Kontinuierliche Erregungsweiterleitung
Kennst du das Dominospiel? Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung passiert etwas Ähnliches in deinen Nerven. Ein Aktionspotential (AP) löst eine Kettenreaktion aus, die sich Schritt für Schritt durch das Axon bewegt.
Der Prozess startet mit einer Depolarisation an einer Stelle. Diese erzeugt schwache Ausgleichsströme, die zur Nachbarstelle fließen und dort die spannungsgesteuerten Na⁺-Kanäle öffnen. Das Problem: Die Ströme sind ziemlich schwach, weil sich die elektrischen Ladungen gegenseitig anziehen und die Leckströme in der Membran den Strom zusätzlich abschwächen.
Trotzdem schafft es das Signal vorwärts, weil sich das Alles-oder-Nichts-Prinzip durchsetzt. Entweder wird ein vollständiges AP ausgelöst oder gar keins. Dickere Axone haben einen Vorteil: Sie erreichen den Schwellenwert schneller und leiten daher die Signale flotter weiter.
Merkregel: Dick = schnell! Dickere Axone haben weniger elektrischen Widerstand.



