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1. Analysieren Sie die Szene IV, 1 des Dramas ,,Nathan der Weise" unter besonderer
Berücksichti
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14 Punkte, Nathan der Weise, Szenenanalyse, Szene 4,1

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Q1, GK4 Deutsch Sea 2. 1. Klausur Aufgaben: 1. Analysieren Sie die Szene IV, 1 des Dramas ,,Nathan der Weise" unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive des Tempelherrn auf das anstehende Gespräch mit dem Patriarchen. Gehen Sie dabei insbesondere auch auf die Funktion des Klosterbruders in diesem Dialog ein. Erlaubte Hilfsmittel: 15.4.2021 Schuljahr 2020/2021 (135 Minuten) Nehmen Sie abschließend vor dem Hintergrund ihrer Kenntnisse der Figurenzeichnung des Klosterbruders Stellung zu der Frage, inwieweit der Klosterbruder als Vertreter einer aufgeklärten Perspektive auf Glauben und Religion gesehen werden kann. Deutsches Rechtschreibwörterbuch Lektüre ,,Nathan der Weise" (Gotthold Ephraim Lessing) 2390 2395 2400 Q1, GK4 Deutsch Gotthold Ephraim Lessing: ,,Nathan der Weise" 2385 2380 1. Klausur Vierter Aufzug Erster Auftritt KLOSTERBRUDER: Ja, ja! Er hat schon recht der Patriarch! Es hat mir freilich noch von alledem Nicht viel gelingen wollen, was er mir So aufgetragen.- Warum trägt er mir Auch lauter solche Sachen auf? - Ich mag Nicht fein sein, mag nicht überreden, mag Mein Näschen nicht in alles stecken, mag Mein Händchen nicht in allem haben. - Bin Ich darum aus der Welt geschieden, ich Für mich, um mich für andre mit der Welt Noch erst recht zu verwickeln? TEMPELHERR: (mit Hast auf ihn zukommend) Guter Bruder! Da seid Ihr ja. Ich hab Euch lange schon Gesucht. KLOSTERBRUDER: Mich, Herr? TEMPELHERR: KLOSTERBRUDER: 1 klar, bestimmt Szene: In den Kreuzgängen des Klosters Der Klosterbruder und bald darauf der Tempelherr Ihr kennt mich schon nicht mehr? Doch, doch! Ich glaubte nur, dass ich...

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den Herrn In meinem Leben wieder nie zu sehn Bekommen würde. Denn ich hofft es zu Dem lieben Gott. - Der liebe Gott, der weiß, Wie sauer mir der Antrag ward, den ich Dem Herrn zu tun verbunden war. Er weiß, Ob ich gewünscht, ein offenes Ohr bei Euch Zu finden, weiß, wie sehr ich mich gefreut, Im Innersten gefreut, dass Ihr so rund¹ Das alles ohne viel Bedenken von Euch wies't, was einem Ritter nicht geziemt. - Nun kommt Ihr doch; nun hats's doch nachgewirkt! TEMPELHERR: Ihr wisst es schon, warum ich komme? Kaum Weiß ich es selbst. 15.4.2021 Q1, GK4 Deutsch 2405 KLOSTERBRUDER: 2430 2435 2410 2415 2420 2425 Habt nun gefunden, dass der Patriarch So unrecht doch nicht hat, dass Ehr und Geld Durch seinen Anschlag zu gewinnen, dass Ein Feind ein Feind ist, wenn er unser Engel Auch siebenmal gewesen wäre. Das, Das habt Ihr nun mit Fleisch und Blut¹ erwogen Und kommt und tragt euch wieder an². - Ach Gott! TEMPELHERR: KLOSTERBRUDER: Mein frommer, lieber Mann! Gebt euch zufrieden! Deswegen komm ich nicht, deswegen will Ich nicht den Patriarchen sprechen. Noch, Noch denk ich über jenen Punkt, wie ich Gedacht, und wollt um alles in der Welt Die gute Meinung nicht verlieren, deren Mich ein so grader, frommer, lieber Mann Einmal gewürdiget. - Ich komme bloß, Den Patriarchen über eine Sache Um Rat zu fragen ... Ein Ritter einen - Pfaffen? (Sich schüchtern umsehend) TEMPELHERR: 1. Klausur Ist ziemlich pfäffisch. Ihr habt's nun überlegt, 1 als Mensch mit Fehlern 2 bietet euch wieder an Ihr den Patriarchen?. Ja, - die Sach KLOSTERBRUDER: Den Ritter nie, die Sache sei auch noch So ritterlich. Gleichwohl fragt der Pfaffe TEMPELHERR: Weil er das Vorrecht hat, Sich zu vergehn, das unsereiner ihm Nicht sehr beneidet. - Freilich, wenn ich nur Für mich zu handeln hätte, freilich, wenn Ich Rechenschaft nur mir zu geben hätte: Was braucht ich Eures Patriarchen? Aber Gewisse Dinge will ich lieber schlecht Nach andrer Willen machen als allein Nach meinem gut. -Zudem, ich seh nun wohl: Religion ist auch Partei, und wer 15.4.2021 Q1, GK4 Deutsch 2445 2440 TEMPELHERR: 2450 Sich drob auch noch so unparteiisch glaubt, Hält, ohn'es selbst zu wissen, doch nur seiner Die Stange. Weil das einmal nun so ist, Wird's so wohl recht sein. 1. Klausur KLOSTERBRUDER: Denn ich versteh den Herrn nicht recht. Und doch - (Lass sehn, warum mir eigentlich zu tun! Um Machtspruch oder Rat? - Um lautern¹ oder Gelehrten Rat?)- Ich dank Euch, Bruder, dank Euch für den guten Wink - Was Patriarch? - Seid ihr mein Patriarch! Ich will ja doch Den Christen mehr im Patriarchen als Den Patriarchen in dem Christen fragen. - Die Sach ist die ... KLOSTERBRUDER: Dazu schweig ich lieber; Nicht weiter, Herr, nicht weiter! Wozu? - Der Herr verkennt mich. - Wer viel weiß, Hat viel zu sorgen, und ich habe ja Mich einer Sorge nur gelobt². - O gut! Hört! Seht! Dort kömmt zu meinem Glück er selbst. Bleibt hier nur stehn. Er hat euch schon erblickt. 1 echten, ehrlichen 2 nur das Gelübde des Gehorsams abgelegt 15.4.2021 3. хлащи Sara 1 Das Drama, Nathan der Weise" von Gotthold Ephrem Lessing aus dem Jahr 1779 wurde im Jahr 1787 in Berlin wrands eficht. Ез жлев ни запа 1182 zu der Zest des Dritten. Жреиззидея, wahrend внед варвен жинаudes in заправам, boelcke you subdan Saladin regient wurde Со ман deet жнини ей dramatisches Gedicht mit внем durdigangteen faufle- відем занвия. Дiejen цения mеn auch дланием. frinf Діс Наполине int in шет Анруйден aufgated, de viederun in Auf hite дедцем dert sind.. Део Плата на насh den aistotelischen Regeln девать деди geland etuve пенде guеderug in Alten und вземен рите die Binder von Zet, Ort und 15.04.2021 ы ▲ Q1, GK 4 Deutsch Name: Aufgabe 1 Anforderungen 3 ● 1 ... formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Berücksichtigung von 5 Titel, Textsorte, Autor und Entstehungszeitraum. Gibt den Inhalt des Dramas in wenigen Sätzen wieder. 2 ... ordnet den Auszug in den Handlungsverlauf ein, z. B.: ● Bewertungsbogen zur 1. Klausur Sara ● Der Schüler/die Schülerin... ● einleitende Szene zum zentralen Auftritt des Patriarchen (IV,2), Bestandteil des vierten Aufzuges, Handlung nach der Erzählung der Ringparabel -> kann als retardierendes Moment bezeichnet werden ● Tempelherr rettet Recha, die (vermeintliche) Tochter eines Juden aus den Flammen, nachdem er sich zunächst gegen ein Wiedersehen sträubt, trifft er auf Nathan, lässt sich von diesem überzeugen Recha wiederzusehen und verliebt sich schließlich in Recha, erhält aber auch den Auftrag des Patriarchen (durch den Klosterbruder), den Sultan, der ihn begnadigt hat, zu ermorden, lehnt diesen Auftrag ab. Nathan entdeckt schrittweise die eigentliche Herkunft des Templers und Rechas, beide sind Geschwister, und zögert beim Heiratsantrag des Templers, sodass dieser vermutet, dass Nathan aus religiöser Borniertheit gehandelt habe der Templer erfährt von Daja, dass Recha eigentlich christlicher Herkunft ist und von Nathan als Jüdin großgezogen wurde, das verstärkt seine Zweifel an Nathan und er will den Patriarchen um Rat fragen, dort trifft er auf den Klosterbruder Tempelherr ist Mitglied eines christlichen Ordens und als solcher dem Patriarchen unterstellt, Klosterbruder steht unter dem Schutz des Patriarchen und ist sein Bote ● nach dem Gespräch mit dem Klosterbruder erkennt der Templer die Dogmatik und die unreflektierte Haltung des Patriarchen, verschweigt Nathans Namen dem Patriarchen gegenüber und wendet sich an Saladin im Palast des Sultans treffen schließlich die zentralen Figuren erneut aufeinander, die Herkunftsverhältnisse werden endgültig geklärt und im Bild der Familie endet das Stück .gibt den Inhalt des Auszuges strukturiert wieder, z. B.: ● 1. Abschnitt (V. 2379-2389): einleitender Monolog des Klosterbruders, der durch den Kreuzgang des Klosters geht; er reflektiert die Aufträge, die er vom Patriarchen erhalten hat (Nachricht an den Templer, den Sultan zu ermorden), stellt seine Missachtung des von ihm geforderten Verhaltens dar, resümiert seine eigentliche Entscheidung, zurückgezogen zu leben (als Einsiedler) 2. Abschnitt (V. 2389-2422): Dialog Templer/Klosterbruder, Templer sagt, er habe den Klosterbruder schon gesucht, Klosterbruder Punkte max. 8 10 er- reicht 5 8 но ● 3. Abschnitt (V. 2422-2453): Klärung des Templers, dass er den Patriarchen um Rat fragen wolle, Ausdruck der Anerkennung dem Klosterbruder gegenüber, kritische Anmerkung des Klosterbruders ob der Frage eines Ritters an den ,,Pfaffen", der Pfaffe" frage den Ritter auch nicht in weltlichen Dingen um Rat; Betonung des Templers, dass er wüsste, wie er zu handeln hätte, wenn es allein um ihn ginge, Einschränkung durch die Perspektive der Pflicht der Religion gegenüber; Versuch des Templers, die Frage dem Klosterbruder zu stellen als Christ, Ausweichen des Klosterbruders und Erscheinen des Patriarchen 4 ...analysiert den Aufbau des Auszugs unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive des Tempelherrn, z.B.: ● befürchtet, dass der Templer gekommen sei, um doch dem Auftrag des Patriarchen zu folgen ->Verweis, dass das Verhalten (Mord) nicht das eines Ritters wäre ● zweites und letztes Aufeinandertreffen des Klosterbruders und des Templers, die Frage, wie der Templer mit der Erkenntnis, dass Nathan ein christliches Kind im jüdischen Glauben groß gezogen hat, umgehen soll, steht im Raum ambivalente Einstellung des Tempelherrn der Frage dem Patriarchen gegenüber: auf Grund der Enttäuschung und Verunsicherung bezüglich des Verhältnisses zu Nathan sucht der Templer Rat bezüglich des Vorgehens -> auf der einen Seite führt die Enttäuschung wieder zu einer Unterordnung unter die Hierarchie (vgl. V. 2431-2438), auf der anderen Behauptung, dass bei alleiniger Betrachtung der eigenen Seite, die Entscheidung klar wäre -> tiefe Verunsicherung des Tempelherrn, der sich und seinem Urteil nicht mehr vertraut. ● Tempelherr zweifelt seine frühere Entscheidung, den Auftrag des Patriarchen nicht auszuführen, nicht an (vgl. 2413-2420), spricht dem Klosterbruder sein Vertrauen aus und fordert ihn kurz vorm Erscheinen des Patriarchen auf, sein Ratgeber zu sein, da er in ihm das wirklich Christliche meint zu sehen (vgl. V. 2445-2447) -> Zweifel des Templers, das Richtige zu tun durch das Aufsuchen des Patriarchen, erhöhen sich kurz vorm Erscheinen des Patriarchen entscheidende Szene für die Figurenzeichnung des Templers, der ständig schwankend gezeichnet wird: der eher jugendliche Templer sucht nach Orientierung und ist nicht in der Lage, seine Empfindung des richtigen Verhaltens in Einklang zu bringen mit den Regeln und Erwartungen seines Ordens -> nach der Akkzeptanz der Weisheit Nathans fühlt er sich von diesem verraten, glaubt, dass auch Nathan nur aus seinem und für seinen Glauben handle (vgl. V. 2434-2439), daher Rückbesinnung auf Autoritäten, im Verlauf des Gesprächs aber bereits wieder aufkommende Zweifel durch die Erinnerung an die Ablehnung des Auftrags des Patriarchen -> Erkenntnis der Christlichkeit des Klosterbruders und Versuch der Hinwendung zum Klosterbruder als Autorität ● u. Ä. 5...erläutert die Funktion des Klosterbruders in diesem Gespräch, in etwa: ● Klosterbruder dient zum einen der Erinnerung an vorheriges Verhalten, zum anderen als Impulsgeber für den Templer beide Figuren sind unzufrieden mit ihren Rollen, die ihnen vom Patriarchen zugewiesen werden, während der Templer aber noch den 10 7 7 7 die Befürchtung des Klosterbruders, er könnte sich in dem Templer geirrt haben, bringt den Templer dazu sein Anliegen zu reflektieren, ebenso das erstaunte Verhalten des Klosterbruders bezüglich des Aufsuchens des Patriarchen -> Einschränkung der Positivzeichnung des Klosterbruders durch den Verweis, dass er nicht wissen wolle, worum es dem Templer gehe, Sorge sein Gelübde zu brechen (vgl. V. 2449 ff.) Klosterbruder als Figur spiegelt ein persönliches Verhältnis zum Glauben, das sich aus einem inneren Bezug zur Gläubigkeit begründet, das also auch den Autoritäten gegenüber skeptisch bleibt, allerdings ambivalent, da der Klosterbruder (bis hier) dennoch die Aufträge ausführt, sich unterordnet, die Aufträge zwar skeptisch sieht, dies vor allem aber in Selbstbezug u. Ä. erläutert die sprachliche Gestaltung des Auszuges, z. B.: ● generelle Gestaltung im Blankvers, fast durchgängig Antilaben zur Markierung des Übergangs in die Aussagen des Gegenübers -> Dynamik des Gesprächs, aufgebrachte, eilige Stimmung zu Beginn, Antilaben leiten öfters einen etwas längeren Redeanteil ein ->Betonung der selbstreflexiven Elemente des Dialogs (bei beiden Figuren) einleitend Dominanz bezüglich der Redeanteile beim Klosterbruder (bis V. 2412), danach größere Redeanteile beim Templer ● ● Patriarchen als Autorität sieht, sehnt der Klosterbruder bereits nach seinem Einsiedlerleben und positioniert sich in seinem einleitenden Monolog gegen das intrigante Verhalten (siehe bürgerlicher Tugendkatalog) und später im Dialog gegen die Möglichkeit des Rats des Patriarchen in Bezug auf eine „,,ritterliche" Sache ● ● Rahmung der Szene durch einleitenden Monolog des Klosterbruders und Selbstreflexion des Templers (vgl. V. 2441 ff.) -> markiert die Erkenntnis des Templers des höher zu stellenden Rates des Klosterbruders (,,lautern (...) Rat") ● gegenseitiges Versichern der Wertschätzung ● ● Unsicherheit des Klosterbruders wird markiert durch die immer kürzer werdenden Einschübe Spiegelung vorheriger Aussage Nathans ,,Sind Christ und Jude eher Christ und Jude -> Als Mensch" (V. 1310 f.) in der Aussage des Templers ,,Ich will ja doch -> Den Christen mehr im Patriarchen als -> den Patriarchen in dem Christen fragen" (V. 2445 ff.) -> Verdeutlichung der Entwicklung des Templers im Dialog, Rückbesinnung auf vorherige Erkenntnisse typische Redeweise beider Figuren, Templer eher emotional bestimmt, Klosterbruder abwägend und in Teilen unterwürfig, aber gleichzeitig skeptisch u. Ä. formuliert eine reflektierte Schlussfolgerung, die auf die wesentlichen Aspekte des Auszugs resümierend eingeht, die Bedeutung der Szene für das Gesamtdrama klarstellt und eine eigene Positionierung vornimmt erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Summe Aufgabe 1 6 6 (3) 52 6 3 52 Aufgabe 2 Anforderungen 4 Der Schüler/ die Schülerin... 1 formuliert eine aufgabenbezogene Überleitung, die den Gesamtzusammenhang und die Vorgehensweise darstellt. stellt kurz die Figurenzeichnung des Klosterbruders im Verlauf des Dramas dar und setzt diese in Bezug zum Verhältnis zum Glauben und Religion, z. B.: 2 *** m ● ● ● wird dadurch in weltliche Belange verstrickt, von denen er sich durch das asketische Leben distanzieren will -> lehnt den Rat an den Templer ab, wird später aber aktiv in das Geschehen eingreifen, als er die akute Gefährdung Nathans sieht -> untergräbt die Absichten des Patriarchen erscheint aufrichtig, trotz einer vermeintlichen Einfachheit (kann nicht lesen) -> ist abwägend in seinen Urteilen und verständnisvoll (Zum Christentum hat's noch immer Zeit", V. 3016)), sieht die Verwandtschaften von Judentum und Christentum/gemeinsamer Ursprung) -> undogmatische religiöse Haltung, der Mensch steht über der konfessionellen Unterweisung (Humanitätsgedanke) -> in dieser Haltung aber dennoch gotte eben -> Verwirklichung christlicher Werte durch ein menschenfreundliches Leben -> innerer, direkter Bezug zum Glauben (1,5) ● u. Ä. Klosterbruder ist durch Ordenszugehörigkeit und Gelübde dem Patriarchen von Jerusalem unterstellt, bedauert dies, fungiert aber als dessen Bote, wenn auch nur widerwillig ● 3 nimmt vor diesem Hintergrund Stellung zu der Frage, inwieweit der Klosterbruder eine aufgeklärte Perspektive auf Glauben und Religion vertritt: persönliche Einschätzung des Prüflings aufgrund nachvollziehbarer Kriterien, die in einem in sich konsistenten und abwägenden Argumentationsgang nach eigener Schwerpunktsetzung dargelegt wird. Mögliche Aspekte, z.B.: ● zog sich eigentlich als Einsiedlermönch aus der Welt zurück, wurde aber von arabischen Räubern überfallen und bittet den Patriarchen dann um ein neues, gemeinsames Gotteshäuschen-> Patriarch nimmt ihn in seine Dienste, lebt als Laienbruder im Kloster kritisches Verhältnis zur Obrigkeit und sprachliche Distanzierung zur Perspektive des Patriarchen vs. Unterordnung und Ausführen der Aufträge klarer Ausdruck seiner eigenen Sichtweise vs. Verwehren eines Rates an den Templer Handlungen im Sinne der Menschenliebe als Untergrabung der Autorität des Patriarchen vs. Rückzug aus der Welt als Einsiedler und Wunsch des erneuten Rückzugs individuelles Glaubensverständnis mit direktem Bezug zu Gott als selbstreflexive Begründung des Glaubens (vs. Anerkennung der kirchlichen Autorität) erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe Aufgabe 2 Punkte max. 2 80 10 (2) 21 er- reicht 10 2 19 Darstellungsleistung 1 ● Der Schüler/ die Schülerin strukturiert seinen/ihren Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar (Logik): e schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen. 2 formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: Trennung von Handlungs- und Metaebene Begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang, Beachtung der Tempora, Korrekte Redewiedergabe (Modalität). 3 Belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren: Sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründeter Funktion. 4 drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: ● sachlich distanzierte Schreibweise, Schriftsprachlichkeit, begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit 5 formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar). 6 schreibt sprachlich richtig. Summe Darstellungsleistung ● ● Summe insgesamt (inhaltliche Leistung und Darstellungsleistung) Bewertung der Klausur: angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung, gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit, schlüssige Verbindung der einzelnen Abschnitte, Gelsenkirchen, den Note-> Punkte: 9:69-65 3:38-33 15:100-95 14: 94-90 8: 64-60 - 9.5.2021 2:32-27 ... 94/100 sehir дик- 13: 89-85 7:59-55 1:26-20 12: 84-80 6:54-50 11:79-75 max. ..5 49-45 6 6 3 5 5 3 28 erreicht 5 10: 74-70 5 4:44-39 3 (Unterschrift der Lehrkraft) 4 100 94 4 2 23

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Deswegen komm ich nicht, deswegen will Ich nicht den Patriarchen sprechen. Noch, Noch denk ich über jenen Punkt, wie ich Gedacht, und wollt um alles in der Welt Die gute Meinung nicht verlieren, deren Mich ein so grader, frommer, lieber Mann Einmal gewürdiget. - Ich komme bloß, Den Patriarchen über eine Sache Um Rat zu fragen ... Ein Ritter einen - Pfaffen? (Sich schüchtern umsehend) TEMPELHERR: 1. Klausur Ist ziemlich pfäffisch. Ihr habt's nun überlegt, 1 als Mensch mit Fehlern 2 bietet euch wieder an Ihr den Patriarchen?. Ja, - die Sach KLOSTERBRUDER: Den Ritter nie, die Sache sei auch noch So ritterlich. Gleichwohl fragt der Pfaffe TEMPELHERR: Weil er das Vorrecht hat, Sich zu vergehn, das unsereiner ihm Nicht sehr beneidet. - Freilich, wenn ich nur Für mich zu handeln hätte, freilich, wenn Ich Rechenschaft nur mir zu geben hätte: Was braucht ich Eures Patriarchen? Aber Gewisse Dinge will ich lieber schlecht Nach andrer Willen machen als allein Nach meinem gut. -Zudem, ich seh nun wohl: Religion ist auch Partei, und wer 15.4.2021 Q1, GK4 Deutsch 2445 2440 TEMPELHERR: 2450 Sich drob auch noch so unparteiisch glaubt, Hält, ohn'es selbst zu wissen, doch nur seiner Die Stange. Weil das einmal nun so ist, Wird's so wohl recht sein. 1. Klausur KLOSTERBRUDER: Denn ich versteh den Herrn nicht recht. Und doch - (Lass sehn, warum mir eigentlich zu tun! Um Machtspruch oder Rat? - Um lautern¹ oder Gelehrten Rat?)- Ich dank Euch, Bruder, dank Euch für den guten Wink - Was Patriarch? - Seid ihr mein Patriarch! Ich will ja doch Den Christen mehr im Patriarchen als Den Patriarchen in dem Christen fragen. - Die Sach ist die ... KLOSTERBRUDER: Dazu schweig ich lieber; Nicht weiter, Herr, nicht weiter! Wozu? - Der Herr verkennt mich. - Wer viel weiß, Hat viel zu sorgen, und ich habe ja Mich einer Sorge nur gelobt². - O gut! Hört! Seht! Dort kömmt zu meinem Glück er selbst. Bleibt hier nur stehn. Er hat euch schon erblickt. 1 echten, ehrlichen 2 nur das Gelübde des Gehorsams abgelegt 15.4.2021 3. хлащи Sara 1 Das Drama, Nathan der Weise" von Gotthold Ephrem Lessing aus dem Jahr 1779 wurde im Jahr 1787 in Berlin wrands eficht. Ез жлев ни запа 1182 zu der Zest des Dritten. Жреиззидея, wahrend внед варвен жинаudes in заправам, boelcke you subdan Saladin regient wurde Со ман deet жнини ей dramatisches Gedicht mit внем durdigangteen faufle- відем занвия. Дiejen цения mеn auch дланием. frinf Діс Наполине int in шет Анруйден aufgated, de viederun in Auf hite дедцем dert sind.. Део Плата на насh den aistotelischen Regeln девать деди geland etuve пенде guеderug in Alten und вземен рите die Binder von Zet, Ort und 15.04.2021 ы ▲ Q1, GK 4 Deutsch Name: Aufgabe 1 Anforderungen 3 ● 1 ... formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung unter Berücksichtigung von 5 Titel, Textsorte, Autor und Entstehungszeitraum. Gibt den Inhalt des Dramas in wenigen Sätzen wieder. 2 ... ordnet den Auszug in den Handlungsverlauf ein, z. B.: ● Bewertungsbogen zur 1. Klausur Sara ● Der Schüler/die Schülerin... ● einleitende Szene zum zentralen Auftritt des Patriarchen (IV,2), Bestandteil des vierten Aufzuges, Handlung nach der Erzählung der Ringparabel -> kann als retardierendes Moment bezeichnet werden ● Tempelherr rettet Recha, die (vermeintliche) Tochter eines Juden aus den Flammen, nachdem er sich zunächst gegen ein Wiedersehen sträubt, trifft er auf Nathan, lässt sich von diesem überzeugen Recha wiederzusehen und verliebt sich schließlich in Recha, erhält aber auch den Auftrag des Patriarchen (durch den Klosterbruder), den Sultan, der ihn begnadigt hat, zu ermorden, lehnt diesen Auftrag ab. Nathan entdeckt schrittweise die eigentliche Herkunft des Templers und Rechas, beide sind Geschwister, und zögert beim Heiratsantrag des Templers, sodass dieser vermutet, dass Nathan aus religiöser Borniertheit gehandelt habe der Templer erfährt von Daja, dass Recha eigentlich christlicher Herkunft ist und von Nathan als Jüdin großgezogen wurde, das verstärkt seine Zweifel an Nathan und er will den Patriarchen um Rat fragen, dort trifft er auf den Klosterbruder Tempelherr ist Mitglied eines christlichen Ordens und als solcher dem Patriarchen unterstellt, Klosterbruder steht unter dem Schutz des Patriarchen und ist sein Bote ● nach dem Gespräch mit dem Klosterbruder erkennt der Templer die Dogmatik und die unreflektierte Haltung des Patriarchen, verschweigt Nathans Namen dem Patriarchen gegenüber und wendet sich an Saladin im Palast des Sultans treffen schließlich die zentralen Figuren erneut aufeinander, die Herkunftsverhältnisse werden endgültig geklärt und im Bild der Familie endet das Stück .gibt den Inhalt des Auszuges strukturiert wieder, z. B.: ● 1. Abschnitt (V. 2379-2389): einleitender Monolog des Klosterbruders, der durch den Kreuzgang des Klosters geht; er reflektiert die Aufträge, die er vom Patriarchen erhalten hat (Nachricht an den Templer, den Sultan zu ermorden), stellt seine Missachtung des von ihm geforderten Verhaltens dar, resümiert seine eigentliche Entscheidung, zurückgezogen zu leben (als Einsiedler) 2. Abschnitt (V. 2389-2422): Dialog Templer/Klosterbruder, Templer sagt, er habe den Klosterbruder schon gesucht, Klosterbruder Punkte max. 8 10 er- reicht 5 8 но ● 3. Abschnitt (V. 2422-2453): Klärung des Templers, dass er den Patriarchen um Rat fragen wolle, Ausdruck der Anerkennung dem Klosterbruder gegenüber, kritische Anmerkung des Klosterbruders ob der Frage eines Ritters an den ,,Pfaffen", der Pfaffe" frage den Ritter auch nicht in weltlichen Dingen um Rat; Betonung des Templers, dass er wüsste, wie er zu handeln hätte, wenn es allein um ihn ginge, Einschränkung durch die Perspektive der Pflicht der Religion gegenüber; Versuch des Templers, die Frage dem Klosterbruder zu stellen als Christ, Ausweichen des Klosterbruders und Erscheinen des Patriarchen 4 ...analysiert den Aufbau des Auszugs unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive des Tempelherrn, z.B.: ● befürchtet, dass der Templer gekommen sei, um doch dem Auftrag des Patriarchen zu folgen ->Verweis, dass das Verhalten (Mord) nicht das eines Ritters wäre ● zweites und letztes Aufeinandertreffen des Klosterbruders und des Templers, die Frage, wie der Templer mit der Erkenntnis, dass Nathan ein christliches Kind im jüdischen Glauben groß gezogen hat, umgehen soll, steht im Raum ambivalente Einstellung des Tempelherrn der Frage dem Patriarchen gegenüber: auf Grund der Enttäuschung und Verunsicherung bezüglich des Verhältnisses zu Nathan sucht der Templer Rat bezüglich des Vorgehens -> auf der einen Seite führt die Enttäuschung wieder zu einer Unterordnung unter die Hierarchie (vgl. V. 2431-2438), auf der anderen Behauptung, dass bei alleiniger Betrachtung der eigenen Seite, die Entscheidung klar wäre -> tiefe Verunsicherung des Tempelherrn, der sich und seinem Urteil nicht mehr vertraut. ● Tempelherr zweifelt seine frühere Entscheidung, den Auftrag des Patriarchen nicht auszuführen, nicht an (vgl. 2413-2420), spricht dem Klosterbruder sein Vertrauen aus und fordert ihn kurz vorm Erscheinen des Patriarchen auf, sein Ratgeber zu sein, da er in ihm das wirklich Christliche meint zu sehen (vgl. V. 2445-2447) -> Zweifel des Templers, das Richtige zu tun durch das Aufsuchen des Patriarchen, erhöhen sich kurz vorm Erscheinen des Patriarchen entscheidende Szene für die Figurenzeichnung des Templers, der ständig schwankend gezeichnet wird: der eher jugendliche Templer sucht nach Orientierung und ist nicht in der Lage, seine Empfindung des richtigen Verhaltens in Einklang zu bringen mit den Regeln und Erwartungen seines Ordens -> nach der Akkzeptanz der Weisheit Nathans fühlt er sich von diesem verraten, glaubt, dass auch Nathan nur aus seinem und für seinen Glauben handle (vgl. V. 2434-2439), daher Rückbesinnung auf Autoritäten, im Verlauf des Gesprächs aber bereits wieder aufkommende Zweifel durch die Erinnerung an die Ablehnung des Auftrags des Patriarchen -> Erkenntnis der Christlichkeit des Klosterbruders und Versuch der Hinwendung zum Klosterbruder als Autorität ● u. Ä. 5...erläutert die Funktion des Klosterbruders in diesem Gespräch, in etwa: ● Klosterbruder dient zum einen der Erinnerung an vorheriges Verhalten, zum anderen als Impulsgeber für den Templer beide Figuren sind unzufrieden mit ihren Rollen, die ihnen vom Patriarchen zugewiesen werden, während der Templer aber noch den 10 7 7 7 die Befürchtung des Klosterbruders, er könnte sich in dem Templer geirrt haben, bringt den Templer dazu sein Anliegen zu reflektieren, ebenso das erstaunte Verhalten des Klosterbruders bezüglich des Aufsuchens des Patriarchen -> Einschränkung der Positivzeichnung des Klosterbruders durch den Verweis, dass er nicht wissen wolle, worum es dem Templer gehe, Sorge sein Gelübde zu brechen (vgl. V. 2449 ff.) Klosterbruder als Figur spiegelt ein persönliches Verhältnis zum Glauben, das sich aus einem inneren Bezug zur Gläubigkeit begründet, das also auch den Autoritäten gegenüber skeptisch bleibt, allerdings ambivalent, da der Klosterbruder (bis hier) dennoch die Aufträge ausführt, sich unterordnet, die Aufträge zwar skeptisch sieht, dies vor allem aber in Selbstbezug u. Ä. erläutert die sprachliche Gestaltung des Auszuges, z. B.: ● generelle Gestaltung im Blankvers, fast durchgängig Antilaben zur Markierung des Übergangs in die Aussagen des Gegenübers -> Dynamik des Gesprächs, aufgebrachte, eilige Stimmung zu Beginn, Antilaben leiten öfters einen etwas längeren Redeanteil ein ->Betonung der selbstreflexiven Elemente des Dialogs (bei beiden Figuren) einleitend Dominanz bezüglich der Redeanteile beim Klosterbruder (bis V. 2412), danach größere Redeanteile beim Templer ● ● Patriarchen als Autorität sieht, sehnt der Klosterbruder bereits nach seinem Einsiedlerleben und positioniert sich in seinem einleitenden Monolog gegen das intrigante Verhalten (siehe bürgerlicher Tugendkatalog) und später im Dialog gegen die Möglichkeit des Rats des Patriarchen in Bezug auf eine „,,ritterliche" Sache ● ● Rahmung der Szene durch einleitenden Monolog des Klosterbruders und Selbstreflexion des Templers (vgl. V. 2441 ff.) -> markiert die Erkenntnis des Templers des höher zu stellenden Rates des Klosterbruders (,,lautern (...) Rat") ● gegenseitiges Versichern der Wertschätzung ● ● Unsicherheit des Klosterbruders wird markiert durch die immer kürzer werdenden Einschübe Spiegelung vorheriger Aussage Nathans ,,Sind Christ und Jude eher Christ und Jude -> Als Mensch" (V. 1310 f.) in der Aussage des Templers ,,Ich will ja doch -> Den Christen mehr im Patriarchen als -> den Patriarchen in dem Christen fragen" (V. 2445 ff.) -> Verdeutlichung der Entwicklung des Templers im Dialog, Rückbesinnung auf vorherige Erkenntnisse typische Redeweise beider Figuren, Templer eher emotional bestimmt, Klosterbruder abwägend und in Teilen unterwürfig, aber gleichzeitig skeptisch u. Ä. formuliert eine reflektierte Schlussfolgerung, die auf die wesentlichen Aspekte des Auszugs resümierend eingeht, die Bedeutung der Szene für das Gesamtdrama klarstellt und eine eigene Positionierung vornimmt erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Summe Aufgabe 1 6 6 (3) 52 6 3 52 Aufgabe 2 Anforderungen 4 Der Schüler/ die Schülerin... 1 formuliert eine aufgabenbezogene Überleitung, die den Gesamtzusammenhang und die Vorgehensweise darstellt. stellt kurz die Figurenzeichnung des Klosterbruders im Verlauf des Dramas dar und setzt diese in Bezug zum Verhältnis zum Glauben und Religion, z. B.: 2 *** m ● ● ● wird dadurch in weltliche Belange verstrickt, von denen er sich durch das asketische Leben distanzieren will -> lehnt den Rat an den Templer ab, wird später aber aktiv in das Geschehen eingreifen, als er die akute Gefährdung Nathans sieht -> untergräbt die Absichten des Patriarchen erscheint aufrichtig, trotz einer vermeintlichen Einfachheit (kann nicht lesen) -> ist abwägend in seinen Urteilen und verständnisvoll (Zum Christentum hat's noch immer Zeit", V. 3016)), sieht die Verwandtschaften von Judentum und Christentum/gemeinsamer Ursprung) -> undogmatische religiöse Haltung, der Mensch steht über der konfessionellen Unterweisung (Humanitätsgedanke) -> in dieser Haltung aber dennoch gotte eben -> Verwirklichung christlicher Werte durch ein menschenfreundliches Leben -> innerer, direkter Bezug zum Glauben (1,5) ● u. Ä. Klosterbruder ist durch Ordenszugehörigkeit und Gelübde dem Patriarchen von Jerusalem unterstellt, bedauert dies, fungiert aber als dessen Bote, wenn auch nur widerwillig ● 3 nimmt vor diesem Hintergrund Stellung zu der Frage, inwieweit der Klosterbruder eine aufgeklärte Perspektive auf Glauben und Religion vertritt: persönliche Einschätzung des Prüflings aufgrund nachvollziehbarer Kriterien, die in einem in sich konsistenten und abwägenden Argumentationsgang nach eigener Schwerpunktsetzung dargelegt wird. Mögliche Aspekte, z.B.: ● zog sich eigentlich als Einsiedlermönch aus der Welt zurück, wurde aber von arabischen Räubern überfallen und bittet den Patriarchen dann um ein neues, gemeinsames Gotteshäuschen-> Patriarch nimmt ihn in seine Dienste, lebt als Laienbruder im Kloster kritisches Verhältnis zur Obrigkeit und sprachliche Distanzierung zur Perspektive des Patriarchen vs. Unterordnung und Ausführen der Aufträge klarer Ausdruck seiner eigenen Sichtweise vs. Verwehren eines Rates an den Templer Handlungen im Sinne der Menschenliebe als Untergrabung der Autorität des Patriarchen vs. Rückzug aus der Welt als Einsiedler und Wunsch des erneuten Rückzugs individuelles Glaubensverständnis mit direktem Bezug zu Gott als selbstreflexive Begründung des Glaubens (vs. Anerkennung der kirchlichen Autorität) erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe Aufgabe 2 Punkte max. 2 80 10 (2) 21 er- reicht 10 2 19 Darstellungsleistung 1 ● Der Schüler/ die Schülerin strukturiert seinen/ihren Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar (Logik): e schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen. 2 formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: Trennung von Handlungs- und Metaebene Begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang, Beachtung der Tempora, Korrekte Redewiedergabe (Modalität). 3 Belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren: Sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründeter Funktion. 4 drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: ● sachlich distanzierte Schreibweise, Schriftsprachlichkeit, begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit 5 formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar). 6 schreibt sprachlich richtig. Summe Darstellungsleistung ● ● Summe insgesamt (inhaltliche Leistung und Darstellungsleistung) Bewertung der Klausur: angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung, gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit, schlüssige Verbindung der einzelnen Abschnitte, Gelsenkirchen, den Note-> Punkte: 9:69-65 3:38-33 15:100-95 14: 94-90 8: 64-60 - 9.5.2021 2:32-27 ... 94/100 sehir дик- 13: 89-85 7:59-55 1:26-20 12: 84-80 6:54-50 11:79-75 max. ..5 49-45 6 6 3 5 5 3 28 erreicht 5 10: 74-70 5 4:44-39 3 (Unterschrift der Lehrkraft) 4 100 94 4 2 23