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Analyse und Interpretation

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 Plastizität:
Art der Illusion (Zeichnung/Malerei) bzw. der Konzeption
(Plastik) von Körperhaftem: haptisch-plastisch erlebbar, begrenzt ode

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Plastizität: Art der Illusion (Zeichnung/Malerei) bzw. der Konzeption (Plastik) von Körperhaftem: haptisch-plastisch erlebbar, begrenzt oder sich auflösend, in sich geschlossen oder sich mit der Umgebung (Fläche oder Raum) verbindend usw. (Körperhaftigkeit) Stofflichkeit: (Textur, Oberflä- heit) Repertoire der Mittel, um die Illusion von Stofflichkeit zu erzielen, Charak- teristik der Stofflichkeitsdarstellung (abbildhaft nachahmend, andeutend, zeichenhaft, übersteigert, sich auflösend, auf jede Angabe von Stofflichkeit verzichtend usw.) chenbeschaffen- nichtillusionistische Konzeption; als Beleuchtungslicht, Eigenleuchtlicht; als Körperschatten, als Schlagschatten etc. Bewegung/Zeit: Mittel der Darstellung von Bewegung: Gestik, Haltung von Figuren, Wahl des Moments der Bewegungsdarstellung, Position/Lage von Formen im Gesamtgefüge, Blickführung des Betrachters durch formale und kompositorische Mittel: Hin und Her, Vor und Zurück usw. des Sehens. 3. Interpretation: Wenn alle bild-/werkrelevanten Aspekte untersucht und erkannt wurden, kann auf ihrer Basis eine Interpretation des Kunstwerkes versucht werden, zu der gegebenenfalls andere Quellen hinzugezogen werden können, wenngleich dies den Rahmen einer rein werkimmanent durchgeführten Analyse überschreitet. Die Bildwirkung sollte als Ausgangsbasis der Interpretation gewählt werden; oftmals lässt sie sich durch die in der Analyse getroffenen Erkenntnisse belegen. Zudem sollten an dieser Stelle die teilweise nur isoliert betrachteten Analyseaspekte in ihrem gegenseitigen Bedingungs- und Verweisungszusammenhang gesetzt werden, damit eine Einsicht und ein Verständnis des Bildwerkes gezeigt wird. FB Jede Beschäftigung mit einem Kunstwerk sollte grob in vier Abschnitten verlaufen: 0. 1. Bildwirkung (wie empfinde ich das Bild, was fällt mir auf, gefällt es mir) mit Begründung Bestandsaufnahme / Beschreibung (Einleitungssatz:...

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Künstler, Titel, Format, Technik, Entstehungsjahr, grober Inhalt; dann genaue Bildbeschreibung) Formanalyse des Bildgefüges (s. Punkt 2 Rückseite) Interpretation auf der Basis der unter 1-3 gewonnenen Erkenntnisse. 2. 3. 1. Bestandsaufnahme / Bildbeschreibung: Bildgegenstände: 2. Analyse des Bildgefüges: Komposition: Metrik: Raum: Form: Betrachterposition: Farbe: Feststellung und Charakterisierung gegenständlicher und ungegenständlicher Gegebenheiten, Beziehung dieser untereinander und zu ihrem Umfeld Aufteilung nach Maßverhältnissen: horizontale und vertikale (Maßverhältnisse) Drittellinien, Goldener Schnitt Hell-Dunkel: Gliederung des Ganzen - Orientierung an dominierenden Richtungen: Bezugnahme auf Mittelsenkrechte, - waagerechte, Diagonalen; Verzicht auf solche Zuordnungen, Aufteilungen der Fläche, des Volumens (bei der Plastik), des Raumes (Bild, Architektur), Steuerung der Leserichtung, Bezug zwischen Einstieg und Schluss perspektivische und aperspektivische Raumkonzeptionen, Aufteilung in Vorder-, Mittel- und Licht/Schatten: Mitte, Hintergründe, Gewichtung der Zonen zueinander und im Bildganzen, Randbezogenheit (z.B. offene/geschlossene Bildform); Raumgliederung und Gewichtung in der Architektur: reihend, ausstrahlend, Zentren bildend, Räume verschleifend etc. Distanz (Nähe, Ferne) zum Dargestellten, Höhe des Betrachterstandpunktes (Horizontlinie), Beziehung zum Format, Blickführung, Identifikationsmöglich-keiten Farbrepertoire, Charakteristik der verwendeten Farben, Farbqualitäten (leuchtend, aus FB Formenrepertoire, Charakteristik der verwendeten Formen, Formqualitäten (organisch, geometrisch, bewegt, ruhig, starr usw.), Formquantität; Gliederung in Formkomplexe, in Formoppositionen (Gegensätze) und Formkorrespondenzen (Entsprechungen) Farbverwandtschaft oder aus Farbkontrasten. Komplementärkontrast, Kalt-Warm-Kontrast, Hell-Dunkel-Kontrast, Quantitätskontrast, Qualitätskontrast, Farbe-an-sich-Kontrast gebildet, stumpf, eher aus Tonwerten entwickelt etc.); Farbkorrespondenzen; Farbauftrag (transparent, aus übereinander liegenden Farbschichten durchleuchtend, deckend usw.), Malduktus (=Pinselführung): sichtbar - bewegt, starr, schematisch, unsichtbar usw. Repertoire der Helligkeitsstufen, als Illusion von Beleuchtung, als eigenständige Konzeption, zur Steigerung der Illusion von Plastizität, zur Gliederung der Gesamtkonzeption Lichtführung, Lichtkonzeption im Sinne der Illusion von Gegenständlichkeit, als Arbeitsverfahren und Methoden für die Analyse und Interpretation von Werken der Bildenden Kunst und der visuellen Medien Ziel aller Analyse/Interpretation ist es, den Sinn des jeweils gegebenen Gegenstandes (Bild, Zeichnung, Grafik, Plastik, Architektur, Situation, Prozess usw.) zu verstehen. Grundlage jeder Analyse und Interpretation muss die Einsicht sein, dass die hier untersuchten Gegenstände als Medium zwischen Wirklichkeitserfahrung und -vorstellung und den Betrachter gesetzt sind, dass diese Gegenstände als konkrete Gebilde mit einer bestimmten Struktur (alle Faktoren, die den Gegenstand bilden, also z.B. Farben, Farbzusammenhänge, Formqualitäten, grafische und plastische Werte, Gesten, dargestellte Figuren, Situationen, Anspielungen usw., sind zu einem Gefüge integriert) vorliegen. Genau so wichtig ist, dass der Betrachter zum Verstehen des Sinnes über bestimmte Fähigkeiten, Voraussetzungen und Erfahrungen verfügen muss. So kann es z.B. sehr wichtig sein, zu wissen, wann und unter welchen Bedingungen der betreffende Gegenstand entstanden ist, welche Absichten der Hersteller damit verfolgte, ob ein Auftraggeber ihm bestimmte Ziele setzte oder ob er eigenen Vorstellungen oder Zwängen folgte, ob solche Vorstellungen zu seiner Zeit selbstverständlich oder neu waren, darüber hinaus, wie der Gegenstand zu seiner Entstehungszeit beachtet, akzeptiert oder abgelehnt wurde, welche weltanschaulichen und politischen Überzeugungen und welche sozialen Verhältnisse dabei eine Rolle spielten usw. Die Fach- und Bezugswissenschaften (Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Informationsästhetik, Semiotik, Kunstpsychologie, Vergleichende Verhaltensforschung, Kunstsoziologie usw.) haben verschiedene Verfahren und Ansätze entwickelt, die jeweils unterschiedliche Aspekte des schwierigen Verstehensprozesses betonen bzw. herausgearbeitet haben. Hier wird nun ein Verfahren in den Blickpunkt des Interesses gestellt: Das werkimmanente Verfahren: Der Begriff werkimmanent" ist abgeleitet vom lateinischen ,,immanere" (darin-bleiben); gemeint ist hier die Absicht, das gegebene Untersuchungsobjekt (Bild, Zeichnung usw.) möglichst unmittelbar, d.h. unabhängig von möglichem Vorwissen, unbeeinflusst von historischen, gesellschaftlichen und psychologischen Zusammenhängen, aber auch von subjektiven Einstellungen, etwa persönlichen Vorlieben und Abneigungen des Betrachter, zu sehen. Allerdings kann festgehalten werden, dass es Verstehen völlig unabhängig von Vorerfahrungen überhaupt nicht gibt. Bei jeder Analyse/Interpretation schwingt Vorwissen über und aus der Wirklichkeitserfahrung mit und wird einbezogen. Da, wie oben behauptet, der Sinn des Bildangebots aber zu einem wesentlichen Teil von der sachlichen Gegebenheit, dem Bildzusammenhang lebt und seiner spezifischen Struktur abhängt, ist die sehr bewusste Konzentration auf die Sache selbst unumgänglich. Insofern besitzt die werkimmanente Methode zumindest einen grundlegenden Einstieg in die Interpretation, über den hinaus dann andere methodische Verfahren weiterführen. Zur werkimmanenten Analyse und Interpretation werden nun einzelne Untersuchungsaspekte genannt. Dabei ist zu beachten, dass diese natürlich nicht alle bei jedem Untersuchungsobjekt (Bild, Plastik, Architektur usw.) anwendbar sind. Das jeweilige Objekt selbst bestimmt durch seine Gestaltungsart, was und was schwerpunktmäßig analysiert werden kann. Außerdem ist eine weitere Vorüberlegung nötig: die Feststellung alleine, dass etwas im Objekt so und so gestaltet sei, bewirkt noch kein Verständnis, noch keine Interpretation. So besagt z.B. die Feststellung, dass in einem Bild eine diagonale Form ist, ganz wenig. Erst wenn es gelingt, zu klären, was diese Form im Gesamtgefüge der anderen Formen, Farben, Richtungen und der dadurch bestimmten Inhalte bewirkt, kann Verständnis entwickelt werden. Die folgende Auflistung von möglichen Untersuchungsaspekten ist also vorsichtig zu gebrauchen: erst wenn sich die verschiedenen Teilaspekte der Analyse zu einem sich gegenseitig begründenden Gefüge und Erklärungszusammenhang integrieren lassen, kommt man dem Verständnis nahe. Hier können dann je nach Bedarf weiterführende Methoden anknüpfen bzw. ergänzen (z.B. Informationen zum Entstehungsraum, zur Entstehungszeit, zum Künstler, zu den geistesgeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Zusammenhängen). JB

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Plastizität: Art der Illusion (Zeichnung/Malerei) bzw. der Konzeption (Plastik) von Körperhaftem: haptisch-plastisch erlebbar, begrenzt oder sich auflösend, in sich geschlossen oder sich mit der Umgebung (Fläche oder Raum) verbindend usw. (Körperhaftigkeit) Stofflichkeit: (Textur, Oberflä- heit) Repertoire der Mittel, um die Illusion von Stofflichkeit zu erzielen, Charak- teristik der Stofflichkeitsdarstellung (abbildhaft nachahmend, andeutend, zeichenhaft, übersteigert, sich auflösend, auf jede Angabe von Stofflichkeit verzichtend usw.) chenbeschaffen- nichtillusionistische Konzeption; als Beleuchtungslicht, Eigenleuchtlicht; als Körperschatten, als Schlagschatten etc. Bewegung/Zeit: Mittel der Darstellung von Bewegung: Gestik, Haltung von Figuren, Wahl des Moments der Bewegungsdarstellung, Position/Lage von Formen im Gesamtgefüge, Blickführung des Betrachters durch formale und kompositorische Mittel: Hin und Her, Vor und Zurück usw. des Sehens. 3. Interpretation: Wenn alle bild-/werkrelevanten Aspekte untersucht und erkannt wurden, kann auf ihrer Basis eine Interpretation des Kunstwerkes versucht werden, zu der gegebenenfalls andere Quellen hinzugezogen werden können, wenngleich dies den Rahmen einer rein werkimmanent durchgeführten Analyse überschreitet. Die Bildwirkung sollte als Ausgangsbasis der Interpretation gewählt werden; oftmals lässt sie sich durch die in der Analyse getroffenen Erkenntnisse belegen. Zudem sollten an dieser Stelle die teilweise nur isoliert betrachteten Analyseaspekte in ihrem gegenseitigen Bedingungs- und Verweisungszusammenhang gesetzt werden, damit eine Einsicht und ein Verständnis des Bildwerkes gezeigt wird. FB Jede Beschäftigung mit einem Kunstwerk sollte grob in vier Abschnitten verlaufen: 0. 1. Bildwirkung (wie empfinde ich das Bild, was fällt mir auf, gefällt es mir) mit Begründung Bestandsaufnahme / Beschreibung (Einleitungssatz:...

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Analyse des Bildgefüges: Komposition: Metrik: Raum: Form: Betrachterposition: Farbe: Feststellung und Charakterisierung gegenständlicher und ungegenständlicher Gegebenheiten, Beziehung dieser untereinander und zu ihrem Umfeld Aufteilung nach Maßverhältnissen: horizontale und vertikale (Maßverhältnisse) Drittellinien, Goldener Schnitt Hell-Dunkel: Gliederung des Ganzen - Orientierung an dominierenden Richtungen: Bezugnahme auf Mittelsenkrechte, - waagerechte, Diagonalen; Verzicht auf solche Zuordnungen, Aufteilungen der Fläche, des Volumens (bei der Plastik), des Raumes (Bild, Architektur), Steuerung der Leserichtung, Bezug zwischen Einstieg und Schluss perspektivische und aperspektivische Raumkonzeptionen, Aufteilung in Vorder-, Mittel- und Licht/Schatten: Mitte, Hintergründe, Gewichtung der Zonen zueinander und im Bildganzen, Randbezogenheit (z.B. offene/geschlossene Bildform); Raumgliederung und Gewichtung in der Architektur: reihend, ausstrahlend, Zentren bildend, Räume verschleifend etc. Distanz (Nähe, Ferne) zum Dargestellten, Höhe des Betrachterstandpunktes (Horizontlinie), Beziehung zum Format, Blickführung, Identifikationsmöglich-keiten Farbrepertoire, Charakteristik der verwendeten Farben, Farbqualitäten (leuchtend, aus FB Formenrepertoire, Charakteristik der verwendeten Formen, Formqualitäten (organisch, geometrisch, bewegt, ruhig, starr usw.), Formquantität; Gliederung in Formkomplexe, in Formoppositionen (Gegensätze) und Formkorrespondenzen (Entsprechungen) Farbverwandtschaft oder aus Farbkontrasten. Komplementärkontrast, Kalt-Warm-Kontrast, Hell-Dunkel-Kontrast, Quantitätskontrast, Qualitätskontrast, Farbe-an-sich-Kontrast gebildet, stumpf, eher aus Tonwerten entwickelt etc.); Farbkorrespondenzen; Farbauftrag (transparent, aus übereinander liegenden Farbschichten durchleuchtend, deckend usw.), Malduktus (=Pinselführung): sichtbar - bewegt, starr, schematisch, unsichtbar usw. Repertoire der Helligkeitsstufen, als Illusion von Beleuchtung, als eigenständige Konzeption, zur Steigerung der Illusion von Plastizität, zur Gliederung der Gesamtkonzeption Lichtführung, Lichtkonzeption im Sinne der Illusion von Gegenständlichkeit, als Arbeitsverfahren und Methoden für die Analyse und Interpretation von Werken der Bildenden Kunst und der visuellen Medien Ziel aller Analyse/Interpretation ist es, den Sinn des jeweils gegebenen Gegenstandes (Bild, Zeichnung, Grafik, Plastik, Architektur, Situation, Prozess usw.) zu verstehen. Grundlage jeder Analyse und Interpretation muss die Einsicht sein, dass die hier untersuchten Gegenstände als Medium zwischen Wirklichkeitserfahrung und -vorstellung und den Betrachter gesetzt sind, dass diese Gegenstände als konkrete Gebilde mit einer bestimmten Struktur (alle Faktoren, die den Gegenstand bilden, also z.B. Farben, Farbzusammenhänge, Formqualitäten, grafische und plastische Werte, Gesten, dargestellte Figuren, Situationen, Anspielungen usw., sind zu einem Gefüge integriert) vorliegen. Genau so wichtig ist, dass der Betrachter zum Verstehen des Sinnes über bestimmte Fähigkeiten, Voraussetzungen und Erfahrungen verfügen muss. 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Hier wird nun ein Verfahren in den Blickpunkt des Interesses gestellt: Das werkimmanente Verfahren: Der Begriff werkimmanent" ist abgeleitet vom lateinischen ,,immanere" (darin-bleiben); gemeint ist hier die Absicht, das gegebene Untersuchungsobjekt (Bild, Zeichnung usw.) möglichst unmittelbar, d.h. unabhängig von möglichem Vorwissen, unbeeinflusst von historischen, gesellschaftlichen und psychologischen Zusammenhängen, aber auch von subjektiven Einstellungen, etwa persönlichen Vorlieben und Abneigungen des Betrachter, zu sehen. Allerdings kann festgehalten werden, dass es Verstehen völlig unabhängig von Vorerfahrungen überhaupt nicht gibt. Bei jeder Analyse/Interpretation schwingt Vorwissen über und aus der Wirklichkeitserfahrung mit und wird einbezogen. Da, wie oben behauptet, der Sinn des Bildangebots aber zu einem wesentlichen Teil von der sachlichen Gegebenheit, dem Bildzusammenhang lebt und seiner spezifischen Struktur abhängt, ist die sehr bewusste Konzentration auf die Sache selbst unumgänglich. Insofern besitzt die werkimmanente Methode zumindest einen grundlegenden Einstieg in die Interpretation, über den hinaus dann andere methodische Verfahren weiterführen. Zur werkimmanenten Analyse und Interpretation werden nun einzelne Untersuchungsaspekte genannt. Dabei ist zu beachten, dass diese natürlich nicht alle bei jedem Untersuchungsobjekt (Bild, Plastik, Architektur usw.) anwendbar sind. Das jeweilige Objekt selbst bestimmt durch seine Gestaltungsart, was und was schwerpunktmäßig analysiert werden kann. Außerdem ist eine weitere Vorüberlegung nötig: die Feststellung alleine, dass etwas im Objekt so und so gestaltet sei, bewirkt noch kein Verständnis, noch keine Interpretation. So besagt z.B. die Feststellung, dass in einem Bild eine diagonale Form ist, ganz wenig. Erst wenn es gelingt, zu klären, was diese Form im Gesamtgefüge der anderen Formen, Farben, Richtungen und der dadurch bestimmten Inhalte bewirkt, kann Verständnis entwickelt werden. Die folgende Auflistung von möglichen Untersuchungsaspekten ist also vorsichtig zu gebrauchen: erst wenn sich die verschiedenen Teilaspekte der Analyse zu einem sich gegenseitig begründenden Gefüge und Erklärungszusammenhang integrieren lassen, kommt man dem Verständnis nahe. Hier können dann je nach Bedarf weiterführende Methoden anknüpfen bzw. ergänzen (z.B. Informationen zum Entstehungsraum, zur Entstehungszeit, zum Künstler, zu den geistesgeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Zusammenhängen). JB