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Klausur: Informierender Text über Sprachvarietäten

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Klausur: Informierender Text über Sprachvarietäten

 Grundkurs Deutsch Q1
3. Klausur
Thema: Materialgestützt einen informieren Text zum Thema ,,Sprachvarietäten"
schreiben
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 Grundkurs Deutsch Q1
3. Klausur
Thema: Materialgestützt einen informieren Text zum Thema ,,Sprachvarietäten"
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Q1, Deutsch-GK, Note 1- (13 Punkte), Sprachvarietäten, Informierender Text, Materialgestütztes Schreiben

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Grundkurs Deutsch Q1 3. Klausur Thema: Materialgestützt einen informieren Text zum Thema ,,Sprachvarietäten" schreiben informierenden (!) ● Aufgabenstellung: Ihre Schule zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt an Muttersprachen unter der Schülerschaft aus. Deshalb soll ein „Tag der Sprachen" gefeiert werden, zu dem eine Sonderausgabe der Schülerzeitung erscheint. In dieser werden alle an der Schule vertretenden Sprachen vorgestellt. Sie sollen einen Artikel über die Sprache Deutsch schreiben. ● Verfassen Sie auf Grundlage der Materialien M1-M4 und Ihrer Kenntnisse aus dem Deutschunterricht einen informierenden Text, indem Sie dem informierenden Text eine informative und passende Überschrift geben, das Thema des Artikels und dessen Bedeutung für Ihre Schule einführend darlegen, die Vielfältigkeit (innere Mehrsprachigkeit) als Phänomen des Deutschen und die damit verbundenen Sprachentwicklungsprozesse erläutern und dabei auch auf die Ursachen dieser eingehen, Jill 04.03.2022 (10:35 - 12:50 Uhr) Gesamtschule Zugelassene Hilfsmittel: den informierenden Text mit einer Stellungnahme beenden, in der Sie sich für die Vielfältigkeit des Deutschen aussprechen. Ihr Text sollte mindestens zwei gedruckte DIN-A4-Seiten (also ca. fünf Spalten auf Klausurbögen) lang sein. Wörterbuch der deutschen Sprache Viel Erfolg! M 1 Heinrich Löffler: Ein soziolinguistisches Varietätenmodell (2010) Dialekte Genderlekte Soziolekte Altersprachen Stile/Textsorten M 2 Jürgen Reiche: Man spricht deutsch (2008) [...] Völker definieren ihre Zusammengehörigkeit häu- fig über die gemeinsame Sprache. Auch die deutsche Sprache ist kein Produkt des Zufalls und der Willkür. Sie ist historisch begründet und hat sich erst langsam 5 zu einer Einheitssprache entwickelt. Sogar das Land, in dem sie...

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gesprochen wird, ist nach ihr benannt ,,Deutschland". Kennzeichen und Gütesiegel deutscher Sprache aber ist nicht die Einheit, sondern die Vielfalt. Entspre- 10 chend ihrer regionalen, sozialen und politischen Prägungen ist die deutsche Sprache bunt und abwechs- lungsreich; sie unterliegt vor dem Hintergrund histo- risch politischer Prozesse und allgemeiner gesell- schaftlicher Entwicklungen auch einem permanenten 15 Wandel. Neben dem vereinheitlichten ,,Hochdeutsch" existieren zahlreiche Dialekte und Regiolekte, mund- artlich gefärbte Formen der Umgangssprache. Die regionalen Unterschiede in Wortschatz und Semantik sind erheblich. Unter diesem Aspekt müssen gerade 20 auch die sprachlichen Unterschiede in Ost und West in Folge der deutschen Teilung mit besonderem Interesse gewürdigt werden. Wörter wie ,,Grilletta", ,,Broiler" 45 Entgleisungen die Spitze des Eisberges, aber die Aus- fälle häufen sich. Im Übrigen glauben 65 Prozent der Deutschen, dass ,,die deutsche Sprache immer mehr verkommt". Laut Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach 50 sehen sie die Gründe darin, dass weniger gelesen wird, gesprochen geschrieben Funktiolekte¹ Jill Mediolekte # Idiolekte² 1 Funktiolekt: Sprache in Abhängigkeit von ihrem kommunikativen Zweck 2 Idiolekt: individuelle Sprache eines einzelnen Menschen und ,,Kettwurst" sind vom Aussterben bedroht, wäh- rend das Wort ,,Karriere" z. B. in beiden deutschen Teilstaaten recht unterschiedliche Bedeutungen erhielt. 25 Ansonsten beleben sprachliche Unterschiede die Wirt- schaft. Dialekte scheinen eine Renaissance zu erleben. Mit „Wir können alles außer Hochdeutsch" wirbt das Land Baden Württemberg. Radio und Fernsehsendun- gen auf Plattdeutsch oder Bayerisch erhöhen mancher- 30 orts die Einschaltquoten, und sprachliche Einlagen mit regionalem Bezug haben Konjunktur. Wer hier mit- reden und verstehen will, darf also nicht auf der Brennsubbin dahergschwoumma kimma" - was so viel heißt wie ,,nicht ganz doof sein" - und muss manche 35 Vorurteile über Bord werfen. Wenn Sprache das „Lagerbuch" unseres Verstandes ist, wie Johann Gottfried Herder meint, dann haben wir heute allerdings auch viel Verdorbenes im Speicher. ,,Du schwule Sau", macht der 16 jährige Erik einen 40 gleichaltrigen Jungen an, und sein Kumpel Murat, des- sen Eltern vor zehn Jahren aus der Türkei in die Bundesrepublik übergesiedelt sind, motzt: ,,Ey Du, Du Opfer - was rennst Du?" Vielleicht beschreiben solche zu viele Anglizismen in die deutsche Sprache ein- sickern und dass beim Austausch von SMS und E-Mails zu wenig auf gutes Deutsch geachtet wird. [...] (Aus: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: museumsmagazin. 2008. S. 8/9 ISSN 1433-349X www.museumsmagazin.com) M 3 Karl-Heinz Göttert: Deutsch (2011) Wenn bislang die Spannweite des Deutschen im Alltag, in der Wissenschaft, in der Literatur, in den Medien beschrieben wurde, ging es um die Standard- sprache. Daneben existiert jedoch ein weiterer Bereich, 5 den man in der Forschung (nicht ohne Abgrenzungs- schwierigkeiten) unter dem Stichwort Gruppen- bzw. Sondersprachen zu fassen sucht. Im Prinzip ist dies nichts Neues. Es gab schon immer etwa eine Soldaten- oder eine Studentensprache, die 10 eine Art zusätzliches Register im Chor der Gesamt- sprache darstellten. Mittlerweile haben sich die Lebensstile und Milieus jedoch derart vervielfältigt, dass immer weitere Gruppensprachen auftauchen, sich zusehends verselbständigen, miteinander rivalisieren, 15 jedenfalls den Standard auf eine harte Probe, um nicht zu sagen: in Frage stellen. Alternative Protestgruppen verständigen sich in eigenen Sprachwelten, die bei Erfolg in die Randzonen des Standards eindringen oder auch von Zeitungs- oder Werbefachleuten ver- Funktion 20 einnahmt werden. Schon immer hat Jargon zur Ab- von Sozio- grenzung nach außen und Festigung nach innen ge- Lekten dient (Müslifresser, Mantafahrer). Jetzt wird er in der Standardsprache zitierfähig und beerbbar. Nicht das sprachlich Neue ist das Neue, sondern die schwindel- 25 erregende Schnelligkeit seiner Produktion und des Verbrauchs. Vorreiter hinsichtlich der Entwicklung solcher Sonder- sprachen war die Studentenbewegung der 68er, deren Rolle für den politischen Wortschatz bereits behandelt 30 wurde. Sehr bald zerfiel die Bewegung in Untergrup- pen, die den Frieden oder die Ökologie, die Bekämp- fung der Atomkraft oder die Frauenemanzipation ins Zentrum ihrer Bemühungen stellten. Von diesen Grup- pen erlangte die zuletzt genannte die größte Wirkung, 35 ja eroberte als Feministische Sprachkritik bzw. Femi- nistische Linguistik Lehrstühle an den Universitäten. [...] Jill Kolecki Keine Gruppe aber erwies sich auf Dauer produktiver Jugendsprache als die vor- bzw. außerakademische Jugend. Unter- scheidung um jeden Preis, vor allem Abgrenzung von 40 der Erwachsenenwelt führten hier zu immer mehr sprachlicher Provokation und Tabuverletzung. [...] Etwas wieder anderes stellt die Jugendszene dar, die sich im Lager der Migranten, speziell der dritten Gene- 45 ration, ausgebildet hat. Auch hier gibt es eine bemer- kenswerte sprachliche Entwicklung. Der mittlerweile mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete tür- kischstämmige deutsche Autor Feridun Zaimoglu hat dies in seinem Buch Kanak Sprak von 1995 beschrie- 50 ben. Junge Türken, die gewohnt waren, als Kanaken beschimpft zu werden, haben den Begriff ins Positive gewendet und damit ihre zwischen den Kulturen changierende Sprache als Identitätssymbol aufgewer- tet. [...] Diese jungen Männer sprechen weder standar- 55 disiertes Türkisch noch standardisiertes Deutsch. Aber sie sprechen eine lebendige Sprache, die mittlerweile dank medienwirksamer Präsentation bis ins (vom Deutschlandradio/Deutschlandfunk und dem Südwest- rundfunk produzierte) Hörspiel vorgedrungen ist. 60 Dabei entwickelte sich der als Kanak Sprak bezeich- nete migrantische „Dialekt“ zur neuen Kiezsprache, die an der Düsseldorfer Universität Gegenstand einer Einführung in die Soziolingustik wurde. [...] (Aus: Karl-Heinz Göttert: Deutsch. Biografie einer Sprache. 65 Berlin: List Verlag 2011. S. 346-350) 70 Semantik = Lehre von der Bedeutung der Wörter + ihrer Wandlungen M 4 Interview mit dem Sprachwissenschaftler Rudi Keller Welchen Stellenwert haben Dialekte innerhalb der deutschen Sprache? Durch die Mobilität der Gesellschaft werden innerhalb Deutschlands die Dialekte auf lange Sicht mehr und 5 mehr ,,verhochdeutscht" mit einem deutlichen Nord Süd Gefälle. Für mich ist mein Heimatdialekt vor allem Träger eines emotionalen Heimatgefühls. Welche Eigenart der deutschen Sprache empfinden Sie als besonders liebenswert? 10 Liebenswert ist aus meiner Sicht und auch aus der vie- ler ausländischer Freunde die Wortbildungsfreude des Deutschen und die damit einhergehende semantische Transparenz vieler deutscher Wörter. Man denke etwa an Substantive wie „Weltall“, „Gelbsucht", „Mutter- 15 kuchen“, „Kotflügel" oder Namen wie „Darmstadt" oder Verben wie ,„,liebäugeln“. ,,Die Österreicher unterscheiden sich von den Deut- schen vor allem durch die gemeinsame Sprache." Trifft dieses Bon-mot den Versuch der kulturellen 20 Abgrenzung zwischen Deutschen und Öster- reichern nach 1945? Zwischen Deutschland und Österreich gibt es keine Sprachgrenze, sondern ein Dialektkontinuum. Dass Österreichs Sprachpolitik sich dafür einsetzt, die 25 Austriazismen zu bewahren sie betreffen ja im Wort- schatz im Wesentlichen Bezeichnungen für Lebens- mittel und Bereiche des Haushalts ist aus sprachwis- senschaftlicher Sicht sinnvoll und wünschenswert. Denn damit wird der Reichtum der deutschen Sprache 30 erhalten bzw. gefördert. Jill Sind das Fernsehen und die neuen Medien Kata- lysatoren für die Veränderung von Sprache? Was die neuen Medien betrifft, so muss man zwei Aspekte unterscheiden: Durch sie entstehen neue Be- zeichnungsbedürfnisse für die Komponenten der 35 Medien und der Operationen, die man mit ihnen durchführen kann; dadurch kommen neue Wörter in die Sprache, zum Beispiel ,,Festplatte", ,,Email" oder ,,downloaden". Aber das war mit der Erfindung und Verbreitung des Automobils nicht anders. Eine ganz 40 andere Frage ist, ob durch den Umgang mit neuen Medien die allgemeine Sprache verändert wird. Zwei- fellos entstehen neue Kommunikationsformen (SMS, Email, Chat), die neue Kommunikationsstile hervor- bringen, zum Beispiel die sogenannte geschriebene 45 Mündlichkeit. Ob diese Stile einen relevanten und nachhaltigen Einfluss auf das allgemeine gesprochene und geschriebene Deutsch haben, ist fraglich. Aus der Tatsache, dass das sehr oft behauptet wird, folgt nicht, dass es stimmt. Das Fernsehen hat nach meiner Einschätzung weniger innovativen als vielmehr distributiven Einfluss. Neue- rungen verbreiten sich sehr schnell in der gesamten Sprachgemeinschaft, wenn sie von führenden Pro- grammen aufgegriffen werden. Hätte es das Fernsehen 55 nicht gegeben, hätten wir nicht alle so schnell das Wort ,,Tsunami" gelernt. Auf der anderen Seite wirken Massenmedien, wie das Fernsehen auch, stabilisierend und homogenisierend. Heute kommen nahezu alle deutschsprachigen Menschen mit gesprochener hoch- 60 deutscher Standardsprache in Kontakt, während noch vor 50 Jahren viele Menschen ausschließlich mit ihrem lokalen Heimatdialekt in Berührung kamen. (Aus: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: museumsmagazin. 2008. S. 37. ISSN 1433-349X) distributiv: = verteilend 50 Grober Schreibplan - Bedeutung -Vielfältigkeit ! Ursachen Sprachentwicklungs properse: permanenter Wandel Soziolelete - Vielfalt sehr groß - Viele Sprechen andere Sprachen wie Türkisch, Russisch, polnisch oder Kurdisch - Sprache Deutsch vereint alle im Unterricht Soziolekte, Dialekte → Begriffserklärung Regiolekte Alterssprachen, Gender lekte -> versch: Ungänge mit Sprache geschrieben + gesprochen Jill Schnelle Produktion v. Worten / stetige Pinderung => bsp. Jugend- Kiezsprache -> Identitätszugehörigkeit Zusammengehörigkeit (M2) permanenter Wandel Unterschiede im Wortschatz + in der Semantik (Unterschiede in versch. Bereichen des Landes - Migration - neue Bezeichnungsbedürfnisse -> Vor + Nachteile:-Verdos benes im Speicher" ->Sprachverfall + Vosurteile loswerden + Stärkung der Zusammengehörigkeit Dicle lite >> Träger eines emotionalen Heimatgefühls einer Gruppe Abgrenzung nach außen Stärkung nach innen 7.B. Von den Erwachsenen 16 große Dialektgruppen Deutsch GK QI Name: Inhaltliche Leistung Aufgabe 1: ΤΑ Anforderungen 1 2 3 Ji 4 Die Schülerin/ der Schüler... Klausur Nr. 3 - Erwartungshorizont gibt dem Text eine informative und passende Überschrift. legt das Thema und dessen Bedeutung einführend dar, indem z.B. auf die vielen an der Schule vertretenen Muttersprachen, unter denen das Deutsche jedoch eine besondere Stellung hat, verwiesen wird und/oder indem deutlich gemacht wird, worauf sich der Artikel in der Fülle möglicher Aspekte besonders konzentrieren will (Vielfalt der deutschen Sprache). erläutert die Vielfältigkeit (innere Mehrsprachigkeit) als Phänomen des Deutschen, etwa: • • Vielfältigkeit der deutschen Sprache im gesprochenen und im geschriebenen Bereich (M1) Deutsch als „bunte" und abwechslungsreiche Sprache, bedingt durch regionale, soziale und politische Prägungen (M2) • neben dem Hochdeutschen (der Standardsprache) existieren zahlreiche Dialekte und Regiolekte (M2) • neben Standardsprache existieren im Deutschen außerdem Gruppen- bzw. Sondersprachen [Studentensprache, Jugendsprache etc.] (M3) Gruppensprachen (Soziolekte) abhängig von vielfältigen Lebensstilen und Milieus (M3) die deutsche Sprache kennzeichnet sich vor allem durch ihre ortbildungsfreude" (M4) erläutert die mit der Vielfältigkeit des Deutschen zusammenhängen- den Sprachentwicklungsprozesse und deren Ursachen, z. B.: • deutsche Sprache (und damit verbunden die Vielfältigkeit der deutschen Sprache) unterliegt vor dem Hintergrund historisch politischer Prozesse und allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen einem permanenten Wandel (M2) • sprachliche Unterschiede bedingt durch die Teilung in Ost und West müssen vorhanden [Teilung Deutschlands] (M2) Dialekte kommen wieder in Mode: Bundesländer werben damit, Radio und Fernsehsendungen in Dialekt erhöhen die Einschaltquoten (M2) 65% der Deutschen denken, dass die deutsche Sprache immer mehr verkommt - bedingt durch immer häufiger verwendete Anglizismen und Soziolekte (M2) . Gruppen- bzw. Sondersprachen (Soziolekte) nichts Neues, diese gab es schon immer (Bsp. Soldatensprache) (M3) • mittlerweile jedoch derartige Vervielfältigung von unterschiedlichen Lebensstilen und Milieus, dass immer weitere Gruppensprachen auftauchen, die sich zusehends verselbstständigen, miteinander rivalisieren und das Standarddeutsche auf eine harte Probe stellen (M3) • Soziolekte dringen in Randzonen des Standarddeutschen ein oder werden von Zeitungs- und Werbefachleuten vereinnahmt, werden in Standardsprache ,,zitierfähig" (M3) Vorreiter solcher Entwicklungen Studentenbewegung der 68er- Jahre-Abgrenzung von ,,Erwachsenenwelt" durch sprachliche max. Punke 4 6 16 24 04.03.2022 erreichte Punkte ५ 6 16 18 5 7 8 9 Provokation und Tabuverletzung (M3) Mobilität sorgt dafür, dass Dialekte ,,verhochdeutscht werden (M4) • neue Einfluss Medien haben auf die deutschen Sprachentwicklungsprozesse, durch die neuen Medien kommen immer wieder neue Worte ins Deutsche hinzu (z.B. Email, downloaden etc.) und durch sie entstehen auch neue Kommunikationsformen (z.B. SMS, Chats etc.), welche wiederum neue Kommunikationsstile (geschriebene Mündlichkeit) hervorbringen (M4) • Fernsehen distributiven hat Sprachentwicklungsprozesse des Deutschen: Neuerungen verbreiten sich sehr schnell in gesamter Sprachgemeinschaft (Beispiel Tsunami) (M4) beendet den informierenden Text mit einer passenden Stellungnahme, in der sich argumentativ nachvollziehbar für die Vielfältigkeit des Deutschen ausgesprochen wird. entfaltet das Thema schlüssig unter Einbezug fachlichen Kontext- 6 wissens, etwa zu folgenden Aspekten: • Vorkommen und Definition von Dialekten • Vorkommen und Definition von Soziolekten • sonstigen Sprachvarietäten (z. B. Jugendsprache) Einfluss nutzt die Materialien funktional zur Erfüllung des Schreibauftrags durch: • angemessene Ausschöpfung des gesamten Informationsangebots funktionale Integration von Referenzen auf die Materialien in den eigenen Text • Konzentration auf Wesentliches und Vermeidung unnötiger Redundanzen (z.B. spezielle Erscheinung von ,,Austriazismen") gestaltet den Text unter Berücksichtigung der Anforderungen des aufgabenbezogenen Zieltextformats im Hinblick auf: • den Adressaten • die für die Textsorte charakteristischen Merkmale die Intention des Textes und das Erreichen des Kommunikationsziels. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe inhaltliche Leistung auf 8 6 4 4 (3) 72 4 6 3 3 Darstellungsleistung 1 2 3 4 5 6 strukturiert ihren/seinen Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar: Note: angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung. gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit. schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte. schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen. Note formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: • begründeter Bezug zu beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, • Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang, • Beachtung der Tempora, • korrekte Redewiedergabe (Modalität). belegt Aussagen durch Bezugnahme auf das jeweilige Material: • sinnvolle Zusammenstellung der Textinformationen, • angemessene Einbettung von Paraphrasiertem in eigenen Ausführungen. Gesamtsumme drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: sachlich-distanzierte Schreibweise. Schriftsprachlichkeit. begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit. formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar). schreibt sprachlich richtig. Summe Darstellungsleistung Sehr Sehr gut plus Sehr gut Sehr gut minus Gut plus Gut Gut minus Befriedigend plus Befriedigend Befriedigend minus Ausreichend plus Punkte Erreichte Punktzahl 95-100 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 15 14 Note ggf. unter Absenkung um bis zu zwei Notenpunkte gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOST 2 13 12 11 10 9 8 7 Sue 6 minus Note Ausreichend Ausreichend minus Mangelhaft plus Mangelhaft Mangelhaft minus Ungenügend Punkte Erreichte Punktzahl 45-49 39-44 33-38 27-32 20-26 0-19 5 4 3 2 1 6 0 6 3 5 5 3 28 100 6 5 3 365 5 3 27 87 Joah, war nicht sooooo schlecht

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Im Übrigen glauben 65 Prozent der Deutschen, dass ,,die deutsche Sprache immer mehr verkommt". Laut Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach 50 sehen sie die Gründe darin, dass weniger gelesen wird, gesprochen geschrieben Funktiolekte¹ Jill Mediolekte # Idiolekte² 1 Funktiolekt: Sprache in Abhängigkeit von ihrem kommunikativen Zweck 2 Idiolekt: individuelle Sprache eines einzelnen Menschen und ,,Kettwurst" sind vom Aussterben bedroht, wäh- rend das Wort ,,Karriere" z. B. in beiden deutschen Teilstaaten recht unterschiedliche Bedeutungen erhielt. 25 Ansonsten beleben sprachliche Unterschiede die Wirt- schaft. Dialekte scheinen eine Renaissance zu erleben. Mit „Wir können alles außer Hochdeutsch" wirbt das Land Baden Württemberg. Radio und Fernsehsendun- gen auf Plattdeutsch oder Bayerisch erhöhen mancher- 30 orts die Einschaltquoten, und sprachliche Einlagen mit regionalem Bezug haben Konjunktur. Wer hier mit- reden und verstehen will, darf also nicht auf der Brennsubbin dahergschwoumma kimma" - was so viel heißt wie ,,nicht ganz doof sein" - und muss manche 35 Vorurteile über Bord werfen. Wenn Sprache das „Lagerbuch" unseres Verstandes ist, wie Johann Gottfried Herder meint, dann haben wir heute allerdings auch viel Verdorbenes im Speicher. ,,Du schwule Sau", macht der 16 jährige Erik einen 40 gleichaltrigen Jungen an, und sein Kumpel Murat, des- sen Eltern vor zehn Jahren aus der Türkei in die Bundesrepublik übergesiedelt sind, motzt: ,,Ey Du, Du Opfer - was rennst Du?" Vielleicht beschreiben solche zu viele Anglizismen in die deutsche Sprache ein- sickern und dass beim Austausch von SMS und E-Mails zu wenig auf gutes Deutsch geachtet wird. [...] (Aus: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: museumsmagazin. 2008. S. 8/9 ISSN 1433-349X www.museumsmagazin.com) M 3 Karl-Heinz Göttert: Deutsch (2011) Wenn bislang die Spannweite des Deutschen im Alltag, in der Wissenschaft, in der Literatur, in den Medien beschrieben wurde, ging es um die Standard- sprache. Daneben existiert jedoch ein weiterer Bereich, 5 den man in der Forschung (nicht ohne Abgrenzungs- schwierigkeiten) unter dem Stichwort Gruppen- bzw. Sondersprachen zu fassen sucht. Im Prinzip ist dies nichts Neues. Es gab schon immer etwa eine Soldaten- oder eine Studentensprache, die 10 eine Art zusätzliches Register im Chor der Gesamt- sprache darstellten. Mittlerweile haben sich die Lebensstile und Milieus jedoch derart vervielfältigt, dass immer weitere Gruppensprachen auftauchen, sich zusehends verselbständigen, miteinander rivalisieren, 15 jedenfalls den Standard auf eine harte Probe, um nicht zu sagen: in Frage stellen. Alternative Protestgruppen verständigen sich in eigenen Sprachwelten, die bei Erfolg in die Randzonen des Standards eindringen oder auch von Zeitungs- oder Werbefachleuten ver- Funktion 20 einnahmt werden. Schon immer hat Jargon zur Ab- von Sozio- grenzung nach außen und Festigung nach innen ge- Lekten dient (Müslifresser, Mantafahrer). Jetzt wird er in der Standardsprache zitierfähig und beerbbar. Nicht das sprachlich Neue ist das Neue, sondern die schwindel- 25 erregende Schnelligkeit seiner Produktion und des Verbrauchs. Vorreiter hinsichtlich der Entwicklung solcher Sonder- sprachen war die Studentenbewegung der 68er, deren Rolle für den politischen Wortschatz bereits behandelt 30 wurde. Sehr bald zerfiel die Bewegung in Untergrup- pen, die den Frieden oder die Ökologie, die Bekämp- fung der Atomkraft oder die Frauenemanzipation ins Zentrum ihrer Bemühungen stellten. Von diesen Grup- pen erlangte die zuletzt genannte die größte Wirkung, 35 ja eroberte als Feministische Sprachkritik bzw. Femi- nistische Linguistik Lehrstühle an den Universitäten. [...] Jill Kolecki Keine Gruppe aber erwies sich auf Dauer produktiver Jugendsprache als die vor- bzw. außerakademische Jugend. Unter- scheidung um jeden Preis, vor allem Abgrenzung von 40 der Erwachsenenwelt führten hier zu immer mehr sprachlicher Provokation und Tabuverletzung. [...] Etwas wieder anderes stellt die Jugendszene dar, die sich im Lager der Migranten, speziell der dritten Gene- 45 ration, ausgebildet hat. Auch hier gibt es eine bemer- kenswerte sprachliche Entwicklung. Der mittlerweile mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete tür- kischstämmige deutsche Autor Feridun Zaimoglu hat dies in seinem Buch Kanak Sprak von 1995 beschrie- 50 ben. Junge Türken, die gewohnt waren, als Kanaken beschimpft zu werden, haben den Begriff ins Positive gewendet und damit ihre zwischen den Kulturen changierende Sprache als Identitätssymbol aufgewer- tet. [...] Diese jungen Männer sprechen weder standar- 55 disiertes Türkisch noch standardisiertes Deutsch. Aber sie sprechen eine lebendige Sprache, die mittlerweile dank medienwirksamer Präsentation bis ins (vom Deutschlandradio/Deutschlandfunk und dem Südwest- rundfunk produzierte) Hörspiel vorgedrungen ist. 60 Dabei entwickelte sich der als Kanak Sprak bezeich- nete migrantische „Dialekt“ zur neuen Kiezsprache, die an der Düsseldorfer Universität Gegenstand einer Einführung in die Soziolingustik wurde. [...] (Aus: Karl-Heinz Göttert: Deutsch. Biografie einer Sprache. 65 Berlin: List Verlag 2011. S. 346-350) 70 Semantik = Lehre von der Bedeutung der Wörter + ihrer Wandlungen M 4 Interview mit dem Sprachwissenschaftler Rudi Keller Welchen Stellenwert haben Dialekte innerhalb der deutschen Sprache? Durch die Mobilität der Gesellschaft werden innerhalb Deutschlands die Dialekte auf lange Sicht mehr und 5 mehr ,,verhochdeutscht" mit einem deutlichen Nord Süd Gefälle. Für mich ist mein Heimatdialekt vor allem Träger eines emotionalen Heimatgefühls. Welche Eigenart der deutschen Sprache empfinden Sie als besonders liebenswert? 10 Liebenswert ist aus meiner Sicht und auch aus der vie- ler ausländischer Freunde die Wortbildungsfreude des Deutschen und die damit einhergehende semantische Transparenz vieler deutscher Wörter. Man denke etwa an Substantive wie „Weltall“, „Gelbsucht", „Mutter- 15 kuchen“, „Kotflügel" oder Namen wie „Darmstadt" oder Verben wie ,„,liebäugeln“. ,,Die Österreicher unterscheiden sich von den Deut- schen vor allem durch die gemeinsame Sprache." Trifft dieses Bon-mot den Versuch der kulturellen 20 Abgrenzung zwischen Deutschen und Öster- reichern nach 1945? Zwischen Deutschland und Österreich gibt es keine Sprachgrenze, sondern ein Dialektkontinuum. Dass Österreichs Sprachpolitik sich dafür einsetzt, die 25 Austriazismen zu bewahren sie betreffen ja im Wort- schatz im Wesentlichen Bezeichnungen für Lebens- mittel und Bereiche des Haushalts ist aus sprachwis- senschaftlicher Sicht sinnvoll und wünschenswert. Denn damit wird der Reichtum der deutschen Sprache 30 erhalten bzw. gefördert. Jill Sind das Fernsehen und die neuen Medien Kata- lysatoren für die Veränderung von Sprache? Was die neuen Medien betrifft, so muss man zwei Aspekte unterscheiden: Durch sie entstehen neue Be- zeichnungsbedürfnisse für die Komponenten der 35 Medien und der Operationen, die man mit ihnen durchführen kann; dadurch kommen neue Wörter in die Sprache, zum Beispiel ,,Festplatte", ,,Email" oder ,,downloaden". Aber das war mit der Erfindung und Verbreitung des Automobils nicht anders. Eine ganz 40 andere Frage ist, ob durch den Umgang mit neuen Medien die allgemeine Sprache verändert wird. Zwei- fellos entstehen neue Kommunikationsformen (SMS, Email, Chat), die neue Kommunikationsstile hervor- bringen, zum Beispiel die sogenannte geschriebene 45 Mündlichkeit. Ob diese Stile einen relevanten und nachhaltigen Einfluss auf das allgemeine gesprochene und geschriebene Deutsch haben, ist fraglich. Aus der Tatsache, dass das sehr oft behauptet wird, folgt nicht, dass es stimmt. Das Fernsehen hat nach meiner Einschätzung weniger innovativen als vielmehr distributiven Einfluss. Neue- rungen verbreiten sich sehr schnell in der gesamten Sprachgemeinschaft, wenn sie von führenden Pro- grammen aufgegriffen werden. Hätte es das Fernsehen 55 nicht gegeben, hätten wir nicht alle so schnell das Wort ,,Tsunami" gelernt. Auf der anderen Seite wirken Massenmedien, wie das Fernsehen auch, stabilisierend und homogenisierend. Heute kommen nahezu alle deutschsprachigen Menschen mit gesprochener hoch- 60 deutscher Standardsprache in Kontakt, während noch vor 50 Jahren viele Menschen ausschließlich mit ihrem lokalen Heimatdialekt in Berührung kamen. (Aus: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: museumsmagazin. 2008. S. 37. ISSN 1433-349X) distributiv: = verteilend 50 Grober Schreibplan - Bedeutung -Vielfältigkeit ! Ursachen Sprachentwicklungs properse: permanenter Wandel Soziolelete - Vielfalt sehr groß - Viele Sprechen andere Sprachen wie Türkisch, Russisch, polnisch oder Kurdisch - Sprache Deutsch vereint alle im Unterricht Soziolekte, Dialekte → Begriffserklärung Regiolekte Alterssprachen, Gender lekte -> versch: Ungänge mit Sprache geschrieben + gesprochen Jill Schnelle Produktion v. Worten / stetige Pinderung => bsp. Jugend- Kiezsprache -> Identitätszugehörigkeit Zusammengehörigkeit (M2) permanenter Wandel Unterschiede im Wortschatz + in der Semantik (Unterschiede in versch. Bereichen des Landes - Migration - neue Bezeichnungsbedürfnisse -> Vor + Nachteile:-Verdos benes im Speicher" ->Sprachverfall + Vosurteile loswerden + Stärkung der Zusammengehörigkeit Dicle lite >> Träger eines emotionalen Heimatgefühls einer Gruppe Abgrenzung nach außen Stärkung nach innen 7.B. Von den Erwachsenen 16 große Dialektgruppen Deutsch GK QI Name: Inhaltliche Leistung Aufgabe 1: ΤΑ Anforderungen 1 2 3 Ji 4 Die Schülerin/ der Schüler... Klausur Nr. 3 - Erwartungshorizont gibt dem Text eine informative und passende Überschrift. legt das Thema und dessen Bedeutung einführend dar, indem z.B. auf die vielen an der Schule vertretenen Muttersprachen, unter denen das Deutsche jedoch eine besondere Stellung hat, verwiesen wird und/oder indem deutlich gemacht wird, worauf sich der Artikel in der Fülle möglicher Aspekte besonders konzentrieren will (Vielfalt der deutschen Sprache). erläutert die Vielfältigkeit (innere Mehrsprachigkeit) als Phänomen des Deutschen, etwa: • • Vielfältigkeit der deutschen Sprache im gesprochenen und im geschriebenen Bereich (M1) Deutsch als „bunte" und abwechslungsreiche Sprache, bedingt durch regionale, soziale und politische Prägungen (M2) • neben dem Hochdeutschen (der Standardsprache) existieren zahlreiche Dialekte und Regiolekte (M2) • neben Standardsprache existieren im Deutschen außerdem Gruppen- bzw. Sondersprachen [Studentensprache, Jugendsprache etc.] (M3) Gruppensprachen (Soziolekte) abhängig von vielfältigen Lebensstilen und Milieus (M3) die deutsche Sprache kennzeichnet sich vor allem durch ihre ortbildungsfreude" (M4) erläutert die mit der Vielfältigkeit des Deutschen zusammenhängen- den Sprachentwicklungsprozesse und deren Ursachen, z. B.: • deutsche Sprache (und damit verbunden die Vielfältigkeit der deutschen Sprache) unterliegt vor dem Hintergrund historisch politischer Prozesse und allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen einem permanenten Wandel (M2) • sprachliche Unterschiede bedingt durch die Teilung in Ost und West müssen vorhanden [Teilung Deutschlands] (M2) Dialekte kommen wieder in Mode: Bundesländer werben damit, Radio und Fernsehsendungen in Dialekt erhöhen die Einschaltquoten (M2) 65% der Deutschen denken, dass die deutsche Sprache immer mehr verkommt - bedingt durch immer häufiger verwendete Anglizismen und Soziolekte (M2) . Gruppen- bzw. Sondersprachen (Soziolekte) nichts Neues, diese gab es schon immer (Bsp. Soldatensprache) (M3) • mittlerweile jedoch derartige Vervielfältigung von unterschiedlichen Lebensstilen und Milieus, dass immer weitere Gruppensprachen auftauchen, die sich zusehends verselbstständigen, miteinander rivalisieren und das Standarddeutsche auf eine harte Probe stellen (M3) • Soziolekte dringen in Randzonen des Standarddeutschen ein oder werden von Zeitungs- und Werbefachleuten vereinnahmt, werden in Standardsprache ,,zitierfähig" (M3) Vorreiter solcher Entwicklungen Studentenbewegung der 68er- Jahre-Abgrenzung von ,,Erwachsenenwelt" durch sprachliche max. Punke 4 6 16 24 04.03.2022 erreichte Punkte ५ 6 16 18 5 7 8 9 Provokation und Tabuverletzung (M3) Mobilität sorgt dafür, dass Dialekte ,,verhochdeutscht werden (M4) • neue Einfluss Medien haben auf die deutschen Sprachentwicklungsprozesse, durch die neuen Medien kommen immer wieder neue Worte ins Deutsche hinzu (z.B. Email, downloaden etc.) und durch sie entstehen auch neue Kommunikationsformen (z.B. SMS, Chats etc.), welche wiederum neue Kommunikationsstile (geschriebene Mündlichkeit) hervorbringen (M4) • Fernsehen distributiven hat Sprachentwicklungsprozesse des Deutschen: Neuerungen verbreiten sich sehr schnell in gesamter Sprachgemeinschaft (Beispiel Tsunami) (M4) beendet den informierenden Text mit einer passenden Stellungnahme, in der sich argumentativ nachvollziehbar für die Vielfältigkeit des Deutschen ausgesprochen wird. entfaltet das Thema schlüssig unter Einbezug fachlichen Kontext- 6 wissens, etwa zu folgenden Aspekten: • Vorkommen und Definition von Dialekten • Vorkommen und Definition von Soziolekten • sonstigen Sprachvarietäten (z. B. Jugendsprache) Einfluss nutzt die Materialien funktional zur Erfüllung des Schreibauftrags durch: • angemessene Ausschöpfung des gesamten Informationsangebots funktionale Integration von Referenzen auf die Materialien in den eigenen Text • Konzentration auf Wesentliches und Vermeidung unnötiger Redundanzen (z.B. spezielle Erscheinung von ,,Austriazismen") gestaltet den Text unter Berücksichtigung der Anforderungen des aufgabenbezogenen Zieltextformats im Hinblick auf: • den Adressaten • die für die Textsorte charakteristischen Merkmale die Intention des Textes und das Erreichen des Kommunikationsziels. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe inhaltliche Leistung auf 8 6 4 4 (3) 72 4 6 3 3 Darstellungsleistung 1 2 3 4 5 6 strukturiert ihren/seinen Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar: Note: angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung. gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit. schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte. schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen. Note formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: • begründeter Bezug zu beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, • Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang, • Beachtung der Tempora, • korrekte Redewiedergabe (Modalität). belegt Aussagen durch Bezugnahme auf das jeweilige Material: • sinnvolle Zusammenstellung der Textinformationen, • angemessene Einbettung von Paraphrasiertem in eigenen Ausführungen. Gesamtsumme drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: sachlich-distanzierte Schreibweise. Schriftsprachlichkeit. begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit. formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar). schreibt sprachlich richtig. Summe Darstellungsleistung Sehr Sehr gut plus Sehr gut Sehr gut minus Gut plus Gut Gut minus Befriedigend plus Befriedigend Befriedigend minus Ausreichend plus Punkte Erreichte Punktzahl 95-100 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 15 14 Note ggf. unter Absenkung um bis zu zwei Notenpunkte gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOST 2 13 12 11 10 9 8 7 Sue 6 minus Note Ausreichend Ausreichend minus Mangelhaft plus Mangelhaft Mangelhaft minus Ungenügend Punkte Erreichte Punktzahl 45-49 39-44 33-38 27-32 20-26 0-19 5 4 3 2 1 6 0 6 3 5 5 3 28 100 6 5 3 365 5 3 27 87 Joah, war nicht sooooo schlecht