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AfD/Rechtspopulismus

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AfD/Rechtspopulismus

 RECHTSPOPULISMUS - KOMPLEXE LEISTUNG GLIEDERUNG
1. Definition Populismus
2. Definition Rechtspopulismus
3. AfD
4. Charakterisierung von AfD
 RECHTSPOPULISMUS - KOMPLEXE LEISTUNG GLIEDERUNG
1. Definition Populismus
2. Definition Rechtspopulismus
3. AfD
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Facharbeit (komplexe Leistung) über die AfD, 14 Notenpunkte

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RECHTSPOPULISMUS - KOMPLEXE LEISTUNG GLIEDERUNG 1. Definition Populismus 2. Definition Rechtspopulismus 3. AfD 4. Charakterisierung von AfD-Wählern 4.1. objektive Lebenslage 4.2. subjektive Lebenslage 4.3. Ost-West-Unterschied 5. Wahlplakatanalyse 6. Fazit 7. Quellen 1. POPULISMUS • „Den Populismus gibt es nicht, sondern nur dessen vielgestaltige Erscheinungsformen" Formale Gemeinsamkeiten: ➡ Bezug auf Volk, Ablehnung der politischen Eliten Komplexe Probleme sollen durch einfache Lösungen bewältigt werden Fokus auf emotionale Themen charismatische Führungspersönlichkeit 2. RECHTSPOPULISMUS Kombination des Populismus mit rechter Ideologie • Kritik an Globalisierung und ihren Folgen Anstreben einer homogenen Volksgemeinschaft 3. ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND (AFD) • 6.02.2013 als Reaktion EU-Währungskrise gegründet Schwerpunkt zu erst EU-Kritik, später gewinnt im Alternative Zuge der Flüchtlingskrise die Anti-Asyl-Politik an Bedeutung konservativ, rechtspopulistisch, teils rechtsextrem Parteivorsitzende: Jörg Meuthen, Tino Chrupalla 2013 erstmals Antritt zu Wahlen Seit 2015 innerparteiliche Spannungen („Flügel") für Deutschland AfD Rechtspopulismus der Erfolg rechtspopulistischer Parteien in Deutschland Beispiel der AfD am Facharbeit am Gymnasium Bürgerwiese Dresden, den 22.05.2020 Inhalt 1. Einleitung. 2. Definition des Populismus.... 2.1 Allgemeine Definition.. 2.2 Rechtspopulismus.......….... 2.2.1 Merkmale des Rechtspopulismus.. 3. Charakterisierung von AfD-Wählern......... 3.1 Untersuchung der Merkmale. 3.1.1 Objektive Lebenslage.. 3.1.2 Subjektive Wahrnehmung der Lebensverhältnisse. 3.1.4 Ost-West-Unterschied. 3.2 Ergebnis.... 4. Wahlplakatanalyse 4.1 Vorgehen und Begründung 4.1 Wahlplakate - Übersicht 4.2 Analyse der AfD-Plakate.. 4.2.1 Wahlplakat I.. 4.2.2 Wahlplakat II 4.3 Analyse der CDU-Plakate 4.3.1 Wahlplakat III . 4.3.2 Wahlplakat IV. 4.4 Zusammenfassung. 5. Fazit 6. Literaturverzeichnis .. 7. Abbildungsverzeichnis........ 8. Eigenständigkeitserklärung.. .3 .4 .4 .4 .5 5 .8 10 11 11 11 12 12 13 14 14 14 15 .16 .17 19 ..20 Rechtspopulismus in Deutschland am Beispiel der AfD 1. Einleitung Der Holocaust ist nur „ein Vogelschiss in unserer [...] Geschichte“¹ - diesen Satz äußerte Alexander Gauland, der Fraktionsvorsitzende der AfD, bei einer Rede im Juni...

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2018. Solche Verharmlosung des Nationalsozialismus und augenscheinliche Ausländerfeindlichkeit gehört bei der Alternative für Deutschland zum Alltag. Trotzdem bekam die Partei bei der vergangenen Landtagswahl in Sachsen über ein Viertel aller Stimmen². Bei der Bundestagswahl 2017 wurde sie zur drittstärksten Kraft gewählt³, ein Ergebnis, von dem linksorientierte Parteien wie SPD und Die Linke nur träumen können. Der Rechtspopulismus floriert, was ich persönlich mit Blick auf die Geschichte Deutschlands erschreckend finde. Schon länger beschäftigt mich die AfD und ihr großer Erfolg, vor allem hier im Osten. Daher möchte ich mich in meiner komplexen Leistung mit der Alternative für Deutschland befassen. Es soll geklärt werden, wer sich von dem provokativen Auftreten der Partei angesprochen fühlt und warum. Es stellt sich die Frage: Was sind die Gründe für den Erfolg der AfD? Um dies zu klären, soll unter anderem untersucht werden, ob sich AfD-Wähler anhand bestimmter Merkmale charakterisieren lassen. Außerdem werden Wahlplakate der AfD analysiert und mit denen der CDU verglichen. Dabei soll darauf eingegangen werden, welche Zielgruppen die Plakate der jeweiligen Partei ansprechen und ob sie für den Betrachter überzeugend sind. Hier ist auch ein Rückschluss auf die Charakterisierungsmerkmale der AfD-Wähler möglich, da beurteilt werden kann, inwiefern die Wahlplakate für die Merkmalsträger besonders attraktiv wirken. 1 Gauland, Alexander, 2018 2 Vgl. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, 2019 3 Vgl. Bundeswahlleiter, 2018 3 2. Definition des Populismus 2.1 Allgemeine Definition Rechtspopulismus in Deutschland am Beispiel der AfD Die Definition des Populismus (von lat. »populus« für Volk) ist strittig. Für den Populismus gilt im Grunde ,,Den Populismus gibt es nicht, sondern nur dessen vielgestaltige Erscheinungs- formen.“4 Inhaltlich lassen sich die Spielformen des Populismus aufgrund ihrer Vielzahl und Diversität nicht zusammenfassen, es gibt jedoch einige formale Merkmale, die sie verbindet. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist der Bezug auf das Volk, welcher bereits im lateinischen Wortursprung zu erkennen ist. Die Populisten bauen einen Hass gegenüber den politischen Eliten auf. Ihrer Meinung nach sind diese nicht in der Lage, das Volk zu vertreten. Sie gehen davon aus, ,,dass das Volk eine gewisse politische Reife besitzt, die es dazu legitimiert, die etablierten Eliten zu ersetzen."5 Eine weitere Parallele ist, dass die Populisten große Probleme der Gesellschaft mit scheinbar einfachen Lösungen bewältigen wollen. Bei diesen simplifizierten Antworten fallen aber „komplexe Zusammenhänge unter den Tisch“. Weitere formale Merkmale populistischer Institutionen sind charismatische Führungspersönlichkeiten und der Fokus auf emotionale Themen. Die Populisten schüren die Angst der Bevölkerung - „denn je größer die Furcht, desto eher suchen Wähler nach einem Retter"7. Als diesen geben sie sich dann aus und gewinnen so an Zuspruch. 2.2 Rechtspopulismus 2.2.1 Merkmale des Rechtspopulismus Der Rechtspopulismus, der in dieser Arbeit thematisiert wird, ist eine Kombination des Populismus mit rechter oder rechtsextremer Ideologie. Im Gegensatz zum Populismus im Allgemeinen lassen sich sowohl die Entstehung des Rechtspopulismus als auch seine Merkmale 4 Werz, Nikolaus, 2003, S. 13 5 Vgl. Patané, Manuel, 2017, S.33 6 Diehl, Paula, 2018, S.1 7 Ludwig, Jan, 2018, S.22 4 Rechtspopulismus in Deutschland am Beispiel der AfD eindeutig definieren. Ebenso wie zu ihrer Entstehungszeit bezieht sich die Kritik der rechtspopulistischen Parteien auch heute besonders auf die Modernisierung und Globalisierung. Ihre Folgen können in drei Teile gegliedert werden: der verstärkte Abstand zwischen Arm und Reich, der Machtverlust des Staates (an Institutionen wie die EU) und somit die fehlende politische Repräsentation der Bürger und der Verlust der nationalen Identität durch Migration. Der Rechtspopulismus unterscheidet sich von anderen Populismusformen durch das Anstreben einer homogenen Volksgemeinschaft, die Menschen anderer Herkunft, aber auch Religion oder Sexualität ausschließt. Der studierte Historiker und Journalist Jan Ludwig schreibt dazu: „Wir, und nur wir, sind das Volk. Ihr aber, ihr Andersdenkenden, Andersaussehenden, Andersbetenden: Ihr gehört nicht dazu."9 Es ist noch zu ergänzen, dass nicht nur Parteien, sondern auch Bewegungen wie z.B. Pegida rechtspopulistisch sein können. 3. Charakterisierung von AfD-Wählern 3.1 Untersuchung der Merkmale 3.1.1 Objektive Lebenslage In der Gesellschaft kursiert die Annahme, AfD-Wähler wären Gesellschaftsverlierer, würden also schlecht verdienen und hätten einen niedrigen Bildungsgrad. In der Online-Erhebung von pmg - policy matters für die Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2017 wird die Wählergemeinschaft aller Parteien mit der der AfD¹0 verglichen. Es handelt sich um eine soziodemografische Wahlanalyse, es werden also Alter, Bildung, Geschlecht, Ost oder Westbürger, berufliche Stellung sowie Netto-Einkommen betrachtet. Um die These der Gesellschaftsverlierer zu untersuchen, wird im Folgenden das Diagramm¹¹ verbalisiert, wobei das Hauptaugenmerk auf Einkommen und Bildungsgrad liegt. 8 Vgl. Patané, Manuel, 2017, S.37f. ⁹ Ludwig, Jan, 2018, S.21 10 als AfD-Wähler werden hier Menschen bezeichnet, die die AfD als Wahlpräferenz angaben 11 Vgl. Hilmer, Richard/ Kohlrausch, Bettina/ Müller-Hilmer, Rita/ Gagné, Jérémie, 2017, S. 27 5

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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2018. Solche Verharmlosung des Nationalsozialismus und augenscheinliche Ausländerfeindlichkeit gehört bei der Alternative für Deutschland zum Alltag. Trotzdem bekam die Partei bei der vergangenen Landtagswahl in Sachsen über ein Viertel aller Stimmen². Bei der Bundestagswahl 2017 wurde sie zur drittstärksten Kraft gewählt³, ein Ergebnis, von dem linksorientierte Parteien wie SPD und Die Linke nur träumen können. Der Rechtspopulismus floriert, was ich persönlich mit Blick auf die Geschichte Deutschlands erschreckend finde. Schon länger beschäftigt mich die AfD und ihr großer Erfolg, vor allem hier im Osten. Daher möchte ich mich in meiner komplexen Leistung mit der Alternative für Deutschland befassen. Es soll geklärt werden, wer sich von dem provokativen Auftreten der Partei angesprochen fühlt und warum. Es stellt sich die Frage: Was sind die Gründe für den Erfolg der AfD? Um dies zu klären, soll unter anderem untersucht werden, ob sich AfD-Wähler anhand bestimmter Merkmale charakterisieren lassen. Außerdem werden Wahlplakate der AfD analysiert und mit denen der CDU verglichen. Dabei soll darauf eingegangen werden, welche Zielgruppen die Plakate der jeweiligen Partei ansprechen und ob sie für den Betrachter überzeugend sind. Hier ist auch ein Rückschluss auf die Charakterisierungsmerkmale der AfD-Wähler möglich, da beurteilt werden kann, inwiefern die Wahlplakate für die Merkmalsträger besonders attraktiv wirken. 1 Gauland, Alexander, 2018 2 Vgl. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, 2019 3 Vgl. Bundeswahlleiter, 2018 3 2. Definition des Populismus 2.1 Allgemeine Definition Rechtspopulismus in Deutschland am Beispiel der AfD Die Definition des Populismus (von lat. »populus« für Volk) ist strittig. Für den Populismus gilt im Grunde ,,Den Populismus gibt es nicht, sondern nur dessen vielgestaltige Erscheinungs- formen.“4 Inhaltlich lassen sich die Spielformen des Populismus aufgrund ihrer Vielzahl und Diversität nicht zusammenfassen, es gibt jedoch einige formale Merkmale, die sie verbindet. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist der Bezug auf das Volk, welcher bereits im lateinischen Wortursprung zu erkennen ist. Die Populisten bauen einen Hass gegenüber den politischen Eliten auf. Ihrer Meinung nach sind diese nicht in der Lage, das Volk zu vertreten. Sie gehen davon aus, ,,dass das Volk eine gewisse politische Reife besitzt, die es dazu legitimiert, die etablierten Eliten zu ersetzen."5 Eine weitere Parallele ist, dass die Populisten große Probleme der Gesellschaft mit scheinbar einfachen Lösungen bewältigen wollen. Bei diesen simplifizierten Antworten fallen aber „komplexe Zusammenhänge unter den Tisch“. Weitere formale Merkmale populistischer Institutionen sind charismatische Führungspersönlichkeiten und der Fokus auf emotionale Themen. Die Populisten schüren die Angst der Bevölkerung - „denn je größer die Furcht, desto eher suchen Wähler nach einem Retter"7. Als diesen geben sie sich dann aus und gewinnen so an Zuspruch. 2.2 Rechtspopulismus 2.2.1 Merkmale des Rechtspopulismus Der Rechtspopulismus, der in dieser Arbeit thematisiert wird, ist eine Kombination des Populismus mit rechter oder rechtsextremer Ideologie. Im Gegensatz zum Populismus im Allgemeinen lassen sich sowohl die Entstehung des Rechtspopulismus als auch seine Merkmale 4 Werz, Nikolaus, 2003, S. 13 5 Vgl. Patané, Manuel, 2017, S.33 6 Diehl, Paula, 2018, S.1 7 Ludwig, Jan, 2018, S.22 4 Rechtspopulismus in Deutschland am Beispiel der AfD eindeutig definieren. Ebenso wie zu ihrer Entstehungszeit bezieht sich die Kritik der rechtspopulistischen Parteien auch heute besonders auf die Modernisierung und Globalisierung. Ihre Folgen können in drei Teile gegliedert werden: der verstärkte Abstand zwischen Arm und Reich, der Machtverlust des Staates (an Institutionen wie die EU) und somit die fehlende politische Repräsentation der Bürger und der Verlust der nationalen Identität durch Migration. Der Rechtspopulismus unterscheidet sich von anderen Populismusformen durch das Anstreben einer homogenen Volksgemeinschaft, die Menschen anderer Herkunft, aber auch Religion oder Sexualität ausschließt. Der studierte Historiker und Journalist Jan Ludwig schreibt dazu: „Wir, und nur wir, sind das Volk. Ihr aber, ihr Andersdenkenden, Andersaussehenden, Andersbetenden: Ihr gehört nicht dazu."9 Es ist noch zu ergänzen, dass nicht nur Parteien, sondern auch Bewegungen wie z.B. Pegida rechtspopulistisch sein können. 3. Charakterisierung von AfD-Wählern 3.1 Untersuchung der Merkmale 3.1.1 Objektive Lebenslage In der Gesellschaft kursiert die Annahme, AfD-Wähler wären Gesellschaftsverlierer, würden also schlecht verdienen und hätten einen niedrigen Bildungsgrad. In der Online-Erhebung von pmg - policy matters für die Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2017 wird die Wählergemeinschaft aller Parteien mit der der AfD¹0 verglichen. Es handelt sich um eine soziodemografische Wahlanalyse, es werden also Alter, Bildung, Geschlecht, Ost oder Westbürger, berufliche Stellung sowie Netto-Einkommen betrachtet. Um die These der Gesellschaftsverlierer zu untersuchen, wird im Folgenden das Diagramm¹¹ verbalisiert, wobei das Hauptaugenmerk auf Einkommen und Bildungsgrad liegt. 8 Vgl. Patané, Manuel, 2017, S.37f. ⁹ Ludwig, Jan, 2018, S.21 10 als AfD-Wähler werden hier Menschen bezeichnet, die die AfD als Wahlpräferenz angaben 11 Vgl. 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