Ladungsnachweis und Influenz
Die Glimmlampe ist ein wichtiges Messgerät zum Nachweis elektrischer Ladungen. Sie funktioniert wie folgt:
- Bei positiv geladenen Körpern (Elektronenmangel) fließen Elektronen durch den Körper zur Glimmlampe und bringen sie zum Leuchten.
- Bei negativ geladenen Körpern (Elektronenüberschuss) fließen überschüssige Elektronen ab und lassen die Lampe leuchten.
Highlight: Nach dem Leuchten der Glimmlampe ist die betroffene Stelle wieder elektrisch neutral, da ein Ladungsausgleich stattgefunden hat.
Wichtig zu beachten ist, dass für den Ladungsfluss eine Verbindung zum Boden notwendig ist. Dies erklärt, warum Vögel auf Stromleitungen sitzen können, ohne einen elektrischen Schlag zu bekommen.
Influenz ist ein faszinierendes Phänomen der Ladungstrennung:
- Ein geladener Körper erzeugt ein elektrisches Feld um sich herum.
- Dieses Feld wirkt auf die frei beweglichen Elektronen eines neutralen Körpers in der Nähe.
- Es kommt zu einer Verschiebung der Ladungen im neutralen Körper, wodurch positiv und negativ geladene Zonen entstehen.
Beispiel: Ein negativ geladener Gegenstand in der Nähe eines neutralen Körpers führt dazu, dass sich die freien Elektronen im neutralen Körper von der negativen Ladung wegbewegen. Die dem geladenen Gegenstand zugewandte Seite wird dadurch positiv geladen.
Das Prinzip der Ladungstrennung besagt, dass die Gesamtmenge der Ladungen (Protonen und Elektronen) erhalten bleibt. Sie werden lediglich getrennt und können auf andere Körper übergehen.
Definition: Ladungstrennung bezeichnet den Prozess, bei dem positive und negative Ladungen räumlich voneinander getrennt werden, wodurch ein Körper elektrisch geladen wird.



