Objektkunst
Objektkunst bringt ganz normale Gegenstände aus dem Alltag ins Museum - klingt verrückt, ist aber ein wichtiger Teil der modernen Kunst. Alles begann mit dem Dadaismus um 1916, als Künstler wie Marcel Duchamp und Hannah Höch gegen traditionelle Kunst rebellierten.
Die Dadaisten waren total schockiert über den Ersten Weltkrieg und wollten mit ihrer Anti-Kunst-Bewegung zeigen, wie kaputt die Gesellschaft war. Sie nahmen bewusst industrielle Gegenstände und machten daraus Kunst - als Protest gegen die verstaubte Museumskunst.
Drei Schritte machen aus einem normalen Gegenstand ein Kunstwerk: die Auswahl durch den Künstler, die Signatur und die Überführung in den Kunstkontext (also ins Museum). Dabei unterscheidet man Ready-mades (fabrikneue Objekte) von Objets trouvés (gebrauchte Gegenstände mit Spuren).
Merktipp: Duchamps berühmtes Pissoir "Fountain" ist das perfekte Beispiel - ein normaler Gegenstand wird durch Künstlerwille zur Kunst!





