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Möbius Charakterisierung (Die Physiker)

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 1. Charakterisierung Möbius
Das Drama "Die Physiker" von dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt, entstand 1961,
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Ausführliche Charakterisierung von Johann Wilhelm Möbius aus dem Drama "Die Physiker"

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1. Charakterisierung Möbius Das Drama "Die Physiker" von dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt, entstand 1961, also vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und des Mauerbaus. Ein Jahr später, im Jahr der Kubakrise, wurde das Stück in Zürich erstmals aufgeführt. Dürrenmatt greift den Machtkonflikt der Ost und West Mächte auf und thematisiert den Aufschwung der Wissenschaft, als auch die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaftler. Das Stück spielt in einem Sanatorium und handelt von dem Zusammenleben der drei Physiker Möbius, Beutler und Ernesti, die sich zum Schutz der Menschheit als Geisteskranke ausgeben. Im Folgenden charakterisiere ich den Physiker Johann Wilhelm Möbius, der den Protagonisten des Stücks darstellt. Er ist ein 40 jähriger Mann (S.35 Z.29), der vom Erscheinungsbild als ein „etwas unbeholfener Mensch" beschrieben wird (S.35 Z.29). Möbius ist ein genialer Physiker, der in Händen von, für die Wissenschaft revolutionären, Forschungsergebnissen ist. Er hat die sogenannte Weltformel entdeckt, die den Atombombenbau ermöglicht und in den falschen Händen zur Vernichtung der gesamten Menschheit führen könnte. Um der Welt, zu ihrem eigenen Schutz, seine Erkenntnisse und Forschungsdaten vorzuenthalten, schlüpft er in die Rolle des Verrückten und lebt in dem Irrenhaus ,,Les Cerisiers" (S.29 Z.19), in das er sich vor 15 Jahren eingewiesen lassen hat, unter der Behauptung von König Salomos Geist angeleitet zu werden. Vor seiner Einweisung lebte er mit...

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seiner Frau Lina. Er lernte sie mit 15 Jahren, als armer Waisenbub kennen und heiratete sie im Alter von zwanzig (S. 29). Sie ermöglichte ihm das Abitur und finanzierte sein Studium. Möbius schrieb seine Dissertation, während er parallel in einem Transportgeschäft arbeitete. Vier Jahre später kam sein ältester Sohn Adolf-Friedrich zur Welt (S.34) Abgesehen von ihm hat er zwei weitere Söhne: den fünfzehn jährigen Wilfried-Kaspar und den vierzehnjährigen Jörg-Lukas (S. 37 Z.7, 15). Er lernte sie nie richtig kennen und bezeichnet sich vermutlich deshalb selbst, als einen ,,ungenügenden Vater" (S.39 Z. 4). Seinen ersten Auftritt im Drama hat Möbius, als ihn seine Ex-Frau Lina mit ihrem neuen Mann und seinen Kindern zum ersten Mal besucht. Er verhält sich von Beginn an distanziert, was sich durch kurze und trockene Antworten bemerkbar macht. Sein jüngster Sohn Jörg-Lukas berichtet davon, dass er Physiker werden möchte. Möbius antwortet gereizt und versucht es ihm zu verbieten, indem er erklärt, dass er den Grund für seine psychische Situation im Physiker Beruf sieht. ,,Ich hätte es nie werden dürfe, Jörg-Lukas. Nie. Ich wäre jetzt nicht im Irrenhaus" (S. 37 Z.26). Möbius bringt mit seinem Verhalten alle Beteiligten in Verlegenheit (S. 38 Z. 3). Die Situation erreicht ihren Höhepunkt, als die Rede von König Salomo ist und Möbius vollkommen aufbrausend reagiert. Er spielt wieder den Verrückten und sagt einen Psalm von Salomo auf (S.41), bis seine Familie ohne großen Worten geht. Möbius opfert sich auf und ist dazu noch ein guter Schauspieler, denn seine Intention in dieser Szene liegt darin, seiner Familie den Abschied möglichst leicht zu machen. Er möchte das Bild von dem Geisteskranken mit allen Mitteln wahren und verzichtet somit darauf, sich ein letztes Mal von seinen gerade erst kennen gelernten Kindern zu verabschieden. Das Schauspiel bestätigt er in einer folgenden Szene bei einem Gespräch mit Schwester Monika. ,,Gut.Ich gebe es zu. Ich spiele den Wahnsinnigen" (S.43 Z. 25). Er ist ehrlich zu ihr und wird im Laufe des Gesprächs immer emotionaler, ,,Ich verlernte es Gefühle auszudrücken [...] Doch Sie sollen wissen, dass für mich alles erträglicher geworden ist, seit ich sie kenne" (S. 45 Z. 12). Allgemein meidet Möbius tiefer gehende Beziehungen weites gehend, doch in dieser Szene legt er die Rolle des Verrückten zur Seite und tritt als Liebender auf. Monika gesteht ihm ihre Liebe (S. 46 Z. 23) und Möbius erwidert sie (S. 50 Z.9). Sie erklärt, dass sie alles dafür getan hat, um den ersten Schritt in eine gemeinsame Zukunft mit ihm gehen zu können. Unter anderem war sie bei seinem alten Lehrer, um seine Aufzeichnungen überprüfen zu lassen (S. 52 Z.4). Das setzt Möbius unter Druck, da er befürchtet sie könnte seine Manuskripte veröffentlichen. Er scheint überfordert mit der Situation zu sein, was man daran erkennt, dass seine Antworten immer kürzer werden und er ihren Blicken ausweicht (S. 52 Z. 23). Möbius liebt Monika, da sie in all der Zeit im Irrenhaus ein letzter Bezug zu seinem altem Leben in Freiheit war. Doch in dieser Situation entscheidet er sich dazu, selbstlos zu handeln und das Wohl der Menschheit vor seine einzig übrig gebliebene emotionale Beziehung in seinem Leben zu stellen. Er sieht keinen anderen Weg, als seine Geliebte zum Schutz seines Plans zu erdrosseln (S.53 Z. 14). Der Leser erfährt von der Absicht dieses Mordes und dem eigentlichen Plan erst im 2. Akt. Möbius klärt bei einem Gespräch mit den anderen zwei eingewiesenen Physikern Einstein und Newton auf, dass sie gar nicht verrückt sind, sondern eigentlich vom Geheimdienst geschickt sind, da sie von seinen Forschungsergebnissen wissen (S. 64. 5). Die drei Physiker versuchen eine Lösung zu finden, wie sie mit der Situation umgehen wollen. Einstein und Newton bestehen vorerst darauf ihr Wissen an die Geheimdienste zu vermitteln (S. 70 Z.9). Möbius hingegen möchte seine Errungenschaften geheim halten und im Sanatorium bleiben, womit er offensichtlich kein Problem hat, was durch das Zitat ,,Doch die Realität, die man mir bietet, ist die selbe: ein Gefängnis. Da ziehe ich das Irrenhaus vor." (S. 73 Z. 14), klar wird. Möbius hoher Redeanteil in dieser Szene deutet darauf hin, dass er sich bereits viele Gedanken über sein Handeln gemacht hat. Als Wissenschaftler sieht er bei sich einen Großteil der Verantwortung für seine Entdeckungen.. Seine Aussage ,,Entweder haben wir geopfert oder gemordet" (S. 75 Z.28), drückt aus, dass die Morde nur als Opfer gesehen werden können, solange die Physiker im Sanatorium bleiben. Damit schafft es Möbius die anderen Physiker argumentativ dazu umzustimmen, die Anstalt nicht zu verlassen. Möbius hat die letzten 15 Jahre damit verbracht eingesperrt und unter einer anderen Persönlichkeit zu leben, nur um die Menschheit vor der Wissenschaft zu schützen und ist trotzdem bereit dazu genauso weiter zu machen, obwohl sich durch Einstein und Eisler die Möglichkeit bietet, dem zu entfliehen. Er ist ein gutmütiger Mensch, denn er opfert den Reichtum, den seine Forschungen mit sich bringen würden, um die Welt zu retten. Möbius Handeln hat schlussendlich keinen Zweck, da Doktor von Zahnd ihn durchschaut und seine Entdeckungen entwendet, um sie zu ihrer Macht zu nutzen (S.85 Z.4). Die Physiker können nichts dagegen tun, da sie nun Gefangene in Ihrem eigen ernannten Gefängnis sind. Johann Wilhelm Möbius, einer der genialsten Physiker aller Zeiten, scheiterte daran den Plan, der sein ganzes Leben in Kauf nimmt durchzusetzen Die Realität und Zeit holen ihn ein. Möbius steht im Stück in geschichtlicher Perspektive betrachtet, stellvertretend für den wirklichen Albert Eistein. Der ein überzeugter Pazifist war und doch, durch seine Forschungen den Bau der Atombombe ermöglichte.

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Das Drama "Die Physiker" von dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt, entstand 1961,
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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Möbius antwortet gereizt und versucht es ihm zu verbieten, indem er erklärt, dass er den Grund für seine psychische Situation im Physiker Beruf sieht. ,,Ich hätte es nie werden dürfe, Jörg-Lukas. Nie. Ich wäre jetzt nicht im Irrenhaus" (S. 37 Z.26). Möbius bringt mit seinem Verhalten alle Beteiligten in Verlegenheit (S. 38 Z. 3). Die Situation erreicht ihren Höhepunkt, als die Rede von König Salomo ist und Möbius vollkommen aufbrausend reagiert. Er spielt wieder den Verrückten und sagt einen Psalm von Salomo auf (S.41), bis seine Familie ohne großen Worten geht. Möbius opfert sich auf und ist dazu noch ein guter Schauspieler, denn seine Intention in dieser Szene liegt darin, seiner Familie den Abschied möglichst leicht zu machen. Er möchte das Bild von dem Geisteskranken mit allen Mitteln wahren und verzichtet somit darauf, sich ein letztes Mal von seinen gerade erst kennen gelernten Kindern zu verabschieden. Das Schauspiel bestätigt er in einer folgenden Szene bei einem Gespräch mit Schwester Monika. ,,Gut.Ich gebe es zu. Ich spiele den Wahnsinnigen" (S.43 Z. 25). Er ist ehrlich zu ihr und wird im Laufe des Gesprächs immer emotionaler, ,,Ich verlernte es Gefühle auszudrücken [...] Doch Sie sollen wissen, dass für mich alles erträglicher geworden ist, seit ich sie kenne" (S. 45 Z. 12). Allgemein meidet Möbius tiefer gehende Beziehungen weites gehend, doch in dieser Szene legt er die Rolle des Verrückten zur Seite und tritt als Liebender auf. Monika gesteht ihm ihre Liebe (S. 46 Z. 23) und Möbius erwidert sie (S. 50 Z.9). Sie erklärt, dass sie alles dafür getan hat, um den ersten Schritt in eine gemeinsame Zukunft mit ihm gehen zu können. Unter anderem war sie bei seinem alten Lehrer, um seine Aufzeichnungen überprüfen zu lassen (S. 52 Z.4). Das setzt Möbius unter Druck, da er befürchtet sie könnte seine Manuskripte veröffentlichen. Er scheint überfordert mit der Situation zu sein, was man daran erkennt, dass seine Antworten immer kürzer werden und er ihren Blicken ausweicht (S. 52 Z. 23). Möbius liebt Monika, da sie in all der Zeit im Irrenhaus ein letzter Bezug zu seinem altem Leben in Freiheit war. Doch in dieser Situation entscheidet er sich dazu, selbstlos zu handeln und das Wohl der Menschheit vor seine einzig übrig gebliebene emotionale Beziehung in seinem Leben zu stellen. Er sieht keinen anderen Weg, als seine Geliebte zum Schutz seines Plans zu erdrosseln (S.53 Z. 14). Der Leser erfährt von der Absicht dieses Mordes und dem eigentlichen Plan erst im 2. Akt. Möbius klärt bei einem Gespräch mit den anderen zwei eingewiesenen Physikern Einstein und Newton auf, dass sie gar nicht verrückt sind, sondern eigentlich vom Geheimdienst geschickt sind, da sie von seinen Forschungsergebnissen wissen (S. 64. 5). Die drei Physiker versuchen eine Lösung zu finden, wie sie mit der Situation umgehen wollen. Einstein und Newton bestehen vorerst darauf ihr Wissen an die Geheimdienste zu vermitteln (S. 70 Z.9). Möbius hingegen möchte seine Errungenschaften geheim halten und im Sanatorium bleiben, womit er offensichtlich kein Problem hat, was durch das Zitat ,,Doch die Realität, die man mir bietet, ist die selbe: ein Gefängnis. Da ziehe ich das Irrenhaus vor." (S. 73 Z. 14), klar wird. Möbius hoher Redeanteil in dieser Szene deutet darauf hin, dass er sich bereits viele Gedanken über sein Handeln gemacht hat. Als Wissenschaftler sieht er bei sich einen Großteil der Verantwortung für seine Entdeckungen.. Seine Aussage ,,Entweder haben wir geopfert oder gemordet" (S. 75 Z.28), drückt aus, dass die Morde nur als Opfer gesehen werden können, solange die Physiker im Sanatorium bleiben. Damit schafft es Möbius die anderen Physiker argumentativ dazu umzustimmen, die Anstalt nicht zu verlassen. Möbius hat die letzten 15 Jahre damit verbracht eingesperrt und unter einer anderen Persönlichkeit zu leben, nur um die Menschheit vor der Wissenschaft zu schützen und ist trotzdem bereit dazu genauso weiter zu machen, obwohl sich durch Einstein und Eisler die Möglichkeit bietet, dem zu entfliehen. Er ist ein gutmütiger Mensch, denn er opfert den Reichtum, den seine Forschungen mit sich bringen würden, um die Welt zu retten. Möbius Handeln hat schlussendlich keinen Zweck, da Doktor von Zahnd ihn durchschaut und seine Entdeckungen entwendet, um sie zu ihrer Macht zu nutzen (S.85 Z.4). Die Physiker können nichts dagegen tun, da sie nun Gefangene in Ihrem eigen ernannten Gefängnis sind. Johann Wilhelm Möbius, einer der genialsten Physiker aller Zeiten, scheiterte daran den Plan, der sein ganzes Leben in Kauf nimmt durchzusetzen Die Realität und Zeit holen ihn ein. Möbius steht im Stück in geschichtlicher Perspektive betrachtet, stellvertretend für den wirklichen Albert Eistein. Der ein überzeugter Pazifist war und doch, durch seine Forschungen den Bau der Atombombe ermöglichte.