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Lyrik der Romantik

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Deutsch Abitur Lernzettel mündlich Q1 Lyrik der Romantik Novalis : ,,dem Gewöhnlichen ein ungewöhnliches Aussehen zu geben, das Banale in ein Geheimnis zu verwandeln." Motive : Natur - Natur als Buch Gottes = heiliger Raum Natur als Spiegel der menschlichen Seele Lebendigkeit der Natur - Wald als auergesellschaftlicher Ort und Gegenwelt, Rückzugsort, Geborgenheit, Einsamkeit, Bedrohung Wandern und Reisen Wandern als Ausdruck der Sehnsucht nach der Unendlichkeit und des Fernwehs Reisen in die Natur -> Reisen zu sich selbst Reisen als Selbsterkenntnis & Selbsterkundung (als suche nach Nähe zu Gott) Reisen als Befreiung aus der spießigen Sesshaftigkeit - Akt der Freiheit & Selbstbestimmung - - Vorhandensein von Gottvertrauen, dass alles einen glücklichen Ausgang nimmt Reiseziele: Stillen der Sehnsucht, Finden des Glücks oder der großen Liebe Kunst und Musik - Künstler als Idealbild des unverfälschten, poetischen Menschen Poetisierung des Lebens -> Grenzen zwischen Kunst und Realität aufheben Musik als Ausdruck der romantischen Lebensfreude Aufgabe der Kunst: beim Rezipienten Empfindungen der Sehnsucht erzeugen Traum, Fantasie, Ahnung - Urzustand der Einheit alles Seienden ist verloren Sehnsucht -> Symbol: „Blaue Blume" Abwendung von der Zivilisation - Zuwendung / Hinwendung zur idyllischen Natur und zum christlichen Gott - - - Gefahr sich selbst auf Reisen zu verlieren Riesen als Sinnbild für das menschliche Leben Endlosigkeit der Wanderung: Kreislauf aus Aufbruch-Unterwegssein-Ankommen-erneuter Aufbruch - Abgrenzung zur Aufklärung und der Weimarer Klassik Aufwertung des irrationalen und unbewussten, Blick nach Innen Vermischung verschiedner Wahrnehmungsebenen -> Realität-(alb)Traum-Fantasie Erleben übernatürlicher Ereignisse -> Platz in der gottgegebenen...

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Ordnung Nachtseiten des Menschen Beschäftigung mit der menschlichen Seele und Psyche Verstärkte Thematisierung ,,negativer" Bewusstseinszustände -> Wahnsinn, Ohnmacht, Fieber, Verzweiflung, Einsamkeit, Schwermut Entfremdung des Menschen von sich selbst andere Welten nostalgisch-idealisierter Blick in die Vergangenheit -> Hinwendung zum mittelalter literarische Beschäftigung mit Märchen, Sagen, Mythen - Typisch: Loreley- Mythos Form & Sprache & Stil Volkslied (-strophe) / Hymne / Sonett / Ballade Metaphern Personifikationen v.a von Naturelementen -> Lebendigkeit & geheimes Eigenleben der Natur Vergleiche - Symbole - Leitmotive => aufgeladen mit Bedeutung - Sehnsucht, Liebe, wechselhaftes Leben Synästhesien - verdeutlichen Vielzahl, Gleichzeitigkeit, Intensität der Sinneswahrnehmungen (Natur) - - verständliche, aber bildhafte Sprache (erschwert Verständnis) / transparenter Satzbau / volksnaher Ton wiederkehrende Handlungsschauplätze : Wälder, Berge, Wiesen, ruinenhafte Gebäude, nächtliche Landschaft -> typische Orte, die das romantische Lebensgefühl widerspiegeln - Liedcharakter / Musikalität der Gedichte Häufige Stilmittel Personifikation Allegorie Imperativ Wiederholung Alliteration / Anapher Metapher Ausruf Neologismus Rhetorische Frage - Synästhesie zentrale Autoren der Romantik Auf einen Blick Novalis . Leiden am frühen Tod seiner Verlobten Sophie v. Kühn „Erfinder" der Blauen Blume Clemens Brentano • unstetes Wanderleben Mitherausgeber von Des Knaben Wunderhorn . Konversion zum Katholizismus Lyriker der Romantik Karoline v. Günderrode als gelehrte Stiftsdame: Drang nach Freiheit und Autonomie • unglückliche Liebesbeziehungen Heinrich Heine • Rebell: ironischer Umgang mit romantischen Motiven • Zensur seiner Werke im restaurativen Deutschland . Exil in Paris Joseph v. Eichendorff nach Kriegsdienst: Karriere als Staatsbeamter • Enttäuschung über Staat: Hinwendung zur Schriftstellerei Die Romantik war nicht nur eine Strömung der deutschen Literatur, sondern eine kulturgeschichtliche Epoche in Europa, die ihren Einfluss bis ins 20. Jahrhundert ausübte und unsere Kultur bis heute prägt. Sie umfasste auch die bildende Kunst, die Malerei, die Musik und viele Bereiche der Wissenschaft. Q3 Lyrik des Expressionismus => Gegenbewegung zum Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus => Sinn- & Sprachkrise der Jahrhundertwende Motive Lebens- & Vitalkult Zentrales Anliegen : Umbruch, Aufbruch, neues Erleben Untergangsvisionen + Aufbruchshoffnungen Sehnsucht nach dem wahren und eigentlichem Leben Ziel: Verwesentlichung - „Leben“ - Schlüsselbegriff gegen verkrustete/ starre bürgerliche Gesellschaft Generationenkonflikt - - Artikulation messianischer Hoffnung auf einen neuen Menschen Antwort auf Bedrohungen der modernen Massengesellschaft & Ich-Zerfall Krise des Ichs Innere Zerissenheit - - Großstadt Darstellung verstörender Krisenerfahrungen des Einzelnen Hilflosigkeit / Orientierungslosigkeit Spannung zwischen Verfall / Triumph & Tod / Auferstehung Sprach-, Ich- und Sinnkrise -> Ideal der Erneuerung / Wandlung des Menschen Hilflosigkeit / Orientierungslosigkeit angesichts vom zivilisatorischen Fortschritt, Verstädterung, Technisierung - - - Zivilisationskritik dort herrschte Reizüberflutung, Krankheit, Armut, Tod Überfülle an Wahrnehmungsreizen / Sinneseindrücken Verändere Wahrnehmungsbedingungen : Entfremdung / Angst Großstadt => Ort des gesteigerten Lebens / Sinnesrauschs Gefühl von Enge / Bedrängnis - überfüllte Städte / bedrohlicher Verkehr - Verdrängung der Natur - Tabubrüche Ästhetik des Hässlichen - Wasserleichenpoesie Zerfall von jungen ertrunkenen Frauen Kontrast Schönheit / Jugend mit Nichtigkeit / Zerstörung Behandlung von Tabuthemen um zu schockieren / provozieren Darstellung von Angst / Unsicherheit / Entfremdung / Wahnsinn / Verzweiflung / Suizid Thematisierung von Sexualität / Prostitution um Scheinmoral der Gesellschaft zu entlarven - Weltende & Apokalypse Entgötterung der Welt -> Nietzsche „Gott ist tot" Umwertung aller Werte Verzweiflung / Krise / apokalyptische Ängste / nihilistische Vorstellungen Kriegsbegeisterung & Pazifismus Empfindung von Langeweile / spießbürgerlicher Erstarrung Sehnsucht nach gewaltvoller Veränderung -> Begeisterung für Krieg Aufbruch / Neuanfang - Mischung von Grauen & Faszination -> Kriegswirklichkeit Kriegsbegeisterung wird zu Enttäuschung / Ernüchterung Pazifismus / Entsetzen angesichts der Verwüstungen durch Krieg Beschwörung einer Erneuerung des Menschen - Darstellung von Schrecken / Sinnlosigkeit des Krieges Form & Wortwahl & Sprache & Stil Reihungsstil Aneinanderreihung scheinbar zusammenhangsloser Hauptsätze - Widerspiegelung der Vielzahl von Eindrücken der Großstadt Orientierungslosigkeit des modernen Subjekts Versinnbildlichung des Tempos - Unruhe / Diskontinuität der Großstadt - Personifikationen für zerstörerische Kräfte der modernen Zivilisation Vergleiche von Menschen / Tier - Ausstattungen von Tieren mit menschlichen Persönlichkeiten Farbmetaphorik Schwarz - drohendes Unheil Rot - Blut Blau - Sehnsucht, Optimismus Großstadtlyrik Sonett - Halt & Orientierungspunkt - Äußere Form: Fassade hinter der es bröckelt -> trügerischer Schein Sprengung tradierter Formen : Verzicht auf Metrum / Reim - freie Rhythmen Entpoetisierung des Reims - ― personalisierende Metaphern für Gegenstände Verdinglichung des Subjekts - ,,Leben" Schlüsselbegriff - Auflösung syntaktischer / grammatikalischer Regeln Übertreibungen / Radikalisierung der Sprache - drastische Bildlichkeit/ ungewöhnliche Metaphern Kontraste Drastische Bildlichkeit Sprengung tradierter Formen sprachliche Intensität - Verkappung von Sätzen / Worten Wortneubildungen Häufige Stilmittel Personifikation Imperativ Wiedehrolung Alliteration / Anapher Metapher Akkumulation Anspielungen / Verwendung von lateinischer / französischer Vokabeln Rhetorisierung / Pathetisierung Inversion Hyperbel zentrale Autoren des Expressionismus Auf einen Blick Gottfried Benn angespanntes Verhältnis zu seinem Vater praktizierender Arzt, u.a. in Psychiatrie und Pathologie EXPRESSIONISTEN 0 häufig problematische Familienverhältnisse • Intention: Aufbegehren, Er- zielen einer Schockwirkung Georg Heym Konflikte mit bürgerlich- konservativem Elternhaus Mitglied des „Neuen Clubs", um aufzubegehren Jakob van Hoddis . Probleme mit Autori- täten → Förderung einer progressiven Kultur Gedicht Weltende als Beginn der expressio- nistischen Lyrik Georg Trakl schwierige familiäre Verhältnisse • Depressionen und Drogenexzesse Eine der exzentrischsten Persönlichkeiten des Expres- sionismus war die Dichterin Else Lasker-Schüler, die mit Ringen und extravaganten Gewändern auffiel. Mit dem siebzehn Jahre jüngeren Gottfried Benn, dem sie den Spitznamen,,Giselher" gab, verband sie eine intensive Freundschaft, viele vermuten dahinter eine Liebesbezie- hung. Benn bezeichnete seine Freundin nach ihrem Tod als Deutschlands größte Dichterin". Literaturgeschichte Auf einen Blick 1600 Barock HH 1700 1720 Aufklärung 1750 1765 Sturm u. Drang Barock (1600-1720) Entwicklung der modernen Wissenschaften Religiosität / Religionskonflikte 1800 1785 1795 1805 1815 Romantik Klassik 1830 1848 Restaurationszeit - Dreißigjähriger Krieg mit verheerenden Auswirkungen Zentralmotive: Vanitas (leerer Schein / Eitelkeit), Memento mori (Gedenke des Todes), Abkehr von der Welt / Konzentration auf das Jenseits, Carpe diem (Genieße den Tag), Streben nach Ordnung und Inhalt Dominanz geregelter Formen Lyrik dominierende Gattung - Drama / Epik vorherrschende Themen : Krieg, Tod, Vergänglichkeit, Religion, Scheinwelt Aufklärung (1720-1800) Absolutismus, rationaler Zugang zu Gott, Aufstieg des Bürgertums Orientierung an menschlicher Vernunft -> distanziertes Verhalten zu Emotionen - autonomes Individuum mit Menschenrechten im Zentrum -> Toleranz - Fabel, Parabel, -> Literatur soll nützlich sein Sturm und Drang (1765-1785) Hintergründe : große soziale Ungerechtigkeit -> Aufbegehren der jungen Generation starker Subjektivismus -> Gefühlskult & Aufbruchsstimmung Drama: metrisch gebundene Sprache Epik Bildungsroman Aufwertung der Emotionalität => Gegenbewegung zum Rationalismus / Aufklärung - jugendliche Protestbewegungen => soziale Ungleichheit, materielle Not, rigide Moralvorstellungen Autonomie Künstler / Kunstwerk -> Geniekult, Schöpfergedanke Abkehr von Regelpoetiken : Leidenschaftlichkeit der Sprache Themen : Herz, Natur, Freundschaft, Liebe, Freiheit, politischer Widerstand, Gerechtigkeit Erlebnislyrik: reimlose Verse, Wiedergabe Empfindungen des Lyrischen Ichs Freiere Formen (offen) Klassik (1786-1805) Hintergründe : Französische Revolution, Terrorherrschaft Leitgedanken: Harmonie, Würde, Humanität, Toleranz, Selbstbestimmung Ideal des Guten, Wahren, Schönen Forderung nach ethischer Vervollkommnung - Orientierung an Antike Erziehung des Menschen = Aufgabe der Kunst Themen: Humanität, Freiheitsidee, Harmonie von Pflicht/ Neigung Ideal der Formstrenge : harmonische Verbindung von Inhalt, Sprache, Aufbau Lyrik: klassische Formen

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Q3 Lyrik des Expressionismus => Gegenbewegung zum Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus => Sinn- & Sprachkrise der Jahrhundertwende Motive Lebens- & Vitalkult Zentrales Anliegen : Umbruch, Aufbruch, neues Erleben Untergangsvisionen + Aufbruchshoffnungen Sehnsucht nach dem wahren und eigentlichem Leben Ziel: Verwesentlichung - „Leben“ - Schlüsselbegriff gegen verkrustete/ starre bürgerliche Gesellschaft Generationenkonflikt - - Artikulation messianischer Hoffnung auf einen neuen Menschen Antwort auf Bedrohungen der modernen Massengesellschaft & Ich-Zerfall Krise des Ichs Innere Zerissenheit - - Großstadt Darstellung verstörender Krisenerfahrungen des Einzelnen Hilflosigkeit / Orientierungslosigkeit Spannung zwischen Verfall / Triumph & Tod / Auferstehung Sprach-, Ich- und Sinnkrise -> Ideal der Erneuerung / Wandlung des Menschen Hilflosigkeit / Orientierungslosigkeit angesichts vom zivilisatorischen Fortschritt, Verstädterung, Technisierung - - - Zivilisationskritik dort herrschte Reizüberflutung, Krankheit, Armut, Tod Überfülle an Wahrnehmungsreizen / Sinneseindrücken Verändere Wahrnehmungsbedingungen : Entfremdung / Angst Großstadt => Ort des gesteigerten Lebens / Sinnesrauschs Gefühl von Enge / Bedrängnis - überfüllte Städte / bedrohlicher Verkehr - Verdrängung der Natur - Tabubrüche Ästhetik des Hässlichen - Wasserleichenpoesie Zerfall von jungen ertrunkenen Frauen Kontrast Schönheit / Jugend mit Nichtigkeit / Zerstörung Behandlung von Tabuthemen um zu schockieren / provozieren Darstellung von Angst / Unsicherheit / Entfremdung / Wahnsinn / Verzweiflung / Suizid Thematisierung von Sexualität / Prostitution um Scheinmoral der Gesellschaft zu entlarven - Weltende & Apokalypse Entgötterung der Welt -> Nietzsche „Gott ist tot" Umwertung aller Werte Verzweiflung / Krise / apokalyptische Ängste / nihilistische Vorstellungen Kriegsbegeisterung & Pazifismus Empfindung von Langeweile / spießbürgerlicher Erstarrung Sehnsucht nach gewaltvoller Veränderung -> Begeisterung für Krieg Aufbruch / Neuanfang - Mischung von Grauen & Faszination -> Kriegswirklichkeit Kriegsbegeisterung wird zu Enttäuschung / Ernüchterung Pazifismus / Entsetzen angesichts der Verwüstungen durch Krieg Beschwörung einer Erneuerung des Menschen - Darstellung von Schrecken / Sinnlosigkeit des Krieges Form & Wortwahl & Sprache & Stil Reihungsstil Aneinanderreihung scheinbar zusammenhangsloser Hauptsätze - Widerspiegelung der Vielzahl von Eindrücken der Großstadt Orientierungslosigkeit des modernen Subjekts Versinnbildlichung des Tempos - Unruhe / Diskontinuität der Großstadt - Personifikationen für zerstörerische Kräfte der modernen Zivilisation Vergleiche von Menschen / Tier - Ausstattungen von Tieren mit menschlichen Persönlichkeiten Farbmetaphorik Schwarz - drohendes Unheil Rot - Blut Blau - Sehnsucht, Optimismus Großstadtlyrik Sonett - Halt & Orientierungspunkt - Äußere Form: Fassade hinter der es bröckelt -> trügerischer Schein Sprengung tradierter Formen : Verzicht auf Metrum / Reim - freie Rhythmen Entpoetisierung des Reims - ― personalisierende Metaphern für Gegenstände Verdinglichung des Subjekts - ,,Leben" Schlüsselbegriff - Auflösung syntaktischer / grammatikalischer Regeln Übertreibungen / Radikalisierung der Sprache - drastische Bildlichkeit/ ungewöhnliche Metaphern Kontraste Drastische Bildlichkeit Sprengung tradierter Formen sprachliche Intensität - Verkappung von Sätzen / Worten Wortneubildungen Häufige Stilmittel Personifikation Imperativ Wiedehrolung Alliteration / Anapher Metapher Akkumulation Anspielungen / Verwendung von lateinischer / französischer Vokabeln Rhetorisierung / Pathetisierung Inversion Hyperbel zentrale Autoren des Expressionismus Auf einen Blick Gottfried Benn angespanntes Verhältnis zu seinem Vater praktizierender Arzt, u.a. in Psychiatrie und Pathologie EXPRESSIONISTEN 0 häufig problematische Familienverhältnisse • Intention: Aufbegehren, Er- zielen einer Schockwirkung Georg Heym Konflikte mit bürgerlich- konservativem Elternhaus Mitglied des „Neuen Clubs", um aufzubegehren Jakob van Hoddis . Probleme mit Autori- täten → Förderung einer progressiven Kultur Gedicht Weltende als Beginn der expressio- nistischen Lyrik Georg Trakl schwierige familiäre Verhältnisse • Depressionen und Drogenexzesse Eine der exzentrischsten Persönlichkeiten des Expres- sionismus war die Dichterin Else Lasker-Schüler, die mit Ringen und extravaganten Gewändern auffiel. Mit dem siebzehn Jahre jüngeren Gottfried Benn, dem sie den Spitznamen,,Giselher" gab, verband sie eine intensive Freundschaft, viele vermuten dahinter eine Liebesbezie- hung. Benn bezeichnete seine Freundin nach ihrem Tod als Deutschlands größte Dichterin". Literaturgeschichte Auf einen Blick 1600 Barock HH 1700 1720 Aufklärung 1750 1765 Sturm u. Drang Barock (1600-1720) Entwicklung der modernen Wissenschaften Religiosität / Religionskonflikte 1800 1785 1795 1805 1815 Romantik Klassik 1830 1848 Restaurationszeit - Dreißigjähriger Krieg mit verheerenden Auswirkungen Zentralmotive: Vanitas (leerer Schein / Eitelkeit), Memento mori (Gedenke des Todes), Abkehr von der Welt / Konzentration auf das Jenseits, Carpe diem (Genieße den Tag), Streben nach Ordnung und Inhalt Dominanz geregelter Formen Lyrik dominierende Gattung - Drama / Epik vorherrschende Themen : Krieg, Tod, Vergänglichkeit, Religion, Scheinwelt Aufklärung (1720-1800) Absolutismus, rationaler Zugang zu Gott, Aufstieg des Bürgertums Orientierung an menschlicher Vernunft -> distanziertes Verhalten zu Emotionen - autonomes Individuum mit Menschenrechten im Zentrum -> Toleranz - Fabel, Parabel, -> Literatur soll nützlich sein Sturm und Drang (1765-1785) Hintergründe : große soziale Ungerechtigkeit -> Aufbegehren der jungen Generation starker Subjektivismus -> Gefühlskult & Aufbruchsstimmung Drama: metrisch gebundene Sprache Epik Bildungsroman Aufwertung der Emotionalität => Gegenbewegung zum Rationalismus / Aufklärung - jugendliche Protestbewegungen => soziale Ungleichheit, materielle Not, rigide Moralvorstellungen Autonomie Künstler / Kunstwerk -> Geniekult, Schöpfergedanke Abkehr von Regelpoetiken : Leidenschaftlichkeit der Sprache Themen : Herz, Natur, Freundschaft, Liebe, Freiheit, politischer Widerstand, Gerechtigkeit Erlebnislyrik: reimlose Verse, Wiedergabe Empfindungen des Lyrischen Ichs Freiere Formen (offen) Klassik (1786-1805) Hintergründe : Französische Revolution, Terrorherrschaft Leitgedanken: Harmonie, Würde, Humanität, Toleranz, Selbstbestimmung Ideal des Guten, Wahren, Schönen Forderung nach ethischer Vervollkommnung - Orientierung an Antike Erziehung des Menschen = Aufgabe der Kunst Themen: Humanität, Freiheitsidee, Harmonie von Pflicht/ Neigung Ideal der Formstrenge : harmonische Verbindung von Inhalt, Sprache, Aufbau Lyrik: klassische Formen