Dramentheorien_2021_Abi

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"Vielfältige theatralische Mittel und Zeichen auf der Bühne"
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Erwartungshorizont - Reflexionsaufgabe

Ziel: vorrangig Überprüfung soziokultureller Kompetenzen

Aufgabe 1:

Schreyer betrachtet das Theater als Gesamtkunstwerk - als "selbständiges Kunstwerk" - in dem die künstlerische Vision des Bühnenkünstlers umgesetzt wird. Er betrachtet es als "künstlerische Einheit" aus den primären Ausdrucksmitteln "Form, Farbe, Bewegung und Ton". Die Nachahmung der Natur ist nicht das künstlerische Ziel. Dadurch distanziert sich Schreyer deutlich von den Ansätzen des Naturalismus und Realismus (Stanislawski).

Ein zentrales Ausdrucksmittel ist die Bewegung des menschlichen Körpers. Mehrere Körper ("Menschenmassen") oder der Einzelkörper "wandelt den Raum" und schafft die "Bewegung" im Raum. Der Mensch/Schauspieler hat dabei aber den Vorstellungen des Künstlers zu folgen.

Vergleich mit Robert Wilsons Bildertheater:

Idealistischer Grundsatz: Opposition gegenüber dem konventionellen bzw. naturalistischen Theater - ähnlicher Ansatz wie Schreyer. Im Vordergrund steht die Bildvorstellung, die Poetik in Bildern, Bewegungen und Objekten. Es wird eine Bühnenkomposition geschaffen, in der die Ausdrucksmittel gleichwertig eingesetzt werden. Das Bühnenbild ist stark stilisiert und kontrastreich, es werden Objekte und farbiges Licht eingesetzt. Im Gegensatz zu Schreyer steht nicht die Bewegung des menschlichen Körpers im Vordergrund, sondern ist gleichwertig neben anderen theatralen Mitteln. Die Schauspieler bei Wilson sind selten ausdifferenzierte Charaktere, sondern Kunstfiguren mit verlangsamten mechanischen Bewegungen. Es gibt keine illusionistische, an der Realität orientierte Nachahmung der Wirklichkeit. Bei beiden steht das Nebeneinander von Bildern, Tönen und Licht im Fokus. Bei R. Wilson wird sehr häufig gezielt Raum, Atmosphäre und Rhythmus durch den Einsatz von Musik geschaffen. Der Einsatz von Musik und Ton wird auch bei Schreyer hervorgehoben.

Vergleich mit E.G. Craig:

Übermarionette: Ebenso Schaffung eigenständiger Kunst. Jedes Material muss geplant in dieses Kunstwerk eingebracht werden. Der Schauspieler ist eigentlich Sklave seiner eigenen Gefühle. Sein Eigenwille und der Zufall prägen häufig die Darstellung (der Schauspieler ist für die Kunst untauglich). Dieser Schauspieler muss der manipulierbaren "Übermarionette" weichen. Jede Bewegung, jeder Ausdruck muss gesteuert werden. Auch bei Schreyer verwandelt der Künstler den Menschen. Er scheint "nur" Mensch zu sein.

Aufgabe 2:

Erika Fischer-Lichte: Semiotic Signs of Theater

Literature works with a sign system (language); theater has several sign systems: gesture, costume, lighting, and music. In the theatrical process, these signs convey a specific meaning. Theater is a cultural system that is fundamentally anchored in our society. Culture is what humans create. Humans create meaning through signs, because in our world, everything is attributed meaning, including what humans produce. Fischer-Lichte refers to this process as performance. Therefore, theater has the function of creating meaning. Cultural systems (including theater) create meaning as something perceptible through the senses (sounds, actions, objects) through certain signs. Depending on the culture from which the sign originated, a certain meaning is attributed to the sign.

The signs of theater consist of three constitutive factors:

  1. The way of acting in a certain way (acting here means conscious action)
  2. The specific appearance
  3. The specific space

Theater occurs when actor A embodies character X while spectator Z watches. The three constitutive factors are necessary for this to happen. The actor's movements consist of:

  1. Body = kinesic signs
  2. Face = mimetic signs

The difference between kinesic signs is gestural (body movements without changing position) and proxemic (movement through space). The actor's actions consist of visual kinesic signs and acoustic signs (speaking, singing, making noises, music). When an actor uses acoustic signs, at least two sign systems are involved: linguistic signs (own voice, emphasis, pitch, volume, tone color): paralinguistic signs = The specific appearance (appearance of the figure (clothing, hair) and face) = Mask. The special space is divided into (spatial division):

  1. The zones of the actor and the spectator: spatial conception: dictates where the spectators and actors are located
  2. The appearance of the space in which the actors act: stage design/decoration: created by the unchanged presence of objects over a longer period of time and the props, whose location, shape, and appearance can be changed by the actors in the process of acting

The special feature of theater is that it does not invent its own signs, but refers to those of other cultural systems (e.g. literature and music): "purposeful appropriation," because signs function as "signs for signs" (meaning that the original sign from literature now serves as a different sign in theater); this leads to:

  1. Mobility of signs: meaning the replaceability of signs with other meanings (e.g. gestures represented by sounds)
  2. Polyfunctionality of signs: meaning that signs take on the meaning that the actor attributes to them (e.g. a chair can also function as a mountain, staircase, car, etc.)

Signs of different sign systems can appear equally or hierarchically (dominantly) in a performance.

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