Realismus
Nach der gescheiterten Märzrevolution 1848/49 waren die Menschen frustriert. Die erhofften politischen Veränderungen blieben aus, und stattdessen entstand das Deutsche Reich unter preußischer Vorherrschaft. Das Bevölkerungswachstum führte zu Existenzängsten und sozialen Problemen.
Die Realisten wie Theodor Storm und Conrad Ferdinand Meyer wollten die Wirklichkeit widerspiegeln - allerdings geschönt. Sie konzentrierten sich auf das bürgerliche Leben und stellten es sachlich dar, aber poetisch ausgeschmückt. Anders als die Idealisten vor ihnen suchten sie nicht nach höheren Wahrheiten, sondern erklärten das Leben durch Zufall und Notwendigkeit.
Die Natur spielte eine zentrale Rolle als beruhigendes Element. In einer Zeit des Umbruchs bot sie Struktur und Orientierung. Die Menschen sollten sich an der unveränderlichen Ordnung der Natur orientieren, da sie das Negative in der Gesellschaft eh nicht ändern konnten.
Merke dir: Realismus = geschönte Realität mit poetischer Sprache und Fokus aufs Bürgertum!



