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Architektur im 19. Jahrhundert

Architektur im 19. Jahrhundert

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Architektur im 19. Jahrhundert

 19. Jahrhundert: Architektur
Klassizismus (ca. 1750-1840)
Hintergründe:
●
Merkmale:
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Bedürfnis nach festen Regeln (Üppigkeit des Bar

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19. Jahrhundert: Architektur Klassizismus (ca. 1750-1840) Hintergründe: ● Merkmale: ● ● ● ● Bedürfnis nach festen Regeln (Üppigkeit des Barocks/ Rokokos wurde als zu regellos empfunden) → Gegensatz zur vorherigen Epoche Vor allem im Hinblick auf Proportionen und ästhetische Maßgaben bezog man sich auf die Antike Identifikation eines aufgeklärten Bürgertums ● Front eines griechischen oder römischen Tempels (Dreiecksgiebel über Säulenstellungen) Häufig blockhafter Baukörper Sparsame Gliederung (z. B. durch Gesimse) Fast keine Dekorationen/ Ornamente o.ä. Vertreter des Klassizismus: Karl Friedrich Schinkel (Neue Wache in Berlin): Neue Wache: Klare, einfache Proportionen Maße der antiken Vorbilder Typische antike Bauelemente als funktionierende Teile im statischen Zusammenhang O Säulen als wirkliche Stützen; trugen Gebälk Schlichter, quaderförmiger Baukörper, quadratischer GR Front eines klassischen griechischen Tempels ist vor seine Vorderseite gestellt ( doppelte Säulenordung) Historismus (1840-1900) ● ● = Bauten, die durch Rückgriffe auf historische Vorbilder geprägt sind O Aufgreifen/ Imitieren von Ausdrucksformen und Stilelementen Vertraute Formen nahmen Angst vor Veränderungen/ romantische Flucht vor der Wirklichkeit Stilpluralismus Verbindung zwischen tektonischer Klarheit, gerade Linien und Sparsamkeit von Ornamenten/ Dekoration mit alten Stilformen (z.B. Tempelfronten etc.) ● Ausklang des Klassizismus Neben Antike auch Gotik, Renaissance, Barock etc. → Neogotik; Neorenaissance; Neobarock ... Kritik: man baute immer nur nach einem Stil einer anderen/ vergangenen Zeit, da man für die neuen Bauaufgaben der kapitalistischen Gesellschaft keine passenden Formen fand → Behinderung des Fortschritts der Moderne ● Karl Friedrich Schenkel: Altes Museum Eklektizismus: Basiswissen Der Begriff ,,Eklektizismus" Als Eklektizismus bezeichnet man die beliebige Verwendung architektonischer Ein- zelelemente verschiedener Epochen....

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Historische Stilmittel werden untereinander austauschbar und völlig unabhängig von Funktion oder Zweck eines Baus zu dessen Dekoration benutzt. So wurden im 19. Jahrhundert unterschiedslos Villen, Miets- häuser, Bahnhöfe und Kapellen mit den gleichen Formen versehen. ● Beliebige Verwendung architektonischer Einzelelemente verschiedener Epochen Wirkte teilweise willkürlich/ chaotisch Jugendstil (1890-1915) ● Ablehnung von historischen Stilen (,,nachgemachte" Kunst) Neue Ausdrucksformen nach industriellen Revolution wollte vor allem die junge Generation neue Ausdrucksformen O auch durch die Gegenüberstellung zur industriellen Massenware Die Radikalität der Ablehnung jeglicher Stilelemente vergangener Kunst öffnet den Weg in die Moderne = Übergang Malerei, Architektur und Design waren aufeinander abgestimmt → Gesamtkunstwerk ,,Modern Style" der Morris Bewegung Ästhetische Funktion steht im Vordergrund Dekorativ/ verziert, mit geschwungener, dynamischer Linienführung und floralen Ornamenten und Mustern ● Betonung der fließenden Linie ● Pflanzliche, geschwungene Formen, Anlehnung an Pflanzenwelt/ Natur ● Statische Wirkung wird verhindert ● Häufige Verwendung von kostbaren Materialien → daher waren die aufwendigen und daher teuren Erzeugnisse des Jugendstils nur für Wenige zugänglich Beliebte Motive: Wasserflächen, Seerosen, gewelltes Frauenhaar TOPIC TOPIC TOPIC F Henry van de Velde Belgischer Künstler des Jugendstils im Bereich der Malerei, Architektur und Designs maschinelle Fertigung sei kein Nachteil, solange die Entwürfe und Modelle von Künstlern konzipiert wurden Entscheidend war der ästhetische Aspekt Legte Wert auf zusammenhängenden Gesamtkunstwerk zwischen Architektur und Design, Formen und Motive sollten sich wiederfinden ● ● ● ● Merkmal: dynamische Linienführung → Statik wird vermieden, Bewegung wird erzeugt Übernahm 1904 die Leitung der Kunstgewebeschule in Weimar und war somit ein Wegbereiter der Bauhaus-Strömung Sein Stil beschreibt eher den Ausklang des Jugendstils (der in die Moderne führte): O Dynamische, leicht geschwungene Linienführung O O O Keine Ornamente, Verzierungen Keine floralen Muster Fokus liegt auf Einfachheit und Schlichtheit Haus Bloemenwerf CENT D EL Bloemenwerf Stuhl

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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