Großbritanniens Unsicherheit nach dem Brexit
Der Begriff "global Britain" wurde 2016 von Theresa May als Versuch eingeführt, Großbritanniens Beziehungen zur Welt nach dem Brexit zu definieren. Laut dem britischen Außenministerium bedeutet dies, in internationale Beziehungen zu investieren und zu zeigen, dass das UK "offen, nach außen orientiert und selbstbewusst auf der Weltbühne" auftritt.
Boris Johnson hat diese Idee übernommen, als wäre sie neu, obwohl Großbritannien schon immer versuchte, diese Rolle einzunehmen. Sein Problem: Die Regierung konnte bisher keine kohärente Strategie entwickeln. Das Parlament kritisierte in einem Bericht die ziellose Drift der britischen Außenpolitik und bemängelte, dass viele Beteiligte nicht wissen, was "global Britain" überhaupt bedeuten soll.
Die Diskussion über eine mögliche Kürzung des Auslandshilfeetats um 4 Milliarden Pfund zeigt den Mangel an durchdachter Politik. Ehemalige Premierminister wie Blair, Brown und Cameron warnen, dass solche Kürzungen Großbritanniens Einfluss und Soft Power erheblich schwächen würden, besonders in einer Zeit, in der 115 Millionen Menschen von extremer Armut bedroht sind.
Merke: Nach dem Brexit muss Großbritannien seinen Fokus auf gemeinsame Werte, Kooperation und Allianzen legen - besonders mit der EU - statt sich international zu isolieren.











