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Auf der Galerie, Franz Kafka - Interpretation

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 AUF DER GALERIE-FRANZ KAFKA
Im Mittelpunkt des Textes steht ein Zirkus mit seiner Hauptattraktion in Form einer
Kunstreiterin
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Lara Weller

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Eine stichwortartig Interpretation zu „Auf der Galerie“ von Franz Kafka

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AUF DER GALERIE-FRANZ KAFKA Im Mittelpunkt des Textes steht ein Zirkus mit seiner Hauptattraktion in Form einer Kunstreiterin - Handlung teilt sich in zwei Zustände: 1 1. Die Kunstreiterin, welche sich ohne Widerspruch von ihrem tyrannischen Chef zu einer monatelangen Tortour auf ihrem Pferd einlässt. Die Zuschauer sehen nur dabei zu und greifen nicht ein. 2. (Spiegelwelt) Der Chef fungiert hier nicht als tyrannisches Wesen, sondern als liebevoller Zirkusdirektor, der seine Kunstreiterin in den Mittelpunkt seines Denkens und Fühlens setzt. Die Kunstreiterin wird nicht als maschinelles Wesen gesehen, dass keine Rechte hat ihre Bedürfnisse durchzusetzen. --> Rahmenhandlung: ein Galerist, der sich beide Handlungsabläufe als stiller Betrachter in einer Galerie ansieht. ↳ Trennung Kafkas Parabel, die nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch nachzuweisen ist. AUF DER GALERIE-FRANZ KAFKA Erster Teil/(Hälfte der Parabel), Zeile 1-10 - im Konjunktiv geschrieben und somit auch in einer Zeitform, die das Irreale, kaum Eintreffende darstellt eine einzige Hypotaxe, von dem der Eindruck des Lesers eher negativ, rasant und radikal ist 2 - "irgendeine (...) Kunstreiterin" (Z.1) -> Rolle der Zirkustänzerin lässt sich auf jede beliebige Person transferieren Reiterin befinden sich in einem "monatelangen" Trott, der ihr "graue Zukunft" verkündet -> Kunstreiterin wenig Selbstbewusstsein um allem ein Ende zu setzen oder starke Abhängigkeit von ihrem Chef, dass sie keinen Mut und Rechte hat sich gegen ihn aufzulehnen --> Auffällig: Kafka verwendet "Chef" anstatt "Zirkusdirektor": lässt...

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Leser auf übertragbares Arbeitsverhältnis schließen. - Zirkusdirektor = Chef - Kunstreiterin = untergeordnete Angestellte - Pferd = Arbeitswerkzeug (Kafkas Abneigung gegen hierarchisches Machtsystem erkennbar) AUF DER GALERIE-FRANZ KAFKA viele Negativwörter -> somit lässt sich negativer Grundcharakter des ersten Abschnitts nachweisen (Leserwirkung: alle negativen Zustände vereinen sich in der Situation) - 3 - Kunstreiterin nicht einfach krank, sondern wird zur Bekräftigung ihres schlechten Gesundheitszustandes als "hinfällig, lungensüchtig beschrieben. Das Pferd "schwankend" -> deutet auf einen unsicherer Posten oder eine ungewisse Zukunft - Beschreibung des Chefs: "peitscheschwingend" und "erbarmungslos" -> stark asymmetrisches Arbeitsverhältnis (Über- oder Untergeordnetheit) - Aufgabe des Chefs besteht alleine in dem Antreiben des Pferdes und somit der Kontrolle des Auftritts. Er entscheidet somit über das Leben der Kunstreiterin -> nicht individuell, sondern eher untergeordnet und rechtlos Publikum ist die treibende Feder und passiv gesehen der zweite Leiter des Geschehens, aufgrund des "unermüdlichen" Beifalls -> Zeichen, dass der Chef das Pferd weiter antreiben soll und somit das Leben der Reiterin weiterhin kontrolliert und bestimmt Gleichsetzung mit der Gesellschaft: jeder ist egoistisch und nur auf sich selbst bedacht, es kommt zu einer Passivität und zu dem Zustand, dass man der Qual anderer kein Ende setzt, sondern sich eher an dem Leid anderer erfreut, solange man nicht selbst den Schaden trägt. Glückliches Publikum = positive Propaganda für sein Geschäft AUF DER GALERIE - FRANZ KAFKA - Weiteres Beispiel der Abhängigkeit und des Zurückstellens der Bedürfnisse: "auf dem Pferde schwirrend, Küsse werfend, in der Taille sich wiegend" (im Kreise getrieben wird) = durch das erotische Einsetzen weiblicher Reize stumpft die Beschreibung ab und hat einen maschinellen, gefühllosen und monotonen Charakter bekommen). 4 - "im Kreise rundum" --> die Rotation und die Langlebigkeit der Handlung, schon zu langweilig (wird trotzdem ohne Ermüden und Mitleid fortgesetzt) - Mehrheit der Zuschauer und des Chefs wirkt monströs gegen eine Minderheit, der Kunstreiterin. Nachweisbare Kälte: Handlung subjektiv, aus der Sicht einer unabhängigen dritten Person beschrieben (keinerlei Gefühlsbeschreibung) - Rettung vor der Unmenschlichkeit wird durch Galerist vollzogen, er erkennt und versteht als einziger die ungerechte Situation -> paradox, da eigentliche Aufgabe eines Galerist ist, Bilder zu betrachten und sich dabei eine subjektive Vorstellung der Intention und der Handlung zu machen. (Galerist hat in Kafkas Beschreibung die unmögliche Fähigkeit Leid zu beenden. Das Betrachten der Situation führt ihn zur Erkenntnis der Ungerechtigkeit) AUF DER GALERIE – FRANZ KAFKA - Erster Teil lässt in Leser Hektik aufgrund des schnellen und rasanten Handlungsablaufes überkommen. Dann beginnt zweiter Teil mit "Da es aber nicht so ist" (Parenthese) beginnt: Leser wird besänftigt und beruhigt Zweiter Teil/(Hälfte der Parabel), Zeile 11-26 - im Indikativ geschrieben, das reale Geschehen verkörpert eine einzige Hypotaxe positiv, liebevoll und idyllisch - Kunstreiterin als "Dame" bezeichnet, "hereinfliegend", sie hält das Pferd Liebe zum Detail erkennbar; es gibt die Dinge, die einen Zirkus ausmachen: Vorhänge, Livrierten, reifenhaltende Reitknechte -> lebendigeres Bild 5 - viele Positivwörter wie "stolz", "hingebungsvoll" oder "vorsorglich" nachweisen - symmetrische Beziehung zwischen Arbeitnehmerin und Chef. "als wäre sie seine überaus geliebte Enkelin, sie sich auf gefährliche Fahrt begibt" -> nun ist der Chef abhängig von seiner Kunstreiterin, da er sich um sie sorgt und versucht jegliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen Reiterin wird durch "Köpfchen" und "Kleine" verniedlicht und als unerfahren dargestellt und der Direktor aufgrund seiner Autorität als erfahren.

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