Gedichtaufbau und erste Strophe
Du kennst vielleicht das Gefühl, wenn du für jemanden alles riskieren würdest - genau darum geht's in Goethes "Willkommen und Abschied" von 1789. Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit je acht Versen, die durch den vierhebigen Jambus und den Kreuzreim richtig harmonisch klingen.
In der ersten Strophe beschließt das lyrische Ich abends zu seiner Geliebten zu reiten, obwohl es schon dunkel wird. Goethe nutzt krasse Naturmetaphern wie "der Abend wiegt die Erde" oder "an den Bergen hängt die Nacht", um zu zeigen, wie unheimlich die Situation ist.
Trotz der Angst vor der Dunkelheit kann das lyrische Ich es kaum erwarten - das zeigt die Antithese "Es war getan, fast eh gedacht". Die Liebe ist stärker als die Furcht.
Tipp: Achte bei der Interpretation besonders auf die vielen Personifikationen - sie machen die nächtliche Atmosphäre richtig lebendig und unheimlich!




