Der fetale Kreislauf - Grundlagen
Stell dir vor, dein Herz müsste ohne funktionsfähige Lungen arbeiten - genau das passiert beim fetalen Kreislauf! Das ungeborene Kind bekommt seinen Sauerstoff nicht durch Atmen, sondern über die Plazenta (Mutterkuchen).
Das sauerstoffreiche Blut fließt über die Vena umbilicalis (Nabelvene) vom Mutterkuchen zum Kind. Ein kleiner Teil versorgt die Leber, aber der Großteil nimmt eine Abkürzung: den Ductus venosus hepatis - dieser umgeht die Leber komplett und mündet direkt in die untere Hohlvene.
Im rechten Herzvorhof vermischt sich das sauerstoffreiche Blut mit dem sauerstoffarmen Blut aus dem Körper des Fetus. Das Besondere: Der größte Teil dieses Mischbluts gelangt über das Foramen ovale (ein Loch in der Herzscheidewand) direkt in den linken Vorhof - die Lunge wird also komplett umgangen!
💡 Merktipp: Der fetale Kreislauf hat drei wichtige "Abkürzungen", die nach der Geburt verschwinden müssen!







