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Das Deutsche Kaiserreich 1871-1890

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Das Deutsche Kaiserreich 1871-1890

 Glossar
2.1
(preußische) Abgeordnetenhaus
war bis 1918 die nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählte Zweite Kammer des Preußischen
Landtags
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war bis 1918 die nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählte Zweite Kammer des Preußischen
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Reichsgründung, Innen- und Außenpolitische Grundlagen, Gesellschaft im Kaiserreich Glossar Personenregister

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Glossar 2.1 (preußische) Abgeordnetenhaus war bis 1918 die nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählte Zweite Kammer des Preußischen Landtags neben dem Preußischen Herrenhaus wurde durch die von Friedrich Wilhelm IV. verordnete Preußische Verfassung vom 5. Dezember 1848 eingerichtet Allgemein deutscher Arbeiterverein war die erste Massenpartei der deutschen Arbeiterbewegung ● wurde am 23. Mai 1863 in Leipzig/Königreich Sachsen gegründet Deutsch-Dänischer Krieg 1864 Erster der drei Einigungskriege ● Anlass: rechtswidrige Integration von Schleswig in den dänischen Staaten 1863 ● 1864 preußische Truppen rückten vor ● Niederlage Dänemark ● ● Deutsch-Französischer Krieg 19. Juli 1870-10. Mai 1871 ● Dritter der drei Einigungskriege ● ● Auslöser war Emser Depesche Während Krieg: Deutsches Kaiserreich gegründet ● Niederlage Frankreichs Deutsche Fortschrittspartei am 6. Juni 1861 von liberalen Abgeordneten als erste deutsche Programmpartei gegründet ● im preußischen Abgeordnetenhaus ● stand im preußischen Verfassungskonflikt in strikter Opposition zur Politik Otto von Bismarcks ● Dualismus ● Zweiheit; Gegensätzlichkeit, Polarität "der Dualismus zweier Auffassungen" Emscher Depesche ● 1870 ● Telegramm ● Konflikt um spanischen Thron ● Frankreich hat sich provoziert gefühlt, da Bismarck ihn abgelehnt hat Auslöser für Deutsch-Französischen Krieg Heeresetat Norddeutscher Bund ● 2.2 Nach Niederlage Österreichs ● Annektierte Preußen einige dt. Mittelstaaten u.a. Königreich Hannover und Herzogtum Nassau Löste DB auf dafür N.dt. Bund ● Preußisch-Österreichischer Krieg ● ● ● Sedantag ● preußische Verfassungskonflikt, auch preußischer Budgetkonflikt oder Heereskonflikt genannt war der Konflikt um eine Heeresreform und die Machtaufteilung zwischen König und Parlament in den Jahren 1859 bis 1866 im Preußischen Staat Gedenktag, im Deutschen Kaiserreich jährlich um den 2. September gefeiert ● erinnerte an die Kapitulation der französischen Armee ● ● -->...

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2. September 1870 nach der Schlacht bei Sedan, in der preußische, bayerische, württembergische und sächsische Truppen nahe der französischen Stadt Sedan den entscheidenden Sieg im Deutsch-Französischen Krieg errungen hatten Kanzelparagraf 1866 Zweiter der drei Einigungskriege Konflikte um Verwaltung Schleswigs --> verschärfte Dualismus Österreichische Niederlage DB aufgelöst --> N.dt. Bund gegründet ● ● Kulturkampf ● 1864 ● Streit zwischen katholische Kirche und Reichsregierung unter Reichskanzler Bismarck Ausgangspunkt: Verwürfnisse zwischen liberalen Ideen und Überzeugung der kath. Kirche --> Überzeugungen der kath. Kirche in Schrift "Syllabus Errorum" (Verzeichnis der Irrtümer) von Papst Pius IX Er listete 80 vermeidliche Irrtümer auf von 1871 bis 1953 bzw. 1968 eine Vorschrift des deutschen Strafgesetzbuches --> die den Geistlichen aller Religionen in der Ausübung ihres Amtes eine Stellungnahme zu politischen Angelegenheiten mit Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren untersagte ● ● Keine Religionsfreiheit Kirchengewalt ohne Erlaubnis ausgeübt ● Staat ist nicht die Quelle aller Rechte ● Philosophie, philosophische Ethik und bürgerliche Gesetze weichen nicht von göttlicher und kirchlicher Autorität ab Kulturkampf: Bismarck gegen die katholische Kirche ● Strebte geeintes, homogenes Kaiserreichs Deutschland an ● Gegen Gesellschaftsgruppen die gegen Ziel waren 2.3 ● "Reichsfeinde" ● Katholische Zentrumspartei - --> "Gegner" 1871 --> "Kanzelparagraph" --> geistlichen Verbot ● 1872 --> geistliche Schulaufsicht abgeschafft ● "Maigesetze" 1873 --> Kircher unter staatlicher Aufsicht gestellt Ausübung Beruf --> staatliche Ausbildung ● Sozialgesetz ● Leitung öffentliche Schulen -->keine Staatsgewalt Kirche + Staat Balkankrise ● 9. Juli 1875-1878 ● Bedingt durch Krisen des osmanischen Reichs ● Strategie: Sozialdemokraten haben kein Interesse mehr (werden uninteressant gemacht) durch Sozialversicherung ● Lehnten sich vom o.R. besetzten Balkanstaaten gegen die Fremdherrschaft Eu Großmächte (außer Dt.) wirtschaftliche und politische Interessen auf Balkan ● --> drohte Situation zu eskalieren Vorläufige friedliche Regelung auf Berliner Kongress erreicht Maßnahmen: Gesetze gegen die Sozialdemokraten vom 21. Okt. 1878; Vereine mit sozialdemokratischem, sozialistischem und kommunistischem Bestreben sind verboten; sowie Versammlung, Druckschriften, Verbündete, Borsteher, Leiter; Agenten; Redner oder Kassierer --> werden bestraft mit Geld- oder Gefängnisstrafe Aktualitätsbezug: selbes Grundprinzip, Großteile von damals heute noch zu erkennen, staatliche soziale Hilfe, selbstverwaltete Beitragsgeschütze Sozialversicherung, weitere Ausbreitung z. B. Pflegeversicherung ● Berliner Kongress ● 13. Juni 1878 Versammlung von Vertretern der europäischen Großmächte Deutsches Reich, Österreich- Ungarn, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches --> auf der die Balkankrise beendet und eine neue Friedensordnung für Südosteuropa ausgehandelt wurde Dreikaiserabkommen 22. Okt. 1873 Vereinbarung zwischen Russland, Österreich und Deutschland Reichversicherungsvertrag 18. Juni 1887 Drei Jahre abgeschlossener Geheimvertrag ● Zwischen Russland und dem Deutschen Reich ● Russische Neutralität im Falle eines französischen Angriffs ● ● 2.4 Saturiert Einigung: bei Unstimmigkeiten gemeinsame friedliche Absprache zu treffen ● Sättigen bezeichnete einen Zustand bürgerlicher Zufriedenheit, zum einen neutral im Sinne von ,,befriedigt, ohne weitere Ansprüche", zum anderen,, (abwertend) übersättigt, ohne geistige Ansprüche" In der deutschen Politikgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts bezeichnete Saturiertheit das Bild, das Otto von Bismarck im Ausland von Deutschland unmittelbar nach der Reichsgründung zeichnen wollte. Er wollte zum Ausdruck bringen, dass das Reich ein mit dem Status quo zufriedener und keineswegs aggressiver gebietshungriger Staat sei, und damit die Expansionsängste bei den europäischen Großmächten Großbritannien und Russland zerstreuen ● Zweibund ● Gegenseitiges Verteidigungsbündnis zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn von 1879 ● Wurde 1881 zum Dreibund erweitert Antijudaismus Religiös motivierte Judenfeindlichkeit in Abgrenzung zum rassisch motivierten Antisemitismus Antisemitismus Weit gefasster Sammelbegriff Judenfeindlichkeit im Allgemeinen Abgrenzung zum religiös motivierten Antijudaismus ● Die Ablehnung alles Jüdische aus rassischen Gründen ● Rassenideologie 19. & 20. Jhd. --> alle Juden zur “Rasse" der Semiten gehörten Abkömmlinge des biblischen Sems, Söhne Noahs Militarismus ● Vorherrschen militärischen Denkens in der Politik und Beherrschung des zivilen Lebens in einem Staat durch militärische Institutionen 2.4 Gesellschaft im Kaiserreich ● KR gekennzeichnet durch schroffe Klassengegensätze Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft bildeten streng geschiedene soziale Gruppen mit eigenen Hierarchien, Normen und Werten ● Sozialer Aufstieg einer Gruppe kaum möglich Manifestierte sich in ländlichen und städtischen Lebens- und Wohnformen Adel: bildete Politik, Verwaltung und Militär dominierende Schicht Auf dem Land: ökonomisch dominierende Rolle, dank ausdehnten Landsitz ● O O Bürgertum: Ärzte, Rechtsanwälte, Bankiers, Unternehmer und Großhändler trennten Welten von --> anwachsenden Masse der keinen Angestellten, Händler oder niedrigen Beamten ● Wichtige Rolle: Statusdifferenzierung ● O O O ● ● ● O O O ● Unterschiedliche Gruppen des Bürgertums obrigkeitshörige Haltung zu Mächten sozialen und politischen Institutionen des KR Zahlenmäßig größte soziale Schicht/ Klasse: der Industrialisierung entstandene Arbeiterschaft O Lebten am Rande des Existenzminimums, sozial und politisch diskriminiert Fanden politische Heimat bei der SPD (im Laufe der Zeit --> stärkste Partei im Reichstag) 18. Jhd. Dominierender Anteil ländlicher Bevölkerung: Bauern, besitzlosen Landarbeitern sank im 19. Jhd. Besitzlosen Landarbeiter: rechtlose Randgruppe betrachtet, hatten einfach nur zu gehorchen Angehöriger der Unterschicht wanderten in Städte ab, suche nach Job als Dienstmädchen oder Arbeiter einer neuen Stellung KR vom Geist des Militarismus durchgedrungen (später Imperialismus) Adlige Offiziere genossen hohes Ansehen, auch folge der drei Einigungskriege Militarisierung des Denkens übertrug sich auf: zivile Leben, bürgerliche Festkultur und Werteordnung Sozial diskriminiert: Frauen Übten untergeordnete Dienste aus, waren politisch rechtlos und hatten keine Aufstiegsmöglichkeit Frauenarbeit galt als: "standesgemäß", Masse der Frau aus purer ökonomischer Not gezwungen ● Frauenbewegung erreichte im KS bescheidene politische Erfolge --> Recht zum Studium O Antijüdische Haltung gehörte bei Bürgern und Landbewohnern zur selbstverständlichen kulturellen Norm O Deutsche Juden im 19. Jhd. Formal den Bürgern gleichgestellt, religiös motivierte Diskriminierungen gehörten zum Alltag Religiös motivierte Antijudaismus wurde 19. Jhd. durch rassistisch begründeten Antisemitismus abgelöst 2.1 Reichsgründung von oben: Die deutsche Einigung ● ● ● Ernannte "erzreaktionären Junker" Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten --> um Widerstand des preußischen Abgeordnetenhauses gegen den Heeresetat zu brechen: schlimmste Befürchtungen der Liberalen zu bestätigen O Bismarcks Ziel: Einigung Deutschlands unter preußischer Führung O Krise um Schleswig-Holstein (Dänemark beanspruchte Schleswigs Territorium) O Ergebnis von Bismarcks erzwungenen Deutsch-Dänischen Krieg 1864 --> stärkte siegreiche Preußen ● ● ● O ο ο ο 1849 Reaktion über Revolution gesiegt --> zahlreiche demokratische Rechte aufgehoben Wunsch der Menschen: deutsche Einheit schaffen Nationale Bewegung reflektierte in der Gründung der Deutschen Fortschrittspartei 1861, sowie im Deutschen Arbeiterverein 1863 Neuer preußischer König: Wilhelm I. Kompetenzstreitigkeiten bei der Verwaltung Schleswigs und Holsteins --> Preußisch- Österreichischer Krieg 1866 Nach Sieg bei Königgrätz - --> Preußen annektierte norddeutsche Länder --> Gründung Norddeutscher Bund Ende des Deutschen Bunds Mir süddeutschen Staaten wurden Schutzbündnisse abgeschlossen --> wurden beim Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wirksam Krieg mit Frankreich von Bismarck bewusst heraufbeschworen Bismarck kürzte diplomatische Depesche (Emscher Depesche) zum preußischen Thronverzicht in Spanien: Frankreich sah sich gedemütigt - --> erklärte Preußen den Krieg Kriegszug gegen Frankreich, süddeutsche Fürsten an der preußischen Seite Rascher Sieg über Frankreich --> löste in Deutschland nationale Begeisterung aus Erst unbeliebter Bismarck, dann nationaler Held --> Boden für Gründung des Deutschen Reiches eröffnet "Erbfeind" Frankreich besiegt, mussten Elsass-Lothringen abtreten (eine der zahlreichen Ursachen für WW1) und gewaltige Kriegsentschädigung bezahlen O Französische Kaiser Napoleon II. --> in deutscher Gefangenschaft ● ● Verhandlung: deutscher Fürsten, 18. Jan. 1871 im Spiegelsaal von Versailles --> König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ernannt Reichsgründung, Werk der deutschen Fürsten, kein Ergebnis der nationalen und liberalen Bewegung Vorbehalte Liberaler Bewegung gegenüber autoritären und reaktionären Politik Bismarcks verschwanden --> nationale Euphorie, löste die Reichsgründung aus ● Politisches Ziel der Menschen erfüllt ● Jedoch aggressiver Militarismus erfasste Bevölkerungsschichten Zahlreiche Feiern am “Sedanstag”, Gründung zahlloser Kriegne im Deutschen Kaiserreich --> Millionen Mitglieder ● Bildung folgenreicher deutschen Weltmachtsfantasien Personenregister 2.1 Napoleon III während der Zweiten Republik von 1848 bis 1852 französischer Staatspräsident ● von 1852 bis 1870 als Napoleon III. Kaiser der Franzosen ● ● ● ● ● ● ● ● ● Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 hatte der aus einer Volkswahl hervorgegangene Präsident eine Diktatur errichtet Otto von Bismarck Jahr darauf (1852) proklamierte er sich zum Kaiser und sein Land zum Zweiten Kaiserreich Parlament wurde entmachtet und erhielt erst ganz am Ende seiner Herrschaft wieder etwas mehr Kompetenzen Kaiser praktisch gezwungen, immer neue Erfolge vorzuweisen, um sich die Gunst der Massen zu erhalten ● --> zu einer relativ expansiven Außenpolitik, die auch das Ziel der territorialen Vergrößerung Frankreichs auf Kosten seiner Nachbarstaaten verfolgte War der Kaiser im italienischen Einigungskrieg 1859/60 zunächst erfolgreich aggressive Außenpolitik Napoleons führte zu --> Frage der Spanischen Thronfolge in den Deutsch-Französischen Krieg mündete Napoleon am 2. September 1870 gefangen genommen ● Bildung einer neuen nationale Regierung in Paris, die ihn für abgesetzt erklärte und die Republik proklamierte letzten beiden Lebensjahre verbrachte er im englischen Exil. ● von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes Von 1871 bis 1890 war er erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte Bismarck gilt als Vollender der deutschen Einigung und als Begründer des Sozialstaates der Moderne war 1851-1862 Diplomat für den Bundestag des Deutschen Bundes sowie in Russland und Frankreich war ein deutscher Politiker und Staatsmann Von 1862 bis 1890 - mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 Ministerpräsident - war er in Preußen ● konnte im Deutsch-Dänischen Krieg und im Deutschen Krieg zwischen 1864 und 1866 die Deutsche Frage im kleindeutschen Sinne unter der Vorherrschaft Preußens lösen Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er die treibende Kraft bei der Gründung des Deutschen Reiches Als Kanzler und preußischer Ministerpräsident (→→ Bündnispolitik Otto von Bismarcks) ● wandte sich lange gegen eine deutsche Kolonialpolitik. Im preußischen Verfassungskonflikt berief ihn 1862 König Wilhelm I. zum Ministerpräsidenten. ● (→→ Kulturkampf) "Eisen und Blut" Rede: 22. Sept. 1862 (8 Tage nach neuem Ministerpräsidenten) --> Vor Budgetkommission des preu. Landtags --> Deutsche Einigung nur unter dem Einsatz Karikatur Merkmale: 2.3 --> von Waffen und Toten möglich sei (Krieg) ● Wenige Haaren Wilhelm I. ● Typischen Gesichtszügen ● ● stark buschigen Augenbrauen Schnauzbart Wilhelm II. von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen März 1890, knapp zwei Jahre, nachdem er Kaiser geworden war, entließ Kaiser Wilhelm II. den verdienten Reichskanzler Otto von Bismarck Bismarck hatte 1871 Deutschland geeint, das vorher in unzählige Kleinstaaten zersplittert war, und das Deutsche Kaiserreich geschaffen 2.3 Außenpolitische Grundlagen des Deutschen Kaiserreichs Durch Gründung deutsches Kaiserreichs 1871: andere Länder sahen eu Gleichgewicht gestört Mächtige Reich mit Misstrauen betrachtet ● Bismarck verwies: Reich sei “saturiert” ● Kein Ziel: Gebietserweiterung Ziel: Wahren des Status quo Glaubte: Frankreich durch System aus defensiven Bündnisverträgen politisch zu isolieren Dreikaiserabkommen 1873: Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland verpflichteten zu friedlichem Interessenausgleich O Balkankrise seit 1875 Bismarcks Chance: "ehrlicher Makler" bei Konfliktregelung keine eigenen Interessen zu verfolgen Schwäche des Osmanischen Reichs: begehrliche Blicke auf Balkan Russlands und Österreich- Ungarn Berliner Kongress Lösungen dafür entwickelt Balkankrise ließ Dreikaiserabkommen hinfällig --> Bismarck handelte mit Österreich-Ungarn geheimen Zweibund aus --> Im Falle russischen Angriffs, gegenseitige Unterstützung (1882 Italien trat bei, Dreibund) ● Rückversicherungsvertrag (Deutschland und Russland) Versicherung Neutralität, sollte Bündnispartner angegriffen werden --> sollte Frankreich Deutschland angreifen, Russland müsste neutral bleiben Bismarcks Bündnisgeflecht zerfiel 1890 ● ● ● ● O ● O Kaiser Wilhelm II. Nötigte Reichskanzler zum Rücktritt und sprach selber von "neuer Ära" --> Deutschland politisch nicht durch Bündnisse einengen lasse, sondern selber Großmachtpolitik betrieben werden sollte O Neuausrichtung war Abkehr von Politik mit defensiven Bündnissen verbunden 1892 Annäherung zwischen Frankreich und Russland O O Gezwungene deutsche Aufrüstung, Flottenpolitik des Admirals Tirpitz, irritierte England --> England rüstete Seestreitmächte massiv auf O O --> mit Deutschland fatales Wettrüsten zur See auslöste O 2.2 Innenpolitische Grundlagen des Deutschen Kaiserreichs ● ● ● ● ● ● ● O O O ● ● Verfassung des deutschen Kaiserreichs --> atmete Geist des Obrigkeitsstaats Schwerpunkte: Gewaltenteilung, einzelne Rechte und Pflichten der Organe, gegenseitige Kontrolle Ewiger Bund zum Schutz des Bundgebiets: König von Preußen, Bayern, Württemberg, Hoheit Großherzog von Baden, Hessen Reichsgesetzgebung: ausgeübt durch Bundesrat und Reichstag, Übereinstimmung erforderlich Bundesrat: Vertreter der Mitglieder aus dem Bund--> Vorlagen und Beschlüsse, jedes Bundesmitglied kann Vorschläge bringen Präsidium: König von Preußen --> führt Namen deutscher Kaiser; Völkerrechtlich vertreten, Kriege erklären und Frieden schließen; Kriegerklärung --> Zustimmung des Bundesrats (außer Angriff auf Bundesgebiet); Kaiser darf Bundesrat/ Reichstag berufen, eröffnen oder vertagen; Leitung der Geschäfte --> Reichskanzler (vom Kaiser ernannt); Ausfertigung und Verkündung der Reichsgesetze Reichstag: allgemeine und direkte Wahlen mit geheimer Abstimmung; Gesetze vorschlagen, Legislaturperiode --> 3 Jahre; Auflösung Beschluss Bundeskanzler --> Zustimmung des O Kaisers Kanzler: übernimmt Verantwortung des Kaisers Worten Kaiser: Recht der Reichstagsauflösung Grundmuster des Parteisystems (blieb in Weimarer Republik und Bundesrepublik wirksam) Konservative Parteien vs. liberale Partei, katholisches Zentrum und Sozialdemokratie Kaiserreich wuchs Grad der politischen Partizipation im Rahmen von Parteien und Vereinen Nicht alle Menschen genossen gleiche staatsbürgerlichen Rechte --> nationale Minderheit Sozial und politisch diskriminiert des Kaiserreichs --> Sozialdemokraten und religiöse Minderheit der Katholiken ● Kulturelle und soziale Stellung der Katholiken im KR wurde "Kulturkampf” durch Kanzelparagraf beschnitten --> Einführung: Zivilehe und staatlichen Schulaufsicht (geistliche Aufsicht auflöste) Katholische Geistliche die sich gegen Maßnahmen widersetzten: harte Repressalien ● Sozialdemokraten durch Sozialgesetz schikaniert Partei und Arbeitervereine verboten oder polizeilich überwacht, Ausweisungsbefehle ruinierten berufliche Existenzen und soziale Beziehungen, Gewerkschaftsmitglieder mussten mit betrieblichen und staatlichen Sanktionen rechnen Sicht Bismarcks: beide Gruppen "Reichsfeinde", die mit Ausnahmegesetzen überzogen wurden: ● Repressive Maßnahmen erreichten Ziel NICHT --> schweißten Kreis der Diskriminierten zusammen und erweiterten Wirkungsradius O Reichskanzler Bismarcks Versuchung: durch Sozialgesetze (Kranken-, Renten- und Unfallversicherung), Arbeiterschaft mit bestehender sozial ungerechter Klassengesellschaft zu vertragen --> Maßnahme erreichte Ziel NICHT Sozialistische Arbeiterbewegung konnte Basis kontinuierlich verbreiten SPD bei Reichstagswahlen 1912 stärkste Partei im deutschen Reichstag

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Reichsgründung, Innen- und Außenpolitische Grundlagen, Gesellschaft im Kaiserreich Glossar Personenregister

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Glossar 2.1 (preußische) Abgeordnetenhaus war bis 1918 die nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählte Zweite Kammer des Preußischen Landtags neben dem Preußischen Herrenhaus wurde durch die von Friedrich Wilhelm IV. verordnete Preußische Verfassung vom 5. Dezember 1848 eingerichtet Allgemein deutscher Arbeiterverein war die erste Massenpartei der deutschen Arbeiterbewegung ● wurde am 23. Mai 1863 in Leipzig/Königreich Sachsen gegründet Deutsch-Dänischer Krieg 1864 Erster der drei Einigungskriege ● Anlass: rechtswidrige Integration von Schleswig in den dänischen Staaten 1863 ● 1864 preußische Truppen rückten vor ● Niederlage Dänemark ● ● Deutsch-Französischer Krieg 19. Juli 1870-10. Mai 1871 ● Dritter der drei Einigungskriege ● ● Auslöser war Emser Depesche Während Krieg: Deutsches Kaiserreich gegründet ● Niederlage Frankreichs Deutsche Fortschrittspartei am 6. Juni 1861 von liberalen Abgeordneten als erste deutsche Programmpartei gegründet ● im preußischen Abgeordnetenhaus ● stand im preußischen Verfassungskonflikt in strikter Opposition zur Politik Otto von Bismarcks ● Dualismus ● Zweiheit; Gegensätzlichkeit, Polarität "der Dualismus zweier Auffassungen" Emscher Depesche ● 1870 ● Telegramm ● Konflikt um spanischen Thron ● Frankreich hat sich provoziert gefühlt, da Bismarck ihn abgelehnt hat Auslöser für Deutsch-Französischen Krieg Heeresetat Norddeutscher Bund ● 2.2 Nach Niederlage Österreichs ● Annektierte Preußen einige dt. Mittelstaaten u.a. Königreich Hannover und Herzogtum Nassau Löste DB auf dafür N.dt. Bund ● Preußisch-Österreichischer Krieg ● ● ● Sedantag ● preußische Verfassungskonflikt, auch preußischer Budgetkonflikt oder Heereskonflikt genannt war der Konflikt um eine Heeresreform und die Machtaufteilung zwischen König und Parlament in den Jahren 1859 bis 1866 im Preußischen Staat Gedenktag, im Deutschen Kaiserreich jährlich um den 2. September gefeiert ● erinnerte an die Kapitulation der französischen Armee ● ● -->...

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2. September 1870 nach der Schlacht bei Sedan, in der preußische, bayerische, württembergische und sächsische Truppen nahe der französischen Stadt Sedan den entscheidenden Sieg im Deutsch-Französischen Krieg errungen hatten Kanzelparagraf 1866 Zweiter der drei Einigungskriege Konflikte um Verwaltung Schleswigs --> verschärfte Dualismus Österreichische Niederlage DB aufgelöst --> N.dt. Bund gegründet ● ● Kulturkampf ● 1864 ● Streit zwischen katholische Kirche und Reichsregierung unter Reichskanzler Bismarck Ausgangspunkt: Verwürfnisse zwischen liberalen Ideen und Überzeugung der kath. Kirche --> Überzeugungen der kath. Kirche in Schrift "Syllabus Errorum" (Verzeichnis der Irrtümer) von Papst Pius IX Er listete 80 vermeidliche Irrtümer auf von 1871 bis 1953 bzw. 1968 eine Vorschrift des deutschen Strafgesetzbuches --> die den Geistlichen aller Religionen in der Ausübung ihres Amtes eine Stellungnahme zu politischen Angelegenheiten mit Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren untersagte ● ● Keine Religionsfreiheit Kirchengewalt ohne Erlaubnis ausgeübt ● Staat ist nicht die Quelle aller Rechte ● Philosophie, philosophische Ethik und bürgerliche Gesetze weichen nicht von göttlicher und kirchlicher Autorität ab Kulturkampf: Bismarck gegen die katholische Kirche ● Strebte geeintes, homogenes Kaiserreichs Deutschland an ● Gegen Gesellschaftsgruppen die gegen Ziel waren 2.3 ● "Reichsfeinde" ● Katholische Zentrumspartei - --> "Gegner" 1871 --> "Kanzelparagraph" --> geistlichen Verbot ● 1872 --> geistliche Schulaufsicht abgeschafft ● "Maigesetze" 1873 --> Kircher unter staatlicher Aufsicht gestellt Ausübung Beruf --> staatliche Ausbildung ● Sozialgesetz ● Leitung öffentliche Schulen -->keine Staatsgewalt Kirche + Staat Balkankrise ● 9. Juli 1875-1878 ● Bedingt durch Krisen des osmanischen Reichs ● Strategie: Sozialdemokraten haben kein Interesse mehr (werden uninteressant gemacht) durch Sozialversicherung ● Lehnten sich vom o.R. besetzten Balkanstaaten gegen die Fremdherrschaft Eu Großmächte (außer Dt.) wirtschaftliche und politische Interessen auf Balkan ● --> drohte Situation zu eskalieren Vorläufige friedliche Regelung auf Berliner Kongress erreicht Maßnahmen: Gesetze gegen die Sozialdemokraten vom 21. Okt. 1878; Vereine mit sozialdemokratischem, sozialistischem und kommunistischem Bestreben sind verboten; sowie Versammlung, Druckschriften, Verbündete, Borsteher, Leiter; Agenten; Redner oder Kassierer --> werden bestraft mit Geld- oder Gefängnisstrafe Aktualitätsbezug: selbes Grundprinzip, Großteile von damals heute noch zu erkennen, staatliche soziale Hilfe, selbstverwaltete Beitragsgeschütze Sozialversicherung, weitere Ausbreitung z. B. Pflegeversicherung ● Berliner Kongress ● 13. Juni 1878 Versammlung von Vertretern der europäischen Großmächte Deutsches Reich, Österreich- Ungarn, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches --> auf der die Balkankrise beendet und eine neue Friedensordnung für Südosteuropa ausgehandelt wurde Dreikaiserabkommen 22. Okt. 1873 Vereinbarung zwischen Russland, Österreich und Deutschland Reichversicherungsvertrag 18. Juni 1887 Drei Jahre abgeschlossener Geheimvertrag ● Zwischen Russland und dem Deutschen Reich ● Russische Neutralität im Falle eines französischen Angriffs ● ● 2.4 Saturiert Einigung: bei Unstimmigkeiten gemeinsame friedliche Absprache zu treffen ● Sättigen bezeichnete einen Zustand bürgerlicher Zufriedenheit, zum einen neutral im Sinne von ,,befriedigt, ohne weitere Ansprüche", zum anderen,, (abwertend) übersättigt, ohne geistige Ansprüche" In der deutschen Politikgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts bezeichnete Saturiertheit das Bild, das Otto von Bismarck im Ausland von Deutschland unmittelbar nach der Reichsgründung zeichnen wollte. Er wollte zum Ausdruck bringen, dass das Reich ein mit dem Status quo zufriedener und keineswegs aggressiver gebietshungriger Staat sei, und damit die Expansionsängste bei den europäischen Großmächten Großbritannien und Russland zerstreuen ● Zweibund ● Gegenseitiges Verteidigungsbündnis zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn von 1879 ● Wurde 1881 zum Dreibund erweitert Antijudaismus Religiös motivierte Judenfeindlichkeit in Abgrenzung zum rassisch motivierten Antisemitismus Antisemitismus Weit gefasster Sammelbegriff Judenfeindlichkeit im Allgemeinen Abgrenzung zum religiös motivierten Antijudaismus ● Die Ablehnung alles Jüdische aus rassischen Gründen ● Rassenideologie 19. & 20. Jhd. --> alle Juden zur “Rasse" der Semiten gehörten Abkömmlinge des biblischen Sems, Söhne Noahs Militarismus ● Vorherrschen militärischen Denkens in der Politik und Beherrschung des zivilen Lebens in einem Staat durch militärische Institutionen 2.4 Gesellschaft im Kaiserreich ● KR gekennzeichnet durch schroffe Klassengegensätze Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft bildeten streng geschiedene soziale Gruppen mit eigenen Hierarchien, Normen und Werten ● Sozialer Aufstieg einer Gruppe kaum möglich Manifestierte sich in ländlichen und städtischen Lebens- und Wohnformen Adel: bildete Politik, Verwaltung und Militär dominierende Schicht Auf dem Land: ökonomisch dominierende Rolle, dank ausdehnten Landsitz ● O O Bürgertum: Ärzte, Rechtsanwälte, Bankiers, Unternehmer und Großhändler trennten Welten von --> anwachsenden Masse der keinen Angestellten, Händler oder niedrigen Beamten ● Wichtige Rolle: Statusdifferenzierung ● O O O ● ● ● O O O ● Unterschiedliche Gruppen des Bürgertums obrigkeitshörige Haltung zu Mächten sozialen und politischen Institutionen des KR Zahlenmäßig größte soziale Schicht/ Klasse: der Industrialisierung entstandene Arbeiterschaft O Lebten am Rande des Existenzminimums, sozial und politisch diskriminiert Fanden politische Heimat bei der SPD (im Laufe der Zeit --> stärkste Partei im Reichstag) 18. Jhd. Dominierender Anteil ländlicher Bevölkerung: Bauern, besitzlosen Landarbeitern sank im 19. Jhd. Besitzlosen Landarbeiter: rechtlose Randgruppe betrachtet, hatten einfach nur zu gehorchen Angehöriger der Unterschicht wanderten in Städte ab, suche nach Job als Dienstmädchen oder Arbeiter einer neuen Stellung KR vom Geist des Militarismus durchgedrungen (später Imperialismus) Adlige Offiziere genossen hohes Ansehen, auch folge der drei Einigungskriege Militarisierung des Denkens übertrug sich auf: zivile Leben, bürgerliche Festkultur und Werteordnung Sozial diskriminiert: Frauen Übten untergeordnete Dienste aus, waren politisch rechtlos und hatten keine Aufstiegsmöglichkeit Frauenarbeit galt als: "standesgemäß", Masse der Frau aus purer ökonomischer Not gezwungen ● Frauenbewegung erreichte im KS bescheidene politische Erfolge --> Recht zum Studium O Antijüdische Haltung gehörte bei Bürgern und Landbewohnern zur selbstverständlichen kulturellen Norm O Deutsche Juden im 19. Jhd. Formal den Bürgern gleichgestellt, religiös motivierte Diskriminierungen gehörten zum Alltag Religiös motivierte Antijudaismus wurde 19. Jhd. durch rassistisch begründeten Antisemitismus abgelöst 2.1 Reichsgründung von oben: Die deutsche Einigung ● ● ● Ernannte "erzreaktionären Junker" Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten --> um Widerstand des preußischen Abgeordnetenhauses gegen den Heeresetat zu brechen: schlimmste Befürchtungen der Liberalen zu bestätigen O Bismarcks Ziel: Einigung Deutschlands unter preußischer Führung O Krise um Schleswig-Holstein (Dänemark beanspruchte Schleswigs Territorium) O Ergebnis von Bismarcks erzwungenen Deutsch-Dänischen Krieg 1864 --> stärkte siegreiche Preußen ● ● ● O ο ο ο 1849 Reaktion über Revolution gesiegt --> zahlreiche demokratische Rechte aufgehoben Wunsch der Menschen: deutsche Einheit schaffen Nationale Bewegung reflektierte in der Gründung der Deutschen Fortschrittspartei 1861, sowie im Deutschen Arbeiterverein 1863 Neuer preußischer König: Wilhelm I. Kompetenzstreitigkeiten bei der Verwaltung Schleswigs und Holsteins --> Preußisch- Österreichischer Krieg 1866 Nach Sieg bei Königgrätz - --> Preußen annektierte norddeutsche Länder --> Gründung Norddeutscher Bund Ende des Deutschen Bunds Mir süddeutschen Staaten wurden Schutzbündnisse abgeschlossen --> wurden beim Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wirksam Krieg mit Frankreich von Bismarck bewusst heraufbeschworen Bismarck kürzte diplomatische Depesche (Emscher Depesche) zum preußischen Thronverzicht in Spanien: Frankreich sah sich gedemütigt - --> erklärte Preußen den Krieg Kriegszug gegen Frankreich, süddeutsche Fürsten an der preußischen Seite Rascher Sieg über Frankreich --> löste in Deutschland nationale Begeisterung aus Erst unbeliebter Bismarck, dann nationaler Held --> Boden für Gründung des Deutschen Reiches eröffnet "Erbfeind" Frankreich besiegt, mussten Elsass-Lothringen abtreten (eine der zahlreichen Ursachen für WW1) und gewaltige Kriegsentschädigung bezahlen O Französische Kaiser Napoleon II. --> in deutscher Gefangenschaft ● ● Verhandlung: deutscher Fürsten, 18. Jan. 1871 im Spiegelsaal von Versailles --> König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ernannt Reichsgründung, Werk der deutschen Fürsten, kein Ergebnis der nationalen und liberalen Bewegung Vorbehalte Liberaler Bewegung gegenüber autoritären und reaktionären Politik Bismarcks verschwanden --> nationale Euphorie, löste die Reichsgründung aus ● Politisches Ziel der Menschen erfüllt ● Jedoch aggressiver Militarismus erfasste Bevölkerungsschichten Zahlreiche Feiern am “Sedanstag”, Gründung zahlloser Kriegne im Deutschen Kaiserreich --> Millionen Mitglieder ● Bildung folgenreicher deutschen Weltmachtsfantasien Personenregister 2.1 Napoleon III während der Zweiten Republik von 1848 bis 1852 französischer Staatspräsident ● von 1852 bis 1870 als Napoleon III. Kaiser der Franzosen ● ● ● ● ● ● ● ● ● Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 hatte der aus einer Volkswahl hervorgegangene Präsident eine Diktatur errichtet Otto von Bismarck Jahr darauf (1852) proklamierte er sich zum Kaiser und sein Land zum Zweiten Kaiserreich Parlament wurde entmachtet und erhielt erst ganz am Ende seiner Herrschaft wieder etwas mehr Kompetenzen Kaiser praktisch gezwungen, immer neue Erfolge vorzuweisen, um sich die Gunst der Massen zu erhalten ● --> zu einer relativ expansiven Außenpolitik, die auch das Ziel der territorialen Vergrößerung Frankreichs auf Kosten seiner Nachbarstaaten verfolgte War der Kaiser im italienischen Einigungskrieg 1859/60 zunächst erfolgreich aggressive Außenpolitik Napoleons führte zu --> Frage der Spanischen Thronfolge in den Deutsch-Französischen Krieg mündete Napoleon am 2. September 1870 gefangen genommen ● Bildung einer neuen nationale Regierung in Paris, die ihn für abgesetzt erklärte und die Republik proklamierte letzten beiden Lebensjahre verbrachte er im englischen Exil. ● von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes Von 1871 bis 1890 war er erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte Bismarck gilt als Vollender der deutschen Einigung und als Begründer des Sozialstaates der Moderne war 1851-1862 Diplomat für den Bundestag des Deutschen Bundes sowie in Russland und Frankreich war ein deutscher Politiker und Staatsmann Von 1862 bis 1890 - mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 Ministerpräsident - war er in Preußen ● konnte im Deutsch-Dänischen Krieg und im Deutschen Krieg zwischen 1864 und 1866 die Deutsche Frage im kleindeutschen Sinne unter der Vorherrschaft Preußens lösen Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er die treibende Kraft bei der Gründung des Deutschen Reiches Als Kanzler und preußischer Ministerpräsident (→→ Bündnispolitik Otto von Bismarcks) ● wandte sich lange gegen eine deutsche Kolonialpolitik. Im preußischen Verfassungskonflikt berief ihn 1862 König Wilhelm I. zum Ministerpräsidenten. ● (→→ Kulturkampf) "Eisen und Blut" Rede: 22. Sept. 1862 (8 Tage nach neuem Ministerpräsidenten) --> Vor Budgetkommission des preu. Landtags --> Deutsche Einigung nur unter dem Einsatz Karikatur Merkmale: 2.3 --> von Waffen und Toten möglich sei (Krieg) ● Wenige Haaren Wilhelm I. ● Typischen Gesichtszügen ● ● stark buschigen Augenbrauen Schnauzbart Wilhelm II. von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen März 1890, knapp zwei Jahre, nachdem er Kaiser geworden war, entließ Kaiser Wilhelm II. den verdienten Reichskanzler Otto von Bismarck Bismarck hatte 1871 Deutschland geeint, das vorher in unzählige Kleinstaaten zersplittert war, und das Deutsche Kaiserreich geschaffen 2.3 Außenpolitische Grundlagen des Deutschen Kaiserreichs Durch Gründung deutsches Kaiserreichs 1871: andere Länder sahen eu Gleichgewicht gestört Mächtige Reich mit Misstrauen betrachtet ● Bismarck verwies: Reich sei “saturiert” ● Kein Ziel: Gebietserweiterung Ziel: Wahren des Status quo Glaubte: Frankreich durch System aus defensiven Bündnisverträgen politisch zu isolieren Dreikaiserabkommen 1873: Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland verpflichteten zu friedlichem Interessenausgleich O Balkankrise seit 1875 Bismarcks Chance: "ehrlicher Makler" bei Konfliktregelung keine eigenen Interessen zu verfolgen Schwäche des Osmanischen Reichs: begehrliche Blicke auf Balkan Russlands und Österreich- Ungarn Berliner Kongress Lösungen dafür entwickelt Balkankrise ließ Dreikaiserabkommen hinfällig --> Bismarck handelte mit Österreich-Ungarn geheimen Zweibund aus --> Im Falle russischen Angriffs, gegenseitige Unterstützung (1882 Italien trat bei, Dreibund) ● Rückversicherungsvertrag (Deutschland und Russland) Versicherung Neutralität, sollte Bündnispartner angegriffen werden --> sollte Frankreich Deutschland angreifen, Russland müsste neutral bleiben Bismarcks Bündnisgeflecht zerfiel 1890 ● ● ● ● O ● O Kaiser Wilhelm II. Nötigte Reichskanzler zum Rücktritt und sprach selber von "neuer Ära" --> Deutschland politisch nicht durch Bündnisse einengen lasse, sondern selber Großmachtpolitik betrieben werden sollte O Neuausrichtung war Abkehr von Politik mit defensiven Bündnissen verbunden 1892 Annäherung zwischen Frankreich und Russland O O Gezwungene deutsche Aufrüstung, Flottenpolitik des Admirals Tirpitz, irritierte England --> England rüstete Seestreitmächte massiv auf O O --> mit Deutschland fatales Wettrüsten zur See auslöste O 2.2 Innenpolitische Grundlagen des Deutschen Kaiserreichs ● ● ● ● ● ● ● O O O ● ● Verfassung des deutschen Kaiserreichs --> atmete Geist des Obrigkeitsstaats Schwerpunkte: Gewaltenteilung, einzelne Rechte und Pflichten der Organe, gegenseitige Kontrolle Ewiger Bund zum Schutz des Bundgebiets: König von Preußen, Bayern, Württemberg, Hoheit Großherzog von Baden, Hessen Reichsgesetzgebung: ausgeübt durch Bundesrat und Reichstag, Übereinstimmung erforderlich Bundesrat: Vertreter der Mitglieder aus dem Bund--> Vorlagen und Beschlüsse, jedes Bundesmitglied kann Vorschläge bringen Präsidium: König von Preußen --> führt Namen deutscher Kaiser; Völkerrechtlich vertreten, Kriege erklären und Frieden schließen; Kriegerklärung --> Zustimmung des Bundesrats (außer Angriff auf Bundesgebiet); Kaiser darf Bundesrat/ Reichstag berufen, eröffnen oder vertagen; Leitung der Geschäfte --> Reichskanzler (vom Kaiser ernannt); Ausfertigung und Verkündung der Reichsgesetze Reichstag: allgemeine und direkte Wahlen mit geheimer Abstimmung; Gesetze vorschlagen, Legislaturperiode --> 3 Jahre; Auflösung Beschluss Bundeskanzler --> Zustimmung des O Kaisers Kanzler: übernimmt Verantwortung des Kaisers Worten Kaiser: Recht der Reichstagsauflösung Grundmuster des Parteisystems (blieb in Weimarer Republik und Bundesrepublik wirksam) Konservative Parteien vs. liberale Partei, katholisches Zentrum und Sozialdemokratie Kaiserreich wuchs Grad der politischen Partizipation im Rahmen von Parteien und Vereinen Nicht alle Menschen genossen gleiche staatsbürgerlichen Rechte --> nationale Minderheit Sozial und politisch diskriminiert des Kaiserreichs --> Sozialdemokraten und religiöse Minderheit der Katholiken ● Kulturelle und soziale Stellung der Katholiken im KR wurde "Kulturkampf” durch Kanzelparagraf beschnitten --> Einführung: Zivilehe und staatlichen Schulaufsicht (geistliche Aufsicht auflöste) Katholische Geistliche die sich gegen Maßnahmen widersetzten: harte Repressalien ● Sozialdemokraten durch Sozialgesetz schikaniert Partei und Arbeitervereine verboten oder polizeilich überwacht, Ausweisungsbefehle ruinierten berufliche Existenzen und soziale Beziehungen, Gewerkschaftsmitglieder mussten mit betrieblichen und staatlichen Sanktionen rechnen Sicht Bismarcks: beide Gruppen "Reichsfeinde", die mit Ausnahmegesetzen überzogen wurden: ● Repressive Maßnahmen erreichten Ziel NICHT --> schweißten Kreis der Diskriminierten zusammen und erweiterten Wirkungsradius O Reichskanzler Bismarcks Versuchung: durch Sozialgesetze (Kranken-, Renten- und Unfallversicherung), Arbeiterschaft mit bestehender sozial ungerechter Klassengesellschaft zu vertragen --> Maßnahme erreichte Ziel NICHT Sozialistische Arbeiterbewegung konnte Basis kontinuierlich verbreiten SPD bei Reichstagswahlen 1912 stärkste Partei im deutschen Reichstag