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Kabale und Liebe (+ Ausarbeitung)

Kabale und Liebe (+ Ausarbeitung)

 Kabale und Liebe
kurz & knapp
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• 3 kurze Inhaltszusammenfassung
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Sprachstile in
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Julius Böhme

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Präsentation

Neben einer kurzen Inhaltswiedergabe geht es in dieser Präsentation auch um die Personencharakterisierung, die 3 verschiedenen Sprachstile in "Kabale und Liebe" sowie die Einordnung von Kabale und Liebe in den Regeldramenverlauf Doctrine classique.

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Kabale und Liebe kurz & knapp hochgeladen auf Knowunity von Julius Böhme Gliederung 1 2 • 3 kurze Inhaltszusammenfassung ● 4 Sprachstile in ,,Kabale und Liebe" . 5 „Kabale und Liebe" in Einordnung in den normalen Dramenverlauf Quick Facts Figurencharakterisierung Titel: „Kabale und Liebe" • Autor: Friedrich von Schiller (1759-1805) • 1781 verfasst • 1784 uraufgeführt • in Prosa geschriebenes Drama, genauer: bürgerliches Trauerspiel Literaturepoche: Sturm und Drang ● 1 Quick Facts ● Hauptthema: Konflikte zwischen der absolutistisch herrschenden höfischen Welt und der bürgerlichen Welt (nicht standesgemäße Beziehung zwischen den beiden Protagonisten Luise und Ferdinand) 2 Figurencharakterisierung Wurm • Haussekretär des Präsidenten entstammt dem Bürgertum • relativ einflussreich: lässt geplante Intrige durchsetzen „Die kleinen tückischen Mausaugen - die Haare brandrot - das Kinn herausgequollen, gerade als wenn die Natur für purem Gift über das verhunzte Stück Arbeit meinen Schlingel da angefasst [...] hätte (Ausgabe der Hamburger Lesehefte, Seite 8, Zeile 13-17) • Assoziation „Wurm“: eklig, glitschig, rückgratlos 2 Figurencharakterisierung Miller • Vater von Luise, verheiratet mit Millerin • Berufsmusiker • aufbrausender Charakter: „aufgebracht, springt nach der Geige" (entnommen aus Szene 1,2) • sorgt sich einerseits um seine Tochter, andererseits aber um sich selbst teilweise egoistisch • autoritär, zwingt Luise aber trotzdem nicht zu einer Ehe Kabale und Liebe kurz & knapp Da zahlreiche Zusammenfassungen des Werkes ,,Kabale und Liebe" bereits überall im Internet zu finden sind, soll dies nicht das zentrale Thema dieser Präsentation gehen. Eher sollen die Figuren des Werkes charakterisiert wer- den, Sprachstile des...

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Werkes untersucht werden und letztlich soll „Kabale und Liebe" in die Regeldramenform, die Doctrine classique, eingeordnet werden. Jegliche Charakterisierungen, Analysen und Zusammenfassungen habe ich ohne fremde Hilfe mit eigenen Worten, teilweise mit Zitaten aus dem Werk belegt, zusammengestellt. ,,Kabale und Liebe" wurde 1781 von Friedrich von Schiller verfasst. Schiller hatte ein überaus kompliziertes Leben. Seinen Adelstitel erwarb er erst spä- ter, außerdem war er unter anderem ein (sehr schlechter) Arzt. Sein Werde- gang wurde von seinem Herzog Karl Eugen maßgeblich bestimmt, vermutlich entstand das vorliegende Werk in Anlehnung daran. Zu beachten sind die Fürstentümer und absolutistischen Herrscher, welche um 1700/1800 herrsch- ten. Viele Bürger von damals konnten sich gut mit dem Stück identifizieren. Das Stück wurde in Prosa geschrieben und ist der Literaturepoche des frü- hen Sturm und Drang zuzuordnen. Typisch für ein bürgerliches Trauerspiel, gibt es einen Konflikt in der bürgerlichen Welt, welcher hier jedoch mit der fürstlichen Welt erweitert wurde, man kann deshalb auch von einem erweiter- ten bürgerlichen Trauerspiel sprechen. Um die Handlung, welche natürlich maßgeblich durch den Charakter der ver- schiedenen Darsteller vorangetrieben wird, verstehen zu können, ist zu- nächst eine grobe Personenkenntnis essentiell. Interessant ist zum Beispiel bei der Figur Wurm, dem Haussekretär des Präsidenten, zunächst einmal die direkte Wahl des Namens „Wurm": Würmer werden oft assoziiert mit Attribu- ten wie „eklig" oder „glitschig". Da Würmer Wirbellose sind, können diese auch mit „rückgratlos“ beschrieben werden. All diese Attribute passen bereit perfekt auf den Charakter des Wurm. Miller entwickelt einen inneren Konflikt. Soll er sich eher um sich selbst (egoistisch) oder um seine Tochter sorgen? Im Stück springt er zwischen beiden Haltungen öfters hin und her. Luise kann außerdem noch als sehr gutgläubig charakterisiert werden. Jungfräulich und ,,wie ein frommes Lamm“ glaubt sie zunächst ausschließlich an den guten Willen der mit ihr interagierenden Personen. Millerin und Hofmarschall von Kalb können beide als eine Art „Witzfigur" aufgefasst werden. Bereits im ersten Akt wird der Hauptkonflikt mehr als deutlich: Während die Millerin eine Beziehung zwischen ihrer Tochter und dem adeligen Ferdinand grundsätzlich begrüßt (nicht zuletzt des sich eventuell anbahnenden Reich- tums wegen), lehnt ihr Mann eine solche Beziehung ab. Diese Meinungsver- schiedenheit spaltet die Familie Miller. Weiter eingehen möchte ich hier noch- mal auf die Kammerdienerszene II,2: der Kammerdiener liefert Lady Milford Brillianten als Hochzeitsgeschenk für die vom Präsidenten angekündigte Hochzeit mit Ferdinand ab. Erstaunt fragt sich Lady Milford, wie dieser teure Schmuck finanziert wurde. Der Kammerdiener stellt darauf fest, dass (Kin- der-)soldaten vom Fürsten eingesetzt wurden, die quasi für die entstandenen hochgeladen auf Knowunity von Julius Böhme Unkosten aufkommen. Empört lehnt die Lady das Geschenk ab, was wieder auf ihre grundsoziale Haltung Hinweis gibt. Im 3. Akt spinnt Wurm eine Intri- ge, um die in seinen Augen lästige Beziehung zwischen Luise und Ferdinand zu beenden. Er will Luise dazu zwingen, einen Liebesbrief an den Hofmar- schall von Kalb zu verfassen, in dem sie ihre Liebe gegenüber dem Hofmar- schall beteuert. Dieser Brief soll dem Hofmarschall dann übergeben werden. Der Hofmarschall von Kalb soll diesen Liebesbrief im Folgenden unauffällig im Beisein Ferdinands fallen lassen, sodass Ferdinand den Brief liest und Lu- ise des Fremdgehens verdächtigt. Alsbald wird diese Intrige auch durchge- führt, Ferdinand ist enttäuscht von Luise. Luise hält vorerst Wort und erzählt Ferdinand noch nicht, dass dieser Brief nur gefältscht ist. Erst, als Ferdinand sich dazu entschließt, Luise zu vergiften und Luise bereits im Sterben liegt, offenbart Luise das Geheimnis. Ferdinand ist fassungslos, beschuldigt seinen Vater. Dieser wird kurz darauf gemeinsam mit Wurm abgeführt. Zum Schluss stirbt auch Ferdinand, der ebenfalls von der vergifteten Limonade trank. Sprachlich gibt es 3 Ebenen: Die bürgerliche Sprache, die sich prinzipiell durch Primitivität und Dümmlichkeit sowie den gescheiterten Versuch, geho- ben zu wirken, auszeichnet. Dieser im Gegensatz steht die Sprache der höfi- schen Welt, welche sich durch hypotaktische, also verschachtelte, Satzstruk- turen und eine differenzierte Wortwahl auszeichnet. Von Luise und Ferdinand findet außerdem die Sprache der Liebenden Verwendung. Diese zeichnet sich aus durch Emphasen, Steigerungen, Parallelismen (also einer gleichen Anordnung von Satzgliedern im Satzbau), Inversionen (also veränderten Satzstrukturen) und Antithesen aus. Im Groben folgt „Kabale und Liebe" auch dem üblichen Dramenverlaufsplan Doctrine classique, welcher die üblichen 5 Akte eines Dramas einteilt in Ex- position (Einstieg), steigender Handlung mit erregendem Moment (weiterer Konflikt wird deutlich), Klimax (Handlungshöhepunkt) mit Peripetie (Wen- dung), fallende Handlung mit retardierendem (verzögerndem) Moment und der Konfliktlösung. hochgeladen auf Knowunity von Julius Böhme

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Typisch für ein bürgerliches Trauerspiel, gibt es einen Konflikt in der bürgerlichen Welt, welcher hier jedoch mit der fürstlichen Welt erweitert wurde, man kann deshalb auch von einem erweiter- ten bürgerlichen Trauerspiel sprechen. Um die Handlung, welche natürlich maßgeblich durch den Charakter der ver- schiedenen Darsteller vorangetrieben wird, verstehen zu können, ist zu- nächst eine grobe Personenkenntnis essentiell. Interessant ist zum Beispiel bei der Figur Wurm, dem Haussekretär des Präsidenten, zunächst einmal die direkte Wahl des Namens „Wurm": Würmer werden oft assoziiert mit Attribu- ten wie „eklig" oder „glitschig". Da Würmer Wirbellose sind, können diese auch mit „rückgratlos“ beschrieben werden. All diese Attribute passen bereit perfekt auf den Charakter des Wurm. Miller entwickelt einen inneren Konflikt. Soll er sich eher um sich selbst (egoistisch) oder um seine Tochter sorgen? Im Stück springt er zwischen beiden Haltungen öfters hin und her. Luise kann außerdem noch als sehr gutgläubig charakterisiert werden. Jungfräulich und ,,wie ein frommes Lamm“ glaubt sie zunächst ausschließlich an den guten Willen der mit ihr interagierenden Personen. Millerin und Hofmarschall von Kalb können beide als eine Art „Witzfigur" aufgefasst werden. Bereits im ersten Akt wird der Hauptkonflikt mehr als deutlich: Während die Millerin eine Beziehung zwischen ihrer Tochter und dem adeligen Ferdinand grundsätzlich begrüßt (nicht zuletzt des sich eventuell anbahnenden Reich- tums wegen), lehnt ihr Mann eine solche Beziehung ab. Diese Meinungsver- schiedenheit spaltet die Familie Miller. Weiter eingehen möchte ich hier noch- mal auf die Kammerdienerszene II,2: der Kammerdiener liefert Lady Milford Brillianten als Hochzeitsgeschenk für die vom Präsidenten angekündigte Hochzeit mit Ferdinand ab. Erstaunt fragt sich Lady Milford, wie dieser teure Schmuck finanziert wurde. 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Erst, als Ferdinand sich dazu entschließt, Luise zu vergiften und Luise bereits im Sterben liegt, offenbart Luise das Geheimnis. Ferdinand ist fassungslos, beschuldigt seinen Vater. Dieser wird kurz darauf gemeinsam mit Wurm abgeführt. Zum Schluss stirbt auch Ferdinand, der ebenfalls von der vergifteten Limonade trank. Sprachlich gibt es 3 Ebenen: Die bürgerliche Sprache, die sich prinzipiell durch Primitivität und Dümmlichkeit sowie den gescheiterten Versuch, geho- ben zu wirken, auszeichnet. Dieser im Gegensatz steht die Sprache der höfi- schen Welt, welche sich durch hypotaktische, also verschachtelte, Satzstruk- turen und eine differenzierte Wortwahl auszeichnet. Von Luise und Ferdinand findet außerdem die Sprache der Liebenden Verwendung. Diese zeichnet sich aus durch Emphasen, Steigerungen, Parallelismen (also einer gleichen Anordnung von Satzgliedern im Satzbau), Inversionen (also veränderten Satzstrukturen) und Antithesen aus. Im Groben folgt „Kabale und Liebe" auch dem üblichen Dramenverlaufsplan Doctrine classique, welcher die üblichen 5 Akte eines Dramas einteilt in Ex- position (Einstieg), steigender Handlung mit erregendem Moment (weiterer Konflikt wird deutlich), Klimax (Handlungshöhepunkt) mit Peripetie (Wen- dung), fallende Handlung mit retardierendem (verzögerndem) Moment und der Konfliktlösung. hochgeladen auf Knowunity von Julius Böhme