Der Prager Frühling 1968 - Hoffnung und Unterdrückung
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Tschechoslowakei fest unter sowjetischem Einfluss. Das Land litt unter einer starren stalinistischen Planwirtschaft und der Einparteienherrschaft der Kommunistischen Partei (KPČ). Eine schwere Wirtschaftskrise 1963 brachte das System ins Wanken.
Der entscheidende Wendepunkt kam im Januar 1968: Alexander Dubček übernahm die Macht und versprach Reformen. Sein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sollte Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und mehr wirtschaftliche Freiheiten bringen. Die Bevölkerung war begeistert von diesem Reformkurs.
Doch die Sowjetunion sah ihre Vorherrschaft bedroht. In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 rollten Panzer der Warschauer Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei ein. Dubček wurde verhaftet, die Reformen rückgängig gemacht. Viele Menschen verließen daraufhin das Land.
Merke dir: Der Prager Frühling zeigt, wie schwer es war, im Kalten Krieg aus dem sowjetischen Machtbereich auszubrechen - selbst friedliche Reformen wurden mit Gewalt beendet.


