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Sachtextanalyse und Erörterung zur Rezension von Paul Jandl zum Buchroman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger

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 Sachtextanalyse und Erörterung „Paul Jandl: Die Firma Blut und Boden ist geschäftstüchtig“
Der Text ,,Die Firma Blut und Boden ist geschäft

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Sachtextanalyse und Erörterung zur Rezension von Paul Jandl über den Buchroman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger

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Sachtextanalyse und Erörterung „Paul Jandl: Die Firma Blut und Boden ist geschäftstüchtig“ Der Text ,,Die Firma Blut und Boden ist geschäftstüchtig“ ist eine Rezension vom Autor Paul Jandl, die in der Tageszeitung ,,Neue Zürcher Zeitung" am 6.01.2018 erschienen ist. Paul Jandl befasst sich in seiner Rezension kritisch mit dem Inhalt und dem Aufbau des Romans „Unter der Drachenwand" vom Autor Arno Geiger. Im ersten Abschnitt (Z.1-9) leitet der Autor mit den 6 W Fragen ins Thema seiner Rezension ein. Der darauffolgende Abschnitt (Z.10-15) wird der Buchroman ,,Unter der Drachenwand" des Autors Arno Geigers vorgestellt. Paul Jandl bewundert Arno Geiger dafür, dass dieser sich auf die späten Kriegsmonate des zweiten Weltkrieges, dass ohnehin als schwieriges Thema gilt, beschäftigt. Im dritten Abschnitt (Z.20-42) erläutert Paul Jandl den Inhalt des Romans. Dabei steht der Hauptprotagonist Veit Kolbe im Vordergrund, der sich im Krieg eine Verletzung unterzog und nun in Mondsee lebt, ein Ort, der Veit Kolbes Entwicklung begleitet. Im darauffolgenden Sinnesabschnitt (Z. 43-51) vergleicht der Autor Paul Jandl den Protagonisten Veit Kolbe mit dem Freund aus ,,Camus", der ähnlich wie Veit Kolbe unter dem Himmel das Geschwader der Alliierten Flugzeuge beobachtet mit dem schlechten Gewissen, dass jene bald wieder an die Front müsse. Der 5. Abschnitt (Z.52-61) werden die anderen Protagonisten des Romans vorgestellt. Im nächsten Sinnesabschnitt...

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(Z. 62-73) wird das Schicksal um den Juden Oskar Meyer und seine Familie näher beleuchtet. Als nächstes (Z. 74-89) benennt der Autor die ,,empathische Distanz", die vom Buchautor Arno Geiger erzeugt wurde, wo sogar die Protagonisten, die als „Böse“ gelten, dem Leser als sympathisch erscheinen, indem sie menschliche Charaktereigenschaften wie z.B. Liebe und Empathie im Roman zeigen. Daraufhin (Z. 88- 101) wird ,,der Brasilianer“ vorgestellt, der durch seine Nähe zu Brasilien und seine offene Art, eine wichtige Rolle im Roman einnimmt. Im vorletzten Sinnesabschnitt (Z.102-122) wird die Schreibweise von Arno Geiger betrachtet, die als detailgetreu und wirklich beschrieben wird. Der letzte Abschnitt (Z.123-132) fasst den Artikel nochmal zusammen, im Vordergrund steht die Grausamkeit des 2. Weltkriegs und die Hintergründe des Krieges, die im Roman dargestellt sind, die historisch gesehen alle korrekt sind. Des Weiteren wird der Buchroman als ,,zeitlos" dargestellt. Letztendlich drückt der Autor seine Bewunderung gegenüber dem Werk von Arno Geiger aus. Die Argumentation der Rezension folgt einer thetischen Argumentationsstruktur, der Gedankengang der Rezension ist induktiv. Der Text führt zu Beginn den Leser mit einem Zitat vom Buchroman ins Thema ein. Der Autor fügt 6W Fragen ein, um den Leser in das Thema der damaligen NS-Zeit zu präsentieren. Es folgt daraufhin ein Zitat aus dem Roman, um den Leser auf den Buchroman aufmerksam zu machen. Der Leser soll mit dem Zitat einen groben Eindruck des Romans erhalten und darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass der Buchroman während der NS-Zeit spielt. Daraufhin wird die Welt des Protagonisten Veit Kolbe und den anderen Figuren des Romans vorgestellt, Paul Jandl vergleicht den Buchroman mit dem TV-Film ,,Freunde bei Camus", um den Leser den Roman zu veranschaulichen. Der Autor leitet daraufhin auf das Thema der Judenverfolgung über, indem er die Geschichte des Oskar Meyers und seiner Familie im Roman kurz vorstellt. Damit soll der Leser informiert werden, dass der Roman auf Basis der Multiperspektivität handelt. Paul Jandl lobt daraufhin den Autor Arno Geiger, dass dieser seinen „bösen“ Figuren, die dem NS-Regimes nahestehen, ein menschliches Bild überreicht. Paul Jandl verwendet dabei als Beispiel die Figuren Max Dohm und seine Ehefrau, die Quartierfrau Trude Dohm, als Paradebeispiel für eine Nazi- Ehepaar, das alltägliche Probleme gemeinsam löst und sich die Liebe zueinander gesteht in Relation zu den Nazis, die als blinde Fanatiker, die Menschen terrorisieren. Im vorletzten Teil geht der Autor auf den Brasilianer ein, der als einziger der Figuren sich kritisch über das NS-Regimes äußert und als einzige Figur, vor dem NS-Regimes, flieht. Der Brasilianer symbolisiert die Vielfältigkeit der Figuren, die im Roman herrschen. Im letzten Teil der Rezension äußert sich der Autor Paul Jandl positiv über den Roman und fasst seinen Argumente nochmals zusammen. Der Autor lobt den Stil und die Geschichte des Buchromans und empfiehlt dadurch indirekt den Leser, den Roman von Arno Geiger zu lesen. Sprachlich passt sich der Autor Paul Jandl dem Roman von Arno Geiger an. In Zeile 12-13 ,,in einen Themenkreis der Hölle gewagt, den er wie auf Zehenspitzen durchschreitet." verwendet der Autor ein Vergleich, um die sprachliche Gabe Arno Geigers zu symbolisieren. Das Verb ,,durchschreitet" (Z.13) soll das starke Selbstbewusstsein der Schreibweise, die der Autor Arno Geiger in seinem Roman verwendet, dem Leser veranschaulicht werden. Der Autor verwendet die Personifikation (Z.13-14),,Mit der Vorsicht einer Literatur..." geht Paul Jandl auf die Verschachtelung Arno Geigers ein, die dadurch einen tieferen Sinn erhalten. Durch die Verschachtelung soll der Lesefluss des Lesers unterbrochen werden, damit dieser über das gerade Gelesene nachdenkt. Paul Jandl verfolgt die Intention, dem Leser den Roman schmackhaft zu machen, ohne dabei den Leser in seine Meinung stark zu beeinflussen. Nach Auffassung des Autors Paul Jandl erreicht der Buchautor Arno Geiger ein Werk, was den Leser sehr gut in die NS-Zeit hineinversetzen kann. Dem Autor Paul Jandl gelingt es mit seiner Rezension, seine Intention, den Leser vom Buchroman „Unter der Drachenwand“ zu überzeugen. Die Argumentationsweise und die Erläuterungen, die der Autor in seiner Rezension verfolgt, sind gut bedacht und sinnvoll gestaltet. Erörterung Die These von Paul Jandl, dass im Roman „die Guten ganz unverdächtig gut“, „aber die Schlechten auch nicht ganz schlecht aussehen", es also keine wirklichen Bösewichte gibt (vgl. Z. 77ff.) halte ich für teilweise richtig. Die Protagonisten des Romanes ,,Unter der Drachenwand" werden vom Autor Arno Geiger nicht als starke Fanatiker dargestellt, die eine große Liebe zum Nationalsozialismus pflegen. Als Beispiel gelten der Lackierermeister Max Dohm und seine Frau Trude Dohm, die Quartierfrau im Roman. Im Roman werden beide zwar als treue Anhänger des Nationalsozialismus dargestellt, dennoch gibt es im Roman Momente, wo diese gegenüber dem Protagonisten Veit Kolbe, der sich dem Nationalsozialismus stärker distanziert, sich freundlich verhalten und nicht als „kalt" beschrieben werden. Der Lackierermeister Max Dohm öffnet sich z. B. in einer Szene im Roman gegenüber Veit Kolbe, dass nicht alles am Nationalsozialismus gut sei und dieser nicht perfekt sei. Des Weiteren hinterfragt er im Gegensatz zu seiner Frau Trude Dohm, Veit Kolbe nicht, warum dieser so lange nicht mehr an der Front war. Er zeigt gegenüber Veit Kolbe Verständnis, warum dieser Mondsee gegenüber einem Einsatz an der Front bevorzuge. Des Weiteren lässt Max Dohm nach einer längeren Streitgespräch mit dem Brasilianer, dem Bruder der Quartierfrau, der sich gegenüber dem Nationalsozialismus kritisch äußert, ab. Er verpfeift seinen Schwager nicht, obwohl dieser die Ansichten des Nazi-Regimes auf schärfste kritisiert und gerne mal Äußerungen Richtung Führungspersonen des NS-Regimes wirft, was daraufhin deutet, dass Anhänger, die dem Nationalsozialismus nahe sind, doch Menschen sind und eine gewisse Menschlichkeit aufweisen, anders als oftmals von Medienberichten beschrieben wird. Auf der anderen Seite wiesen die Figuren, die dem NS-Regimes nahestehen, eine Nähe zu Gewalt und Beleidigungen gegenüber Figuren, die eher eine ablehnende Haltung gegenüber dem NS-Regimes hatten. Als Paradebeispiel gilt die Misshandlung und spätere Erschießung der Hündin des Brasilianers. Nach der Verhaftung des Brasilianers wurde seine Hündin durch Schläge von NS-Leuten misshandelt, sodass diese nicht mehr in der Lage war, zu laufen und unter Schmerzen litt. Der Lackierermeister Max Dohm erschoss die Hündin des Brasilianers, ohne dabei ein Gefühl von Trauer oder Mitleid zu zeigen. Dieses Verhalten symbolisiert, dass die „Bösen“ ihren Namen gerecht werden und dabei anders als „auch nicht ganz schlecht aussehen“ (Z.77), bereit sind Gewalt gegen Andersdenkende anzuwenden und somit ein Zeichen von Angst und Schrecken zeigen. Des Weiteren beleidigt die Quartierfrau, Veit Kolbes Freundin Margot als „Hure", da dieser seit längerer Zeit nicht mehr zum Militärdienst erschienen ist. Dieses widerwärtige Verhalten zeigt erneut wie verrückt NS-Sympathisanten zum Krieg stehen und wie sehr sie einen Sieg von Faschisten in Kauf nehmen, die grausame Taten vollgehen.

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Letztendlich drückt der Autor seine Bewunderung gegenüber dem Werk von Arno Geiger aus. Die Argumentation der Rezension folgt einer thetischen Argumentationsstruktur, der Gedankengang der Rezension ist induktiv. Der Text führt zu Beginn den Leser mit einem Zitat vom Buchroman ins Thema ein. Der Autor fügt 6W Fragen ein, um den Leser in das Thema der damaligen NS-Zeit zu präsentieren. Es folgt daraufhin ein Zitat aus dem Roman, um den Leser auf den Buchroman aufmerksam zu machen. Der Leser soll mit dem Zitat einen groben Eindruck des Romans erhalten und darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass der Buchroman während der NS-Zeit spielt. Daraufhin wird die Welt des Protagonisten Veit Kolbe und den anderen Figuren des Romans vorgestellt, Paul Jandl vergleicht den Buchroman mit dem TV-Film ,,Freunde bei Camus", um den Leser den Roman zu veranschaulichen. Der Autor leitet daraufhin auf das Thema der Judenverfolgung über, indem er die Geschichte des Oskar Meyers und seiner Familie im Roman kurz vorstellt. Damit soll der Leser informiert werden, dass der Roman auf Basis der Multiperspektivität handelt. Paul Jandl lobt daraufhin den Autor Arno Geiger, dass dieser seinen „bösen“ Figuren, die dem NS-Regimes nahestehen, ein menschliches Bild überreicht. Paul Jandl verwendet dabei als Beispiel die Figuren Max Dohm und seine Ehefrau, die Quartierfrau Trude Dohm, als Paradebeispiel für eine Nazi- Ehepaar, das alltägliche Probleme gemeinsam löst und sich die Liebe zueinander gesteht in Relation zu den Nazis, die als blinde Fanatiker, die Menschen terrorisieren. Im vorletzten Teil geht der Autor auf den Brasilianer ein, der als einziger der Figuren sich kritisch über das NS-Regimes äußert und als einzige Figur, vor dem NS-Regimes, flieht. Der Brasilianer symbolisiert die Vielfältigkeit der Figuren, die im Roman herrschen. Im letzten Teil der Rezension äußert sich der Autor Paul Jandl positiv über den Roman und fasst seinen Argumente nochmals zusammen. Der Autor lobt den Stil und die Geschichte des Buchromans und empfiehlt dadurch indirekt den Leser, den Roman von Arno Geiger zu lesen. Sprachlich passt sich der Autor Paul Jandl dem Roman von Arno Geiger an. In Zeile 12-13 ,,in einen Themenkreis der Hölle gewagt, den er wie auf Zehenspitzen durchschreitet." verwendet der Autor ein Vergleich, um die sprachliche Gabe Arno Geigers zu symbolisieren. Das Verb ,,durchschreitet" (Z.13) soll das starke Selbstbewusstsein der Schreibweise, die der Autor Arno Geiger in seinem Roman verwendet, dem Leser veranschaulicht werden. Der Autor verwendet die Personifikation (Z.13-14),,Mit der Vorsicht einer Literatur..." geht Paul Jandl auf die Verschachtelung Arno Geigers ein, die dadurch einen tieferen Sinn erhalten. 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Die Protagonisten des Romanes ,,Unter der Drachenwand" werden vom Autor Arno Geiger nicht als starke Fanatiker dargestellt, die eine große Liebe zum Nationalsozialismus pflegen. Als Beispiel gelten der Lackierermeister Max Dohm und seine Frau Trude Dohm, die Quartierfrau im Roman. Im Roman werden beide zwar als treue Anhänger des Nationalsozialismus dargestellt, dennoch gibt es im Roman Momente, wo diese gegenüber dem Protagonisten Veit Kolbe, der sich dem Nationalsozialismus stärker distanziert, sich freundlich verhalten und nicht als „kalt" beschrieben werden. Der Lackierermeister Max Dohm öffnet sich z. B. in einer Szene im Roman gegenüber Veit Kolbe, dass nicht alles am Nationalsozialismus gut sei und dieser nicht perfekt sei. Des Weiteren hinterfragt er im Gegensatz zu seiner Frau Trude Dohm, Veit Kolbe nicht, warum dieser so lange nicht mehr an der Front war. Er zeigt gegenüber Veit Kolbe Verständnis, warum dieser Mondsee gegenüber einem Einsatz an der Front bevorzuge. Des Weiteren lässt Max Dohm nach einer längeren Streitgespräch mit dem Brasilianer, dem Bruder der Quartierfrau, der sich gegenüber dem Nationalsozialismus kritisch äußert, ab. Er verpfeift seinen Schwager nicht, obwohl dieser die Ansichten des Nazi-Regimes auf schärfste kritisiert und gerne mal Äußerungen Richtung Führungspersonen des NS-Regimes wirft, was daraufhin deutet, dass Anhänger, die dem Nationalsozialismus nahe sind, doch Menschen sind und eine gewisse Menschlichkeit aufweisen, anders als oftmals von Medienberichten beschrieben wird. Auf der anderen Seite wiesen die Figuren, die dem NS-Regimes nahestehen, eine Nähe zu Gewalt und Beleidigungen gegenüber Figuren, die eher eine ablehnende Haltung gegenüber dem NS-Regimes hatten. Als Paradebeispiel gilt die Misshandlung und spätere Erschießung der Hündin des Brasilianers. Nach der Verhaftung des Brasilianers wurde seine Hündin durch Schläge von NS-Leuten misshandelt, sodass diese nicht mehr in der Lage war, zu laufen und unter Schmerzen litt. Der Lackierermeister Max Dohm erschoss die Hündin des Brasilianers, ohne dabei ein Gefühl von Trauer oder Mitleid zu zeigen. Dieses Verhalten symbolisiert, dass die „Bösen“ ihren Namen gerecht werden und dabei anders als „auch nicht ganz schlecht aussehen“ (Z.77), bereit sind Gewalt gegen Andersdenkende anzuwenden und somit ein Zeichen von Angst und Schrecken zeigen. Des Weiteren beleidigt die Quartierfrau, Veit Kolbes Freundin Margot als „Hure", da dieser seit längerer Zeit nicht mehr zum Militärdienst erschienen ist. Dieses widerwärtige Verhalten zeigt erneut wie verrückt NS-Sympathisanten zum Krieg stehen und wie sehr sie einen Sieg von Faschisten in Kauf nehmen, die grausame Taten vollgehen.