Der Milchsäuregärungsprozess
Stellt euch vor, eure Muskeln sind wie kleine Kraftwerke, die auch bei Sauerstoffmangel weiterlaufen müssen. Genau das passiert bei intensivem Sport - die Milchsäuregärung rettet euch vor dem sofortigen Energiekollaps! Aber Vorsicht: Diese Notlösung hat ihren Preis.
Die Gärung läuft in zwei simplen Schritten ab. Zuerst zerlegt die Glykolyse Glucose in zwei Pyruvat-Moleküle und produziert dabei bereits ATP - eure zelluläre Währung. Dann kommt das Enzym Lactatdehydrogenase ins Spiel und verwandelt diese Pyruvate in Lactat.
Das Problem? Lactat ist wie Müll, den euer Körper nicht direkt verwerten kann. Es sammelt sich im Blut an und wandert zur Leber, wo es mühsam wieder zu nutzbarem Pyruvat umgebaut wird.
Gut zu wissen: Die gleichen Milchsäurebakterien, die in eurem Körper arbeiten, machen auch euer Sauerkraut und eure Salami haltbar!



