Gedichtanalyse "Inventur" - Überblick und Aufbau
Stell dir vor, du hättest nur noch eine Handvoll Gegenstände - genau das passiert im Gedicht "Inventur" von Günter Eich. Das lyrische Ich macht eine Bestandsaufnahme seiner letzten materiellen Besitztümer nach dem Krieg.
Das Gedicht gehört zur Trümmerliteratur und besteht aus sieben Strophen mit je vier Versen. Eich verzichtet bewusst auf Reime - die unregelmäßige Form spiegelt das Chaos der Nachkriegszeit wider.
Inhaltlich führt uns das lyrische Ich durch seinen ärmlichen Besitz: von Mütze und Mantel über eine Konservenbüchse als Geschirr bis hin zu einem Brotbeutel als Kissen. Besonders wertvoll ist ihm eine Bleistiftmine, mit der es nachts Verse schreibt.
Merktipp: Die einfache, listenhafte Struktur macht das Gedicht zum perfekten Beispiel für die nüchterne Sprache der Trümmerliteratur.




