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Loslösung Edvard Munch (Analyse)

Loslösung Edvard Munch (Analyse)

 Analyse Edvard Munch: Die Loslösung II (Leoni, 17.01.2020)
Gegeben ist ein Werk von Edvard Munch mit dem Titel „Die Loslösung II" aus dem J

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Analyse Edvard Munch: Die Loslösung II (Leoni, 17.01.2020) Gegeben ist ein Werk von Edvard Munch mit dem Titel „Die Loslösung II" aus dem Jahr 1896. Das Bild mit den Maßen 465x606 mm, das mit der Technik der Lithografie angefertigt wurde, ist im Städel Museum in Frankfurt am Main ausgestellt. Im folgenden Text werde ich das Werk nun interpretieren. Im Vordergrund sind zwei Menschen zu erkennen, die sich gegenseitig den Rücken zudrehen und nur ungefähr bis zur Brust abgebildet sind. Dabei ist deutlich, dass es sich bei der linken Person um einen Mann handelt und bei der rechten Person um eine Frau. Der Mann erweckt den Eindruck von Traurigkeit, da er den Kopf hängen lässt und „auf den Boden schaut" wobei er die Augen geschlossen hält. Obwohl er im dunklen Teil des Bildes steht, ist sein Gesicht, also seine Mimik gut zu erkennen, da sein Gesicht als einziger Teil seines Körpers hell dargestellt ist. Sein Gesicht ist frontal fast vollständig zu sehen, während man das Gesicht der Frau nur im Seitenprofil sieht. Auch die rechts stehende Frau dreht dem Mann den Rücken zu. Ihre Mimik ist fast neutral, allerdings könnte man auch bei ihr Züge von Traurigkeit erahnen. Sie hält ihren Kopf auf normaler Höhe und wirkt, als würde sie...

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mit fast starrem Blick auf das Meer hinausschauen. Einerseits wirkt sie stark, andererseits wirkt sie selbst etwas verletzlich, ihr Blick leer und emotional nicht berührt vom Mann neben ihr. Ihre Haare sind offen, wehen im Wind und verdecken damit einen Teil des Armes des Mannes. Während der Mann wie vorher angemerkt, fast nur in dunkel dargestellt ist, befindet sich die Frau im ausschließlich hellen Bereich des Bildes und ist vollständig zu erkennen. Zusätzlich trägt sie im Vergleich zum Mann helle Kleidung. Über dem Mann links befindet sich ein dünner Ast, der einige Blätter trägt. Im Hintergrund ist links ein Hügel zu erahnen, daneben ein Weg, der bis zum Horizont um eine leichte Kurve führt. Rechts daneben, hinter der Frau, befindet sich ein Meer mit leichten Wellen, die direkt neben dem Weg münden. Der Himmel scheint ruhig mit wenigen Wolken. Wenn man das Bildzentrum mit dem Bildmittelpunkt vergleicht, fällt auf, dass diese nicht ganz übereinstimmen. Das Bildzentrum befindet sich direkt in der Mitte des Bildes, während der Bildmittelpunkt der Punkt ist, der dem Betrachter zuerst auffällt. Dieser Punkt ist in diesem Fall das Gesicht des Mannes auf der linken Seite. Dies liegt an dem starken Hell-Dunkel-Kontrast, der in dem Bereich des Bildes vorherrscht. Die Umgebung und die Kleidung des Mannes sind sehr dunkel dargestellt, sein Gesicht allerdings ist im Vergleich sehr hell mit nur wenig dunkleren Konturen. Folglich zieht dies den Blick des Betrachters schnell auf sich. Da der Mann aber nicht alleine im Vordergrunddes Werkes steht, sondern auch die Frau, ist auch sie auffälliger als beispielsweise der Hintergrund. Sie ist aber nicht so auffällig wie der Mann, da es in dem Bereich, in dem sie sich befindet, fast keinen Hell-Dunkel-Kontraste gibt außer durch die Kontur- und formgebenden Linien selbst. Bei der Frau kreuzen sich lediglich einige Kompositionslinien und auch vom Hintergrund hebt sie sich nicht sonderlich stark ab. Dieser ist generell nicht auffällig gestaltet und auch nicht detailliert ausgearbeitet. Auf der linken, dunkleren Seite erkennt man fast keine Strukturen, auf der rechten, helleren Seite erkennt man zumindest einige Wellen. Diese machen die genannte Seite des Bildes auch dynamischer als den Rest. Insgesamt kann man sagen, dass die rechte Seite durch die wehenden Haare und die sich bewegenden Wellen in Hintergrund dynamischer und damit nicht so starr ist wie die linke Seite. Durch den starken Kontrast zwischen den beiden Seiten wirkt es fast zweigeteilt (schwarz/weiß). Genauso zweigeteilt scheinen die Stimmung und die Emotionen der dargestellten Personen zu sein. Dies erzielt beim Betrachter möglicherweise auch, dass er nicht genau weiß, was für eine Stimmung herrscht und man hin und her gerissen ist. Die Lithographie ist per Definition ein Flachdruckverfahren, bei dem eine Zeichnung mit fetthaltiger Kreide oder lithografischer Tusche auf eine präparierte Steinplatte aufgetragen wird und dann im Druck vervielfältigt wird. Dadurch kommt es zu der Wirkung, dass die Struktur des Papiers deutlich erkennbar ist. Es ist fast so, als hätte man mit einem harten Stift auf stark strukturiertem Papier gezeichnet. Es wurde beim der Gestaltung ausschließlich eine Farbe verwendet, die hierbei blau ist. Um Plastizität und Abwechslung einzubringen, wurde zusätzlich der Hell-Dunkel- Kontrast verwendet. Einige auffälligere Strukturen und ungerade Linien wie die welligen und wehenden Haare, verleihen dem Bild etwas Dynamik und schaffen ein wenig Plastizität. Alles außer die Gesichter der dargestellten Personen ist nicht plastisch ausgestaltet und daher eher schlicht und unauffällig. Bei den Gesichtern wurde durch einige Schraffuren für die Plastizität nachgeholfen. Dabei spielt allerdings auch eher erneut der shell-Dunkel-Kontrast eine entscheidende Rolle. Im Hintergrund wird deutlich, dass die Fluchtpunktperspektive angewendet wurde, da beispielsweise die Konturlinien des Weges hinten am Horizont zusammenlaufen, was dem Bild Tiefe verleiht und die Figuren im Vordergrund noch stärker zur Geltung kommen lässt. Es gibt unterschiedliche Arten, wie man das vorliegende Werk interpretieren bzw. deuten könnte, da die Biografie von Edvard Munch zu einigen Spekulationen verleitet. Einerseits hat er sich mit heftigen Auseinandersetzungen von seiner damaligen Frau getrennt, was zur Ausstrahlung des Bildes passen würde. Die Frau dreht sich von ihm weg und sieht so aus, als hätte sie bereits losgelassen. Ihr Blick ist leer und gleichgültig, als hätte sie ihre Beziehung zum Mann aufgegeben. Sie schaut aufs weite Meer hinaus, was ein Symbol dafür sein kann, dass sie in eine Zukunft ohne ihren Mann schaut bzw. „das Weite sucht". Der Mann allerdings ist umso mehr emotional betroffen, da er möglicherweise noch an der Beziehung festhält und eine „Loslösung“ wie es der Titel besagt, für ihn noch nicht in Aussicht steht. Eine zweite Interpretationsmöglichkeit ist, dass die Frau im Bild ein Symbol für seine Mutter und Tochter ist, die beide sehr früh gestorben sind. Dadurch wäre es durchaus denkbar, dass es ihm sehr schwer gefallen ist, die beiden gehen zu lassen. Insgesamt würde die Deutung der restlichen Bildelemente mit der Deutung der anderen Interpretationsmöglichkeit übereinstimmen. Es ist folglich nicht unwahrscheinlich, dass das vorliegende Werk aus dem eigenen Schmerz des Künstlers heraus entstanden ist.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Das Bildzentrum befindet sich direkt in der Mitte des Bildes, während der Bildmittelpunkt der Punkt ist, der dem Betrachter zuerst auffällt. Dieser Punkt ist in diesem Fall das Gesicht des Mannes auf der linken Seite. Dies liegt an dem starken Hell-Dunkel-Kontrast, der in dem Bereich des Bildes vorherrscht. Die Umgebung und die Kleidung des Mannes sind sehr dunkel dargestellt, sein Gesicht allerdings ist im Vergleich sehr hell mit nur wenig dunkleren Konturen. Folglich zieht dies den Blick des Betrachters schnell auf sich. Da der Mann aber nicht alleine im Vordergrunddes Werkes steht, sondern auch die Frau, ist auch sie auffälliger als beispielsweise der Hintergrund. Sie ist aber nicht so auffällig wie der Mann, da es in dem Bereich, in dem sie sich befindet, fast keinen Hell-Dunkel-Kontraste gibt außer durch die Kontur- und formgebenden Linien selbst. Bei der Frau kreuzen sich lediglich einige Kompositionslinien und auch vom Hintergrund hebt sie sich nicht sonderlich stark ab. Dieser ist generell nicht auffällig gestaltet und auch nicht detailliert ausgearbeitet. Auf der linken, dunkleren Seite erkennt man fast keine Strukturen, auf der rechten, helleren Seite erkennt man zumindest einige Wellen. Diese machen die genannte Seite des Bildes auch dynamischer als den Rest. Insgesamt kann man sagen, dass die rechte Seite durch die wehenden Haare und die sich bewegenden Wellen in Hintergrund dynamischer und damit nicht so starr ist wie die linke Seite. Durch den starken Kontrast zwischen den beiden Seiten wirkt es fast zweigeteilt (schwarz/weiß). Genauso zweigeteilt scheinen die Stimmung und die Emotionen der dargestellten Personen zu sein. Dies erzielt beim Betrachter möglicherweise auch, dass er nicht genau weiß, was für eine Stimmung herrscht und man hin und her gerissen ist. Die Lithographie ist per Definition ein Flachdruckverfahren, bei dem eine Zeichnung mit fetthaltiger Kreide oder lithografischer Tusche auf eine präparierte Steinplatte aufgetragen wird und dann im Druck vervielfältigt wird. Dadurch kommt es zu der Wirkung, dass die Struktur des Papiers deutlich erkennbar ist. Es ist fast so, als hätte man mit einem harten Stift auf stark strukturiertem Papier gezeichnet. Es wurde beim der Gestaltung ausschließlich eine Farbe verwendet, die hierbei blau ist. Um Plastizität und Abwechslung einzubringen, wurde zusätzlich der Hell-Dunkel- Kontrast verwendet. Einige auffälligere Strukturen und ungerade Linien wie die welligen und wehenden Haare, verleihen dem Bild etwas Dynamik und schaffen ein wenig Plastizität. Alles außer die Gesichter der dargestellten Personen ist nicht plastisch ausgestaltet und daher eher schlicht und unauffällig. Bei den Gesichtern wurde durch einige Schraffuren für die Plastizität nachgeholfen. Dabei spielt allerdings auch eher erneut der shell-Dunkel-Kontrast eine entscheidende Rolle. Im Hintergrund wird deutlich, dass die Fluchtpunktperspektive angewendet wurde, da beispielsweise die Konturlinien des Weges hinten am Horizont zusammenlaufen, was dem Bild Tiefe verleiht und die Figuren im Vordergrund noch stärker zur Geltung kommen lässt. Es gibt unterschiedliche Arten, wie man das vorliegende Werk interpretieren bzw. deuten könnte, da die Biografie von Edvard Munch zu einigen Spekulationen verleitet. Einerseits hat er sich mit heftigen Auseinandersetzungen von seiner damaligen Frau getrennt, was zur Ausstrahlung des Bildes passen würde. Die Frau dreht sich von ihm weg und sieht so aus, als hätte sie bereits losgelassen. Ihr Blick ist leer und gleichgültig, als hätte sie ihre Beziehung zum Mann aufgegeben. Sie schaut aufs weite Meer hinaus, was ein Symbol dafür sein kann, dass sie in eine Zukunft ohne ihren Mann schaut bzw. „das Weite sucht". 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