Ökologie, abiotische Faktoren

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Ökologie, abiotische Faktoren

 Klausur Ökologie 1
Aufgabe 1: Verbreitung zweier Laufkäferarten und ihre Reaktion auf
Umweltfaktoren
LK Biologie (
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Abiotische Faktoren, Ökologie, 13 Punkte

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Klausur Ökologie 1 Aufgabe 1: Verbreitung zweier Laufkäferarten und ihre Reaktion auf Umweltfaktoren LK Biologie ( Aufgabenstellung Aufgabe 1: 1) Werten Sie Material A aus, indem Sie die dargestellten Untersuchungsergebnisse beschreiben und die Untersuchungsmethode erläutern. [12 Punkte] 2) Stellen Sie die Messergebnisse aus Material B grafisch dar und erläutern Sie die Ergebnisse für die beiden Laufkäferarten (auch im Vergleich). [35 Punkte] 3) Stellen Sie Hypothesen zur Erklärung der Verteilung der beiden Laufkäferarten in der untersuchten Landschaft auf. Erläutern Sie dabei auch, inwieweit die Datenlage ausreicht, um die Verteilung der Arten zu erklären. [19 Punkte] Material A: Verteilung zweier Laufkäferarten in einer Hecke und den angrenzenden Ackerbereichen In einem Freilandversuch wurden Laufkäfer mit Bodenfallen gefangen. Anschließend wurde ausgezählt, wie viele Tiere der Arten Pterostichus vulgaris (Gemeiner Grabkäfer) und Pterostichus cristatus (Schluchtwald- Grabkäfer) in den Fallen waren. Die Fallen wurden am Vortag eingegraben und die Fangergebnisse am folgenden Morgen ausgewertet. Die Zählergebnisse sind als Säulen an den Fangstellen eingetragen. | 20 Tiere Getreidefeld, P. vulgaris P. cristatus Hecke 09.03.2021 Abbildung 1: Häufigkeit zweier Laufkäferarten in einer Feldhecke und angrenzenden Feldern Kartoffeln 1 Unterschiede zum Freiland in Prozent 180 160 140 120 100 80 60 40 LK Biologie Material B: Laboruntersuchungen zur Temperatur- und Feuchtigkeitspräferenz Temmperaturbereiche in °℃ P. vulgaris P. cristatus Tabelle 1: Temperaturpräferenz 10 Bereiche mit bestimmter Feuchte in % relativer 100 Material C: Windwirkung an einer Feldhecke Windrichtung 48,2 57 Klausur Ökologie 1 0-5 Luftfeuchtigkeit P. vulgaris 10,3 10,3 P. cristatus 9,6 6,7 Tabelle 2: Feuchtigkeitspröferenz von P. vulgaris und P. cristatus (alle Angaben in Prozent) Luvseite 6-10 1 3 3 2,5 von P. vulgaris und P....

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cristatus 90 19,6 23,2 Leeselte 11-15 16-20 21-25 8 6 Bodenfeuchte Verdunstung S 75 19,5 42,5 10 51 31,5 55 Taubildung Niederschlag 15 26-30 31-35 36-40 16 14,5 Windgeschwindigkeit 1,5 0 20 40 11,6 3,5 09.03.2021 Abbildung 2: Veränderungen abiotischer Faktoren in der Nähe einer Feldhecke in idealisierter Darstellung 0 0 Summe 100 100 Summe 25 30 Entfernung von der Feldhecke in Meter 100 100 Ö Temperatur in Grad Celsius Mausmakis gehören zu den Lemuren, einer Primatengattung, die ausschließlich auf Madagaskar vorkommt. Mit einem Körpergewicht von 30 bis 100 Gramm sind sie die kleinsten Primaten der Welt. Der Graue Mausmaki beispielsweise wiegt nur 40 bis 100 Gramm, der Rote Zwergmausmaki sogar nur etwa 30 Gramm. Mausmakis bewohnen die Laubschicht der Trockenwälder im Westen, aber auch die Regenwälder im Osten Madagaskar. Hier suchen die nachtaktiven Tiere vor allem nach Früchten, Insekten und Spinnen. Während des Winters auf der Südhalbkugel (zwischen April und Oktober) herrscht Trockenzeit. Die Pflanzen werfen ihre Blätter ab, Blüten und Früchte sind nicht vorhanden. In dieser Zeit lässt sich beobachten, dass Mausmakis, wie viele andere Kleinsäugetiere auch, in einen Tagesschlaf, den Torpor, verfallen. Andere Arten, wie der ebenfalls nachtaktive Fettschwanzmaki, fressen sich einen Fettvorrat an, der zum großen Teil im Schwanz gespeichert wird. Anschließen ziehen sie sich in Baumhöhlen zurück und halten von April bis September Winterschlaf. 20 15 10 LK Biologie Aufgabe 2: Leben auf Sparflamme Aufgabenstellung Aufgabe 2: 1) Erläutern Sie Winterschlaf und Winterruhe als Möglichkeiten für effizientes Energiesparen bei homiothermen Tieren. Nennen Sie dabei Beispiele und gehen Sie auch auf die Bedeutung der Körpergröße ein. [18 Punkte] 2) Erläutern Sie die speziellen Angepasstheiten der Mausmakis an das Klima auf Madagaskar. Berücksichtigen Sie dabei auch Material C. [30 Punkte] 3) Vergleichen Sie Winterschlaf, Winterruhe und Torpor und erläutern Sie die Auswirkungen des Torpors auf die Aktivität der Tiere während der Trockenzeit. [18 Punkte] Material A: Mausmaki-Arten auf Madagaskar Fettschwanzmaki Material B: Klima auf Madagaskar 5 <10 Grauer Mausmaki ܦܐ Klausur Ökologie 1 Temperaturen und Regentage in Morondava (Westküste Madagaskars) Januar Februar März Tagestemperatur Abbildung 3: Klima auf Madagaskar Apr Mai Juni 09.03.2021 Nachttemperatur Juli LLLLLE 20 August September Oktober November Dezember -Regentage pro Monat 15 10 S -0- 3 Temperatur in Grad Celsius | Temperatur in Grad Celsius ww.m 30 20 LK Biologie Material D: Untersuchung zur Stoffwechselrate und Körpertemperatur von Mausmakis in Abhängigkeit von der Lufttemperatur Wissenschaftler der Universität Marburg untersuchten die Abhängigkeit der Stoffwechselrate und der Körpertemperatur von der Lufttemperatur bei verschiedenen Mausmaki-Arten. Ihr Ziel war es, den Torpor der Tiere im Freiland zu beobachten und seine energetische Effizienz zu ermitteln. Für die Untersuchung wurden die Tiere in geräumigen Gehegen im natürlichen Lebensraum gehalten, sodass ihre Bewegungsfreiheit nur unwesentlich eingeschränkt wurde. Als Ersatz für natürliche Baumhöhlen diensten Nistkästen. In diesen befanden sich auch eine Messeinrichtung, die die Körpertemperatur und die Stoffwechselrate, gemessen als Sauerstoffverbrauch pro Stunde, der Tiere erfasste. In ihrem Gehege waren die Mausmakis zudem den natürlichen klimatischen Bedingungen im Trockenwald ausgesetzt. Klausur Ökologie 1 Material C: Die DNA verrät, wie Madagaskar vor der menschlichen Besiedlung aussah¹ Wald bedeckt war. Für eine Studie untersuchten Wissenschaftler_innen genetische Charakteristika Bisher ging man davon aus, dass Madagaskar vor der Besiedlung durch Menschen vollständig von von Mausmakis. Denn wenn Arten nur in Wäldern vorkommen, spiegeln genetische Ähnlichkeiten zwischen einzel- nen, in unterschiedlichen Waldgebieten der Insel lebenden Populationen nicht nur wider, ob einmal ein Austausch zwischen ihnen stattgefunden hat, sondern auch, wann sie voneinander isoliert wur- den. ,,Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass das zentrale Hochland Madagaskars vor der An- kunft von Menschen auf der Insel nicht nur aus Wald bestand, sondern vielmehr aus einem Mosaik von Waldinseln und Grasländern, das sich ständig veränderte", erklärt Jörg Ganzhorn, Professor für Tierökologie (Uni Hamburg). Das zentrale Hochland stellt ein Bindeglied zwischen den Regenwäldern im Osten und den Trockenwäldern im Westen der Insel dar, das sich im Lauf der Jahrtausende ge- wandelt hat. Während feuchterer Perioden dehnten sich die Wälder des Hochlandes aus und ermög- lichten den Tieren Wanderungen quer über die Insel, in trockeneren Episoden zog sich der Wald zu- rück und die Verbindung zwischen Regen- und Trockenwäldern riss ab. Dadurch entwickelten sich Pflanzen und Tiere in den verschiedenen Gebieten zu unterschiedlichen Arten. Die im Erbgut von Mausmakis dokumentierten Schwankungen der vergangenen 500.000 Jahre zeigen, dass die jüngsten Arten offenbar vor etwa 55.000 Jahren entstanden sind. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn der letzten Trockenperiode vor Ankunft von Menschen auf der Insel. 10 16:00 Stoffwechselrate und Körpertemperatur von Mausmakis in Abhängigkeit von der Lufttemperatur Februar 400 Körpertemperatur Lufttemperatur Nacht Nacht Stoffwechselrate Lufttemperatur 609 Stoffwechselrate 09.03.2021 Körpertemperatur 8:00 300 200 Sauerstoffverbrauch in Milliliter pro Stunde 100 Juli 400 300 200 5 Sauerstoffverbrauch in Milliliter pro Stunde 100 S -0- 16:00 Tageszeit it 24:00 |-Körpertemperatur ---Lufttemperatur Stoffwechselrate *Gekurzt nach: https://www.uni-hamburg.de/newsletter/september-2016/lemuren-dna-verraet-wie-san-madagaskar-vor- menschlicher-besiedlung-aus.html (Zugriff am 14.02.2021). 4 Bio LK Aufgabe 1: Laufkäfer Inhaltliche Aspekte Der Prüfling nennt Folgendes Mdoendichte In Prozent 60 329 22 20 10 20 1. Werten Sie Material A aus, indem Sie die dargestellten Untersuchungsergebnisse beschreiben und die Untersuchungsmethode erläutern. P. vulgaris ist außerhalb der Hecke in größerer Individuendichte vertreten als innerhalb. Er hat im Kartoffelfeld höhere Dichten als im Getreidefeld. Den Heckenrand zum Kartoffelfeld hin besiedelt er mit höheren Dichten als zum Getreidefeld hin. Bei P. cristatus verhält es sich genau umgekehrt. Im Kartoffelfeld kommt er gar nicht vor, im Getreidefeld lediglich nahe der Hecke und dort mit sehr geringen Individuendichten. Er ist in der Heckenmitte stärker vertreten als an den Heckenrändern. Die Käfer wurden in Fallen gefangen, die Fangergebnisse am Morgen ausgewertet. Es werden also ökologische Bedingungen auf die Fangergebnisse einwirken, die nachts vorherrschen. Dies müsste bei der Datenauswertung beachtet werden. Da Bodenfallen eingesetzt wurden, werden die Käfer hauptsächlich über den Boden laufen und nicht fliegen. Sonst würde das Fangergebnis verfälscht sein. 2. Stellen Sie die Messergebnisse aus Material B grafisch dar und erläutern Sie die Ergebnisse für die beiden Laufkäferarten (auch im Vergleich). 100 6-10 21-25 90 Temperaturpräferens EH Ökologie 1 16-20 23-25 Feuchtepräferenz 75 26-30 R. vulgaris P. cristatus 32-35 36-40 Temperaturbereiche in Grad Celsius P.vulgaris P.cristatus 55 40 Bereiche relativer Luftfeuchte in Prozent Punkte 12 35 14 09.03.2021 Davon erreicht 11 G 3 34 Sara 13 1 Bio LK EH Ökologie 1 Die grafische Darstellung muss über eine angemessene Skalierung, sinnvoll beschriftete Achsen und einen sachlich korrekten Bezug zu den Tabellen verfügen. P. vulgaris bevorzugt tendenziell höhere Temperaturen als P. cristatus. Sein Präferenzbereich erstreckt sich allerdings über den gesamten Präferenzbereich von P. cristatus und geht lediglich bei den höchsten Temperaturen leicht über diesen hinaus. Das Temperaturoptimum liegt bei P. cristatus bei 16 bis 20 Grad Celsius, bei P. vulgaris bei 21 bis 26 Grad Celsius. P. vulgaris hat also ein höheres Temperaturoptimum als P. cristatus. Die Präferenzbereiche der relativen Luftfeuchtigkeit sind bei beiden Käfern sehr ähnlich. Tendenziell halten sich mehr Tiere von P. vulgaris in trockeneren Bereichen auf als von P. cristatus. Beide Käfer haben ihr Feuchtoptimum bei 100 Prozent relativer Luftfeuchte. 3. Stellen Sie Hypothesen zur Erklärung der Verteilung der beiden Laufkäferarten in der untersuchten Landschaft auf. Erläutern Sie dabei auch, inwieweit die Datenlage ausreicht, um die Verteilung der Arten zu erklären. Im Bereich der Hecke ist die Taubildung und damit die relative Luftfeuchte, höher als auf den Feldern, die Verdunstung ist geringer. Daher ist zu vermuten, dass sich die Käfer, die eher die Feuchte bevorzugen, in der Hecke oder in ihrer Nähe aufhalten. In Wäldern und Hecken werden meistens niedrigere Temperaturen gemessen als in der freien Landschaft. Also werden sich die Käfer, die niedrigere Temperaturen bevorzugen, eher in der Hecke als in ihrer Umgebung aufhalten. Wenn in einer Landschaft eine bevorzugte Windrichtung vorherrscht, sind die Feuchteverhältnisse auf beiden Seiten einer Hecke unterschiedlich. Feuchte liebende Tiere haben dann bezogen auf die Windrichtung hinter einer Hecke bessere Bedingungen als vor der Hecke. Im Gelände hat man die untersuchten Tiere in Fallen gefangen. Entsprechend der Situation im Labor haben die Tiere freie Bewegungsmöglichkeit. Daher geben die Laborergebnisse einen Hinweis darauf, welcher abiotische Faktor für die Verbreitung der Arten im Gelände ursächlich sein könnte. Im Labor fehlt allerdings die Konkurrenzsituation, die im Gelände möglich ist. Außerdem können weitere abiotische Faktoren gemäß dem Wirkungsgesetz der Umweltfaktoren im Gelände bestimmend sein, die im Labor konstant auf bestimmten Werten gehalten wurden. Da P. cristatus gegenüber P. vulgaris leicht kühlere und feuchtere Bereiche bevorzugt, könnte es sein, dass die beiden Faktoren Temperatur und Feuchtigkeit ausreichen, dass beide Arten in der Landschaft in getrennten Gebieten vorkommen. Wenn im untersuchten Gelände der Wind vom Kartoffelfeld auf die Hecke trifft, wäre auch die ungleichmäßige Verteilung in der Nähe der Hecke zu dieser Hypothese passend. Auch die unterschiedliche Höhe der Pflanzen im Getreidefeld und Kartoffelfeld könnte die entsprechenden 7 7 7 19 8 6 5 09.03.2021 17 t 7 AS 6 6 3 2 ↓

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Während des Winters auf der Südhalbkugel (zwischen April und Oktober) herrscht Trockenzeit. Die Pflanzen werfen ihre Blätter ab, Blüten und Früchte sind nicht vorhanden. In dieser Zeit lässt sich beobachten, dass Mausmakis, wie viele andere Kleinsäugetiere auch, in einen Tagesschlaf, den Torpor, verfallen. Andere Arten, wie der ebenfalls nachtaktive Fettschwanzmaki, fressen sich einen Fettvorrat an, der zum großen Teil im Schwanz gespeichert wird. Anschließen ziehen sie sich in Baumhöhlen zurück und halten von April bis September Winterschlaf. 20 15 10 LK Biologie Aufgabe 2: Leben auf Sparflamme Aufgabenstellung Aufgabe 2: 1) Erläutern Sie Winterschlaf und Winterruhe als Möglichkeiten für effizientes Energiesparen bei homiothermen Tieren. Nennen Sie dabei Beispiele und gehen Sie auch auf die Bedeutung der Körpergröße ein. [18 Punkte] 2) Erläutern Sie die speziellen Angepasstheiten der Mausmakis an das Klima auf Madagaskar. Berücksichtigen Sie dabei auch Material C. [30 Punkte] 3) Vergleichen Sie Winterschlaf, Winterruhe und Torpor und erläutern Sie die Auswirkungen des Torpors auf die Aktivität der Tiere während der Trockenzeit. [18 Punkte] Material A: Mausmaki-Arten auf Madagaskar Fettschwanzmaki Material B: Klima auf Madagaskar 5 <10 Grauer Mausmaki ܦܐ Klausur Ökologie 1 Temperaturen und Regentage in Morondava (Westküste Madagaskars) Januar Februar März Tagestemperatur Abbildung 3: Klima auf Madagaskar Apr Mai Juni 09.03.2021 Nachttemperatur Juli LLLLLE 20 August September Oktober November Dezember -Regentage pro Monat 15 10 S -0- 3 Temperatur in Grad Celsius | Temperatur in Grad Celsius ww.m 30 20 LK Biologie Material D: Untersuchung zur Stoffwechselrate und Körpertemperatur von Mausmakis in Abhängigkeit von der Lufttemperatur Wissenschaftler der Universität Marburg untersuchten die Abhängigkeit der Stoffwechselrate und der Körpertemperatur von der Lufttemperatur bei verschiedenen Mausmaki-Arten. Ihr Ziel war es, den Torpor der Tiere im Freiland zu beobachten und seine energetische Effizienz zu ermitteln. Für die Untersuchung wurden die Tiere in geräumigen Gehegen im natürlichen Lebensraum gehalten, sodass ihre Bewegungsfreiheit nur unwesentlich eingeschränkt wurde. Als Ersatz für natürliche Baumhöhlen diensten Nistkästen. In diesen befanden sich auch eine Messeinrichtung, die die Körpertemperatur und die Stoffwechselrate, gemessen als Sauerstoffverbrauch pro Stunde, der Tiere erfasste. In ihrem Gehege waren die Mausmakis zudem den natürlichen klimatischen Bedingungen im Trockenwald ausgesetzt. Klausur Ökologie 1 Material C: Die DNA verrät, wie Madagaskar vor der menschlichen Besiedlung aussah¹ Wald bedeckt war. Für eine Studie untersuchten Wissenschaftler_innen genetische Charakteristika Bisher ging man davon aus, dass Madagaskar vor der Besiedlung durch Menschen vollständig von von Mausmakis. Denn wenn Arten nur in Wäldern vorkommen, spiegeln genetische Ähnlichkeiten zwischen einzel- nen, in unterschiedlichen Waldgebieten der Insel lebenden Populationen nicht nur wider, ob einmal ein Austausch zwischen ihnen stattgefunden hat, sondern auch, wann sie voneinander isoliert wur- den. ,,Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass das zentrale Hochland Madagaskars vor der An- kunft von Menschen auf der Insel nicht nur aus Wald bestand, sondern vielmehr aus einem Mosaik von Waldinseln und Grasländern, das sich ständig veränderte", erklärt Jörg Ganzhorn, Professor für Tierökologie (Uni Hamburg). Das zentrale Hochland stellt ein Bindeglied zwischen den Regenwäldern im Osten und den Trockenwäldern im Westen der Insel dar, das sich im Lauf der Jahrtausende ge- wandelt hat. Während feuchterer Perioden dehnten sich die Wälder des Hochlandes aus und ermög- lichten den Tieren Wanderungen quer über die Insel, in trockeneren Episoden zog sich der Wald zu- rück und die Verbindung zwischen Regen- und Trockenwäldern riss ab. Dadurch entwickelten sich Pflanzen und Tiere in den verschiedenen Gebieten zu unterschiedlichen Arten. Die im Erbgut von Mausmakis dokumentierten Schwankungen der vergangenen 500.000 Jahre zeigen, dass die jüngsten Arten offenbar vor etwa 55.000 Jahren entstanden sind. Dieser Zeitpunkt markiert den Beginn der letzten Trockenperiode vor Ankunft von Menschen auf der Insel. 10 16:00 Stoffwechselrate und Körpertemperatur von Mausmakis in Abhängigkeit von der Lufttemperatur Februar 400 Körpertemperatur Lufttemperatur Nacht Nacht Stoffwechselrate Lufttemperatur 609 Stoffwechselrate 09.03.2021 Körpertemperatur 8:00 300 200 Sauerstoffverbrauch in Milliliter pro Stunde 100 Juli 400 300 200 5 Sauerstoffverbrauch in Milliliter pro Stunde 100 S -0- 16:00 Tageszeit it 24:00 |-Körpertemperatur ---Lufttemperatur Stoffwechselrate *Gekurzt nach: https://www.uni-hamburg.de/newsletter/september-2016/lemuren-dna-verraet-wie-san-madagaskar-vor- menschlicher-besiedlung-aus.html (Zugriff am 14.02.2021). 4 Bio LK Aufgabe 1: Laufkäfer Inhaltliche Aspekte Der Prüfling nennt Folgendes Mdoendichte In Prozent 60 329 22 20 10 20 1. Werten Sie Material A aus, indem Sie die dargestellten Untersuchungsergebnisse beschreiben und die Untersuchungsmethode erläutern. P. vulgaris ist außerhalb der Hecke in größerer Individuendichte vertreten als innerhalb. Er hat im Kartoffelfeld höhere Dichten als im Getreidefeld. Den Heckenrand zum Kartoffelfeld hin besiedelt er mit höheren Dichten als zum Getreidefeld hin. Bei P. cristatus verhält es sich genau umgekehrt. Im Kartoffelfeld kommt er gar nicht vor, im Getreidefeld lediglich nahe der Hecke und dort mit sehr geringen Individuendichten. Er ist in der Heckenmitte stärker vertreten als an den Heckenrändern. Die Käfer wurden in Fallen gefangen, die Fangergebnisse am Morgen ausgewertet. Es werden also ökologische Bedingungen auf die Fangergebnisse einwirken, die nachts vorherrschen. Dies müsste bei der Datenauswertung beachtet werden. Da Bodenfallen eingesetzt wurden, werden die Käfer hauptsächlich über den Boden laufen und nicht fliegen. Sonst würde das Fangergebnis verfälscht sein. 2. Stellen Sie die Messergebnisse aus Material B grafisch dar und erläutern Sie die Ergebnisse für die beiden Laufkäferarten (auch im Vergleich). 100 6-10 21-25 90 Temperaturpräferens EH Ökologie 1 16-20 23-25 Feuchtepräferenz 75 26-30 R. vulgaris P. cristatus 32-35 36-40 Temperaturbereiche in Grad Celsius P.vulgaris P.cristatus 55 40 Bereiche relativer Luftfeuchte in Prozent Punkte 12 35 14 09.03.2021 Davon erreicht 11 G 3 34 Sara 13 1 Bio LK EH Ökologie 1 Die grafische Darstellung muss über eine angemessene Skalierung, sinnvoll beschriftete Achsen und einen sachlich korrekten Bezug zu den Tabellen verfügen. P. vulgaris bevorzugt tendenziell höhere Temperaturen als P. cristatus. Sein Präferenzbereich erstreckt sich allerdings über den gesamten Präferenzbereich von P. cristatus und geht lediglich bei den höchsten Temperaturen leicht über diesen hinaus. Das Temperaturoptimum liegt bei P. cristatus bei 16 bis 20 Grad Celsius, bei P. vulgaris bei 21 bis 26 Grad Celsius. P. vulgaris hat also ein höheres Temperaturoptimum als P. cristatus. Die Präferenzbereiche der relativen Luftfeuchtigkeit sind bei beiden Käfern sehr ähnlich. Tendenziell halten sich mehr Tiere von P. vulgaris in trockeneren Bereichen auf als von P. cristatus. Beide Käfer haben ihr Feuchtoptimum bei 100 Prozent relativer Luftfeuchte. 3. Stellen Sie Hypothesen zur Erklärung der Verteilung der beiden Laufkäferarten in der untersuchten Landschaft auf. Erläutern Sie dabei auch, inwieweit die Datenlage ausreicht, um die Verteilung der Arten zu erklären. Im Bereich der Hecke ist die Taubildung und damit die relative Luftfeuchte, höher als auf den Feldern, die Verdunstung ist geringer. Daher ist zu vermuten, dass sich die Käfer, die eher die Feuchte bevorzugen, in der Hecke oder in ihrer Nähe aufhalten. In Wäldern und Hecken werden meistens niedrigere Temperaturen gemessen als in der freien Landschaft. Also werden sich die Käfer, die niedrigere Temperaturen bevorzugen, eher in der Hecke als in ihrer Umgebung aufhalten. Wenn in einer Landschaft eine bevorzugte Windrichtung vorherrscht, sind die Feuchteverhältnisse auf beiden Seiten einer Hecke unterschiedlich. Feuchte liebende Tiere haben dann bezogen auf die Windrichtung hinter einer Hecke bessere Bedingungen als vor der Hecke. Im Gelände hat man die untersuchten Tiere in Fallen gefangen. Entsprechend der Situation im Labor haben die Tiere freie Bewegungsmöglichkeit. Daher geben die Laborergebnisse einen Hinweis darauf, welcher abiotische Faktor für die Verbreitung der Arten im Gelände ursächlich sein könnte. Im Labor fehlt allerdings die Konkurrenzsituation, die im Gelände möglich ist. Außerdem können weitere abiotische Faktoren gemäß dem Wirkungsgesetz der Umweltfaktoren im Gelände bestimmend sein, die im Labor konstant auf bestimmten Werten gehalten wurden. Da P. cristatus gegenüber P. vulgaris leicht kühlere und feuchtere Bereiche bevorzugt, könnte es sein, dass die beiden Faktoren Temperatur und Feuchtigkeit ausreichen, dass beide Arten in der Landschaft in getrennten Gebieten vorkommen. Wenn im untersuchten Gelände der Wind vom Kartoffelfeld auf die Hecke trifft, wäre auch die ungleichmäßige Verteilung in der Nähe der Hecke zu dieser Hypothese passend. Auch die unterschiedliche Höhe der Pflanzen im Getreidefeld und Kartoffelfeld könnte die entsprechenden 7 7 7 19 8 6 5 09.03.2021 17 t 7 AS 6 6 3 2 ↓