Historischer Hintergrund und Entwicklung
Die deutsche Teilung nach 1945 veränderte alles - auch die Literatur. Nach der Potsdamer Konferenz entstanden vier Besatzungszonen, und 1949 wurden BRD und DDR gegründet. Das prägte Schriftsteller auf beiden Seiten fundamental.
In der DDR entwickelte sich die Literatur in klaren Phasen: Erst kehrten geflohene Autoren zurück und verarbeiteten den Krieg. Dann folgte die Aufbauliteratur der 50er Jahre, wo Arbeiter als Helden gefeiert wurden. Die 60er brachten die Ankunftsliteratur mit dem Bitterfelder Weg - Kultur und Arbeit sollten verschmelzen.
Die 70er Jahre bedeuteten kurze Liberalisierung unter Honecker, bis Wolf Biermanns Ausweisung alles beendete. In den 80ern zogen sich viele Autoren in die Untergrundliteratur zurück und entwickelten in Ostberlin eine Oppositionsszene gegen die SED.
Wichtig: Jede Dekade hatte eigene literarische Schwerpunkte, die direkt mit der politischen Entwicklung zusammenhingen.



