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Fotoheft zum Thema Nachhaltikkeit, Technik und Konsum

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Fotoheft zum Thema Nachhaltikkeit, Technik und Konsum

 ☀
MENSCH, NATUR
Y
&
TECHNIK
Ethik 2021 DIE NATUR WIRD UNS
ZUNEHMEND FREMD, ODER?
Eintrag 1
MENSCH, NATUR & TECHNIK
ETHIK 2021
Ethik 8
1. Je

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Dieses Heft habe ich letztes Jahr erstellt, meldet euch bei Fragen!

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☀ MENSCH, NATUR Y & TECHNIK Ethik 2021 DIE NATUR WIRD UNS ZUNEHMEND FREMD, ODER? Eintrag 1 MENSCH, NATUR & TECHNIK ETHIK 2021 Ethik 8 1. Jeden Tag saß ich zu Corona Zeiten morgens vor dem Fenster gegenüber meinem Schreibtisch. Ich habe das Vergnügen, einen Garten hinter unserem Haus zu haben, doch schätzen kann ich diesen nur selten. So ist es, wenn einem die Natur fremd wird. Früher als kleines Kind ging ich nach der Schule bei jeder Gelegenheit sofort nach draußen und spielte auf der Wiese, aber irgendwie habe ich diese Leidenschaft in den letzten Jahren verloren. Kann es sein, dass ich aus dieser Art von Zeitvertreib herausgewachsen bin? Kaum mache ich mir noch Gedanken darüber, was mir Natur bedeutet, oder wie ich sie wahrnehme. Wenn ich vor meinem Fenster sitze, ist das letzte, woran ich denke, die Natur. 2. Genau das ist das Problem, denn wir denken kaum noch an die Natur und unsere Umgebung. Es wirkt auf mich, als hätten wir uns als Menschen eine rosa rote Brille aufgesetzt, die die Natur filtert. Den Filter haben wir selbst kreiert, dies führt dazu, dass wir die Natur nur so sehen wie wir sie wollen. Wahrnehmen oder uns dafür interessieren werden wir nur, was uns in dem Moment passt. Wir ignorieren Konflikte zwischen Menschen und Natur und packen immer wieder, ohne...

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zu zögern eine Schippe darauf. Der Filter blendet uns aber in Wirklichkeit von der Schönheit und Vielfalt der Natur. Für mich ist es schwer, diesen Filter abzusetzen, da ich mich schon daran gewöhnt habe. Durch unsere Ignoranz steigern wir uns von Tag zu Tag in die Situation und die Natur wird uns fremder. 3. Hier in Deutschland gehört Biologie zu einem Nebenfach, in dem jeder Schüler, egal welche Schule er besucht, unterrichtet wird. Doch ich habe das Gefühl, dass wir durch den Unterricht nur über den theoretischen Teil der Natur belehrt werden. Wir lernen nicht, wie wir gerecht mit der Natur umgehen sollen und wie wir Hand in Hand mit ihr leben können, ohne ihr nachhaltig zu schaden. Dieser Aspekt fehlt mir etwas. Aus diesem Grund ist unsere Bevölkerung immer ignoranter, wenn es um das Thema Naturschutz und Klimawandel-Prävention geht. So bauen wir eine dicke Mauer zwischen uns und die Natur. 1. PAPIERVERSCHWENDUNG IM ALLTAGSLEBEN EINTRAG 2 SHIN Ethik 2021 Für mich ist es völlig normal, 2-3 Papiertücher in der Schultoilette zu nehmen oder einen Block zum Schreiben zu verwenden. In der Zeitspanne von 5 Sekunden landet mein zerknülltes Blatt oder mein Tuch im Mülleimer. Seitdem wir Schüler wieder in die Schule gehen, führen wir jede Woche am Montag und am Donnerstag einen Corona-Selbsttest durch. Dieser Test kommt in einer Papierschachtel (das Bild beschreibt den Müll, der bei dieser Tätigkeit aufkommt). Das bedeutet, dass jeder Schüler am OHG und in Deutschland 2-mal pro Woche so ein Päckchen wegschmeißt, nachdem der Test durchgeführt wurde. Hieraus kann man pro Woche eine Summe von circa 22 Millionen Pappkartons von Schülern in Deutschland erschließen, da es bis zum heutigen Standpunkt ca. 11 Millionen Schüler in Deutschland gibt. Zu bedenken ist auch, dass nicht nur Schüler oder Lehrer diese Schnelltests durchführen, was den Verbrauch dazu noch enorm erhöht. 2. Wenn ich mir überlege, dass diese verarbeite Schachtel meistens nur für fünf oder sogar weniger Minuten aktiv benutzt wird, fühle ich mich schuldig. Für mich hat diese Verpackung in dem bestimmten Zeitraum kaum einen Wert, da der Verbrauch von Papier so ein selbstverständlicher alltags Bestandteil geworden ist. Man schätzt nicht, was man hat (also Papier/ Natur), bis man es verliert (Zerstörung des Regenwalds). Und dies passiert bestimmt ganz bald. Benötigen wir diese exzessive Verschwendung wirklich oder haben wir uns dieses Loch nur aus purer Gewöhnung gegraben? Heutzutage gehört Papierverbrauch zur Normalität, aber auch zu unserer Identität als Konsumenten, die in Papier verpackte Produkte kaufen. Obwohl es schade um die Ressource ist, machen wir uns beim Aufbrauchen der begrenzten Ressource kaum noch Gedanken. Mir ist nun bewusst, dass Papier keine endlose Ressource ist, weshalb wir ihre Quelle unbedingt vor weiterer Zerstörung schützen müssen. 3. In unserer Gesellschaft haben wir uns über die letzten Jahrzehnte an den Papierverbrauch im Alltag gewöhnt. In Deutschland gibt es pro Jahr einen Papierverpackungs-Verbrauch von 241,7 kg per Kopf, Tendenz steigend. Seit 1950 hat sich der deutsche Konsum versiebenfacht, er ist größer als je zuvor in Lateinamerika, wo das Holz für das Papier herkommt. Daraus kann man verknüpfen, dass Länder, die eher nicht in der Herstellung beteiligt sind, die sind, die am meisten Materialien und Ressourcen verbrauchen. Trotz minimaler Teilhabe an Produktion, sind sie die, die diesen enormen Konsum fördern und ermöglichen. Sie haben den größten Einfluss von allen, da sie die verlangenden, dazu noch erwartenden Konsumenten sind. VON DER TECHNIK BEHERRSCHT? Eintrag 3 FACETIME Mama Missed FaceTime Call 2:40 Monday, June 28 No Older Notifications 6:49 AM ETHIK 2021 1. Im 21. Jahrhundert hat fast jeder Mensch ein Smartphone. Jeden Tag, wann und wo auch immer wir gerade sind wird es fleißig benutzt. Ich bekam mein erstes Handy mit 10 Jahren, was mir selbst nun im Nachhinein als viel zu früh erscheint. Meinen Gedankenanstoß bekam ich letztes Jahr durch die Pandemie, denn mir wurde durch das viele zu Hause sein klar, wie sehr wir uns von Technik bestimmen lassen. Morgens um 7:00 Uhr ist das erste, was ich gemacht habe, mein Handy öffnen und nach Nachrichten von Freunden zu suchen. So startete ich in meinen Tag. Danach ging ich die weiteren Benachrichtigungen auf meiner Suchleiste entlang und kreuzte sie von meiner imaginären Liste ab. Meistens hatte ich den Drang, jede einzelne Mitteilung, wichtig oder nicht, wie auf dem Bild, zu öffnen und erkunden. Dies führte zu endlosen scrollen auf meinem Gerät. Schon ist es um 9:00 Uhr und ein Fünftel meines Tages ist verschwunden. Durch das Foto möchte ich darstellen, wie uns unser technisches Gerät mit Mitteilungen von Tag zu Tag abhängiger macht- und uns dazu noch kontrolliert. 2. Wie gesagt gehe ich oft an mein Handy, am Tag habe ich eine Bildschirmzeit von circa 5+ Stunden. Meistens ergibt sich diese Summe, da ich benachrichtigt werde, demzufolge aus Neugier mein Handy öffne. Es ist wirklich schwer, sich diese Angewohnheit abzugewöhnen, weil dieses Gerät bei mir so ein Standard im Alltagsleben geworden ist. Das Smartphone zu benutzen ist nicht nur noch eine einzige Alltagssituation, sondern wurde schon vor langer Zeit zu unserem Alltag. Es ist echt dramatisch, was für eine Wirkung so ein kleines Ding auf unser Leben hat. Wenn ich morgens eine schlechte Mitteilung bekomme, dann ist meine Stimmung im Keller. Zur Folge ist mein ganzer Tag ruiniert, denn hätte ich die Nachricht erst später von allein gelesen, müsste ich mir keine Sorgen machen. Durch dieses Beispiel aus meinem Leben wird echt klar, wie beherrscht wir von der Technik sin. Durch die tausenden Mitteilungen wird mein Handeln bestimmt, weshalb ich langsam die Kontrolle über mein eigenes Leben verliere. Jede einzelne Mitteilung beeinflusst mich. Da ich meine Benachrichtigungen für Apps und verschiedene Mitgliedschaften aktiviert habe, sehe ich die positiven und negativen Nachrichten in so einer Schnelle- 10 Sekunden oder noch weniger. Wenn ich die Mitteilungen deaktiviert hätte, würde es erst eine Weile dauern, bis ich die Botschaft bekäme. Genau davor habe ich Angst, denn es hat sich in meinem Kopf verdrahtet, dass ich andauernd auf dem aktuellen Standpunkt sein muss, demzufolge jede Nachricht öffnen muss. Ich möchte immer wissen, was passiert- dabei noch Kontrolle haben- die mir aber leider durch Handy Benachrichtigungen weggenommen wird. 3. Eine Studie aus dem Jahre 2018 besagt, dass 45% der Befragten ihre Benachrichtigungen für Whats-App auf ihrem Sperrbildschirm aktiviert haben. Fast die Hälfte der Menschen, die an der Umfrage teilnahmen, werden täglich von ihrem Handy aufgefordert, Nachrichten zu öffnen, ein neues YouTube Video zu gucken oder einen Auftrag zu vollziehen. Überall nehmen wir unser Handy mithin und werden mehr und mehr abhängig. Um sich aus dieser Grube herauszufinden, habe ich ein paar Tipps aufgelistet, die mir in letzter Zeit geholfen haben: ● ● ● Apps löschen, die einem nichts bringen/ einen stressen/ ablenken Alle Mitteilungen komplett in den Einstellungen ausschalten Mitteilungen limitieren (nur für bestimmte Apps/Kontakte) Das Handy abends aus dem Zimmer legen Das Handy nicht überall mithinnehmen

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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PAPIERVERSCHWENDUNG IM ALLTAGSLEBEN EINTRAG 2 SHIN Ethik 2021 Für mich ist es völlig normal, 2-3 Papiertücher in der Schultoilette zu nehmen oder einen Block zum Schreiben zu verwenden. In der Zeitspanne von 5 Sekunden landet mein zerknülltes Blatt oder mein Tuch im Mülleimer. Seitdem wir Schüler wieder in die Schule gehen, führen wir jede Woche am Montag und am Donnerstag einen Corona-Selbsttest durch. Dieser Test kommt in einer Papierschachtel (das Bild beschreibt den Müll, der bei dieser Tätigkeit aufkommt). Das bedeutet, dass jeder Schüler am OHG und in Deutschland 2-mal pro Woche so ein Päckchen wegschmeißt, nachdem der Test durchgeführt wurde. Hieraus kann man pro Woche eine Summe von circa 22 Millionen Pappkartons von Schülern in Deutschland erschließen, da es bis zum heutigen Standpunkt ca. 11 Millionen Schüler in Deutschland gibt. Zu bedenken ist auch, dass nicht nur Schüler oder Lehrer diese Schnelltests durchführen, was den Verbrauch dazu noch enorm erhöht. 2. Wenn ich mir überlege, dass diese verarbeite Schachtel meistens nur für fünf oder sogar weniger Minuten aktiv benutzt wird, fühle ich mich schuldig. Für mich hat diese Verpackung in dem bestimmten Zeitraum kaum einen Wert, da der Verbrauch von Papier so ein selbstverständlicher alltags Bestandteil geworden ist. Man schätzt nicht, was man hat (also Papier/ Natur), bis man es verliert (Zerstörung des Regenwalds). Und dies passiert bestimmt ganz bald. Benötigen wir diese exzessive Verschwendung wirklich oder haben wir uns dieses Loch nur aus purer Gewöhnung gegraben? Heutzutage gehört Papierverbrauch zur Normalität, aber auch zu unserer Identität als Konsumenten, die in Papier verpackte Produkte kaufen. Obwohl es schade um die Ressource ist, machen wir uns beim Aufbrauchen der begrenzten Ressource kaum noch Gedanken. Mir ist nun bewusst, dass Papier keine endlose Ressource ist, weshalb wir ihre Quelle unbedingt vor weiterer Zerstörung schützen müssen. 3. In unserer Gesellschaft haben wir uns über die letzten Jahrzehnte an den Papierverbrauch im Alltag gewöhnt. In Deutschland gibt es pro Jahr einen Papierverpackungs-Verbrauch von 241,7 kg per Kopf, Tendenz steigend. Seit 1950 hat sich der deutsche Konsum versiebenfacht, er ist größer als je zuvor in Lateinamerika, wo das Holz für das Papier herkommt. Daraus kann man verknüpfen, dass Länder, die eher nicht in der Herstellung beteiligt sind, die sind, die am meisten Materialien und Ressourcen verbrauchen. Trotz minimaler Teilhabe an Produktion, sind sie die, die diesen enormen Konsum fördern und ermöglichen. Sie haben den größten Einfluss von allen, da sie die verlangenden, dazu noch erwartenden Konsumenten sind. VON DER TECHNIK BEHERRSCHT? Eintrag 3 FACETIME Mama Missed FaceTime Call 2:40 Monday, June 28 No Older Notifications 6:49 AM ETHIK 2021 1. Im 21. Jahrhundert hat fast jeder Mensch ein Smartphone. Jeden Tag, wann und wo auch immer wir gerade sind wird es fleißig benutzt. Ich bekam mein erstes Handy mit 10 Jahren, was mir selbst nun im Nachhinein als viel zu früh erscheint. Meinen Gedankenanstoß bekam ich letztes Jahr durch die Pandemie, denn mir wurde durch das viele zu Hause sein klar, wie sehr wir uns von Technik bestimmen lassen. Morgens um 7:00 Uhr ist das erste, was ich gemacht habe, mein Handy öffnen und nach Nachrichten von Freunden zu suchen. So startete ich in meinen Tag. Danach ging ich die weiteren Benachrichtigungen auf meiner Suchleiste entlang und kreuzte sie von meiner imaginären Liste ab. Meistens hatte ich den Drang, jede einzelne Mitteilung, wichtig oder nicht, wie auf dem Bild, zu öffnen und erkunden. Dies führte zu endlosen scrollen auf meinem Gerät. Schon ist es um 9:00 Uhr und ein Fünftel meines Tages ist verschwunden. Durch das Foto möchte ich darstellen, wie uns unser technisches Gerät mit Mitteilungen von Tag zu Tag abhängiger macht- und uns dazu noch kontrolliert. 2. Wie gesagt gehe ich oft an mein Handy, am Tag habe ich eine Bildschirmzeit von circa 5+ Stunden. Meistens ergibt sich diese Summe, da ich benachrichtigt werde, demzufolge aus Neugier mein Handy öffne. Es ist wirklich schwer, sich diese Angewohnheit abzugewöhnen, weil dieses Gerät bei mir so ein Standard im Alltagsleben geworden ist. Das Smartphone zu benutzen ist nicht nur noch eine einzige Alltagssituation, sondern wurde schon vor langer Zeit zu unserem Alltag. Es ist echt dramatisch, was für eine Wirkung so ein kleines Ding auf unser Leben hat. Wenn ich morgens eine schlechte Mitteilung bekomme, dann ist meine Stimmung im Keller. Zur Folge ist mein ganzer Tag ruiniert, denn hätte ich die Nachricht erst später von allein gelesen, müsste ich mir keine Sorgen machen. Durch dieses Beispiel aus meinem Leben wird echt klar, wie beherrscht wir von der Technik sin. Durch die tausenden Mitteilungen wird mein Handeln bestimmt, weshalb ich langsam die Kontrolle über mein eigenes Leben verliere. Jede einzelne Mitteilung beeinflusst mich. Da ich meine Benachrichtigungen für Apps und verschiedene Mitgliedschaften aktiviert habe, sehe ich die positiven und negativen Nachrichten in so einer Schnelle- 10 Sekunden oder noch weniger. Wenn ich die Mitteilungen deaktiviert hätte, würde es erst eine Weile dauern, bis ich die Botschaft bekäme. Genau davor habe ich Angst, denn es hat sich in meinem Kopf verdrahtet, dass ich andauernd auf dem aktuellen Standpunkt sein muss, demzufolge jede Nachricht öffnen muss. Ich möchte immer wissen, was passiert- dabei noch Kontrolle haben- die mir aber leider durch Handy Benachrichtigungen weggenommen wird. 3. Eine Studie aus dem Jahre 2018 besagt, dass 45% der Befragten ihre Benachrichtigungen für Whats-App auf ihrem Sperrbildschirm aktiviert haben. Fast die Hälfte der Menschen, die an der Umfrage teilnahmen, werden täglich von ihrem Handy aufgefordert, Nachrichten zu öffnen, ein neues YouTube Video zu gucken oder einen Auftrag zu vollziehen. Überall nehmen wir unser Handy mithin und werden mehr und mehr abhängig. Um sich aus dieser Grube herauszufinden, habe ich ein paar Tipps aufgelistet, die mir in letzter Zeit geholfen haben: ● ● ● Apps löschen, die einem nichts bringen/ einen stressen/ ablenken Alle Mitteilungen komplett in den Einstellungen ausschalten Mitteilungen limitieren (nur für bestimmte Apps/Kontakte) Das Handy abends aus dem Zimmer legen Das Handy nicht überall mithinnehmen