wird stromlinienförmiger. Und sie bleiben irgendwann an starren Weltbildern hängen. Mit anderen Worten: Sie werden erwachsen. Reiner Klingholf, Kleine Menschen - große Theorien, in: GEO-Sonderheft Wissen, Nr 1/1999, S. 50ff. Erwartungshorizont Klausur Nr.2 für Entwicklung in der Kindheit - kognitive Entwicklun Anforderungen Der Prüfling... 1 Formuliert einen Einleitungssatz mit korrekten, umfassenden Quellenangaben a 1 formuliert die Hauptaussage des Autors, etwa b folgendermaßen: Kinder verfügen von Anfang an über eine große Erkenntnisfähigkeit und Fähigkeit zur Theoriebildung. Sie besitzen einen kognitiven Zugang zur Welt, wie er auch von Wissenschaftlern benutzt wird, auch wenn kindliche Theoriebildung nicht systematisch, sondern eher intuitiv geschieht. pent gibt den Inhalt des Textes strukturiert wieder, etwa wie folgt: Konfrontation what they ● Handlungen eines zweijährigen Kindes würden denen eines Wissenschaftlers gleichen. Kinder seien geborene empirische Forscher (Gopnik und Meltzoff), vom ersten Tag an theoriefähig, mit zunehmendem Alter aber geistig träger werdend. er P السلام المتر • Kleinstkinder verstünden Unfassbares; ausgehend von Sinneserfahrungen würden sie Theorien aufstellen und diese immer wieder mit Erfahrungen abgleichen. → Experimentieren • Kinder besäßen die kognitive Ausrüstung von Wissenschaftlern, Theoriebildung geschehe aber weitgehend intuitiv, nicht systematisch & sie denken anders als Erw.. • Die Theorie-Theorie" als Theorie von der angeborenen Theoriefähigkeit sei der Schlüssel bei der Erforschung menschlichen Bewusstseins; Babys besäßen die Fähigkeit, Theorien zu konstruieren, zu revidieren, umzuwerfen und auszubauen. . Dieses Konzept helfe die nächsten Bewusstseinsstufen zu erreichen: - Gegenstände und Bewegungen seien zunächst unabhängige Phänomene, - mit neun Monaten folge die Entdeckung des Kausalprinzips, mit 18 Monaten wüssten Kinder, dass alle Dinge Gesetzen unterlägen. • Kinder würden mit ihren Experimenten bei nicht mehr so theoriefreudigen Älteren Unmut auslösen. Die Wahrnehmung dieses Unmuts halte Kinder aber nicht von ihrem Forscherdrang ab; Erkenntnis sei ihnen wichtiger als Zuneigung. • Wiederholung experimenteller Erfahrung mache eine Theorie sicherer; das sei das Prinzip von Wissenschaft. • Auch abstraktes Begreifen würde so lange zum Gegenstand der Theoriebildung gemacht, bis entsprechende Begriffe in das entwickelte Weltbild integriert seien. • Kontinuierliche Theoriebildung bedeute Annäherung an die Realität. ggf.: erfüllt ein weiteres, aufgabenbezogenes Kriterium (2) aineere Teilaufgabe 2 Anforderungen Der Prüfling -Überleitungssatz V -ermittelt aufgabenrelevante Aspekte des Kognitionsmodells von Piaget, z. B.: ● allg. Prinzipien der Entwicklung: Erfahrung & Übung, org. Wachstum & Reifung, soziale Interaktion Annahmen über Grundlagen der kognitiven Entwicklung (Kognition, kogn. Konflikt, Äquilibration, Adaptation, Assimilation, Akkommodation, Schema) Bedeutung der aktiven und konstruktiven Rolle des Subjekts für kognitive Prozesse, Iuve Verlauf der kognitiven Entwicklung & Möglichkeiten der Unterscheidung von Ebenen der Erkenntnisgewinnung (Entwicklungsstufen),, insbesondere im Kleinkindalter (sensomotorisch, präoperational, yer [konkrete & formale Operationen]) egoy ggf. weitere Aspekte. ● ...vergleicht relevante Aspekte Piagets mit genannten Aspekten von Klingholz, z. B.: Klingholz nimmt mit Bezug auf neuere empirische Forschungen Abstand von Piagets Auffassung; er sieht Kinder nicht als mit Reflexen auf die Welt kommende Wesen; er sieht sie als bereits mit Denkmustern ausgestattet von Anfang an fähig zur Erkenntnis- und Theoriebildung. (Z. 13 & 37). Grundsätzliche Analogie zwischen beiden Konzepten bezüglich der aktiven Erforschung der Wirklichkeit, der Entwicklung, Überprüfung und Modifikation von Strukturen zur Erklärung von Phänomenen (z. B. Z. 58). Experimentieren des Kindes, sein Entwickeln und Revidieren von Theorien nach Klingholz entspricht der Schemabildung nach Piaget (z. B. Z. 13 & 58). Kognition als unbewusst (Z. 30) & konstruktivistische Prägung (Z. 28), kognitive Muster (Z. 37) ähnlich Schemata Piaget differenziert zwischen verschiedenen Anpassungsleistungen (Assimilation und Akkommodation), während Klingholz allgemein vom Abgleich mit Sinneserfahrungen spricht (Z. 20). → Wiederholung und Abgleich von erfahrenen Erlebnissen lässt Analogien zu Piagets Assimilation erkennen (Z. 60) & ,,Theorien zu konstruieren, umzuwerfen und auszubauen" (Z. 41) ähnlich Ass. & Akk. O • Ähnlich wie Piaget, der das Zusammenspiel von Assimilation und Akkommodation zum Zweck der Äquilibration differenziert darstellt, spricht Klingholz allgemeiner vom Forscherdrang des Kindes, der zur Annäherung an die Realität führt (Z. 66). • Anders als Piaget mit seinem Stufenmodell bleibt im Text der Begriff der Entwicklungsstufen allgemein.

Piaget kognitive Entwicklung Klausur

user profile picture

deinSupporter

1022 Followers
 

Pädagogik

 

11/12/13

Klausur

Piaget kognitive Entwicklung Klausur

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 Aufgaben:
1. Formulieren Sie den Hauptgedanken des Textes und stellen Sie den Inhalt in eigenen
Worten dar. (18 Punkte) (nhaltsary, be)
2.

App öffnen

Teilen

Speichern

247

Kommentare (2)

T

Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

echte Klausur zur kognitiven Entwicklung nach Piaget

Ähnliche Knows

22

Jean Piaget - Kognitive Entwicklung

Know Jean Piaget - Kognitive Entwicklung thumbnail

427

 

11/12/13

56

KOMPLETTEN Pädagogik LK Lernzettel

Know KOMPLETTEN Pädagogik LK Lernzettel  thumbnail

7120

 

12

4

Kognitive Entwicklung nach Jean Piaget

Know Kognitive Entwicklung nach Jean Piaget thumbnail

1273

 

11/12/13

2

Jean Piaget

Know Jean Piaget  thumbnail

1595

 

12/13

Mehr

Aufgaben: 1. Formulieren Sie den Hauptgedanken des Textes und stellen Sie den Inhalt in eigenen Worten dar. (18 Punkte) (nhaltsary, be) 2. Vergleichen Sie Klingholfs Aussagen in diesem Text mit einem Ihnen bekannten Mo- dell der kognitiven Entwicklung. (36 Punkte) 3. Erläutern Sie folgendes Zitat Piagets und setzen Sie sich anschließend damit ausei- nander (26 P.): ,,Das Ziel von Bildung ist nicht, Wissen zu vermehren, sondern für das Kind Möglichkeiten zu schaffen, zu erfinden und zu entdecken, Menschen hervorzubringen, die fähig sind, neue Dinge zu tun." (Jean Piaget, Schweizer Psychologe, 1896 - 1980) T Textgrundlage: Reiner Klingholf, Kleine Menschen - große Theorien, in: GEO-Sonderheft Wissen, Nr 1/1999, S. 50ff. Kleine Menschen - große Theorien wat operation at Liebe Eltern! Bitte verzweifeln Sie nicht, wenn Ihre zwölfmonatige Tochter Lara mit großem Interesse verfolgt, wie sich mit einer umgedrehten Milchflasche Tropfen für Tropfen weiße Punkte auf den Teppich malen lasse. Bewahren Sie Ruhe, wenn Max zum hundertzwanzigsten Mal seinen Löffel zu Boden wirft. Oder wenn die zweijährige Paula seit Wochen immer wieder mit ihrer kleinen Faust Mandarinenschnitze in klebriges Mus verwandelt. [...]-> Phun taste vo Seien Sie beruhigt, liebe Eltern! Und auch ein bisschen stolz. Denn was Ihr Kind tut, unterscheidet sich in nichts von dem, was die Nobelpreisträger treiben: Wie ein Wissen- schaftler ergründet es die Welt, um nach der Methode von Versuch...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich Einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

und Irrtum herauszu- finden, welche Eigenschaften und Funktionen die Dinge und Wesen haben. 10 Kinder werden als emprirische¹ Forscher geboren, sagen die beiden amerikanischen Entwicklungspsychologen Alison Gopnik und Andrew Meltzoff. Sie glauben, dass Kinder schon vom ersten Tag an Theorien entwickeln, revidieren2 und verbessern, im Laufe der Jahre aber geistig immer träger werden, bis sie [...] als Erwachsene kognitiv erstarren. Nicht nur Gopnik und Meltzoff, auch andere Psychologen fanden heraus, dass schon Kleinst- ho 15 kinder weit größere Erkenntnisfähigkeiten besitzen als ursprünglich angenommen. [. . .] Sie verstehen auf ihre naive Art bereits die Grundregeln der Biologie, der Physik und der Psychologie. Vor allem aber beherrschen sie die Methode der Theoriebildung. Die Folge solcher Theoriebildung ist, dass Kinder irgendwann begreifen, dass Gegenstände nach unten fallen, wenn man sie loslässt. Dass man ein Spielzeugauto mit einer Schnur ziehen, 20 aber nicht schieben kann. Oder dass ein Apfel, der in einem Karton versteckt wird, nicht für immer verschwindet. [...] Die Theorie der angeborenen Theoriefähigkeit, die sogenannte ,,Theorie-Theorie", ist heute für manche Psychologen der Schlüssel bei der Erfoschung menschlichen Bewusstseins. Denn sollte sie sich als richtig erweisen, dann wäre das menschliche Gehirn schon bei der Geburt 2 25 mit viel grundlegenderen kognitiven Mustern ausgestattet als bisher vermutet. ,,Babys nov besitzen gewissermaßen ein Konzept zum Denken, können Resultate aber dank ihrer Theoriefähigkeit immer wieder revidieren", sagt Alison Gopnik. Glauben Babys anfangs, Gegenstände und Bewegungen seien unabhängige Phänomene, so finden sie mit etwa neun Monaten heraus, dass sich Gegenstände bewegen lassen - sie 30 entdecken das Kausalprinzip³. Mit 18 Monaten wissen sie, dass alle Dinge Gesetzen gehorchen: Das Zerquetschen von Mandarinenschnitzen erzeugt Mus; das Umstoßen eines Milchglases verursacht einen kleinen See; das Herunterwerfen eines Tellers hinterlässt Scherben. [...] Kinder verfügen obendrein über die besten Voraussetzungen zu wissenschaftlicher Arbeit: 35 gesegnet mit nahezu unbegrenzter Freizeit, können sie endlos experimentieren und aus den empirischen Befunden eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung entwickeln. Je öfter sie ein und dasselbe Experiment wiederholen und das gleiche Ergebnis erzielen, desto sicherer können sie sich ihrer Theorie sein. Nach genau diesem Prinzip funktioniert Wissenschaft. [..] Auch wenn Kinder den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung selten endgültig 40 ergründen, sind sie auf dem Weg zur Wahrheitsfindung doch nicht aufzuhalten. Wichtig ist, dass sie von Anfang an eine Idee haben, auf der sich neue Gedanken weiterentwickeln lassen. 5 ¹ empirisch: aus der Erfahrung, Beobachtung, auf dem Wege der Empirie gewonnen, auf ihr beruhend 2 revidieren: etwas, von dem erkannt wurde, dass es so nicht [mehr] richtig ist, korrigieren 3 Kausalprinzip: philosophisches Prinzip, wonach jedes Geschehen eine Ursache hat Und nachdem sie Theorie um Theorie abgearbeitet haben, kommen sie der Realität näher. Im Laufe der Jugend entfernen sich Kinder immer weiter von wissenschaftlicher Logik. Denn je älter sie werden, desto mehr akzeptieren sie Zusammenhänge, statt sie stets aufs Neue 45 anzuzweifeln. Sie hören auf ,dumme" Fragen zu stellen. Sie bewegen sich auf immer sichereren Bahnen durchs Leben, vertrauen ihrer subjektiven Vorstellung von den Dingen, sortieren in Schubladen von richtig und falsch ein und finden sich mit Tabus ab. Ihr Denken verliert an Kreativität und wird stromlinienförmiger. Und sie bleiben irgendwann an starren Weltbildern hängen. Mit anderen Worten: Sie werden erwachsen. Reiner Klingholf, Kleine Menschen - große Theorien, in: GEO-Sonderheft Wissen, Nr 1/1999, S. 50ff. Erwartungshorizont Klausur Nr.2 für Entwicklung in der Kindheit - kognitive Entwicklun Anforderungen Der Prüfling... 1 Formuliert einen Einleitungssatz mit korrekten, umfassenden Quellenangaben a 1 formuliert die Hauptaussage des Autors, etwa b folgendermaßen: Kinder verfügen von Anfang an über eine große Erkenntnisfähigkeit und Fähigkeit zur Theoriebildung. Sie besitzen einen kognitiven Zugang zur Welt, wie er auch von Wissenschaftlern benutzt wird, auch wenn kindliche Theoriebildung nicht systematisch, sondern eher intuitiv geschieht. pent gibt den Inhalt des Textes strukturiert wieder, etwa wie folgt: Konfrontation what they ● Handlungen eines zweijährigen Kindes würden denen eines Wissenschaftlers gleichen. Kinder seien geborene empirische Forscher (Gopnik und Meltzoff), vom ersten Tag an theoriefähig, mit zunehmendem Alter aber geistig träger werdend. er P السلام المتر • Kleinstkinder verstünden Unfassbares; ausgehend von Sinneserfahrungen würden sie Theorien aufstellen und diese immer wieder mit Erfahrungen abgleichen. → Experimentieren • Kinder besäßen die kognitive Ausrüstung von Wissenschaftlern, Theoriebildung geschehe aber weitgehend intuitiv, nicht systematisch & sie denken anders als Erw.. • Die Theorie-Theorie" als Theorie von der angeborenen Theoriefähigkeit sei der Schlüssel bei der Erforschung menschlichen Bewusstseins; Babys besäßen die Fähigkeit, Theorien zu konstruieren, zu revidieren, umzuwerfen und auszubauen. . Dieses Konzept helfe die nächsten Bewusstseinsstufen zu erreichen: - Gegenstände und Bewegungen seien zunächst unabhängige Phänomene, - mit neun Monaten folge die Entdeckung des Kausalprinzips, mit 18 Monaten wüssten Kinder, dass alle Dinge Gesetzen unterlägen. • Kinder würden mit ihren Experimenten bei nicht mehr so theoriefreudigen Älteren Unmut auslösen. Die Wahrnehmung dieses Unmuts halte Kinder aber nicht von ihrem Forscherdrang ab; Erkenntnis sei ihnen wichtiger als Zuneigung. • Wiederholung experimenteller Erfahrung mache eine Theorie sicherer; das sei das Prinzip von Wissenschaft. • Auch abstraktes Begreifen würde so lange zum Gegenstand der Theoriebildung gemacht, bis entsprechende Begriffe in das entwickelte Weltbild integriert seien. • Kontinuierliche Theoriebildung bedeute Annäherung an die Realität. ggf.: erfüllt ein weiteres, aufgabenbezogenes Kriterium (2) aineere Teilaufgabe 2 Anforderungen Der Prüfling -Überleitungssatz V -ermittelt aufgabenrelevante Aspekte des Kognitionsmodells von Piaget, z. B.: ● allg. Prinzipien der Entwicklung: Erfahrung & Übung, org. Wachstum & Reifung, soziale Interaktion Annahmen über Grundlagen der kognitiven Entwicklung (Kognition, kogn. Konflikt, Äquilibration, Adaptation, Assimilation, Akkommodation, Schema) Bedeutung der aktiven und konstruktiven Rolle des Subjekts für kognitive Prozesse, Iuve Verlauf der kognitiven Entwicklung & Möglichkeiten der Unterscheidung von Ebenen der Erkenntnisgewinnung (Entwicklungsstufen),, insbesondere im Kleinkindalter (sensomotorisch, präoperational, yer [konkrete & formale Operationen]) egoy ggf. weitere Aspekte. ● ...vergleicht relevante Aspekte Piagets mit genannten Aspekten von Klingholz, z. B.: Klingholz nimmt mit Bezug auf neuere empirische Forschungen Abstand von Piagets Auffassung; er sieht Kinder nicht als mit Reflexen auf die Welt kommende Wesen; er sieht sie als bereits mit Denkmustern ausgestattet von Anfang an fähig zur Erkenntnis- und Theoriebildung. (Z. 13 & 37). Grundsätzliche Analogie zwischen beiden Konzepten bezüglich der aktiven Erforschung der Wirklichkeit, der Entwicklung, Überprüfung und Modifikation von Strukturen zur Erklärung von Phänomenen (z. B. Z. 58). Experimentieren des Kindes, sein Entwickeln und Revidieren von Theorien nach Klingholz entspricht der Schemabildung nach Piaget (z. B. Z. 13 & 58). Kognition als unbewusst (Z. 30) & konstruktivistische Prägung (Z. 28), kognitive Muster (Z. 37) ähnlich Schemata Piaget differenziert zwischen verschiedenen Anpassungsleistungen (Assimilation und Akkommodation), während Klingholz allgemein vom Abgleich mit Sinneserfahrungen spricht (Z. 20). → Wiederholung und Abgleich von erfahrenen Erlebnissen lässt Analogien zu Piagets Assimilation erkennen (Z. 60) & ,,Theorien zu konstruieren, umzuwerfen und auszubauen" (Z. 41) ähnlich Ass. & Akk. O • Ähnlich wie Piaget, der das Zusammenspiel von Assimilation und Akkommodation zum Zweck der Äquilibration differenziert darstellt, spricht Klingholz allgemeiner vom Forscherdrang des Kindes, der zur Annäherung an die Realität führt (Z. 66). • Anders als Piaget mit seinem Stufenmodell bleibt im Text der Begriff der Entwicklungsstufen allgemein.