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 Share Economy - Wollen Sie wirklich teilen! Goldene Zukunft oder Katastrophensystem?
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Floranifan

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11/12/13

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Share Economy - Wollen Sie wirklich teilen! Goldene Zukunft oder Katastrophensystem? Kennst du das auch? Du wolltest auch schon mal Sonntag Abend einen Kuchen backen und hast erst beim Backen festgestellt, dass dein Mehl alle geworden ist? Oder deine Bohrmaschine liegt für eine sehr lange Zeit ungenutzt im Keller rum und wartet darauf benutzt zu werden, aber du selber brauchst sie gerade nicht? In solch hilflosen Situationen, ohne wirkliche Alternative wäre es doch recht hilfreich, wenn man sich z. B. das Mehl einfach mal schnell von jemand anderen beschaffen könnte, beispielsweise von deinem Nachbarn, der in der Nähe, neben, unter oder über dir wohnt. ,,Sharing Economy" ist ein Phänomen, das sich auch besonders in den letzten Jahren in Deutschland immer mehr verbreitet hat. Grundidee der „Teilen-Wirtschaft" ist es, große sowie kleine Besitztümer möglichst allen zugänglich zu machen, sodass man sich quasi Kosten miteinander teilt. Dazu tauschen sich die Menschen über Internetplattformen Gegenstände und Dienstleistungen aus, anstatt sie neu zu kaufen. Besonders in Zeiten des Klimawandels stellt die Share Economy eine echte Alternative zum Herkömmlichen dar: effektiv eingesetzte Ressourcen, die nachhaltig verwendet werden sollen. Aber birgt die gemeinschaftlich organisierte Welt auch Risiken oder ist das unsere goldene Zukunft? Klar besitzen wir alleine gern Dinge: Niemand kann sie verändern oder beschädigen, sie sind immer...

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verfügbar und niemand kann sie uns auf direktem Wege wegnehmen, sie gehören uns ganz alleine. Aber warum teilen wir die Dinge nicht, die wir im Moment sowieso nicht brauchen? Diese Frage hat sich auch das Start-up ,,Pumpipumpe" gestellt. In einem Interview mit dem Spiegel erklären sie ihre Grundidee: Bei der Sharing Community geht es um die Förderung des geg Ausleihens von Dingen, die man nicht täglich braucht. Der Austausch findet dann nicht wie üblich auf einer Internetplattform statt, sondern auf direktem Wege über den Briefkasten. Die drei Schweizer Erfinder haben kleine Piktogrammsticker mit gebrauchsüblichen Dingen wie z. B. einer Fahrradpumpe erstellt. Diese Sticker sind kostenlos auf ihrer Internetplattform zu erwerben und werden bei Bedarf in den Briefkasten des Nachbars geworfen, um mitzuteilen: ,,Mir fehlt das, wenn du es hast, würde ich es gern ausleihen oder gebrauchen". Ich finde, die Idee ist nicht nur sozial ausgeklügelt, denn so hat man auch noch neuen Kontakt zu neuen Menschen und lernt dabei seine Nachbarschaft erst richtig kennen, sondern die Idee des Teilens, ist auch besonders nachhaltig. Gerade bei ,,Pumpipumpe" geht es nicht um den Profit bei ihrem Projekt, sondern viel mehr um das Kaufverhalten der Menschen. Produkte endlich nachhaltig zu nutzen und nicht andauernd neu zu kaufen - das ist das erklärte Ziel. Dinge, die sowieso nur die ganze Zeit im Schrank liegen, erleiden doch sowieso einen Wertverlust, wenn sie nicht benutzt werden. Warum dann also nicht teilen? So kaufen weniger Menschen neue Produkte und nutzen gebrauchte Produkte, bis sie so verschlissen sind, damit ein wirklich neuer Kauf von diesem Produkt notwendig und gerechtfertigt ist. Natürlich gibt es auch Unternehmen wie Airbnb, die ausschließlich profitorientiert arbeiten, dennoch überwiegt die Zahl kleiner Projekte und Unternehmen, die genau gegen so ein Geschäftskonzept sind. Bei Airbnb kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Streitpunkten, da die oft scheinbaren Privatwohnungen, die plötzlich zu einem ganzen Hotel geworden waren, zu Steuerhinterziehung und anderen Gesetzesverstößen führten. Auch der Chef der Airbnb-Konkurrenz 9flats gibt zu, dass ihr Umsatz zu 80 % aus ,,professionellen Immobilienbesitzern oder Agenturen" besteht. Bei solch großen Plattformen geht der eigentliche Sinn, der Idee vom Teilen, verloren. Privatpersonen können diese großen Internetkonzerne einfach missbrauchen, ohne mit einer Konsequenz rechnen zu müssen, z. B.: Bis auf eine etwaige Löschung der Anzeige der Immobilien auf der Plattform. Das Problem der Ausnutzung liegt aber selbst an den Plattformen wie Airbnb. Hätten diese beispielsweise ein Authentifizierungsverfahren für Anbieter ihrer Wohnung oder ihrem Haus, könnten Steuerhinterziehung und das professionelle Vermieten von Immobilien gar verhindert werde. Inzwischen findet man aber auch genug andere Unternehmen, denen man sein Vertrauen schenken kann, beispielsweise Bewelcome, Talktalkbnb, Couchsurfing oder kleine Projekte, die auf Nachhaltigkeit und soziale Aspekte getrimmt sind. Im Grunde genommen macht Share Economy nämlich das fast zu 100 % auslasten von Produkten, die in ihrer Herstellung wichtige und wertvolle Ressourcen aufgebraucht haben, erst möglich. Nun könnte man mit der Verfügbarkeit dieser geteilten Produkte gegenargumentieren, was meiner Ansicht nach aber keinen Sinn ergibt, wenn in Zukunft immer mehr Projekte und Nachfrage an Share Economy entsteht, denn dann wird auch die nötige Infrastruktur vorhanden sein, um die Verfügbarkeiten z. B. von Autos bei einem Car-Sharing Services sicherzustellen. Ansonsten gibt es ja immer noch Alternativen wie öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten wie z. B. BlaBlaCar oder andere Car-Sharing Services und andere Transportmittel wie das Fahrrad. Ich denke aber, dass die Nachhaltigkeit klar im Vordergrund stehen sollte bzw. wird. Zipcar, ein Car- Sharing-Service von vielen anderen, gibt z. B. an, dass ein einziges „geteiltes“ Auto 15 Fahrzeuge ersetzt. Darunter würde die Autoindustrie natürlich leiden, was aber umweltschonender ist, das ist überlebenswichtig. Um die Volkswirtschaft muss man sich keine Sorgen machen. Dadurch, dass Menschen weniger ungenutzte Produkte anhäufen und kaufen, wird das Geld zukünftig dort ausgegeben, wo es eine viel sinnvollere Verwendung findet. Es werden also einige Industrien geschwächt, andere zukunftsfähigere dafür aber gestärkt, was an sich ja eine gute Sache ist. Ein Schaden für die Volkswirtschaft entsteht jedenfalls nicht, da ist sich auch die Redaktionsleiterin für das SZ-Wirtschaftsmagazin für Frauen, Kathrin Werner, ebenfalls sicher: „Die Sharing Economy trägt zur Demokratisierung der Wirtschaft bei." Durch Share Economy werden weniger Ressourcen und weniger Energie verschwendet, was positive Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die Volkswirtschaft hat. Kritiker der Share Economy befürchten, dass z. B. durch den Fahrdienstleister Uber Gesetzesverstöße begangen werden. Uber ist ein amerikanisches Dienstleistungsunternehmen, das unter anderem jetzt auch in Deutschland Vermittlungsdienste zur Beförderung von Personen anbietet, also ähnlich wie ein Taxiunternehmen. Deutsche Taxiunternehmen befürchten nun um ihre Existenz, da Uber mit seinen unschlagbaren Preisen ihnen ziemlich Konkurrenz macht. In einem Zeit-Artikel von Hamann Götz ist über Uber sogar die Rede von „Anstiftung zur Schwarzarbeit im großen Stil". Weitere Argumente in dem Artikel, die Uber unterstellen, keinen TÜV und weitere Sicherheitsstandards einzuhalten, kann man zur heutigen Zeit zwar weitgehend widerlegen, dennoch waren sie Jahre zu vor Realität. Durch die Richtlinie des EU-Parlaments aus dem Jahr 2014, ist es Pflicht geworden, regelmäßig eine TÜV-Untersuchung durchzuführen, wodurch Uber nun gar keine Möglichkeit mehr hat, dieser auszuweichen. Außerdem müssen Fahrer von Uber zur Fahrtüchtigkeit vor jeder Fahrt einen Alkoholtest machen, um das Auto auch nur zu starten, was sogar ein Sicherheitsfortschritt im Gegensatz zu herkömmlichen Taxiunternehmen darstellt. Deutsche Unternehmen haben also mehr vor dem großen Google Konzern und Goldman Sachs, die hinter Uber stehen, Angst, anstatt der Grundidee von Uber. Vielleicht braucht es auch einer Reformation der Taxilandschaft in Deutschland. Taxifahren ist ohnehin für einen Großteil der Bevölkerung sowieso ziemlich teuer und damit auch die Nachfrage gering. Wenn man Geschäftskonzepte ändern würde, denke ich, dass Uber gar keine Konkurrenz mehr darstellen würde, sondern das Teilen-Prinzip ebenso verwirklicht werden könnte und gleichzeitig damit verdient werden könnte wie es Google und Goldman Sachs zeigen. Klar sind Arbeitnehmer von Uber durch den unschlagbaren Preis deutlich unterbezahlt, aber wenn es Menschen gibt, die immer weiter Über nutzen werden oder als Fahrer tätig sind, wird Uber auch weiter existieren. Vielleicht braucht Uber auch einfach ein erneutes Geschäftsmodell, dass das Grundprinzip der Share Economy mehr annimmt. Denn so ist Uber für mich wie ein ganz normales Taxiunternehmen, das viel profitorientierter arbeitet, dabei aber vergisst, die eigentliche Mitfahrgelegenheit" darzustellen. Der Großteil der Bevölkerung ist trotz gieriger Konzerne wie Airbnb oder Uber insgesamt positiv zu Share Economy eingestellt, wie eine repräsentative Studie ,,Sharing Economy 2014" von dem Spiegel Online ergeben hat. Gerade mal durchschnittlich nur ein Viertel der Befragten sehen Share Economy Angebote kritisch, weil sie entweder Arbeits- und Sicherheitsstandards untergraben oder der Steuerhinterziehung Vorschub leisten könnten. Dabei ist zu erwähnen, dass die Befragten höheren Alters ca. ab 40 Jahren einer oder beider dieser Aussagen zugestimmt haben. Auch mehr jüngere Befragte finden, dass Leihen statt kaufen ein nachhaltiger Ansatz ist, Ressourcen und Geld spart und die Umwelt schont. Im Durchschnitt finde ich die Zahl von 80 % aber überraschend hoch, dafür, dass ältere immer etwas skeptischer auftreten. Bei dem Zukunftspotenzial von Share Economy sind sich die Befragte aber nicht ganz sicher, ca. die Hälfte der Befragte sieht ein Zukunftspotenzial im Modell des Teiles. Jüngere Menschen, gerade im Alter von 30-39 Jahren sehen 8 % mehr Zukunftspotential als 60-Jährige und ältere. Das liegt darin, dass die junge Generation wesentlich offener für Neues geworden ist und zum Testen bereit ist, um Konsum und Wirtschaft so nachhaltig zu gestalten, dass die Umwelt bzw. Natur einen positiven Nutzen erfahren kann. Auch wenn einige Firmen wie Airbnb oder Uber aus Taxifahrersicht nicht immer alles richtig machen oder die Grundidee des Teilens, Dinge auszutauschen, damit Kosten zu sparen und die Umwelt zu schützen nicht ganz verfolgen, denke ich, ist recht gut zu erkennen, dass ein Großteil der Bevölkerung das Konzept von Share Economy gutheißen und bestimmt auch öfters nutzen würden, wenn die gegebene Infrastruktur schon da wäre. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Share Economy über endlich viele Angebote verfügt, über die man seine Dinge, sowohl benutzte als auch ungenutzte, teilen kann. Damit wird Geld gespart und letztendlich der Umwelt noch etwas Gutes getan, sofern man dieses an richtiger Stelle wieder investiert. In Share Economy liegt viel Zukunftspotenzial, was auch verwirklicht werden kann, wenn Menschen und Unternehmen motiviert und kreativ das Konzept fördern und eine gewisse Infrastruktur aufbauen, damit eine Verfügbarkeit von Produkten auch mit diesem Modell sichergestellt werden kann. Große Unternehmen wie Airbnb stellen ein wesentliches Risiko der Share Economy dar, wenn sie aber nicht das Grundkonzept verfolgen, kann man sie meiner Meinung nach auch nicht mehr als „Share Economy Firma" bezeichnen, sondern als allgemeine Vermietungsfirma von Immobilien, ohne jeglichen nachhaltigen Gedanken. Würden große Unternehmen Veränderungen vornehmen, wie z. B. Verfahren zur Authentifizierung könnten sie Kritiker schnell mundtot machen. Share Economy existiert für mich zusammenfassend schon viel länger: Das Auto hat man sich auch früher geteilt, Bücher weitergegeben und Werkzeuge ausgeliehen. Durch das Internet ist das ganze Thema aber stärker vertreten worden, was wie ich finde, durchaus auch eine sehr gute Sache ist. Denn mit einer wachsenden Weltbevölkerung müssen wir uns auch Gedanken über eine nachhaltigere Wirtschaft machen, da uns irgendwann auch mal Ressourcen leer gehen werden. Trotzdem ich denke, dass in Zukunft die Share Economy eine wesentliche Rolle in unserem alltäglichen Leben spielen wird, muss jeder selbst wissen, ob er eher für ein Teilen oder dann doch lieber Besitzen geeignet ist und was gierige Unternehmen für eine Rolle spielen werden. Wir können diese Zukunft mitgestalten, indem wir unser Konsumverhalten nachhaltig verändern und politische Forderungen stellen.

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Ich finde, die Idee ist nicht nur sozial ausgeklügelt, denn so hat man auch noch neuen Kontakt zu neuen Menschen und lernt dabei seine Nachbarschaft erst richtig kennen, sondern die Idee des Teilens, ist auch besonders nachhaltig. Gerade bei ,,Pumpipumpe" geht es nicht um den Profit bei ihrem Projekt, sondern viel mehr um das Kaufverhalten der Menschen. Produkte endlich nachhaltig zu nutzen und nicht andauernd neu zu kaufen - das ist das erklärte Ziel. Dinge, die sowieso nur die ganze Zeit im Schrank liegen, erleiden doch sowieso einen Wertverlust, wenn sie nicht benutzt werden. Warum dann also nicht teilen? So kaufen weniger Menschen neue Produkte und nutzen gebrauchte Produkte, bis sie so verschlissen sind, damit ein wirklich neuer Kauf von diesem Produkt notwendig und gerechtfertigt ist. Natürlich gibt es auch Unternehmen wie Airbnb, die ausschließlich profitorientiert arbeiten, dennoch überwiegt die Zahl kleiner Projekte und Unternehmen, die genau gegen so ein Geschäftskonzept sind. Bei Airbnb kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Streitpunkten, da die oft scheinbaren Privatwohnungen, die plötzlich zu einem ganzen Hotel geworden waren, zu Steuerhinterziehung und anderen Gesetzesverstößen führten. Auch der Chef der Airbnb-Konkurrenz 9flats gibt zu, dass ihr Umsatz zu 80 % aus ,,professionellen Immobilienbesitzern oder Agenturen" besteht. Bei solch großen Plattformen geht der eigentliche Sinn, der Idee vom Teilen, verloren. Privatpersonen können diese großen Internetkonzerne einfach missbrauchen, ohne mit einer Konsequenz rechnen zu müssen, z. B.: Bis auf eine etwaige Löschung der Anzeige der Immobilien auf der Plattform. Das Problem der Ausnutzung liegt aber selbst an den Plattformen wie Airbnb. Hätten diese beispielsweise ein Authentifizierungsverfahren für Anbieter ihrer Wohnung oder ihrem Haus, könnten Steuerhinterziehung und das professionelle Vermieten von Immobilien gar verhindert werde. Inzwischen findet man aber auch genug andere Unternehmen, denen man sein Vertrauen schenken kann, beispielsweise Bewelcome, Talktalkbnb, Couchsurfing oder kleine Projekte, die auf Nachhaltigkeit und soziale Aspekte getrimmt sind. Im Grunde genommen macht Share Economy nämlich das fast zu 100 % auslasten von Produkten, die in ihrer Herstellung wichtige und wertvolle Ressourcen aufgebraucht haben, erst möglich. Nun könnte man mit der Verfügbarkeit dieser geteilten Produkte gegenargumentieren, was meiner Ansicht nach aber keinen Sinn ergibt, wenn in Zukunft immer mehr Projekte und Nachfrage an Share Economy entsteht, denn dann wird auch die nötige Infrastruktur vorhanden sein, um die Verfügbarkeiten z. B. von Autos bei einem Car-Sharing Services sicherzustellen. Ansonsten gibt es ja immer noch Alternativen wie öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten wie z. B. BlaBlaCar oder andere Car-Sharing Services und andere Transportmittel wie das Fahrrad. Ich denke aber, dass die Nachhaltigkeit klar im Vordergrund stehen sollte bzw. wird. Zipcar, ein Car- Sharing-Service von vielen anderen, gibt z. B. an, dass ein einziges „geteiltes“ Auto 15 Fahrzeuge ersetzt. Darunter würde die Autoindustrie natürlich leiden, was aber umweltschonender ist, das ist überlebenswichtig. Um die Volkswirtschaft muss man sich keine Sorgen machen. Dadurch, dass Menschen weniger ungenutzte Produkte anhäufen und kaufen, wird das Geld zukünftig dort ausgegeben, wo es eine viel sinnvollere Verwendung findet. Es werden also einige Industrien geschwächt, andere zukunftsfähigere dafür aber gestärkt, was an sich ja eine gute Sache ist. Ein Schaden für die Volkswirtschaft entsteht jedenfalls nicht, da ist sich auch die Redaktionsleiterin für das SZ-Wirtschaftsmagazin für Frauen, Kathrin Werner, ebenfalls sicher: „Die Sharing Economy trägt zur Demokratisierung der Wirtschaft bei." Durch Share Economy werden weniger Ressourcen und weniger Energie verschwendet, was positive Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die Volkswirtschaft hat. Kritiker der Share Economy befürchten, dass z. B. durch den Fahrdienstleister Uber Gesetzesverstöße begangen werden. Uber ist ein amerikanisches Dienstleistungsunternehmen, das unter anderem jetzt auch in Deutschland Vermittlungsdienste zur Beförderung von Personen anbietet, also ähnlich wie ein Taxiunternehmen. Deutsche Taxiunternehmen befürchten nun um ihre Existenz, da Uber mit seinen unschlagbaren Preisen ihnen ziemlich Konkurrenz macht. In einem Zeit-Artikel von Hamann Götz ist über Uber sogar die Rede von „Anstiftung zur Schwarzarbeit im großen Stil". 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Wenn man Geschäftskonzepte ändern würde, denke ich, dass Uber gar keine Konkurrenz mehr darstellen würde, sondern das Teilen-Prinzip ebenso verwirklicht werden könnte und gleichzeitig damit verdient werden könnte wie es Google und Goldman Sachs zeigen. Klar sind Arbeitnehmer von Uber durch den unschlagbaren Preis deutlich unterbezahlt, aber wenn es Menschen gibt, die immer weiter Über nutzen werden oder als Fahrer tätig sind, wird Uber auch weiter existieren. Vielleicht braucht Uber auch einfach ein erneutes Geschäftsmodell, dass das Grundprinzip der Share Economy mehr annimmt. Denn so ist Uber für mich wie ein ganz normales Taxiunternehmen, das viel profitorientierter arbeitet, dabei aber vergisst, die eigentliche Mitfahrgelegenheit" darzustellen. Der Großteil der Bevölkerung ist trotz gieriger Konzerne wie Airbnb oder Uber insgesamt positiv zu Share Economy eingestellt, wie eine repräsentative Studie ,,Sharing Economy 2014" von dem Spiegel Online ergeben hat. Gerade mal durchschnittlich nur ein Viertel der Befragten sehen Share Economy Angebote kritisch, weil sie entweder Arbeits- und Sicherheitsstandards untergraben oder der Steuerhinterziehung Vorschub leisten könnten. Dabei ist zu erwähnen, dass die Befragten höheren Alters ca. ab 40 Jahren einer oder beider dieser Aussagen zugestimmt haben. Auch mehr jüngere Befragte finden, dass Leihen statt kaufen ein nachhaltiger Ansatz ist, Ressourcen und Geld spart und die Umwelt schont. Im Durchschnitt finde ich die Zahl von 80 % aber überraschend hoch, dafür, dass ältere immer etwas skeptischer auftreten. Bei dem Zukunftspotenzial von Share Economy sind sich die Befragte aber nicht ganz sicher, ca. die Hälfte der Befragte sieht ein Zukunftspotenzial im Modell des Teiles. Jüngere Menschen, gerade im Alter von 30-39 Jahren sehen 8 % mehr Zukunftspotential als 60-Jährige und ältere. Das liegt darin, dass die junge Generation wesentlich offener für Neues geworden ist und zum Testen bereit ist, um Konsum und Wirtschaft so nachhaltig zu gestalten, dass die Umwelt bzw. Natur einen positiven Nutzen erfahren kann. Auch wenn einige Firmen wie Airbnb oder Uber aus Taxifahrersicht nicht immer alles richtig machen oder die Grundidee des Teilens, Dinge auszutauschen, damit Kosten zu sparen und die Umwelt zu schützen nicht ganz verfolgen, denke ich, ist recht gut zu erkennen, dass ein Großteil der Bevölkerung das Konzept von Share Economy gutheißen und bestimmt auch öfters nutzen würden, wenn die gegebene Infrastruktur schon da wäre. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Share Economy über endlich viele Angebote verfügt, über die man seine Dinge, sowohl benutzte als auch ungenutzte, teilen kann. Damit wird Geld gespart und letztendlich der Umwelt noch etwas Gutes getan, sofern man dieses an richtiger Stelle wieder investiert. 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