Arthur Schnitzler und die Moderne
Arthur Schnitzlers "Fräulein Else" (1924) zeigt perfekt, wie radikal sich die Literatur um 1900 verändert hat. Die Geschichte einer jungen Frau, die zwischen familiären Pflichten und persönlicher Freiheit zerrissen ist, wird komplett anders erzählt als frühere Romane.
Das Besondere: Du erlebst alles durch innere Monologe von Else selbst. Sie kämpft mit einem moralischen Dilemma - soll sie sich für Geld prostituieren, um ihrer Familie zu helfen? Diese psychologische Erzählweise war damals revolutionär.
Die Novelle endet offen und tragisch: Else nimmt Veronal (ein Schlafmittel) und stirbt vermutlich. Schnitzler zeigt damit die Zerrissenheit der modernen Gesellschaft zwischen alten Werten und neuen Freiheiten.
Merke: Innere Monologe und psychologische Konflikte sind typisch für die literarische Moderne!











