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Szenenanalyse Deutsch "Der Besuch der alten Dame"

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 Szenenanalyse (S.17-19)
Katharina Bobov, Deutsch
In dem Alltag eines jeden erlebt man des öfteren Schmeicheleien und Heuchelei. Nicht jeder

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Szenenanalyse zum Drama "DBDAD"

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Szenenanalyse (S.17-19) Katharina Bobov, Deutsch In dem Alltag eines jeden erlebt man des öfteren Schmeicheleien und Heuchelei. Nicht jeder Mensch, den wir kennen lernen, bleibt uns stehts loyal und verhält sich moralisch richtig. Viele ertappen sich bei dem Gedanken, durch Schmeicheleien bei ihren Gegenüberstehenden, an ihr gewünschtes Ziel zu gelangen. Scheinheiligkeit und Heuchelei spielen ebenfalls eine Zentrale Rolle in dem Drama „Der Besuch der alten Dame", welches im Jahr 1956 von Friedrich Dürrenmatt veröffentlicht wurde. Die Einwohner der verarmten und heruntergekommenen Kleinstadt Güllen, versuchen durch scheinheilige und moralisch unkorrekte Handlungen, eine Geldspende der Milliardären Claire Zachanassian zu erhalten. Das Drama ist eine Tragikomödie, in dem Merkmale der Tragödie und Komödie eng mit einander verknüpft sind. In der vorliegenden Szene (S.17-19), welche am Bahnhof dieser Stadt spielt, bereiten sich die Bewohner auf den Besuch der Antagonistin vor, die nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Um die Szene besser nachvollziehen zu können, muss man wissen, dass die Stadt dem Ruin nah ist und die Bewohner der Stadt Güllen sich kaum noch über Wasser halten können, weshalb sie auf die Hilfe Claires angewiesen sind. Hoffnungsvoll setzten sie den Protagonist III als Lockvogel ein, da er eine gemeinsame Vergangenheit mit Claire hat. Im folgenden wird dieser Szenenausschnitt genauer analysiert. Zu beginn,,,späht“ (vgl. S.17) der Pfändungsbeamte Geld in der Stadtkasse ab,...

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dadurch wird deutlich gemacht, wie verarmt die Stadt Güllen ist. Durch die Regieanweisungen wird einem ebenfalls bewusst, dass die Züge normalerweise nie in Güllen anhalten und nur „von rechts nach links" (S.17) vorbeifahren, da die Kleinstadt keine wichtige Bedeutung hat. Währenddessen bereiten die Güllener eine Inschrift für die Ankunft Claire Zachanassian vor. An dem Gespräch sind der Bürgermeister, III, der Pfarrer und der Lehrer beteiligt, die sich über die Milliardären unterhalten und im Laufe des Handlungsverlaufs des Dramas noch eine wichtige Rolle spielen werden. Der erste, zweite, dritte und vierte sind Bürger, die für das Geschehen nicht besonders wichtig sind und deshalb wenig Redeanteil haben. Durch diese Szene erfährt der Leser Einzelheiten der Charakterzüge der Charaktere, wie auch einiges über die Vergangenheit der Güllener. In dieser Textstelle, wird auch die Vergangenheit Claires besonders hervorgehoben. Beim Lesen erfährt man, dass sie damals Kläri Wäscher hieß, in dieser Stadt aufgewachsen ist und, dass ihr Vater einst Baumeister dieser Stadt war (S.17). Durch die Aussage des Pfarrers „Außer Gott" und ,,Goldener Apostel" (S.18) tritt ein biblisches Wortspiel und eine Andeutung auf, die im Laufe des Dramas des öfteren vorkommen werden. Die Güllener sehen die Milliardären als „einzige Hoffnung" (S.18) und durch die Aussage des Lehrers und Malers „Aber der zahlt nicht“, „der hat uns vergessen“ (S.18), wird dem Leser eine Vorausdeutung veranschaulicht, da Armut in Dramen öfter eine Voraussetzung für Mord ist. Darüber hinaus erfährt der Leser ebenfalls, dass III und Claire eine gemeinsame, intime und erotische Vergangenheit haben. Sie waren wie beste Freunde, doch das Leben trennte sie 1 anscheinend (vgl. S.18), was dem Leser zeigt, dass III seiner Schuld nicht bewusst ist, sondern es auf den Zufall abrückt. Weshalb der Bürgermeister III als „Lockvogel“ einsetzt und auf ihn zählt(vgl. S.18). Zudem beschreibt III Claire als „biegsam, gertenschlank, zart“ (S.18), was dem Leser als Gegensatz erscheint aufgrund ihren Prothesen. Er beschreibt sie ebenfalls als „verteufelt schöne Hexe" (S.18), was ziemlich widersprüchlich und ambivalent wirkt und eine erneute Vorausdeutung für den restlichen Verlauf ist. Dem Leser wird in dieser Szene ebenfalls bewusst, dass ihr Besuch inszeniert und kalkuliert ist, da sie gemeinsam positive Punkte über Claire für die Rede des Bürgermeisters aufschreiben, wie beispielsweise, dass sie sich damals für Pflanzen- und Tierkunde interessiert hat, die Gerechtigkeit liebt, doch die negativen, wie zum Beispiel, dass sie gewaltsam ist und den Polizisten mit Steinen abgeworfen hat oder schlecht in der Schule war weglassen (vgl. S. 19) und somit die Wahrheit verdrehen um Claire zu manipulieren. Der Punkt Gerechtigkeit, den III erwähnt (Vgl.S.19), ist so auch eine Vorausdeutung, dafür, dass sie die Gerechtigkeit als Rachemittel einsetzten wird. Der Vater der Antagonistin sei keine positiv geprägte Person gewesen, da er Alkoholiker war und im „Irrenhaus“ (S. 19) starb. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Szene sehr wichtig für den restlichen Handlungsverlauf ist, da dem Leser durch diese Szene viel über die Vergangenheit und Charakterzüge der Personen klar wird; dass die Güllener nur das Geld der Milliardären vor Augen haben wie auch, dass Claire Zachanassians Ankommen eine komplette Inszenierung und Instrumentalisierung ist, um ihr zu schmeicheln und dadurch an ihre Geldhilfe zu gelangen. 2

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Szenenanalyse (S.17-19) Katharina Bobov, Deutsch In dem Alltag eines jeden erlebt man des öfteren Schmeicheleien und Heuchelei. Nicht jeder Mensch, den wir kennen lernen, bleibt uns stehts loyal und verhält sich moralisch richtig. Viele ertappen sich bei dem Gedanken, durch Schmeicheleien bei ihren Gegenüberstehenden, an ihr gewünschtes Ziel zu gelangen. Scheinheiligkeit und Heuchelei spielen ebenfalls eine Zentrale Rolle in dem Drama „Der Besuch der alten Dame", welches im Jahr 1956 von Friedrich Dürrenmatt veröffentlicht wurde. Die Einwohner der verarmten und heruntergekommenen Kleinstadt Güllen, versuchen durch scheinheilige und moralisch unkorrekte Handlungen, eine Geldspende der Milliardären Claire Zachanassian zu erhalten. Das Drama ist eine Tragikomödie, in dem Merkmale der Tragödie und Komödie eng mit einander verknüpft sind. In der vorliegenden Szene (S.17-19), welche am Bahnhof dieser Stadt spielt, bereiten sich die Bewohner auf den Besuch der Antagonistin vor, die nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Um die Szene besser nachvollziehen zu können, muss man wissen, dass die Stadt dem Ruin nah ist und die Bewohner der Stadt Güllen sich kaum noch über Wasser halten können, weshalb sie auf die Hilfe Claires angewiesen sind. Hoffnungsvoll setzten sie den Protagonist III als Lockvogel ein, da er eine gemeinsame Vergangenheit mit Claire hat. Im folgenden wird dieser Szenenausschnitt genauer analysiert. Zu beginn,,,späht“ (vgl. S.17) der Pfändungsbeamte Geld in der Stadtkasse ab,...

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