Proteinstrukturen - Vom Baustein zum funktionsfähigen Molekül
Proteine bestehen aus 20 verschiedenen Aminosäuren, die wie Perlen auf einer Kette aneinandergereiht sind. Jede Aminosäure hat den gleichen Grundaufbau: ein zentrales Kohlenstoffatom mit vier Bindungspartnern - einem Wasserstoffatom, einer Aminogruppe (NH₂), einer Carboxylgruppe (COOH) und einem variablen Rest.
Die Primärstruktur ist die genetisch festgelegte Reihenfolge der Aminosäuren. Durch Peptidbindungen zwischen Aminogruppe und Carboxylgruppe entstehen lange Ketten, wobei Wasser abgespalten wird.
Die Sekundärstruktur bildet sich durch Wasserstoffbrücken zwischen benachbarten Aminosäuren - so entstehen Helices und Faltblätter. Bei der Tertiärstruktur falten sich die Ketten durch Van-der-Waals-Kräfte und Disulfidbrücken dreidimensional auf.
Merke: Erst ab etwa 100 Aminosäuren spricht man von einem Protein! Die Quartärstruktur entsteht, wenn mehrere Polypeptidketten zusammenarbeiten.





