Kafka und die literarische Moderne
Die literarische Moderne war eine Zeit der Verunsicherung - neue wissenschaftliche Theorien wie Einsteins Relativitätstheorie erschütterten das Weltbild der Menschen. Der Erste Weltkrieg und die zunehmende Bürokratisierung führten zu Entfremdung und Orientierungslosigkeit.
Franz Kafka lebte selbst in diesem System: Er studierte Jura (obwohl er Literatur liebte) und kämpfte mit einem schwierigen Vater-Sohn-Konflikt. Diese persönlichen Erfahrungen prägen seine Werke stark.
Der kafkaeske Schreibstil macht das Absurde zur Normalität. Kafka erzählt cool und distanziert von bizarren Situationen, wodurch ein Gefühl der Wertlosigkeit entsteht. Seine Texte sind bewusst mehrdeutig - deshalb nennt man seinen Stil auch "unergründlich".
Merktipp: Kafkaesk = absurd, mehrdeutig, distanziert erzählt




