Saltatorische vs. Kontinuierliche Erregungsleitung
Stell dir vor, du willst eine Nachricht schnell weiterleiten - gehst du jeden einzelnen Schritt oder springst von Punkt zu Punkt? Genau so funktionieren auch deine Nervenzellen!
Bei der saltatorischen Erregungsleitung sind die Axone von einer Myelinscheide umhüllt. Diese Isolierung wird alle 0,5 mm unterbrochen - an den Ranvier'schen Schnürringen. Das Aktionspotential "springt" (saltare = springen) von Schnürring zu Schnürring und erreicht dabei Geschwindigkeiten von über 100 m/s.
Die kontinuierliche Erregungsleitung funktioniert ganz anders. Hier gibt es keine Isolation, deshalb muss das Signal jeden Millimeter der Axonmembran durchlaufen. Das ist deutlich langsamer (maximal 30 m/s), aber dafür braucht es dickere Axone für höhere Geschwindigkeiten.
Merktipp: Myelinisierte Axone = schnelle Autobahn, nicht-myelinisierte = Landstraße mit vielen Ampeln!





