Ovids Metamorphosen: Proömium und Apollo & Daphne
Das Proömium ist Ovids Einleitung zu seinem Meisterwerk - er kündigt an, dass er Verwandlungsgeschichten erzählen will, von der Entstehung der Welt bis zu seiner Zeit. Die Götter sollen ihm dabei helfen.
Die Geschichte von Apollo und Daphne zeigt perfekt, wie Rache funktioniert: Apollo verspottet Amor als schlechten Schützen, woraufhin Amor ihn mit einem goldenen Liebespfeil trifft und Daphne mit einem bleiernen Hasspfeil. Apollo brennt vor Liebe, Daphne will aber Jungfrau bleiben wie Diana.
Am Ende flieht Daphne so verzweifelt, dass sie ihren Vater bittet, sie zu verwandeln. Sie wird zum Lorbeerbaum - den Apollo trotzdem liebt und zu seinem heiligen Symbol macht. Typisch für die Metamorphosen: Selbst die Verwandlung löst das Problem nicht wirklich.
Merktipp: Apollo ist Gott der Künste, des Lichts und der Weissagung - Daphne ist eine Flussnymphe, die Diana nacheifert.




