Raumkonzept und Architektur des Kolumba Museums
Das Kolumba Museum in Köln besticht durch seine einzigartige Raumaufteilung und architektonische Gestaltung. Das Gebäude umfasst insgesamt 22 Räume, die sich über drei Etagen erstrecken.
Highlight: Im Gegensatz zu vielen modernen Museen verzichtet das Kolumba auf sogenannte "White Cubes" und bietet stattdessen eine Vielfalt an Raumformen und Atmosphären.
Die Räume des Museums zeichnen sich durch unterschiedliche Proportionen, Beleuchtungsverhältnisse und Materialien aus. Es gibt:
- Intime Kabinette
- Lichtdurchflutete Säle
- Dunkle, schmale und verwinkelte Räume
Diese Vielfalt ermöglicht differenzierte Präsentationsweisen für die verschiedenen Kunstwerke und Ausstellungsstücke.
Vocabulary: White Cube - Ein Ausstellungskonzept, bei dem Kunst in neutralen, weißen Räumen präsentiert wird.
Besondere architektonische Elemente des Museums sind:
- Hohe Treppen, die ein Gefühl von Schwindel erzeugen und so die Gefühlswelt der Besucher ansprechen
- Offene Gestaltung ohne Türen
- Eine spezielle Akustik, die an eine Kirche erinnert und die Besucher zu langsamem Gehen anregt
Der Eingangsbereich des Kolumba Museums ist bewusst zurückhaltend gestaltet. Der Eingang ist nicht sofort sichtbar und nur durch eine Aufschrift erkennbar. Statt eines großen, lichtdurchfluteten Foyers führt ein schmaler Gang in einen spärlich beleuchteten Raum zur Museumskasse.
Example: Das eigentliche Foyer überrascht dann mit einem hohen, leeren Raum und einer raumhohen Fensterfront.
Ein besonderes Highlight des Museums ist der Bereich der Ausgrabungen:
- Ein hölzerner, gezackter Steg führt die Besucher über die archäologischen Funde.
- Das Filtermauerwerk lässt punktuell Tageslicht und frische Luft ein.
- Massive Säulen tragen die darüberliegenden Stockwerke.
Diese Gestaltung ermöglicht es den Besuchern, die Geschichte des Ortes hautnah zu erleben und gleichzeitig die archäologischen Schätze zu bewundern.





