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Kindliche Entwicklung: Freud & Erikson

Kindliche Entwicklung: Freud & Erikson

 KINDLICHE ENTWICKLUNG NACH SIGMUND FREUD & ERIK ERIKSON
Freud: Psychosexuelle Entwicklung
• menschliches Sterben auf Befriedigung sexueller

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Hier eine Zusammenfassung der psychosexuellen Entwicklung nach Sigmund Freud, sowie der psychosozialen Entwicklung nach Erik Erikson.

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KINDLICHE ENTWICKLUNG NACH SIGMUND FREUD & ERIK ERIKSON Freud: Psychosexuelle Entwicklung • menschliches Sterben auf Befriedigung sexueller Triebimpulse ausgerichtet -> die Libido als Grundtrieb der nach Lustgewinn sterbt -> Eros = Lebenstrieb, Thanatos = Todestrieb psychische Störungen aufgrund psychosexueller Entwicklung ● Das Phasenmodell menschlicher Entwicklung: Nichtbefriedigung der Bedürfnisse einzelner Phasen: traumatisches Erlebnis, Fixierung Orale Phase (0-1 Jahr) • Mund als Quelle der Lust (erogene Zone) -> Lustgewinn durch nuckeln, Nahrungsaufnahme Fixierung: niedrige Frustrationstoleranz, übermäßiges Essen/Trinken/Rauchen Anale Phase (1-3 Jahr) • Anus als erogene Zone Fixiert: starke Unterdrückung von Aggressionen, Geiz, extreme Reinlichkeit Phallische Phase (3-6 Jahr) • Sexualorgane als erogene Zone • entwickelt geschlechtsspezifische Identität (und Gewissen) • identifiziert sich mit gleichgeschlechtlichem Elternteil Fixierung: Übertriebenes konkurrenzdenken Latenzzeit (6-12 Jahre) • Triebentwicklung ruht • Interesse für kognitive & soziale Zusammenhänge Genitale Phase (13-18 Jahr) • Interesse an Sexualität Beziehungen werden eingegangen Bewusstseinsebenen: • Das Unbewusste: Lustbefriedigung, traumatische Erlebnisse... • Das Vorbewusste: Vorgänge nicht präsent, aber können durch Erinnerung wieder hervorgerufen werden (Ängste, verdrängte Konflikte...) • Das Bewusste: Vorgänge, die eine Person bewusst zur Kenntnis nimmt (Aussagen...) Handlungen werden durch unbewusste Impulse gesteuert (Mensch nicht Herr im eigenen Haus) Instanzenmodell: Persönlichkeitsstruktur setzt sich aus drei Instanzen zusammen Es: unbewusst, Triebbedürfnisse, seit Geburt vorhanden Über-ICH: Gewissen, entwickelt sich mit der Zeit indem Normen und Werte (von Eltern) verinnerlicht werden, Einfluss von Außenwelt (+ Medien) ICH: Vermittlungsinstanz: bringt Triebwünsche in Einklang mit den Ansprüchen des Über-ICH und mit den Anforderungen der...

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Außenwelt (Spannungsverhältnis) ->Kern der Persönlichkeit Ich-Stärke: ICH im Gleichgewicht -> Persönlichkeit gesund strategien zum gleichgewicht: regeln aufstellen, vorbild haben, triebe teilweise unterdrucken Abwehrmechanismen: (Strategien um Konflikt zwischen es und Über-ICH zu lösen) Verdrängung: Unbewusstmachen von Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen Projektion: Übertragen von Eigenschaften, die man an sich selbst nicht wahrhaben will, auf andere Personen (Schuld, negative Eigenschaften...) Verleugnung: Leugnung unangenehmer Gefühle und Bedürfnisse Rationalisierung: versuch seine Wünsche und Bedürfnisse zu rechtfertigen Verschiebung: Gefühle an anderen auslassen Sublimierung: Befriedigung durch nicht-sexuelle Ersatzhandlungen Konsequenzen: ● Erzieherisches Handeln mit Hinblick auf „das Unbewusste" reflektieren • Extreme Ausprägung von Über-ICH und ES vermeiden -> Kind soll sein tun kritisch hinterfragen -> Empathievermögen stärken -> das Kind soll seine Triebimpulse ausleben können, aber sie auch kontrollieren lernen Erikson - psychosozialer Erklärungsansatz: • erweitert Freuds Modell um den sozialen Aspekt ● › epigenetisches Prinzip: Entwicklung der Persönlichkeit gehorcht inneren Entwicklungsgesetzen und erfolgt in einer bestimmten Reihenfolge von aufeinander aufbauenden Stufen • Identitätsentwicklung als lebenslanger Prozess Persönlichkeit entwickelt sich immer im Kontext sozialer Beziehungen Phasenmodell: • 8 Phasen • in jeder Phase laufen biologisch bedingte Reifungsprozesse ab ● • Erfahrungen in diesen Phasen beeinflussen Persönlichkeitsentwicklung ● jede dieser Phasen ist mit Krisen verbunden, deren Bewältigung entwicklungsfördernd ist -> Bewältigt der Mensch eine Krise konstruktiv, bilden sich Eigenschaften die für die weitere Persönlichkeitsentwicklung positiv sind -> Bewältigt er sie nicht konstruktiv, bilden sich negative Eigenschaften Konsequenzen: • die Bedürfnisse jeder Phase erfüllen -> Entwicklungskrisen meistern • Kind sollte eigenständig Entscheidungen treffen können (dem Alter entsprechend) • Erwachsene als Vorbild • Beziehungsqualität wichtig für Gewissensbildung Phasen: 1. Urvertrauen vs. Urmisstrauen (0-1 Jahr) Gut: kontinuierliche Fürsorge -> grundlegendes Gefühl von Sicherheit - Schlecht: zu viel/zu wenig Fürsorge -> Gefühl von Unsicherheit/Angst 2. Autonomie vs. Scham & Zweifel (1-3 Jahr) - Gut: ausgewählte Regeln -> Fähigkeit sich in Gemeinschaft einzuleben und eigene Bedürfnisse zu erfüllen - Schlecht: Keine/zu viele Verbote -> erkennt keine Autoritäten oder beachtet eigene Bedürfnisse nicht 3. Initiative vs. Schamgefühl (Ödipuskomplex) (3-6 Jahr) - Gut: Grenzen zeigen aber nicht abweisend sein -> Gewissensbildung - Schlecht: Spott/Abneigung -> kein Gewissen, können keine Zurückweisung ertragen 4. Werksinn vs. Minderwertigkeitskomplex (6-12 Jahr) - Gut: Erfolgs- und Frustrationserlebnisse -> Selbstwertgefühl, Selbsteinschätzung - Schlecht: mangelndes Selbstwertgefühl, fehlerhafte Selbsteinschätzung 5. Identität vs. Identitätsdiffusion (in Adoleszenz) - Gut: Freiraum sich zu entfalten -> gesunde Identität entwickeln - Schlecht: nicht genug Freiräume -> Identitätsdiffusion (evtl. starke Integration) 6. Intimität & Solidarität vs. Isolierung (frühes Erwachsenenalter) - Gut: Bedürfnis nach Bindung befriedigt -> Fähigkeit Beziehungen aufzubauen - Schlecht: Bedürfnis nicht befriedigt -> Isolation von Gesellschaft & Beziehungen 7. Generativität vs. Stagnation (mittleres Erwachsenenalter) Gut: Bereitschaft, für die nachkommende Generation Verantwortung zu übernehmen - Schlecht: Nur um sich selbst kümmern 8. Integrität vs. Verzweiflung (spätes Erwachsenenalter) Gut: Sein Leben akzeptieren und sich mit dem Tod abfinden - Schlecht: Enttäuscht mit eigenem Leben, Verzweiflung

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