Folgen der Unzufriedenheit in der DDR
Die Krise der DDR in den 80er Jahren verschärfte sich zunehmend. Hauptgründe für die wachsende Unzufriedenheit in der DDR waren:
- Einschränkungen der persönlichen Freiheit
- Ungelöste Versorgungsprobleme mit Konsumgütern
- Steigende Zahl von Ausreiseanträgen
- Reformunwilligkeit der SED-Führung
- Dramatisch zunehmende Staatsverschuldung
Highlight: Die SED-Führung befand sich in einem Dilemma: Eine Senkung der Schuldenlast hätte den ohnehin bescheidenen Lebensstandard der Bevölkerung weiter gesenkt und möglicherweise zu offenem Aufruhr geführt.
Die Kommunalwahlen im Mai 1989 markierten einen Wendepunkt:
- Kirchliche Gruppen riefen zum Wahlboykott oder Gegenstimmen auf
- Wahlbeobachter deckten gravierenden Wahlbetrug durch die SED auf
Example: In einigen Fällen wurden in der DDR sogar Anzeigen wegen Wahlfälschung erstattet - ein bis dahin undenkbarer Vorgang.
Die Ereignisse überschlugen sich im Sommer 1989:
- Massenflucht über Ungarn nach Abbau der Grenzzäune zu Österreich
- Demokratisierung in Polen und Ungarn
- Tausende DDR-Bürger suchen Zuflucht in bundesdeutschen Botschaften
Highlight: Die Berliner Mauer verlor ihre Wirkung, als alternative Fluchtwege entstanden.






