Aufbau und Stil des Romans
Stell dir vor, du verfolgst einen ganzen Tag lang das Leben von 30 verschiedenen Menschen - genau das macht Koeppen in seinem Roman. Die Handlung spielt an nur einem Tag von morgens bis Mitternacht, wahrscheinlich in München.
Der Roman hat keine klassischen Kapitel, sondern 115 kurze Abschnitte. Dadurch springt die Erzählung ständig zwischen verschiedenen Figuren hin und her - wie ein Film mit vielen schnellen Schnitten.
Koeppens Sprache ist besonders interessant: Er mischt Dialekt, Militärjargon und sogar Nazi-Sprache. So zeigt er sofort, aus welcher sozialen Schicht eine Figur kommt. Die Multiperspektivität sorgt dafür, dass die Figuren oft aneinander vorbeireden - genau wie im echten Leben nach dem Krieg.
Merktipp: Das offene Ende und die sprunghafte Erzählweise spiegeln das Chaos der Nachkriegszeit wider.




