Gedichttext und erste Analyse
Du kennst das Gefühl, wenn eine Stadt einfach zu viel wird - genau das zeigt Lichtenstein in seinem expressionistischen Gedicht "Die Stadt". Der Text besteht aus vier Strophen mit jeweils drei Versen und nutzt einen verschränkten Reim (abc abc def def).
Die weibliche Kadenz und das strenge Reimschema stehen bewusst im Kontrast zum chaotischen Stadtleben. Diese feste Form gibt den Menschen Halt, während alles um sie herum überfordernd wirkt.
Metaphern und Personifikationen dominieren das Gedicht: Der "weiße Vogel" steht für den Himmel, die Häuser werden zu "halbtoten alten Leuten" und Winde werden zu "mageren Hunden". Diese Wortfelder von Tieren und Gebrechlichkeit verstärken die düstere Grundstimmung.
Merkhilfe: Das strenge Reimschema symbolisiert den menschlichen Wunsch nach Ordnung in einer chaotischen Welt.











